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ucht gestellt werden, nicht die Rede sein könne, so sei doch durch die augenfällig gegen die Ehre der deutschen Waffen gerichtete Tendenz des Prozesses, die Theilnahme für den fachlichen Theil desselben so sehr verringert worden, daß man entschlossen sei, dem Ganzen gegenüber völlige Passivität zu bewahren und den bieherigen Anschauungen ent⸗ gegen sesbst das Zeugniß deutscher Offiziere, wenn es verlangt werden sollte, nunmehr nicht zu gestatten.

DieV. Ztg. schreibt: In dem dem Landtage vorzulegenden Staatshaushalts-⸗Etat für das Jahr 1874 soll nunmehr auch eine erhebliche Gehalts⸗Aufbesserung der Geistlichen, insbesondere der evangelischen Geistlichen in Aussicht genommen sein, zu welchem Zwecke dem Cultusminister ein nicht unerheblicher Betrag zur Verfügung gestellt ist. Ebenso sollen diejenigen Lehrer- Kategorien, welchen, wie den Lehrern an den Strafanstalten ꝛc. bisher eine Gehalts- Aufbesserung noch nicht zu Theil geworden ist, in dem nächstjährigen Etat vorzugsweise berücksichtigt werden, wie denn über⸗ haupt der Etat für Lehrerbesoldungen gegen das Vorjahr eine erhebliche Steigerung erfahren dürfte.

Königsberg. Der Provinziallaadtag lehnte den Antrag auf Trennung der Provinz Preußen in Ost- und West⸗Preußen im Plenum mit 58 gegen 22 Stimmen ab.

Posen. Eine aus höheren Verwaltungbe amten des Regierungsbezirkts Posen zusammenge⸗ setzte Commission, welche hier unter Vorsitz des Regierungspräsidenten Steinmann tagte, hat sich mit Hinweis auf die dringenden Nothstände für baldigste Einführung der Civilehe ausgesprochen.

Auf Anordnung des Erzbischofs Ledochowski findet in den Erzdiöcesen Posen und Gnesen am 9. November ein besonderer Gottesdienst mit Ge⸗ bet und Ablaß für die bedrängte Kirche statt.

Köln. Am 15. d. M. versammelte sich die größere Hälste der biesigen Elementarlehrer zur Besprechung der hannover'schen Eingabe an den Minister der Geistlichen und Unterrichts ⸗Ange⸗ legenheiten wegen Erhöhung der Lehrer-Gehalte und Anderem. Bekanntlich ist diese Petition schon in ganz Preußen von vielen Lehrern unterzeichnet worden. In der hiesigen Versammlung sprach sich Niemand gegen die Petition aus und es unter zeichneten sofort etwa 60 Lehrer.

Zeitz. Herr Hasenclever, Präsident desAll⸗ gemeinen deutschen Arbeitervereins, ist von dem hiesigen Kreisgericht wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden.

Dresden. Am 16. d. hat die Eröffnung des Landtags in Stellvertretung des Königs durch den Kronprinzen im hiesigen Schlosse stattgefunden. Die Thronrede kündigt die Aufbesserung der Be amtengehalte und Pensionen, die Reform der directen Steuern und die Reorganisation der Oberrechnungskammer an. Die publicirten Reform- gesetze des vorigen Landtages sollen nächstes Jahr in Kraft treten und hierbei die neuen Bezirkever⸗ bände für Zwecke und Selbstverwaltung mit einem Stammvermögen von 3 Millionen Thalern aus der französischen Hriegsentschädigung ausgestattet werden. Sachsens Verhältnisse zu den deutschen Reichsorganen, auf gegenseitigem Vertrauen be⸗ ruhend, seien fortdauernd die besten und erfreu-

Fragen sei zu hoffen und bezüglich der Competenz⸗

809 also auf den Ueberschuß der Einwandtrung über die Auswanderung kommen.

um 8921 Seelen gewachsen.

Elsässer sind neulich durch Abgeordnete der ligue d'Alsace aus dem Oberrhein wieder zu neuer Erbitterung gegen Deutschland angefacht worden. Doch hört man auch täglich Klagen der Elsässer in Frankreich, die gewaltig am Heimweh leiden. Wie derN.⸗Z. mitgetheilt wird, besteht Erbsen 1214 fl., Linsen 11½ Repokuchn

die Absicht, das hiesige Arsenal zu einer der e ee e 0 größten Waffen ⸗Werkstätten Deutschlands zu er⸗ weitern. Das betreffende Gebäude ist bereits ver größert worden und hat eine Länge und Breite von 50 und eine Höhe von 80 Fuß. Bisher wurden sämmtliche Gewerke durch eine einzige Dampfmaschine in Bewegung gesetzt; für die neue Einrichtung find deren vier vorgesehen; auch ist f f 5 5 i i en ein großer Dampf r, der lichsten. Die gerechte Lösung einiger schwebenden e ee eee haltend, soll aus freier Hand verpachtet werden.

15 Einschleppung, resp. Weiterverbreitung der Cholera berathen sollen. In Frankenthal ist außer den neulich gemeldeten 3 Cholerafällen, die

bis jetzt nicht vorgekommen. Die Anstellungsprüfung der Schuldienstex⸗ spektanten, welche kürzlich in Kaiserslautern statt⸗ gefunden, ergab ein wenig erfreuliches Resultat, indem von 57 Candidaten 16 durchsielen, also nur 41 vollständig bestanden. Es erhielt nur ein Candidat die Note I., 21 die Note II., 30 die Note III. und 5 die Note IV. Letztere fünf, sowie elf weitere Examinanden, die in einem der Hauptfächer die Note IV. bekommen haben, müssen die Prüfung im nächsten Jahre wiederholen. Karsruhe. Die Vorlage an die Stände wegen der Verwilligung von Wohnungsgeld-⸗Zu⸗ schüssen an die Beamten ist dem Vernehmen nach festgestellt. Wie derSchw. Merkur hört, sollen auch die Ruhegehalte der vor der allge⸗ meinen Besoldungs⸗Aufbesserung pensionirten Diener sowie die Wittwenpensionen in mäßigem Umfange erhöht werden. Die Kammern werden sich hiermit gewiß einverstanden erklären. Straßburg. In wenigen Tagen wird die Universität wieder ihre Vorlesungen mit mindestens 600 Studenten eröffnen, ein immerhin schöner Erfolg. Daß dabei die frühere Frequenz der einst über 100 Hörer zählenden theologischen Facultät nicht erreicht wird, ist begreiflich, weil die fran zösischen Schulen Straßburg nicht bevölkern. Ueberhaupt ist es ein fast überall sich einstellendes Zeichen der Zeit, daß die geistliche Laufbahn weniger gesucht wird. Es ist sonderbar, daß wegen Mangel an seminarisch gebildeten Lehrern und Lehrerinnen die Regierung wider Willen ge⸗ zwungen ist, mehrere Volksschulen in den Händen der Schulbrüder und Schulschwestern zu lassen. Das hiesige Gymnasium hat mit 500 Schülern gleiche Anzahl wie voriges Jahr, aber um 100 Schüler geringer als früher, sein Jahr begonnen. Die meisten Lehrer sind tüchtige deutsche Männer, denen indeß die Zucht durch Aufhetzereien von Außen sehr schwer gemacht wird. Im verflossenen Monat September hat die Einwohnerzahl Straßburgs um 877 Personen zu⸗ genommen, von denen nur 68 auf den Ueberschuß

aus Speyer eingeschleppt waren, ein weiterer Fall in Vollendung begriffenen Forts Oberhausberg

etwa 800 Arbeiter stets beschäftigt, theils 4 Kriegsmaterial gebrauchsfähig herzustellen, th neues anzufertigen. Zur Armirung der

g Niederhausbergen und Wolsis heim gehen jede 0* W929 A de mit Kriegematerial ab. 1

D. Frankfurt a. M., 18. October.(Börsenw 0 vom 1117. Oct.) Unentschiedenheit der Tendenz Stagnation des Geschäftes, das war die Signa der Börse in der abgelaufenen Woche. Bei den schwg kenden Verhältnissen der auswärtigen Börsen, namentl Wien's und Berlin's und den durch die Kalamitäsf neuerer Gründungen, welche die Krists nicht bestel können, erzeugten Mißtrauen, haben weder Haussiers u. Baissiers Muth zu neuen Thaten. Der eingetreth⸗ Marasmus, wie er sich besonders in den jüngsten Tag zeigte, hat auch die letztere Parthei verhindert, die Couf weiter zu drücken, zumal auch kein größeres Malheur Laufe der Woche zu einer durchgreifenden Deroute Anf bot. Während die Gerüchte über die Gewerbeba Schuster, sowie der definitiv erklärte Concours Quistorp nur vorübergehende Ermattungen hervorrief, wirkte Baubankenkrisis in Wien mit den sie begleitenden Panik durch den Rückschlag auf Berlin, intensiver auf unseh, fen Börse ein. Wie es scheint, vermag Wien noch lan öttref Zeit aus seinem Siechthum nicht herauszukommen, we halb auch bei der gestörten Harmonie der Börsen, d 77 gegenwärtige nervöse Zustand so bald nicht schwinds 2 wird Creditactien, welche mit 225 ½ eröffneten, bob dhe unt sich, nach einigen Rückgängen, bis 228½ und schlosss heute 224. Staatsbahn verkehrten in ziemlich fester Ha tung. Am Samstag 339 ½, schließen sie, nach 340, Ibitreffen ersterem Course. Lombarden waren mehrfach gefragt un gingen von 166 auf 164. Auf dem Gebiete der anden österreich, Bahnen sind nur Rückgänge zu verzeichnen Deutsche Bahnen preishaltend. Die schlimmen Nate richten aus Wien, Berlin ꝛc. über die Vankoerhältuss, lassen für Bankwerthe kein Vertrauen aufkommen u sche 1100 stockte daher das Geschäft in diesen Papieren fast vollsel Verstei ständig. Nur wenige Banken weisen Coursaufbesserung N das a auf. So sinz Rheinische Effectenbank 2½¼%, Amster damer ½½%, Darmstädter 4 fl., Wechslerbank 1% höher Fest blieben: Badische Bank, Pfälzer Bankverein, Bau bank, Oesterr.⸗Deutsche Bankverein sind 90%, Antwerpen %, Oesterr. Nationalbank 2 fl., Continental 25,/0% niedriger. Der Anlagemarkt zeichnete sich gegenüber dei Darn übrigen Verkehrsgebieten durch eine erfreuliche Festigk Ager! aus. Die in letzter Zeit gesunkenen Course der hier g Histeral handelten Bergwerksaetien lockten Käufer an, so voseireralh dieselben meist höber schließen; Neu⸗Oeger und Harze iir der 6 waren vorzugsweise gut gefragt. Fremde Wechsel gesuchtss e: Der Geldstand ist willig. 2 a

Marklberichte. 1

0

der Geburten über die Sterbefälle, die übrigen

1. Januar d. J. ist die Bevölkerung der Stadt

Die milder gewordenen Anschauungen der

Mainz, 17. Oct. Zu notiren ist: Waizen effecsh 1 17½18 fl., per März 16½163/; fl.; Korn effect! 10 üb 12½5 14 fl., per März 12½2 fl.; Gerste, Pfälzer, 12%. mit? vis 12 fl. Franken 13½ fl.; Hafer effectiv 98 107 skgesand

per März 95¾ fl. Rüböl mat, effecliv 18/5 fl. oh a0 treff Faß, per October 18 fl., per Mai 20¼20½ fl. mi 06 Faß. Leinöl 21 fl., Mohnöl 3940 fl. Koblsamen! Reise n

9296 fl.

2932 bei

Grünberg, 18. October. Die Preise auf unseren ie Efgt beutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17. Statsdi 28 kr.; Korn(90 K.) 13 fl. 48kr.; Gerste(80 K.) 9 fl. 43 fue asdien

i Haser(60 K.) 5 f. 32 tr.; Molier(90 K.) 11 fl. 45 ke elo, Stit dem Erbin(110 K.) 41 fl 27 kr. Len(100 K.) 17 f fenen

10 l.. Wicken(100 K.)& fl. 30 kr. Saamen(90 f. emen! 13 fl. 54 kr.; Kartoffeln(100 K.) 2 fl. 27 kr. 9

46½16/ fl, Hülsenfrüchte den, Bobnen 1414½ f. Coberhes

anner 0

5 l rsten Nene Cronberger Kastanien

ig ge üer e

A Rea; M. D. Loeb. cen

Friedberg.

grenzen zwischen Reich und Einzelstaaten solle den fort hierher geschafften Kanonen werden hier meistens

Kammern eine Vorlage gemacht werden.

Ueber das Befinden des Königs bringt dasDr. J. vom 17. d. nachstehendes Bulletin: Im Befinden Sr. Maj. des Königs sind in der letzten Zeit Veränderungen eingetreten, die zu ernster Besorgniß Anlaß geben. Der Schlaf ist durch asthmatische Zufälle vielfach gestört und auch am Tage dauert die Beängstigung mit wenig Unterbrechung fort. Der Appetit ist geringer. Der hohe Kranke fühlt sich selbst schwach und an⸗ gegriffen.

Kaiserslautern. In Landau und Kaisers⸗ lautern sind, obgleich der Gesundheitszustand bis⸗ her Nichts zu wünschen übrig ließ, besonpere

Commissionen(Gesundheils Rath) niedergesetzt Diensten.

umgegossen und neu gebohrt, und außerdem sind

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