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Samstag den 22. November.
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eee! a 51 Artisblatt für den Areis Friedberg.
a wird mit 4 Kreuzern berechnet. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nat wird n 1 1 nende Rec 7— a mn welchen 1. 856 a J aut Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der
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Verlags ⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Das Landgestüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste von
Privalpersonen für 1874. Friedberg am 20. November 1873.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei⸗Commissär in Wickstadt.
14 Sie werden bis zum 5. k. M. anher berichten, ob und welche Pribatpersonen Hengste zum Bedecken von Stuten für 1874 verwenden und dir angeordnet werdenden Untersuchung unterwerfen wollen.
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Aung beiten, Detreffend: Die Obstbaumschule.
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Bei Denjenigen, die bis dahin nicht berichten, nehmen wir an, daß solche nicht vorhanden sind..
Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872 über die Gehalte der Volksschullehrer.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Die Säumigen werden an umgehende Erledigung unserer Verfügung vom 9. v. M.(Kreisblatt Nr. 120) erinnert.
eee dee ck. Haas.
r Friedberg am 19. November 1873.
Ter a p p.
Friedberg am 19. November 1873.
Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien. Unser Ersuchen vom 30. Juli d. J. erlauben wir uns in Erinnerung zu bringen.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Philipp Streb von Rockenberg wurde als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.
* in bel III 5 1 buen Deutsches Reich. dat dc Darmstadt. Es wurden ernannt: die kath. em de Narr ver walter Stumpf zu Castel zum Pfarrver⸗ ü n! walter in Offenbach, Pfarrverwalter Wilh. Bauer * 21 jum Pfarrrerwalter in Wöllstein, Franz Heyder . beftrt un Kaplan in St. Peter, Georg Schmitt zu ae n i Nickar⸗Steinach zum Kaplan in Gernsheim, Kap⸗ lan Zimmermann daselöst zum Kaplan in Castel, en nate Reopresbyter Bitz aus Budenheim zum Kaplan be g in Gonsenheim, Kaplan Meinhardt daselbst zum
2 be e in Hohen-Sülzen, Kaplan Koch zu a0 hen e, Groß Steinheim zum Pfarrverwalter daselbst.
40 Ja!!— Die Bestimmung des Reichs ⸗Strafgesetz⸗
4 2 chs, wonach Derjenige, welcher bei Begehung begaben ltr Handlung das zwölfte Lebensjahr noch nicht
1 wegen derselben strafrechtlich nicht oß en Mißständen geführt, als diese Bestimmung — auf Forst⸗ a Piep lege Uebertretungen Anwendung findet. Die Protokolle der Feld⸗
1121 2 bl guten, welche Uebertretungen von Kindern unter 7 0% i em Alter zum Gegenstand haben, werden jetzt — een fach zurückgelegt, und gewissenlose Eltern miß⸗ — lahier el 99255 dieses Verhältniß dergestalt, daß bei der 25 10 4 ien Zeit des Bestehens jener Bestimmung eine nmel 4 sömliche Schutzlosigkeit der Feld- Erzeugnisse ein- *„ eheten ist. Man kann es deshalb nur anerkennen, i. fee loan Abg. Möllinger bei der zweiten Kammer ben f en Antrag eingebracht hat, die Regierung zu „ 467% lluchen, mit allen ihn zu Gebot stehenden Mitteln b le zu Beseitigung des fraglichen Mißstandes hinzu. n d hen. Auch in anderen deutschen Staaten hat n let die Unzuträglichkeiten einer Straflosigkeit im
, dcn, staglichen Umsang empfunden, und namentlich sind 157 in Preußen die Staatsanwälte angewiesen, in in 7 ien Fällen, wo eine Theilnahme oder Urheber- 1 45 der Eltern ꝛc. 1c. vermuthet werden könne,
a die Klage direct gegen diese zu richten. Allein „ jblaste Ausweg erscheint schon wegen der Schwierig 15„ i der Ermittelung und bezw. des Beweises als e e wenig empfehlenswerther. Besser wäre es
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Feld=, resp. Forst⸗ Polizei- Gesetzgebung, die sich bewährt hatte, hinzuwirken.
Friedberg. Allenthalben werden auch hier Klagen darüber laut, daß die Gesinde-Verhältnisse nachgerade unerträglich geworden feien, die Dienst— boten, namentlich was Eintritt in den Dienst und Austritt aus demselben anbelangt, geradezu will kürlich mit den Dienstherrschaften verführen, ohne daß man eine sichere Basis und ein entsprechendes Verfahren zur rechtlichen Verfolgung derselben habe. Der Hauptgrund dieser Calamität liegt offenbar darin, daß wir bisher einer Gesinde⸗ Ordnung, wie solche in anderen Staaten längst eingeführt ist, entbehrten. Man kann es deßhalb nur begrüßen, daß die hessische Regierung aus Veranlassung eines von dem Landtagsabgeordneten Heinzerling gestellten Antrags erklärt hat, sie er— kenne das Bedürfniß einer Gesinde Ordnung an und sei bereits mit Ausarbeitung einer Vorlage beschäftigt. Besonders sind es die Besitzer ver— einzelt liegender Güter, welche durch das unmoti— virte Austreten von Knechten und Mägden aus dem Dienst zur Erntezeit oft schwer geschädigt werden, weil ihnen das jetzige schleppende Ge— richtsverfahren nicht sofort zur Festhaltung des entlaufenen Gesindes hilft und von Entschädigung wegen Mittellosigkeit des letzteren schließlich nicht die Rede sein kann.
Berlin. Die Abgeordneten Windthorst und Gen. haben in dem Abgeordnetenhause eine Inter- pellation über die sachliche Bedeutung der Ver änderung im Ministerium eingebracht, durch welche Bismarck zum Präsidenten und Camphausen zum Vicepräsidenten ernannt sind, insbesondere betreffs ver Abgrenzung des Wirkungskreises des Präsi— denten und des Vicepräsidenten zu einander und gegenüber dem Staatsministerium. Nähere Aus- kunft sei im Hinblick auf die Frage der verfassungs⸗ mäßigen Ministerverantwortlichkeit geboten.
— Die Entscheidung des Kaisers über den Antrag, eine kriegsgerichtliche Untersuchung gegen
0 155 oftnbar, auf eine Wie derherstellung unserer früheren!
Capitän Werner einzuleiten, steht noch aus. Die
Entscheidung ist dadurch erschwert, daß die poli⸗ tischen Kreise einerseits, die militärischen Kreise andererseits das Verhalten Werner's vor Carta⸗ gena in diamentral entgegengesetzter Weise beur⸗ theilen. Anscheinend sind es die politischen Kreise, welche die„N. A. Z.“ zu ihrem feindlichen Auf⸗ treten gegen Werner inspiriren.
— Das Reichskanzleramt hat neuerdings die Einzelregierungen wiederholt anfgefordert, ihre be⸗ treffenden Staatsangehörigen nachdrücklich vor der Auswanderung nach Brasilien zu warnen, da fortgesetzt die traurigsten Nachrichten über das Schicksal der bereits dorthin ausgewanderten Deutschen hier eintreffen.
— Der gegenwärtig hier anwesende frühere italienische Finanzminister Sella soll in Privat ⸗ gesprächen nicht genug davon zu erzählen wissen, wie sehr die Sympathien für Deutschland in Italien gewachsen sind.
— Im Reichskanzleramte liegt umfangreiches Material für eine einheitliche Regelung des Impf⸗ wesens vor. Die prtußische wissenschaftliche Depu⸗ tation für das Medicinalwesen hat sich für den Imfzwang ausgesprochen.
Köln. Auf den 22. d. ist der Erzbischof wieder vor das, Zuchtpolizeigericht geladen, und zwar wegen sechs getetzwidrigen Anstellungen von ebenso vielen Geistlichen.— Am 17. drehte sich die Unterhaltung um eine am Morgen an einer Nonne vollzogenen Verhaftung. Dieselbe traf per Eisenbahn aus der Richtung von Reuß hier ein und übergab einem Dienstmann ein Paquet mit dem Auftrage, dasselbe im Waisenhause abzu⸗ geben. Als man das Paquet öffnete, fand man ein todtes Kind vor, welches der Polizei über- liefert wurde. Die sosort eingeleiteten Nach- sorschungen führten dazu, daß die betreffende Nonne zu Deutz am Bahnhofe, von wo sie ab- fahren wollte, entdeckt und in Verwahrsam genommen wurde. Auf die Enthüllungen, welche die Unter- suchung zu Tage fördern wird, ist man natürlicher Weise sehr gespannt.


