Ausgabe 
29.11.1873
 
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SBamstag den 29. November.

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berhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

Areisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dierstag, Donnerstag und Samstag.

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Amtlicher Theil.

Steckbrief.

g Jettchen Bamberger, Ehemann Bambergers Tochter von Muschenheim, dahier wegen Diebstahls in Untersuchung, ist flüchtig geworden. Wir ersuchen alle Bebörden um Fahndung nach derselden und bitten, sie im Betretungsfall gefänglich anber liefern lassen zu wollen.

Butzbach den 27. November 1873.

Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer. Fresenius. Landrichter. Assessor.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Landes- Ausschuß der Gemeinden des Landes eine Adresse an den Groß- herzog zur Unterzeichnung eingesendet. Es sind berei's über 100 Adressen, und zwar meist aus lutberischen Gemeinden, theils von den Kirchen vorständen, theils von den Gemeinde Gliedern unterzeichnet, zur Weiterbeförderung an den Groß- berzog zurückgekommen. Sehr viele gehen gerade von solchen Gemeinden aus, deren Pfarrer gegen die Beschlüsse der Synode protestirt haben, viele Adressen sind auch direct an den Großherzog ein gesendet worden.

Der Finanz⸗Ausschuß der zweiten Kammer hat die Regierungs- Vorlage auf vollständige Auf⸗ hebung der Besteuerung nichthessischer Zeitungen tinstimmig angenommen. 5

Da sich in Folge der Eisenbahnbauten tas Absatzgebiet für das Holz aus fiscalischen Wale ungen sehr bedeutend erweitert hat und ein wesentlicher, stellenweise sogar nach Gulden zählen der Preis- Unterschied bei dem an guten Abfuhr wegen sitzenden Holze im Vergleich zu dem un bequem abzufahrenden zu bemerken ist, so sollen für den Wald⸗Wegbau in Zukunft jährsich 3000 fl. mehr als seither verwendet werden.

In Folge des erhöhten Mehrauswandes für Gymnasien und Realschulen beabsichtigt die Regierung, dem Wunsche der Stände entsprechend, tine Erhöhung des Schulgeldes an diesen Anstalten eintreten zu lassen. Bezüglich der Bestreitung der Kosten der Realschulen wird folgendes Princip aufgestellt. Die betreffende Stadt hat die nöthigen Localitäten, deren Heizung und Beleuchtung zu stellen, die erforderlichen Lehrmittel ꝛc. anzuschaffen. Für die Gehalte bezw. Remunerationen der Lehrer ist in erster Linie das zu erhebende Schulgeld zu verwenden, das sich alsdann ergebende Mehrbe dürfniß wird zu gleichen Theilen vom Staat und von der Stadt getragen. Sollte eine Ge⸗ meinde durch diesen Modus zu sehr belastet werden,

jusbesondere sich in unvermögenden Gemeinden

der hiernach zu leistende Beitrag auf mehr als

inen Gulden auf den Kopf der Bevölkerung be⸗

lechnen, so kann nach vorheriger ständischer Zu⸗ stimmung auch ein höherer Staals⸗Zuschuß geleistet werden.

S. Gr. H. Prinz Lurwig bat sich am 25. Nov. mit seiner Familie zum Besuch nach England begeben. In Köln nahmen die Herr- schaften den ersten Nachtaufenthalt. Die frühele, der Wormser Zig. entlehnte Notiz von der be⸗ leits erfolgten Abreise der Prinzessin Alice berich⸗ ligt sich hier nach.

Die Nachricht, der Plan, das ahgebrannte Hoftheater wieder aufzubauen, sei an maßgebender Stelle fallen gelassen, beruht auf einem Mißver⸗ fändniß. Es ist nur auf Wunsch des Finanz- Hus schusses eine nochmalige genaue Prüsung der verschiedenen Baupläne und Voranschläge des

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Theaterbaus beschlossen worden. Nicht richtig ist weiter die im hiesigen Publikum vielfach ver- breitete Nachricht, auf der Stelle des abgebrannten Theaters werde ein Museum gebaut und das Theater-Gebäude in die Friedrichsstraße gestellt werden. Es wird sicherlich das Hoftheater am alten Platze aufgebaut, für einen zum Museum dienenden monumentalen Bau dürfte der Platz des alten Jagdhauses dem großh. Schlosse gegen über, Ecke der Rhein- Straße und des Parade⸗

Platzes, die meisten Aussichten haben das

Geld vorausgesetzt!

In dem Nachtrags-Budget für 1874 und 1875 findet sich der bei der letzten Budget ⸗Be⸗ rathung vorläufig abgesetzte Posten von 5000 fl. für Errichtung einer Präparanden-Anstalt wieder aufgenommen. Die Regierung hält bei dem stets zunehmenden Lehrermangel die Gründung einer solchen Anstalt für ein dringendes Bedürfniß. In Folge des Wegfalls der Weinsteuer wird es möglich sein, das Personal für die Erhebung und Controlirung der Getränke- Steuern, sowie für die Steuer⸗Aufsicht zu vermindern. Ein Theil der hier in Betracht kommenden Stellen ist bereits erledigt, jedoch wird die Reduction des Personals nur allmählich stattfinden, da man Pensionirungen, als eine für die Betroffenen zu harte Maßregel, vermeiden will. Außerdem werden 20,000 fl. an Erhebungs-Kosten der Orts-Einnehmer erspart, da in Zukunft der von den Weinhändlern und Kleinverkäufern von Wein zu entrichtende Steuer- betrag von den Distriets-Einnehmern, bezw. den Haupt. Steuer-Aemtern erhoben werden soll.

Ortenberg. Vor einiger Zeit interpellirte der Abg. Schuchard die Regierung wegen der Erbauung der Zweigbahn von Ortenberg nach Stockheim. Sicherem Vernehmen nach geht die Seitens der Regierung ertheilte Antwort dahin, daß sie an der Verpflichtung der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft, jene Zweigbahn zu bauen, nach wie vor festhalte. Da jedoch die projectirte Erbauung einer directen Eisenbahn von Berlin

nach Frankfurt a. M. die Herstellung jener Zweig⸗

bahn überflüssig machen würde, so erscheine es, so lange noch Aussicht auf Verwirklichung des soeben genannten Projects vorhanden sei, nicht räthlich, auf Erfüllung der vorhin erwähnten Verpflichtung der Oberhessischen Eisenbahn-Gesell⸗ schaft zu dringen. Die Regierung habe kein. n Grund, anzunehmen, daß das Berlin- Frankfurter Project aufgegeben sei, sie glaube deshalb, vorerst abwarten zu müssen, ob dasselbe zu Stande komme oder nicht, ehe sie eine Entschließung be züglich der Erbauung der Ortenberger Zweig bahn fasse.

Berlin. Bezüglich der Frage, ob der Eisenbahn⸗Bau lediglich dem Staate vorzubehalten und die Privat- Unternehmung prineipiell avszu⸗ schließen sei, enthält der Bericht der Special Untersuchungs Commission folgende Bemerkung: Die Commission ist nicht zweifelhaft gewesen,

diese Frage in Uebereinstimmung mit den Gut- achten aller Sachverständigen dahin zu beant⸗ worten, daß der ausschließliche Staats⸗Eisenbahn⸗ Bau für die Gegenwart unausführbar erscheint. Die Commission hat sich jedoch andererseits der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß bei der Ausdehnung und Nusbildung des Eisenbahn⸗ Wesens, wie sie in neuerer Zeit schon eingetreten jind und sich von der Zukunft immer mehr erwarten lassen, volkswirthschaftliche Rücksichten und Gründe auf die Vereinigung aller Eisenbahnen in den Händen des Staats als letztes Ziel hinführen.

Posen. DerKuryer Poznanski meldet: Der Erzbischof Ledochowski erhielt am 24. d. M. ein Schreiben des Ober⸗Präsidenten, worin Letzterer den Erzbischof auffordert, binnen acht Tagen sein Amt niederzulegen, widrigenfalls er vor den Gerichts⸗ bof für kirchliche Angelegenheiten in Berlin eitirt werden würde. Dasselbe Blatt veröffentlicht ferner ein Schreiben des Papstes an den Erzbischof, worin der Papst den Erzbischof zum Ausharren ermuntert.

Fulda. Am 21. Nov. hat sick dahier nach vorausgegangener Versammlung hiesiger Liberaler einfreiinniger Wahlverein gebildet. Zum Neubau des hiesigen Schullehrer Seminars sind vom Cultusminister einstweilen 50,000 Thlr. aus⸗ geworfen worden. Die Kosten des ganzen Baues sind auf 102,000 Thlr. veranschlagt worden.

München. In Folge der in den Zeitungen veröffentlichten Erklärung des Abg. Lerzer hat das k. Kriegs ⸗Ministerium den Befehl erlassen: die wegen des Todes des Soldaten Plattner ge pflogenen Untersuchungs- Verhandlungen in allen durch den genannten Abgeordneten in seiner Inter⸗ pellation und in der erwähnten Erklärung bezeich- neten Richtungen durch eidliches Abhören sowohl der bereits vernommenen, als auch der nach dieser Erklärung noch vorhandenen und etwa außerdem ermittelt werdenden Zeugen, sowie durch Vor- nahme aller sonstigen zur Aufklärung der Sache dienlichen Erhebungen wieder aufzunehmen und in möglichst erschöpfender Weise mit jeder thunlichen Beschleunigung durchzuführen.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die amt⸗ licheWiener Zeitung meldet die Ernennung des bisherigen Gesandten in Kopenhagen, Grafen Paar, zum außerordentlichen Botschafter am heiligen Stuhle. Am 27. hat die feierliche Eröffnung der Landtage stattgefunden. Im mährischen Land- tag waren die tschechischen Deputirten fast vollzählig anwesend.

Schweiz. Genf. DemJournal de Gendve zufolge hat der Staatsrath auf das Begehren der katholischen Einwohner von Lanch, Chdͤne, Bourg und Carouge beschlossen, Pfarrer und Vicar dieser Gemeinden zur Leistung des gesetzlich vorgeschriebenen Eides aufzufordern. Eine Ver-

weigerung desselben würde eine neut Wahl durch die Pfarrgemeinde zur Folge haben.