Ausgabe 
15.3.1873
 
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2) Rechnen: Decimalbrüche; das neue

2 Stunden wöchentlich. Weinel.

5) Botanik: Bau und Ernährung der Pflanzen. 3 Stunden wöchentlich. Landwirthschaftslehrer Rückert. 6) Obstbau: a. Obstbaumzucht, Obstbaumpflege und Obstbenutzung.

6 Stunden woͤchentlich. Rückert.

b. Obstkunde: Klassisikation des Obstes nach Lukas, Kenntniß der Sorten mit Zugrundlegung des Arnoldischen Obstkabinets.

3 Stunden wöchentlich. Rückert. c. Praktische Uebungen.

heit dagegen Nachmittags vorgenommen. Der

wird das selbe im Laufe dieses Jahres mit den nöthigen Sortenbäumen in den verschiedensten Formen angeflanzt werden, um theils den Zög⸗ lingen Gelegenheit zu geben, mit der Erziehung der Formenbäume praktisch vertraut zu werden und den Baumschnitt aus unmittelbarer

Maß und Gewicht. 3 Stunden woͤchentlich Lehrer Weinel.

3) Deutsch: Geschäftsaufsätze. 2 Stunden wöchentlich. Lang. 4) Feldmessen: Ausmessen und Berechnen gradliniger Figuren.

12 Stunden wöchentlich. Rückert. Der theoretische Unterricht wird Vormittags ertbeilt; die prak⸗ tischen Uebungen zur Aneignung der nöthigen Fertigkeit und Sicher⸗

Vorstand der Stadt Friedberg hat zur Anlage einer In stitutsbaumschule ein geeignetes Gelände zur Verfügung gestellt und

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Vorläufig werden die

Der Unterricht

Gartenkneipes, materialien sein.

Friedberg im

Trapp, Regierungsrath.

Anschauung kennen zu lernen; theils um die für die G. geeigneten Sorten unter richtiger Benennung verbreiten zu könn

Wohnung haben die Zöglinge selbst zu sorgen.

Jeder Schüler muß im Besitze Obstbau von Lukas und Medicus, sowie einer Baumsäge, eine eines Oculirmessers und der nöthigen

hiesige

städtische Baumschule, sowie die Prwatbaum,

schulen der Herren Lang& Weinel bei dem praktischen Unterricht benu

wird unentgeldlich ertheilt. Für Kost un

des Buches: die Lehre v

Marz 1873.

Lindeck,

Haas, Rentamtmann.

Kreis ⸗Assessor.

Polizeiliche Nachrichten aus dem Kreise Friedberg. Am 8. März d. J. wurde in Frankfurt a. M. in einer Synagoge gestohlen: 1 dunkelblauer glatter Ueberzieher, einreihig, mit schwarzem Sammtkragen, zwei Seiten- und einer inneren Brusttasche, schwarzseidenem Futter, schwarzem geripptem Band eingefaßt und

glatten Hornknöpfen. ö

Deutsches Reich.

Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Ent⸗ schließung vom 11. l. M. die Zusammenberufung einer außerordentlichen Synode zur begutachtenden Berathung des Entwurfs einer Verfassung für die evangelische Kirche des Großherzogthums anzu- ordnen sowie zu bestimmen geruht, daß die feier⸗ liche Eröffnung der Synode Dienstag den 25. März stattzufinden babe.

Dem Antrag der Abgg. Matty, v. Wedekind (Hiltersklingen) und Genossen auf Erhöhung der aus der geistlichen Wittwenkasse zu zahlenden Pen- sionen wird wohl Rechnung getragen werden, da die Erträgnisse des genannten Fonds alljährlich im Wachsen begriffen sind. Der Rechnungs⸗Abschluß für 1872 weist einen Ueberschuß von 36,237 fl. nach.

Berlin, 12. März. Der Reichstag des deutschen Reichs ist heute Mittag durch den Kaiser eröffnet worden. Die Thronrede theilen wir hier im Auszuge mit: Geehrte Herren! Im Namen der verbündeten Regierungen heiße ich Sie zur letzten Session der Legislatur-Periode willkommen. Während dreier Sessionen haben Sie in Gemein schaft mit dem Bundes rathe eine doppelte Aufgabe zu erfüllen gehabt, die Befestigung und Ausbildung der durch die Reichsverfassung geschaffenen Insti⸗ tutionen und die Ordnung und Regelung der durch einen großen Krieg herbeigeführten außer⸗ ordentlichen Verhältnisse. In beiden Beziehungen wird ihre Thätigkeit wiederum in Anspruch ge⸗ nommen werden. Das Eigenthumsverhältniß an den aus den Verwaltungen der einzelnen Bundes- staaten an die Reichsverwaltung übergegangenen Grundstücke bedarf der gesetzlichen Regelung. Das deutsche Festungssystem erheischt eine Umgestaltung, welche, indem sie die Vertheidigungsfähigkeit der großen Waffenplätze erhöht, den Verzicht auf die Erhaltung anderer Befestigungen gestattet. Die Ansprüche, welche den Invaliden aus dem letzten Kriege und deren Hinterbliebenen gesetzlich zustehen, erfordern Einrichtungen, welche eine Gewähr da⸗ für leisten, daß die Deckung dieser Ansprüche aus der Kriegsentschädigung bestritten werde. Der für die Entwickelung der Kriegsmarine festgestellte Plan wird in Betracht der seitdem eingetretenen Verhältnisse und gewonnenen Erfahrungen einer Umgestaltung zu unterwerfen sein. Ein allge⸗ meines Militärgesetz ist in der Verfassung ver⸗ heißen und durch die Erweiterung des deutschen Heeres zu einer Nothwendigkeit geworden. Die Leistungen, welche vom Lande im Falle eines Krieges zu fordern, und die Grundsätze, nach welchen diese Leistungen zu vergüten sind, werden ebenfalls unter Beachtung der im letzten Kriege gemachten Erfahrungen neu und gleichmäßig zu ordnen sein. Die Erfahrang hat gezeigt, daß die

damals von Ihnen verlangten und bereitwillig ge⸗ währten Bewilligungen nicht ausreichten, um das Einkommen der Beamten so zu regeln, wie das öffentliche Interesse es fordert. Dieselben Er fahrungen erheischen mit gleicher Dringlichkeit eine Verbesserung des Einkommens der Offiziere und Unteroffiziere. Die günstige Lage der Einnahmen des Reiches wird es gestatten, diese Zwecke ohne Erhöhung der Matrikularbeiträge zu erreichen. Die Neugestaltung des deutschen Münzwesens soll durch einen Ihnen zugehenden Gesetzentwurf ihren endgültigen Abschluß erbalten. Für die Beförde⸗ zung von Packeten und Werthsendungen durch die Post wird Ihnen ein neuer Tarif vorgelegt werden. In Folge der während Ihrer letzten Session über die Salzsteuer stattgefundenen Verhandlungen hat der Bundesrath eine eingehende Erörterung der Frage eingeleitet, auf welchem Wege die bei Auf- hebung dieser Sieuer ausfallende Einnahme ander- weitig zu beschaffen sei. Diese Erörterung ist ihrem Abschlusse nahe und es wird ihr Ergebniß einen Gegenstand Ihrer Berathung bilden. Wenige Tage nach dem Schlusse Ihrer letzten Session wurde mit Frankreich eine Uebereinkunft getroffen, welche die Fristen für die Zahlung des letzten Theiles der Kriegskosten⸗Entschädigung und im Zusammenhange damit für die Räumung der von unseren Truppen besetzten Gebietstheile regelt. Die Ihnen über diese Uebereinkunft zu machenden Mittheilungen werden zeigen, daß Frankreich mit seinen Zahlungen den verabredeten Terminen weit vorausgeeilt und daß daher der Zeitpunkt gekommen ist, um für die in dem vorjährigen Gesetze über die Kriegskosten-Entschädigung noch vorbehaltenen Fragen zu entscheiden. Das von mir im ver⸗ gangenen Jahre an dieser Stelle ausgesprochene Vertrauen auf eine Entwickelung der inneren Zu⸗ stände Frankreichs im Sinne der Beruhigung und der wirthschaftlichen Fortschritte ist nicht getäuscht worden. Ich begründe hierauf die Hoffnung, daß der Augenblick nicht mehr fern sein werde, wo die vollständige Abwicklung unserer finanziellen Auseinandersetzung mit der französischen Regierung die gänzliche Räumung des französtschen Gebietes früher, als in Aussicht genommen war, herbei⸗ führen wird. Die Beziehungen des Reiches zu allen auswärtigen Staaten rechtfertigen das volle Vertrauen, mit welchem ich auf die Erhaltung und die fortschreitende Befestigung des Friedens rechne. Die den Frieden verbürgenden Beziehungen zu unseren Nachbarn zu pflegen, werde ich fort⸗ gesetzt als meine erwünschte und mit Gottes Hülfe erfüllbare Aufgabe ansehen. N

13. März. Plenarsitzung des Reichstages. Die Auszählung ergibt die Beschlußfähigkeit des Hauses. 209 Deputirte waren anwesend. Auf Antrag des Grafen Münster wurden der seitherige

Präsident Dr. Simson und die Vicepräsidenten Fürst Hohenlohe und v. Bennigsen durch Acla⸗ mation wiedergewählt; ebenso die seitherigen Schriftführer.

Wagener ist bis nach Beendigung der gegen ihn auf seinen eigenen Antrag eingeleiteten Disciplinar⸗Untersuchung formell beurlaubt.

Fürst Puttbus, der sich gegenwärtig in Cairo befindet, hat ein Schreiben an den Präst⸗ denten des Abgeordnetenhauses gerichtet, worin er die gegen ihn erhobenen Anklagen abweist und insbesondere bestreitet, daß er irgend einen Ge⸗ winn aus dem Eisenbahn⸗ Project, das er im Interesse der betreffenden Landestheile unternommen, gezogen habe. Die ausführliche Widerlegung wolle

er sich nach seiner Rückkehr für die Tribüne des

Herrenhauses vorbehalten.

DieSpen. Ztg. wird eine Denkschrift des Ministers Itzenplitz bringen, worin nachge⸗ wiesen wird, daß ein großer Theil der von Lasker gegen das Handelsministerium erhobenen Vorwürfe unbegründet ist.

Leipzig. Einer Nachricht desTagblattes zufolge ist der Literat Hepner, Mitarbeiter des social- demokratischen BlattesVolksstaat, durch Verfügung des Polizei- Amts aus Leipzig ausge⸗ wiesen worden.

Stuttgart. Gegenüber der von verschiedenen Blättern gebrachten Nachricht, daß am Grün- donnerstage das Unfehlbarkeitsdogma in Württem⸗ berg verkündigt werden solle, ist zu constatiren,

daß das Dogma vom Bischof Hefele schon längst

verkündigt ist.

Karlsruhe. Nach einer Meldung derKarlsr. Zeitung(die wir übrigens, weil sie über Wien kommt, mit allem Vorbehalt aufnehmen) wären die Truppen bereits bezeichnet, welche sich für einen gegebenen Fall zum sofortigen Abmarsch nach dem südlichen Frankreich bereit zu halten haben, um sich unter dem Namen eines Beobachtungs-

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Die Zöglinge müssen gesund und kräftig sein und die nöthigen Arbeiten ohne besondere Anstrengungen verrichten können, auch Lust und Liebe zum Obst- und Gartenbau besitzen. 1

Die Anmeldungen sind bei dem unterzeichneten Curatorium bis zum 1. April d. J. einzureichen und dem Gesuch ein Zeugniß über seitheriges Betragen anzuschließen. 9 7

Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Verein 4 für die Provinz Oberhessen zu Friedberg.

Corps und in der vorläusigen Stärke von 80,000

Mann an der spanischen Grenze zu concentriren, und habe gleichzeitig ein Theil der Mittelmeer Flotte Befehl, sich seebereit zu machen. Straßburg. Das Ersatzgeschäft der Stadt Straßburg wurde am 11. d. beendet. Gestellt

hatten sich 389 Militärdienstpflichtige, wwwon 178

als tauglich befunden wurden.

Ausland.

Schweiz. Genf. Pater Hyacinthe ist

hierselbst eingetroffen; derselbe wird Montag mit 1

seinen Vorträgen beginnen. 155

Frankreich. Paris. Auf die vierte Mi liarde sind bis zum 11. d. M. 500 Milliot gezahlt. Thiers spricht sich gegen die Einführu einer Vice⸗Präsidentschaft aus.