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1873. era
Dienstag den 15. Juli.
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Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Ludwig Leonhard von Wölfersheim wurde zum Feldschützen der Gemarkung Wölfersheim ernannt und verpflichtet.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Am 2. l. M. wurde der Stadt- richter des Stadtgerichts Gießen, Carl Theodor Muhl, auf sein Nachsuchen, in Anerkennung seine: mehr als fünfzigjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, unter Verleihung des Charak— ters als Geh. Justizrath in den Ruhestand versetzt.
— Die„Darmst. Ztg.“ meldet die zu Jugen⸗ heim stattgehabte Verlobung der Großfürstin Marie Alexandrowna von Rußland mit Prinz Alfred von Großbritannien.
— Die aus den Waisenhaus⸗Büchsen⸗ und Kirchen⸗Collecten der hessischen Landes Waisen— Anstalt zufließenden Geldbeträge kommen in gleicher Weise den katholischen wie den evangelischen Waisen— kindern zu gut. Es entspricht daher eigentlich der Gerechtigkeit, daß auch den Angehörigen beider Confessionen gleichmäßig Gelegenheit gegeben werde, ihre Beiträge zu diesen Sammlungen zu leisten. Gleichwohl ist dieß bei uns nicht der Fall, denn in vielen, vielleicht den meisten katholischen Ge— meinden werden keine bezüglichen Sammlungen durch Collecte und Waisenhaus⸗Büchse veranstaltet. Mit Rücksicht hierauf haben die Abgg. Landmann, Greim und Schaub an die Regierung eine Inter⸗ pellation gerichtet, ob dieselbe nicht Vorkebrung zu treffen beabsichtige, um dem fraglichen Miß stand abzuhelfen. Damit ist ein Punkt öffentlich angeregt, welcher unseres Erachtens schon längst einer gründlichen Beleuchtung und Remedur be⸗ durft hätte. l
Berlin. Aus Ens geht die Nachricht ein, daß der Kaiser das Münggesetz in der zwischen dem Bundesrath und dem Reichstage vereinbarten Fassung vollzogen hat.
— Heinrich v. Treitschke hat in seinem Auf⸗ satz„die letzte Scholle welfischer Erde“ die An⸗ sicht ausgesprochen, das Herzogthum Oels werde nach dem Tode des jetzigen Herzogs von Braun- schweig an die Krone von Preußen fallen. Diese Ansicht wird, wie officibs verlautet, von den hie⸗ Man hält nämlich das Herzogthum für ein preußisches Thron⸗ lehen, in welchem Surcession nach Primogenitur— recht stattfindet und den Herzog Karl von Braun- schweig als nächsten zur Succession berechtigten Agnaten. Nach dessen Tod jedoch würde das Herzogthum an den Exkönig Georg von Hannover, resp. an dessen Sohn gelangen, da der Herzog Karl sein Privatvermögen, also auch das Herzog⸗ thum, dem Exkönig vermacht habe.
— Die Schießübungen mit Spitzgeschossen gegen Panzerplatten haben der„Mrh. Ztg.“ zu⸗ folge in voriger Woche in Spandau begonnen und ein die Sachverständigen überraschendes Resultat geliefert. Die Geschosse schlugen durch den stärksten
Panzer, sie zerbröckelten ihn förmlich und zwar
so, daß an einen Ersatz im Gefecht gar nicht ge⸗ dacht werden kann.
— Im Entwurf einer Deutschen Concurs- Ordnung sind die Prineipien der preußischen Concurs-Ordnung durchgängig festgehalten worden, weil dieselben sich nach der vorherrschenden Auf— fassung bewährt haben. Aus dem Entwurf ist besonders hervorzuheben, daß die das Accordver⸗
fahren betreffenden Bestimmungen den Gläubigern genügenden Schutz gegen Uebervortheilung durch minder gewissenhafte Schuldner gewähren, und daß auf das Vermeiden unklarer und verwickelter Hypothekenverhältnisse und auf bessere Informirung der Gläubiger über die Lage der Dinge binge— wirkt worden ist. Dadurch, daß es möglich sein soll, außer dem definitiven Verwaltungsrath aych einen provisorischen Verwaltungsrath zu bestellen, außer im eigentlichen Concursverfahren auch im Accordverfahren überhaupt einen Verwaltungsrath zu bestellen, wird ein Gegengewicht geschaffen wider den ausschließlichen Umgang des Massen- verwalters mit dem Gemeinschuldner, was gerade beim Accordverfahren von besonderer Wichtigkeit ist.
Fulda. Der seitherige Domcaplan Helferich ist vom hiesigen Bischofe als Pfarrer für die er— ledigte Parochie Dipperz designirt worden. Da derselbe zu denjenigen Geistlichen gehört, welche, da sie im Knabenseminare ihre Bildung empfangen haben, ohne GymnastalMaturitätsprüfung zu Priestern conseerirt wurden, so wird höchst wahr- scheinlich hier der erste Fall eintreten, daß die Regierung die Bestätigung desselben versagen muß.
München. Der Kaiser von Oesterreich ist am 11. d. incognito hier angekommen und am Bahnhofe von dem Prinzen Leopold empfangen worden. Der Kaiser hat sich Abends zum Besuch nach Possenhofen begeben.
— Der„internationale Zwischenfall“ mit dem österreichischen Monitor„Leitha“, welchem als einem Kriegsdampfer in Passau die Weiterfahrt auf der Donau von Seiten der bayerischen Be— hörden verweigert wurde, ist durch die Abberufung des Fahrzeuges erledigt. Die österreichische Re— gierung hat sich nachträglich formell mit der Bitte
setzung der Fahrt zu gestatten, die betreffende Er laubniß ist aber in München nicht ertheilt worden.
Straßburg. Am 31. d. M. werden die Räumungsmärsche der Occupationstruppen beginnen und bis zum 15. August dauern. Ein Theil der Truppen wird über Kehl befördert.
f Ausland.
Oesterreich⸗lüngarn. Wien. Der Vor⸗ stand des deutsch⸗österreichischen Buchdruckervereins, Herr Gerold, veranstaltet am 13. d. eine Ver- sammlung der in Wien weilenden Buchdruckerei⸗ befitzer Oesterreichs, Deutschlands und der Schweiz zur Besprechung der Einführung eines Minimal- Tarifs in den genannten Ländern auf der Grund— lage des von den Prinzipalen und Gehülfen Deutschlands angenommenen Minimal ⸗Tarifs sowie behufs Anbahnung einer innigen Vereinigung der deutschen, schweizerischen und österreichischen Buch- drucker ⸗Prinzipole. f
— Gegenüber dem von hier aus telegraphisch verbreiteten Dementi angeblicher Gerüchte über die wegen der Cholera beabsichtigte Schließung der Weltausstellung meldet das amtliche„Telegraphen⸗ Correspondenzbureau“, daß ein derartiges Gerücht nie existirt hat und nur von Correspondenten er⸗ funden ist.
an die bayerische Regierung gewandt, die Fort-
— Ueber die von mebreren Zeitungen gemel⸗ deten Auftritte in Bosnien erhalten wir aus zu- verlässiger Quelle folgende Mittheilungen:„Nicht in Alt ⸗Gradiska, welches in der flavonischen Militärgrenze liegt, sondern in Türkisch-⸗Gradiska oder Berbir in Bosnien haben zwischen Türken und Christen in Folge beiderseitiger Hetzereien blutige Schlägereien staͤttgefunden, zu deren Unter suchung und Bestrafung der bosnische General- Gouverneur mit dem österreichischen General-Consul in Berbir angekommen sind. Die bisherigen Zeitungs- berichte sind übrigens sehr übertrieben und ten— dentiös.“
Prag. In den kirchlichen Kreisen werden große Vorbereitungen zur Feier des 900jährigen Jubiläums der Prager Dibeese getroffen, welche am 15. August hier abgehalten werden soll. Aus Anlaß dieser Feier sollen sowohl in der Haupt- stadt als auch im ganzen Lande großartige Pro- cessionen abgehalten werden; man erwartet viele auswärtige hohe Kirchenwürdenträger, darunter auch den Bischof von Mainz.
Schweiz. Bern. Der vom Bischof Mer⸗ millod an die Bundesversammlung am 9. d. M. gerichtete Recurs verlangt Aufhebung der Ver— bannung und führt aus, daß dieselbe verfassungs⸗ widrig und ungesetzlich sei. Dieses beweise der vom Bundesrath in dem Bundesrevisionsentwurf aufgenommene neue Artikel, auf welchen gestützt man erst seine Verbannung hätte aussprechen können.
— Pater Hyaeinth ist hier angekommen. Er wird in etwa acht Tagen einen öffentlichen Vor⸗ trag halten, und ist ihm zu diesem Zweck die protestantische Heligengeistkirche zur Benutzung be⸗ willigt worden. N
Basel. Den„Basler Nachrichten“ zufolge hat in Bern am 10. d. eine Versammlung von Führern der Altkatholiken aus allen Theilen der Schweiz stattgefunden. Die Versammlung beschloß, die Organisation des Altkatholicismus energisch in die Hand zu nehmen.
Frankreich. Paris. An der am 10. d. zu Ehren des Schahs von Persien veranstalteten Parade nahmen gegen 80,000 Mann Theil. Im Generalstabe Mac Mahon's besanden sich der Herzog v. Aumale und die Militär- Attachés der verschiedenen Gesandtschaften. Eine zahllose Volks. menge wohnte der Revue bei.
— Das„Journal de Fécamp“ meldet, daß am 29. Juni auf die Gemeinde Thiergedille ein furchtbarer Hagel niederschlug, welcher auf den Feldern und an den Obstbäumen ungeheuren Schaden anrichtete und daß die Schlossen nach der übereinstimmenden Aussage der verschiedensten Personen die Form von Hostien oder mit einem Dolche durchbohrten Herzen oder einer heiligen Jungfrau mit dem Jesuskinde gehabt hätten. „Wir legen, fährt das„Journal de Fécamp“ triumphirend fort, diese Phänomene der Wissen- schaft vor und fordern sie auf, dieselben physikalisch und vernünftig zu erklären, wenn sie das im Stande ist. Diese Phänomene erinnern an jene, die man in Elsaß⸗Lothringen und im Rheinlande beobachtet hat.“
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