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1873.
Donnerstag den 11. December.
145.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Die Heranziehung der Ersatz⸗Reservisten erster Classe zum Classificationsgeschäft.
Verhältnisse nunmehr ebenso zu behandeln sind, wie der
Bed
Amtlicher Theil.
Friedberg am 8. Dezember 1873.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Unter Verweisung auf das Ihnen mitgetheilte Amtsblatt Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 27. Februar 1868, Amtsblatt Nr. 3, geben wir Ihnen in Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 21. v. Mts. zur Nr. M. d. J. 12,245 von dem nachstehenden Erlasse, wonach Gesuche um Zurückstellung von Ersatz⸗Reservisten erster Classe für den Fall der Einberufung aus Anlaß häuslicher oder gewerblicher
eutung der Ersatz⸗Reservisten erster Classe Kenntniß.
Unter Modificirung der Festsetzungen in Nr. 6 des§. 25 der Ver⸗
ordnung betreffend die Organisation der Landwehr Behörden und die Dienst⸗Verhältnisse der Mannschaften des Beurlaubtenstandes, vom 5. Sep- tember 1867 wird hiermit Nachstehendes bestimmt: ö
10
2)
Die Ersatzreservisten erster Classe dürfen von jetzt ab an dem für die Reservisten und Landwehrleute vorgeschriebenen Classifications- verfahren Theil nehmen.
Zu demselben dürfen auch diejenigen im dritten Concurrenz⸗ jahre befindlichen Militärpflichtigen zugelassen werden, welchen der Ersatz⸗Reserve-Schein zwar noch nicht ausgehändigt, deren Ueber— weisung zur Ersatzreserve erster Classe jedoch Seitens der Kreis- Ersatz⸗Commisston laut§. 86 der Miltär⸗Ersatz⸗Instruction beantragt worden ist.
Ueber etwaige Zurückstellungen Militärpflichtiger, welche erst beim Departements⸗Ersatzgeschäft der Ersatz⸗Reserve überwiesen werden, darf nach Analogie des§. 5, Absatz 3, Beilage 3 Eingangs be— regter Verordnung entschieden werden.
Die Zahl der Zurückgestellten darf im Allgemeinen 5% der im betreffenden Bezirke überhaupt Borhandenen nicht übersteigen. Sollten besondere lokale Verhältnisse die Echöhung gedachter Zahl erforder- lich erscheinen lassen, so darf auf bezüglichen Antrag der Departe— ments ⸗Ersatz Commission durch die Ersatz⸗Behörden dritter Instanz der Prozentsatz entsprechend höher— jedoch nicht über 10% hinaus normirt werden, insofern es die Rücksicht auf die vollzählige Auf⸗ bringung des im Mobilmachungsfall erforderlichen Bedarfs gestattet. Eine Prüfung der häuslichen Verhältnisse gedachter Militärpflichtigen bei der Einberufung findet nicht mehr statt, dagegen erhalten auf sie
gleichen Gesuche für Reservisten und Landwehrleute zu Ihrem Bemessen
und zur geeigneten Trapp.
Berlin den 6. August 1873.
die Bestimmungen des§. 11 der vorberegten Beilage 3 anologe
Anwendung. N
4) Die Ersatzreservisten, welche auf Berücksichtigung Anspruch machen, haben ihre Gesuche vor Beginn des jährlichen Ersatzgeschäfts bei dem Gemeindevorstande, bezw. Gutsvorstande anzubringen.
5) Seitens der Kreis⸗Ersatz⸗Behörden ist in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar jeden Jahres in den amtlichen Blättern eine ent⸗ sprechende öffentliche Bekanntmachung zu erlassen.
6) In dem Ersatz⸗Beserveschein I.— Schema 6 zu F. 48 der Militär- Ersatz⸗Instruetlon— ist folgender Passus als achter Absatz auf⸗ zunehmen:
„Gesuche um Zurückstellung für den Fall der Einberufung aus
Anlaß häuslicher oder gewerblicher Verhältnisse sind vor Beginn des jährlichen Kreis-Ersatz⸗Geschäfte bei dem Gemeinde- bezw. Guts⸗ vorstande anzubringen. Die Entscheidungen erfolgen durch die Vor- sitzenden der Kreis⸗Ersatz-Commissionen. Sie behalten ihre Gültig⸗ keit nur bis zu dem nächsten Kreis Ersatzgeschäft, und sind Anträge auf weitere Zurückstellung im Bedarfsfalle zu erneuern.“
Schließlich wird den Ersatz-Behörden die genaue Befolgung der Vorschrift in§. 48, 3 der Militär ⸗Ersatz⸗Instruction anempfohlen, der⸗ gemäß die Ueberweisung zur Ersatz⸗Reserve erster Classe der in Folge von Reclamationen vom Militärdienst im Frieden Befreiten nur dann zulässig ist, wenn deren häusliche Verhältnisse für den Fall eines Krieges, eine Berücksichtigung nicht gerechtfertigt erscheinen lassen.
Der Kriegsminister. Der Minister des Innern. In Vertretung i Im Auftrage v. Voigt Rhetz. e
Deutsches Reich.
Darmstadt. S. K. H. der Großherzog hat den Hauptkasster des Hoftheaters Wilhelm Winter zum Rechnungsrath und den Premier- lieutenant i. P. Friedr. Arnold zum Assistenten der Hoftheater⸗Oeconomie⸗Verwaltung ernannt.
— Das„M.⸗Wbl.“ meldet: v. Hessert, Maj. zur Disp., früher Bat.⸗ Command. im Großh. Hess. 3. Inf. Regt., zum Bez.⸗ Command. des 1. Bataillons(Darmstadt II.) 3. Großh. Hess. Landw.⸗Regts. Nr. 117 ernannt.
— Da es sich als mißständig erwiesen, daß seither Kreis⸗Assessoren die Stellvertreter der Pro- vinzial⸗Directoren waren, soll bei jeder Provinzial⸗ Direction ein etatsmäßiger Rath als erster Stell- vertreter und Hülfsarbeiter mit Gehalten von 2200, 2400, resp. 2700 fl. je nach dem Dienst⸗ Alter angestellt werden.— Der Finanz⸗Ausschuß der zweiten Kammer hat den Antrag gestellt, die von verschiedenen Abgeordneten befürwortete Staats- Subvention zur Realschule zu Groß⸗Umstadt mit jährlich 2000 fl. nicht zu gewähren. Dagegen beantragt derselbe Ausschuß Bewilligung von 59,800 fl. für bauliche Erweiterung des hiesigen Gymnasiums, sowie Gewährung eines Nachtrags⸗ Credits von 60,000 fl. für Unterhaltung der Staats- Straßen.
Groß- Umstabt. Auf einer am 7. d. hier abgehaltenen Volks⸗Versammlung, die von Offen- bacher Soclal-Demokraten durch rothe Plakate be⸗
rufen war(welche aber durch überwiegende Be-
theiligung nicht⸗socialistischer Elemente eine glänzende
Niederlage erlitten), wurde folgende Resolution gefaßt:„Indem wir unseren bisherigen Reichs- tags-Abgeordneten Herrn Dernburg zu Darmstadt auch für die neu bevorstehende Reichstagsperiode als unseren Candidaten aufstellen und für dessen Wahl wirken zu wollen erklären, protestiren wir feierlich gegen jede Gemeinschaft mit den revo⸗ lutionären Ideen der in unserer Gegend unter dem Namen„Arbeiter-Partei“ zum Zwecke der Erlangung eines Reichstags-Mandats für einen
der Ihrigen hereingedrungenen Sotial-Demokraten.“
Berlin. Der nächste Reichstag wird sich, dem„D. Wochenbl.“ zufolge, voraussichtlich auf die dringendst nothwendigen Geschäfte beschränken: das Militärgesetz, das Preßgesetz und einige Ver- träge, unter welchen der Postvertrag mit Brasilien, wegen seiner großen Bedeutung fü den transat⸗ lantischen Verkehr, wohl die erste Stelle ein⸗ nehmen wird.
— Unter Hinweis auf eine vorjährige Mini- sterial⸗Verfügung sind die Verwaltungs Behörden wiederholt angewiesen worden, gegen Allkatholiken⸗ Gemeinden, welche durch ihre Vorstände ihre Mit- glieder⸗Verzeichnisse eingereicht haben, jede Execution wegen Kirchensteuern durchaus zu unterlassen.
— Der Vicepräsident des Staatsministeriums, Camphausen, verlas am 9. d. im Abgeordneten⸗ haus eine königliche Cabinetsordre vom 8. d. M., wonach Graf Königsmarck von der Leitung des landwirthschaftlichen Ministeriums entbunden und der Handelsminister mit der einstweiligen Führung desselben beauftragt wird.
Hildesheim. Der vor einiger Zeit als Regierungsrath hierher versetzte ehemalige Land- rath des Randower Kreises, Stavenhagen, ist, wie die„Neue Stett. Zig.“ meldet, vor Kurzem mit Hinterlassung bedeutender Schulden nach Amerika gegangen. Derselbe, ein Sohn des libe⸗ ralen vervienten langjährigen Abgeordneten Gene- rals Stavenhagen, der seiner Zeit schon Mitglied des deutschen Parlaments in Frankfurt war, wurde in den Kreisen Randow⸗Greifenhagen zweimal von der conservativen Partei zum Abgeordnetenhause gewählt, für den norddeutschen und den deutschen Reichstag, obgleich er schon damals finanziell brouillirt war. Wiederhelt wurden ihm Mittel zur Bezahlung seiner Schulden zur Verfügung ge— stellt, ohne daß er jedoch sparsamer gewirthschaftet hätte. In Stettin wurde er auch wegen Schulden verklagt und zuletzt ausgepfändet.
Wiesbaden. Dem Vernehmen nach soll das deutsche Kronprinzen-Paar am 15. Januar zu mehrwöchentlichem Aufenthalte hier eintreffen.
Dresden. König Albert hat das bis dahin von ihm geführte Commando der 1. Armee-In- spection niedergelegt, in dem an den Kaiser ge— richteten Schreiben aber gleichzeitig die Bitte aus- gedrückt, im Falle einer künftig etwa eintretenden Mobilmachung die zu seiner bisherigen Inspection gehörigen Armeecorps wiederum unter seinen Be- fehl zu stellen.
Meiningen. In der Sache des Oberst— Lieutenants(nicht General- Majors) v. Engel scheint man schnell und energisch zu Werke zu


