Ausgabe 
28.6.1873
 
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Samstag den 28. Juni.

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tige Neldur lis. gig 1 8 Die Petitzeil; 3 z 1 Erscheint jed wird mit 3 3 5 berechnet. Kreisblalt sür den Artis Friedberg. Dienstag, e Samstag. tiviligt:

Donnerstag und Samstag, erscheinen wird.

1873.

Mithsel zꝛc. und in einemRathgeber, monatlich praktische Winke für Haus- und Landwirthschaft.

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Die Expedition.

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a ib Deutsches Reich.

. Darmstadt, 25. Juni. Die heutige, vier bange, Stunden währende Sitzung der zweiten Kammer norddtussch wurde vollständig durch die Debatte über die Ar⸗ osten-Enssc tikel 11 bis 25 der Städte⸗Ordnung in Anspruch ber den nit genommen. Das Resultat der Abstimmung ergab 1 sodann schließlich: Zu Art. 11: Streichung des Alineg 2 Zu Lcßuu der Regierungs vorlage, so daß jegliche Beschränkung, r- Richersb wonach die Hälfte der Stadtverordneten aus der mier Delbit höchstbesteuerten Hälfte oder dem höchstbesteuerten ein beffniten Drittel oder Viertel zu wählen wäre, abgeworfen Arnabme de jf. Bei Art. 13 wurde nach dem Antrag des shlüssen bis Ausschusses im Einverständniß der Regierung Satz immung a0 1 dahin gefaßt:Alle in der Gemeinde grund-, talhung ü geverb⸗ und einkommensteuerpflichtige Ortsbürger b dreisündiß daselben; Satz 2 dahin gefaßt:Alle mäun⸗ esung mit! lichen Einwohner, welche die deutsche Reichs- gell erte Atgehörigkeit besitzen und welche seit 2 Jahren austecht t ihten Unterstützungs⸗Wohnsitz in der Gemeinde Wieder irworben haben. Im Uebrigen wurde dir Re⸗ in nam zierungsvorlage mit großer Majorität angenommen. 98 Stimm Bei Art. 14 wurde der Satz 5, im Einverständniß sche den el nit der Regierung, dahin abgeändert, daß die hanuat 15 Sümmberechtigung nicht allein von Denen nicht len, wun zusgeübt werden kann, welche mit ihrer Ein⸗ sommensteuer für das laufende Jahr im Rückstande 1 schuh ind, sondern überhaupt von Allen nicht, welche zicum bel! nit Staate oder Communalsteuern zurückstehen. Fauetn. 7* Art. 15 wurde die Regierungsvorlage pure 6 den Ou, e Das wichtigste praktische Resultat llc bis e et heutigen Abstimmungen ist, daß, während die 1 beltie ktzierung zur Stimmfähigkeit und Wählbarkeit 6 rial Ar einen Nicht. Ortsbürger nur einen zweijährigen d, vin Vehnstt verlangt hatte, jetzt nach dem Schaub'schen . litrage vier Jahre erfordert sind. 1 25. Juni. Heute hat der Abg. Greim in der Kammer cine für die hessischen Altkatho⸗ Ilten hochwichtige Interpellation eingebracht, dahin laulend: 1) Gedenkt die großh. Staatsregierung gent Angehörigen der katholischen Kirche, welche Bifi ie Unterwerfung unter die vakieanischen Concils⸗ en hilt heifete verweigern, in den Rechten, welche ihnen en e in ährer Eigenschaft als Katholiken gewährleistet ssnd, namentlich in dem Mitgebrauch der den % litzolischen Gemeinden zustehenden gottesdienst⸗ vel lichen Gebäuden, Gerät ützen? 1Gerälhschaften ꝛc. c. zu schützen ene i) Gepenkt die großh. Staatsregierung solche asttiche, welche von einer allkatholischen Ge- mir de angestellt sind, in dieser Eigenschaft anzu⸗ 15 ehenen, namentlich auch denselben die Beurkundung % des Civilstandes für die Angehörigen der betreffen⸗ dien Gemeinde zu übertragen? 3) Gedenkt die bah. Staafstegierung, wenn ein an einer öffent⸗ 145 Schule angestellter Lehrer sich zur Ertheilung Religions-Untertichts au die Kinder der Alt⸗

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katholiken bereit erklären sollte, demselben dies zu darauf das Banknotengesetz und die Zolltarisceform⸗ gestatten, eventuell ihn in seiner Stellung zu vorlage in definitiver Abstimmung angenommen schützen? Derselben sind ausführliche Motive bei- worden und der Etat in dritter Lesung genehmigt

gegeben. gierungs-Commissär Ministerialdirector v. Starck erklärte, daß die hier in Frage stehenden Verhält nisse bis jetzt von keiner Seite bei der Regierung in Anregung gebracht worden seien und die Ant wort demnächst nach Mittheilung der Interpellation im gewöhnlichen Geschäftsweg erfolgen solle.

Am 25. d. M. hat die Regierung eine in gewisser Hinsicht hochwichtige und von der großen Majorität der zweiten Kammer mit ungetbeilter Freude begrüßte Vorlage an die Stände gelangen lassen. Bekanntlich sind der Director des Schul lehrerseminars in Bensheim und der ihm zunächst stehende zweite Lehrer katholische Geistliche und ist hiernach die ganze Richtung des Seminars eine specifisch katholisch⸗elericale. Dieser Umstand ist, wie erinnerlich, von dem Finanzausschuß einstimmig notaminirt worden und hat bekanntlich zu dem Beschlusse Veranlassung gegeben, die für das Bens⸗ heimer Seminar geforderten 8688 fl. überhaupt insolange nicht zu verwilligen, als katholische Geist⸗ liche die Stelle des Directors und des nach ihm folgenden Lehrers bekleiden. Wie nun aus der neuen Vorlage der Regierung erhellt, so erkennt diese letztere selbst die Nothwendigkrit einer Aenderung in der fraglichen Richtung an und ist bereit, die obigen Stellen an nichtgeistliche Lehrer zu über- tragen. Beiläufig mag hierbei bemerkt werden, daß die Regierung vor nicht langer Zeit eine ge⸗ naue Untersuchung der Bensheimer Seminar-Ver⸗ hältnisse durch Seminardirector Schäfer zu Friedberg veranlaßt hatte.

Mainz. Der Erlös aus der vor Kurzem hier versteigerten Kriegsbeute beträgt, obwohl lediglich Pereussions- und Steinschloß-Gewehre zur Auction kamen, etwa 130,000 Thlr. Haupt- käuferin war eine englische Firma.

Berlin, 24. Juni. Reichstag. Die zweite Berathung des Nachtrags⸗Etats für 1873, be⸗ treffend die Heeresverwaltung und das Invaliden⸗ wesen, wurde nach den von Lasker gestellten An⸗ trägen erledigt.

25. Juni. Reichstag. Auf die Inter⸗ pellation von Banks betreffend die Verfolgung von Postbeamten durch deren Vorgesetzte wegen aus den bezüglichen Abonnemenfslisten ermittelten Abonnements auf den Letzteren mißliebige Zeitungen, erwiedert Staatsminister Delbrück, daß in zwei Fällen ein solches Vorgehen gegen Postbeamte, jedoch ohne irgend welche Folgen für dieselben,

Der bei der Verlesung anwesende Re- ist, verliest der Reichskanzler eine kaiserliche Bot⸗

schaft über den heute vorzunehmenden Reichstags⸗ schluß. Nachdem Präsident Simson eine Ueber- sicht der Arbeiten des Reichstages gegeben und der Alterspräsident dem Ersteren den Dank des Hauses für seine Geschäftsleitung ausgesprochen, erklärt Fürst Bismarck: Se. Maj. der Kaiser (das Haus erhebt sich) bedauert lebhaft, durch ein mit Gottes Hülfe in sicherer Besserung besind⸗ liches Unwohlsein verhindert zu sein, die Herrn

vor ihrer Trennung zu sehen und den Schluß

ibrer Sitzungen persönlich zu bewirken. Se. Maj. hat mich beauftragt, Ihnen zu erklären, wie gern der Kaiser selbst dem Dank der verbündeten Regierungen dafür Ausdruck gegeben haben würde, daß Sie sich in dieser Session und zum Theil unter schwierigen Umständen der weiteren Aus- bildung unserer verfassungsmäßigen Institutionen und der Lösung der Aufgaben, welche uns der Krieg hinterlassen bat, mit hingebender An- strengung gewidmet haben. Indem ich mich darauf beschränke, diesen Allerhöchsten Auftrag hiermit zu vollziehen, erkläre ich auf Befehl Sr. Maj. des Kaisers im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag für geschlossen. Präsident Simson brachte hierauf ein Hoch auf den Kaiser aus, in welches das Haus stürmisch einstimmte.

DieProv.⸗Corresp. erwähnt in einem Rückblicke auf die verflossene Reichstagssession des Nichtzustandekommens des Militärgesetzes, dessen Erledigung der Reichstag für eine Ehrensache halten werde und hebt hervor, daß der Schluß der Reichstagsarbeiten nicht zugleich der Schluß der Wirksamkeit der gegenwärtsgen Reichs bertretung sein werde. Demselben Blatte zufolge schreitet die Stärkung der Gesundheit des Kaisers erfreulich fort und erfolgt seine Abreise nach Ems am 5. Juli. Fürst Bismarck würde sich nach dem Schluß des Reichstages nach Varzin begeben.

Das k. Consistorium der Provinz Branden⸗ burg soll, wie derProtest. Kirchen⸗Zig. erzählt wird, neuerlichst belieben, verdächtigen Pastoren Reverse über ihr Wohlverhalten in dogmatischer Beziehung abzusordenn.

Fulda. Bestem. Vernehmen nach bat ssch nuzmehr auch der Oberpräsident der Provinz Hessen⸗Nassau zu Repressiv- Maßregeln gegen den hiesigen Bischof entschlossen.

Straßburg. In der Festung Belfort be- finden sich, derK. Z. zufolge, 100,000 labo⸗

stattgefunden habe, die übrigen angeführten Fälle rirte Hohlgeschosse, etwa 800) Centner loses Pulver würden eingehend untersucht werden. Nachdem und 1000 Centner Patronen. Ein Theil dieser