Ausgabe 
30.10.1873
 
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die Weise elde üdet⸗

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für die Monate November und Dezember kann auf denObechessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.

Uestökös/ rh Amtlicher Theil. . 4. Betreffend: Die Verwaltung der Kreiskasse zu Friedberg. Friedberg am 26. October 1873. t Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg bund, an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Dorn-Assenheim, Griedel, Maibach, Melbach, Münzenberg, Nieder Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober-Florstadt, Rockenberg, Rödgen, Staden, Ockstadt wegen der Gemarkung Straßheim, Trais⸗ det Wagen Münzenberg, Wisselsheim. 1 Nach einer Anzeige des Kreiskassen- Rechners sind Ihre Gemeinden theils ganz, theils mit einzelnen Quartalen, namentlich aber dem 4. im dune Sg. Rückstand. Sie wollen den Gemeinde-Einnehmern die sofortige Einsendung der Beiträge an den Kreiskassenrechner aufgeben und überwachen, daß Selbaen, solche erfolgt, wir müßten sonst gegen die Säumigen mit Strafen vorgehen. Tyra p p. verwundel. n: Prophel,.. 2 97. nin Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. l 1 Philipp Jakobi II. von Nieder-Rosbach wurde zum Rechner der evang. Kirchengemeinde Nieder-Rosbach ernannt und verpflichtet. 5. Clbrun Christian Bornarius von Wohnbach wurde als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Mertautil ten geltilel inder, di F n Die Martini d. J. schuldigen Gefälle, als: Zeitpacht, Fischereipacht, Forstzeitpacht, Beiträge zu den Forstdienerbesoldungen ꝛc. ꝛc. müssen bis zum 15. November er., Dienstags und Donnerstags, Morgens von 8 bis 12 und Mittags von 2 bis 5 Uhr, an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Die Großherzoglichen Bürger⸗ N meistereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. November d. J. die Mahnung erfolgt. ustrie⸗ c Friedberg am 29. Oktober 1873. Großherzogtiches Vea Friedberg. in e ck. ns bis a gefellt Deutsches Reich. In dem den Ständen vor Kurzem vorge- Adresse an den Großherzog, versehen mit zahl zu, di. Darmstadt. Kurz nach Eröffnung des gegen⸗ legten Nachtragsburget ist das Eingehen von sechs reichen Unterschriften, um Genehmigung der aus 1. Me wärtigen Landtags hatte der Abgeordnete Stephan Kreisämtern in Aussicht genommen. Wenn bisher den Berathungen der Landessynode hervorgegangenen 4d. N.(Osthofen) den Antrag auf Errichtung höherer zweifelhaft war, welche Kreisämter diesem Geschick Verfassung unserer evangelischen Kirche von hier E. Bürger- oder Realschulen in allen Cantonshaupt- verfallen würden, so bört man jetzt mit Bestimmt⸗ abgegangen. Viele Gemeinden unseres Dekanats n rten(Landstädten der drei Provinzen) durch ent. 2 daß die fünf rheinhessischen Kreise bestehenf werden bald ein Gleiches thun, denn fast alle tnergif 0 d uschüsse aus Staatsmitleln gestellt. bleiben und nur die beiden anderen Provinzen je Geistlichen desselben gehen in dieser Sache mit afetulich bet Ae wird dieser Antrag 1 9 55 drei Kreisämter verlieren würden: Starkenburg den Weltlichen Hand in Hand. Arthigel Erfolg begleitet sein, da die Regierung sich da⸗ die Kreisämter Wimpfen, Neustadt und Lindenfels, Mainz. Kürzlich wurde dahier dersüd⸗ Gang gegen ausgesprochen hat und der Finanzausschuß Oberhessen die Kreisämter Büdingen, Vilbel und deutsche Arbeitertag der Eisenacher Partei abge baftigkel. im Wesentlichen den von der Regierung geltend Grünberg. Hiernach ist also die früher vielfach halten. Vertreten waren Mainz, Mannheim, c zu spü gemachten Gründen beipflichtet. Wenn so führt ausgesprochene Vermuthung, daß in der Provinz Heidelberg, Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt, wird dat das an den Finanzausschuß gerichtete Antwort⸗ Starkenburg auch der Kreis Heppenheim und in Offenbach, Heddernheim, Erbach und Bessungen. et alle Schreiben aus die Leistungen der Volksschule, Rheinhessen der Kreis Oppenheim oder Bingen, Man beschloß nach längerer Discussion, von einem betreiber wie im neuen Volksschulgesetz beabsichtigt sei, durch oder gar beide in ihrer Selbstständigkeit aufhören Compromiß mit demAllgemeinen deutschen Ar⸗ dir Ve Lufhebung der s. g. Sommerschulen, durch Ver- würden, unbegründet. Bei dieser Gelegenheit] beiter-Verein abzusehen und ein Central⸗Wahl⸗

mehrung des Unterrichts in den Realien, durch obligatorische Aufnahme des Zeichnen Unterrichts, durch Minderung der Schülerzahl in den Classen, durch bessere Organisation der Schulen, namentlich in größeren Orten, und durch bessere Vorbildung der Lehrer überhaupt gehoben werden, wenn ferner die Fortbildungsschulen allgemeiner eingeführt sein werden, dann werde wohl in vielen der in Rede sehenden Orte für die Weiterbildung der jungen beute genügend gesorgt sein. Selbstständige, von der Volkeschule vom schulpflichtigen Alter an ge hennte Mittelschulen in einer großen Anzahl Orte zu errichten, sei es auf Gemeinde- oder Staats Kosten, unterliege Schwierigkeiten und Bedenken, nicht allein mit Rücksicht auf den derzeit einge. getenen Mangel an tüchtigen Lehrkräften, sondern auch wegen des zweifelhaften Erfolgs. Der Finanz⸗ Ausschuß erkennt die Triftigkeit dieser Gründe an und betont zugleich, daß vor Eintreten desStaates ur Gründung solcher Schulen abgewartet werden nüsse, ob nicht die neue Kreis- und Provinzial Ordnung mit ihren neuen Verbänden und mit der Möglichkeit der Heranziehung größerer Be⸗ zürke zur Gründung von höheren Schulen Mittel on die Hand gebe, weßhalb dem Antrag vorerst und bis nach Sammlung weiterer Erfahrungen

icht stattzugeben sei.

mag bemerkt werden, daß, falls die Stände den von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf über die zweimonatliche Steuerzahlung annehmen würden, dem Nachtragsbudget zufolge nicht weniger als 16 DistrictsEinnehmereien eingehen würden.

Wie wir hören, werden nach den den Ständen vorgelegten neuen Etats im Ressort des Ministeriums der Justiz sehr erhebliche Ersparungen gegen früher in Aussicht genommen. Beim Hof- gericht in Gießen sollen eingehen die Stellen eines Raths, des Oberstaatsanwalts und eines Proto kollisten(6250 fl.), beim Bezirksstrafgericht daselbst eine Richterstelle(2000 fl.), das Bezirksstrafgericht Ortenberg kommt ganz in Wegfall(5300 fl.), beim Hofgericht in Darmstadt fällt aus eine Rethsstelle und ein Protokollist(3550 fl.), beim Obergericht in Mainz eine Rathsstelle(2700 fl.), beim Bezirksgericht Mainz eine Rathsstelle(2200 fl.), beim Bezirksgericht Alzey eine Rathsstelle(1900 fl.), beim Ober ⸗Appellationsgericht in Darmstadt eine Rathsstelle und eine Kanzlistenstelle(4050 fl.), was zusammen eine Minderung des Etats von 27,950 fl. darstellt. Im Falle die Bezirksstraf gerichte Alsfeld und Michelstadt demnächst in Folge der Competenz⸗Aenderung eingehen sollten, würden weitere 10,600 fl. erspart werden.

Friedberg. Vor einigen Tagen ist eine

comité mit dem Sitze in Mainz zu wählen.

Berlin. Fürst Bismarck ist am 26. d. M. nach Varzin abgereist.

Bischof Reinkens wurde am 27. d. vom Kaiser in Audienz empfangen.

Am 26. October beging der Generalfeld⸗ marschall Graf v. Moltke seinen 74. Geburtstag.

Zu den Vorlagen an den Bundesrath, welche den nächsten Reichstag beschäftigen werden, gehört auch das Versicherungs⸗Gesetz. Die bereits eingeleiteten Schritte in dieser Angelegenheit knüpfen an frühere Berathungen im Bundesrathe und in den Einzellandtagen, sowie an die Forderungen und Gutachten der Handelskammern an. Eine einheitliche gesetzliche Regelung der Frage gilt als unabweisbar, da sich in neuester Zeit die Klagen über den jetzigen Zustand gehäuft haben. Ganz besonders beschwert man sich im Großherzogthum Hessen über die Localbesteuerung der Versicherungs⸗ Policen. Die zu erwartende Vorlage wird denn auch wohl besonders dagegen gerichtet sein, daß die Particular-Besteuerung nicht das Versicherungs⸗ wesen beschränke.

DerStaats- Anzeiger meldet: Dem Kaiser sind sowohl in Baden-Baden als auch noch in Schönbrunn zahlreiche Zustimmungs⸗Telegramme aus dem deutschen Reiche zu dem Antwortbriefe