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Dienstag den 18. Februar.
M 20.
Oberhessischer
nzeiger.
Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet.
KAttisblatt für den Artis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 15. Februar 1873.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
v. M. in Nr. 12 des Oberhessichen Anzeigers
Trapp.
1856 geboren sind.
Bel a n nt m a ch unn g. Donnerstag den 13. März d. J. und folgende Tage für sämmtliche Militärpflichtige,
welche in den Jahren 1855 und
Jeder, welcher sich der Prüfung unterziehen will, hat ein mög⸗ lichst ausführliches vitae curriculum zu den Acten zu geben.
Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr im großen Saale des Rathhauses dahier.
Darmstadt den 8. Februar 1873.
Großherzogliche Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. Pa b st.
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Hoh. auf Vorschlag des Ministeriums des Innern auf die Dauer von drei Jahren berufenen Mit- gliedern: Sr. Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu Asenburg und Büdingen zu Büdingen, dem Großh. Professor an der Landesuniversität, Hrn. Dr. Thaer, zu Gießen, dem Hrn. Gottfried Jordan zu Darm⸗ stadt, dem Gymnasiallehrer Hrn. Dr. Glaser zu Worms; 4) aus folgenden von den Aus schüssen der Provinzialvereine auf die Dauer von drei Jahren gewählten Mitgliedern: dem Domänen⸗ pächter Hrn. A. Bergsträßer auf Hof⸗Hayna bei dem Kreisrath Hrn. Küchler zu Dieburg; dem Gutsbesitzer Hrn. Carl v. Willich zu Darmstadt; dem Kreisassessor Hrn. Haas zu Friedberg; dem Rentamtmann Hrn. Lindeck zu Friedberg; dem Kammerrath Hrn. Weber zu Lau⸗ bach; dem Gutspächter Hrn. A. Dettweiler zu Wintersheim; dem Gutsbesitzer Hrn. Jean Möl⸗ linger zu Pfeddersheim; dem Gutsbesitzer Hrn.
Lauterbach. Graf Görtz von Schlitz und Stadtpfarrer Dieffenbach zu Schlitz sind zu Ab- geordneten für die Landes Synode und Pfarrer Stock von Stockhausen und Oberst Baron Riedesel zu Lauterbach zu Stellvertretern gewählt.
Erbach. Dekan Netz und Frhr. v. Wedekind aus Hiltersklingen wurden zu Abgeordneten für die Landes Synode gewählt, zu deren Stellver- tretern Pfarrer Guntrum von Wald Michelbach
In Alzey wurden zur Landes Synode ge⸗ wählt als Abgeordnete: Dekan Schlich zu Eichloch und Bürgermeister Pfannbecker zu Flomborn, Stellvertreter derselben sind Pfarrer Scriba in Bornheim und Kaufmann Gerlach in Armsheim. Wahl zur Landes Synode. Abgeordnete: Pfarrer Wirthwein zu Fürfeld und Fabrikant Gräff zu Bingen; Stellvertreter: Pfarrer Schmidt zu Wolfsheim und Bürgermeister Jungk
Mainz. Wie es scheint, ist die Verwendung der erbeuteten Chassepots in der deutschen Armee Eine technische Militär- Commission war in diesen Tagen hier zur Ueber- nahme der hier in bedeutender Zahl, gegen 300,000 Stück, lagernden Chassepots, welche nach ihrer Umänderung größten Theils zur Bewaffnung
seine dez Seite se. en. Spar setreffend: Die Beaussichtigung der Verpflegung und Erziehung der auf Kosten der Gemeinden tselben 8 f unterhalten werdenden Waisenkinder. * die Nei ts fen Die Säumigen werden an unverzügliche Erledigung unserer Verfügung vom 28. a. Ern innert. ein und r Anstrengr tuchtbr. d derm Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 31. Dezem⸗ Beile; er v. J. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, e Ce aß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: 1 Stun! Freitag den 7. März und Samstag den 8. März d. J. anten Ar diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre n. 1 853 geboren find; 18 der Montag den 10. März d. J. und folgende Tage ent eint 1 ar diejenigen, welche im Jahre 1854 geboren sind, sowie fur die dena, Angehörigen eines andern Staates, welche nach§. 20 der Militär⸗ benim Ersatz⸗Instruktion im Großherzogthum gestellungspflichtig und in den 40 re Fahren 1853 und 1854 geboren sind; n sefn . Deutsches Neich. 1 1 Darmstad t. Nach dem„Mil.⸗Wochenbl.“ 7 Baurden Schäfer, Sec.⸗Ltl. vom 3. Großh. Inf. engen tegt. Nr. 117 unter Beförderung zum Prem.⸗Lt. eg! in das 1. Wesipr. Gren. Regt. Nr. 6; Scheele, ag ai Sec. Lt. vom Brandenb. Füs. Regt. Nr. 36 in zeucle! as 3. Greßb. Hess. Inf.⸗Regt. Nr. 117 versetzt. ng“— Der Finanzausschuß der zweiten Kammer agu at zwei Berichte erstattet. Der erste, vom Abg. elan, Meg, betrifft den Antrag des Abg. Welker wegen it un er Collateralsteuer und geht, in Uebereinstimmung Ac ah nit den Ansichten der Regierung, dahin, dieselbe Wolfskehlen; ait in 15 ersuchen, eine Reviston der Collateralsteuer- kame, Hesetzgebung zur Hersteuung gesetzlicher Einheit all an ind Beseitigung der hervorgetretenen Mängel bald ange orzunehmen und eine bezügliche Gesetzes vorlage 12 b.% fändischer Beschlußfassung zu unterbreiten. Der liert n weite, von dem Abg. Welker erstattete Bericht, en Je, erbreitet sich über den Antrag der Abgg. Ellen⸗ e n; dem 124 San zerger und Wadsack auf Errichtung einer Landes- George I. zu Büdesheim bei Bingen. n; Ba Steditanstalt. Der Ausschuß gelangte zu dem um Schlußantrag, die Regierung zu ersuchen, nachdem 4 die A vie durch die französische Kriegsentschädigung ent⸗ 5e l sehenden Ueberschüsse festgestellt und über deren un Zerwendung Beschlüsse zu fassen sind, auch die e e, Frage über Errichtung einer Landes- Creditanstalt 195 n nähere Erwägung zu ziehen und deshalb den en Ständen Vorlage zu machen. Motive: Gänzliche % Uungewißheit über die Höhe der auf den hessischen 2 ban untheil entfallenden französsschen Kriegsentschädi⸗ und Bürgermeister Trautmann. 0. ung, welche die Antragsteller zur Bildung des 5 L. Ledachten Fonds benutzt sehen wollen. 5 n— Durch Entschließung vom 21. Sept. 1872 * Naben die neuredigirten Statuten der landwirth⸗ en chaftlichen Vereine des Großherzogthums die aller⸗ i ö . öchste Bestätigung erhalten. Nach§. 17 derselben Wöllstein. ma gun esteht die erweiterte Centralstelle für die Land · 1 Birthschaft und vie landwirthschastlichen Vereine i, unmehr: 1) aus dcp Präsidenten und dem General- dt zu 1 5 kcretär der landwitshschaftlichen Vereine des Groß⸗ zu Wöllstein. a erzogthums; 2) aus den Präsidenten der land⸗ 0 Hvirthschaftlichen Provinzialvereine und resp. deren b %%, Stellvertretern, wobei für den Fall der Verhinde⸗ nun doch entschieden. en 4 ung des Vicepräsidenten des Provinzialvereins aßen„den Starkenburg von dem Provinzlalausschuß dieses e, Gereins der Großh. Obersorstrath, Herr Bose zu 0. 1 Darmstadt, als dessen Stellvertreter designirt worden 0% t; 3) aus folgenden, von des Großherzogs K.
der Cavalerie verwendet werden sollen.
Berlin. In der Sitzung des Abgeordneten hauses am 14. d. verlas der Ministerpräsident folgende königliche Botschaft: Aus Anlaß der bei den jüngsten parlamentarischen Verhandlungen gegen die Verwaltungsgrundsätze bei Eisenbahnconcessionen gerichteten Angriffe und der gerügten Mißstände bei Ausnutzung der ertheilten Contessionen beschloß der König die Niedersetzung einer aus zwei Justiz⸗ und zwei Verwaltungsbeamten unter Vorsitz des Seehandlungsdirectors Günther bestehenden Spe⸗ zialuntersuchungscommission, um nach Maßgabe der Resultate der Untersuchung übersehen zu können, ob und in wie weit die einschlägigen Gesetze und die geltenden Verwaltungs normen die Erfüllung der bei der Concessionsertheilung beabsichtigten Zwecke zu sichern und das Publikum gegen Täuschung zu schützen geeignet sind, ferner, welche Gesetzes⸗ änderungen und Aenderungen in der Verwaltungs⸗ praxis nothwendig sind, um den Uebelständen und Mißständen abzuhelfen. Die Ermittelung der Thatsachen soll mit größter Sorgfalt geschehen, die Beurtheilung der Verhältnisse und Personen ernst und unparteiisch sein. Der König ladet den Landtag ein, ihm zwei Mitglieder aus jedem Hause zur Theilnahme an den Arbeiten der Com- mission zu erwählen und behält sich vor, von dem Commissionsbericht s. Z. der Landesvertretung Mittheilung zu machen. Präsident v. Forckenbeck erklärte, den Lasker'schen Antrag, verbunden mit der Botschaft, auf die nächste Tagesordnung zu setzen.
— 15. Febr. Abgeordnetenhaus. Am Minister⸗ tische Graf Roon, Graf Itzenplitz, Leonhardt. Tagesordnung: Antrag Lasker auf Einsetzung einer Untersuchungs⸗Commission. Lasker motivirte seinen Antrag; er sprach seine Genugthuung dar⸗ über aus, daß die Botschaft des Königs die Ten- denzen und Ziele des Hauses über die Hauptpunkte theile, und erkennt in der königlichen Botschaft einen Act weiser Politik an. Jedoch seien der Commission bestimmte Garantien zu geben. Zu voller Wirksamkeit ihrer Thätigkeit gehöre, daß die Commission nicht ein Collegium sei, das durch Stimmenmehrheit über Art und Umfang der Unter⸗ suchungsgegenstände entscheide. Es sei zu ver⸗ sprechen, daß jedem einzelnen Mitgliede volles Fragerecht unmittelbar, nicht durch den Mund des Präsidenten, zustehe, und jedem Mitgliede die


