Dionnerstag den 6. November.
N 130.
er
sefsischer Anzeiger.
—
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
in bedeuten
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstatz, Donnerstag und Samstag.
Rindvich 6
rden,
. a.
eng Für die Monate November und Dezember kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei —4 1 8 der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. a
dach im ge Amtlicher Theil.
belreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1874.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
Friedberg am 4. November 1873.
c die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Butzbach, Dorn⸗Assenheim, Friedberg, Griedel, Ilbenstadt, Maibach, Münzenberg, nen J Bad⸗ Nauheim, Nieder-Weisel, Ober-Mörlen, Ockstadt, Rockenberg, Staden, Steinfurth und Wölfersheim.
n Wenn nicht binnen 8 Tagen die Voranschlage einlangen, müssen wir Ihnen Wartboten zur Abholung zusenden.
de ba BWC Ter a p p. f
Am, die
l Deutsches Reich. niederhessischen Renitenten, wegen sortgesetzter] kömmliche Gehalts⸗Aufbesserung vergebens geharrt, Ota Darmstadt, 3. Nov. Heute nahm die Widersetzlichkeit gegen seine vorgesetzte Behörde alle Wünsche in dieser Beziehung verhallten; der
1 4 Kammer nach längerer Unterbrechung ihre N lrbeiten wieder auf.— Das Verlesen der neuen 1 Wan aben, die indeß fast sämmtlich bekannt sind, — kahm längere Zeit in Anspruch. Auf die Inter⸗ i Ahlen zllction des Abg. v. Rabenau wegen angeblicher ubene Unterschleife beim Bau der Oberhessischen Bahnen 5 etwderte die Regierung, daß das zuerst von der Gb Min ⸗ Zeitung“ dieserhalb gebrachte Gerücht Salt ktimn Anlaß zu einer Untersuchung bieten könne. tescgen, Bepglich der Ortenberg-Stockheimer Zweigbahn 85 Glute wih auf eine deßfallsige Interpellation Schuchard's e ter erüfnet, daß der Bau mit Rücksicht auf den noch abe beo mch aufgegebenen Plan einer directen Verbindung n Eben zpischen Berlin- Frankfurt einstweilen noch ruhe. det, Die— Die mit Preußen getroffene Vereinbarung wegen 12 Abänderung des Art. 14 der Militär-⸗Convention e b ethilt ohne Debatte die geforderte Zustimmung. be e Für innere Ausstattung des hiesigen Justizgebäudes t& wenden 9000 fl. verwilligt. Das Ersachen des
92 Stantsanwaltes, am hiesigen Bezirksstrafgericht Tele den„Starkenburger Boten“ wegen Beleidigung 40 fe e det Kammer strafrechtlich verfolgen zu dürfen, wird anbeinge, dane Verhandlung dem Ausschußantrag entsprechend mil 0 eiimmig abgelehnt. Ueber den Antrag des Abg. en e icht ke Eplehe, entspinnt sich eine längere Debatte. Bei enen n der Abstimmung sprach sich die Kammer mit 41 gegen ble 1 Stimme für die obligatorische Civilehe und die ice, Woigage eines Kirchengesetzes aus. „e,— Der Reichs- Militärsiscus hat in der uns 40 benachbarten Griesheimer Gemarkung einen Ge— „ ban lädt Complex von etwa 15,000 Morgen zur J l. 01 lung eines Artillerie-Schießplatzes für das 1 Armercorps erworben. Von Grund- Eigen- e wis thümern ist namentlich die Gemeinde Griesheim 1 bene beihelligt, welche sicherem Vernehmen nach allein etwa 350,000 fl. als Kaufpreis erhält.
Nach dem„Neichsanzeiger“ wurden sol⸗
(bn gen Personalveränderungen in der Großh. Division
e vechtnemmen: Peppler, Amann, Vice Feldw. vom — 1 Landw. Regts. Nr. 116, zu Ste. Lts. ane der Reserve des Großb. Art.- Corps befördert; 1 ec, dit tußeretatsmäßigen Secondelitutenants Locher, 100% Slinemann, Grodhaus, Wagner I., Bernhard, ee, Wogier II., Zentgraf, vem Großh. Art.- Corps, e zu Artillerte. Offizieren ernannt; Frhr. v. Esebeck, Ritt. und Escadr. Chef im Großh. Drag.⸗Regt, 1 97 5 Ny, 24 erhält den Character als Major.
e g e ein Antheil an der französischen Kriegsentschädigung
e im Betrage von 1,000,000 Thaler, größtentheils ( mirmen Reichs⸗Goldmünzen, hier angelangt und in ken Gewölben der Bank hinterlegt worden chtenau. Seit einigen Tagen ist auch Pfener Grau dahier, eines der Häupter unserer
4 11 NM! eee 5 1 Aal 1 * 80“ *
mann, wegen Einführung der obligatorischen
— In der letzten October-Woche ist wieder
von seinem Amte suspendirt. Das Heitere bei der Sache ist, daß derselbe, wie bisher alle an ibn ergangenen Erlasse und Verfügungen des Con- sistoriums, so auch jetzt seine von demselben aus gesprochene Suspension nicht anerkennen will, vor wie nach Amtshandlungen in seiner Wohnung vornimmt und sich weigert, die Kirchenbücher ꝛc. an den mit Versehung der ersten Pfarrstelle beauf⸗ tragten Pfarrer Grundlach abzugeben.
Berlin. Im Gegensatz zu anderen Offiziösen wird in der„K. Ztg.“ behauptet, daß das Ab⸗ schiedsgesuch des bisherigen Minister-Präsidenten Grafen v. Roon(bis zum 31. October) noch nicht genehmigt und also die formelle Erledigung des Wechsels im Minister⸗Präsidium noch nicht vollzogen worden ist.„In der Sache“ sei indeß das Arrangement getroffen gewesen, als Fürst Bismarck Berlin verließ.„In der Sache“ läuft das Arrangement, nach dem„D. W.⸗Bl.“, darauf hinaus, daß nach dem Rücktritt des Grafen Roon von seinem Posten als Minister-Präsident und Kriegsminister, Bismarck wieder zum Präsidenten des preußischen Staateministeriums, Camphausen dagegen zum stellvertretenden Präsidenten ernannt wird. Was die Geschäftstheilung zwischen dem künftigen Minister-Präsidenten und dem Stellver—
treter desselben betrifft, so wird der Erstere sich
lediglich an denjenigen Angelegenheiten betheiligen, wo preußische und Reichs ⸗Interessen in unmittel- bare Berührung treten und wo es nöthig sein mag, prineipielle Divergenzen zu verhüten, während im Uebrigen die Leitung des preußischen Ministe⸗ riums vollständig in die Hände Camphausen's ge⸗ legt werden wird.
— Eine königliche Verordnung beruft den Landtag der Monarchie auf den 12. d. M. ein. — Das Befinden des Kaisers ist in fortschreiten- der Besserung.— Die Ernennung v. Blanken- burg's zum landwirthschaftlichen Minister soll gutem Vernehmen nach noch vor der Eröffnung des Landtages erfolgen. 1
Posen. Der Erzbischof Ledochowskf ist von dem Oberpräsidenten auf Grund der Maigesetze wegen Weigerung, die Pfarrstelle zu Filehne ander weitig zu besetzen, zu 200 Thaler Strafe verur— theilt und ihm eine zweite Equipage durch die Polizeibehörde abgepfändet worden.
Köln. Der Lehrermangel steigert sich zur
Calamität; denn allwöchentlich werden in dem
Amtsblatte ein Dutzend Stellen in unserem Re⸗ gierungsbezirke zur Bewerbung ausgeschrieben. Ein auffälliges Beispiel dafür bietet der Kreis Waldbröl, wo von etwa 35 Stellen 13 vakant sind. Ein viertel Jahrhundert hat man auf den Erlaß des Unterrichtsgesetzes und auf eine aus-
Lehrermangel aber wird sich bald als Mauer- brecher erweisen, um geiechte Forderungen zur Geltung zu bringen.
Trier. Die„Mosel⸗Ztg.“ verkündigt, daß der Bischof von Trier„innerhalb der letzten Wochen 60 bis 70 Anstellungen von Geistlichen vollzogen hat, ohne dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz nach Maßgabe der neuen Kirchengesetze davon An- zeige zu machen“. Nach der bisher von den Ge⸗ richten festgehaltenen Strafbemessung— jede unge⸗ setzliche Anstellung zu 200 Thaler— würde dies den Bischof 12 bis 14,000 Thaler kosten.
München. Der Landtag ist vom Prinzen Luilpold im Auftrage des Königs am 4. Nov. feierlich eröffnet worden. Am 5. d. findet die Wahl der Präsidenten und Seerctäre der zweiten Kammer statt. Alterspräsident ist Appellrath Dingler von Zweibrücken. f
Wusland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die Welt- ausstellung ist am 2. d. M. um 4 Uhr geschlossen worden. Das prachtvolle Wetter hatte eine un⸗ geheure Menschenmenge herbeigezogen; besondere Feierlichkeiten sanden nicht statt. Um 4 Uhr läuteten alle Glocken des Judustriegebäudes, die Orgeln spielten, das Nebelhorn blies Retraite und vier Musikeorpe spielten die Nationalhymne, zum Schlusse erschollen Hochruse des Publikums.
— Die„Montags revue“ meldet, daß der Kaiser den Reichstag persönlich mit einer Thron⸗ rede am 5. d. eröffnen werde. Der Reichsrath werde erst nach der Votirung der auf die Besse⸗ rung der wirthschaftlichen Situation bezüglichen Vorlagen vertagt werden, selbst wenn dadurch ein Aufschub im Zusammentritt der Landtage sich er⸗ geben sollte.
Schweiz. Bern. Der Nationalrath be⸗ schloß bei Artikel IV des Revisions-Entwurfs, be⸗ treffend die Gleichheit vor dem Gesetz, Ausschluß der Adelstitel aus öffentlichen Acten; bei Artikel 18, betreffend die allgemeine Wehrpflicht und Be- waffnung, daß die Waffe in den Händen der Männer bleiben soll. Im Uebrigen wurden Ar- tikel 1 bis 18 unverändert angenommen.
Frankreich. Paris. Die Verlängerung der Amtsdauer Mac Mahon's ist gesichert, nach- dem Joinville und der Graf v. Parie ohne Zu-
stimmung Chambord's abgelehnt. Aumale verharrt
in seiner angenommenen Zurückhaltung.
— Mae Mahon soll in die Verlängerung seiner Gewalten nur einwilligen wollen, wenn sie für einen hinlänglich langen Zeitraum beschlossen wird, um das Land in seinen Interessen genügend sicher zu stellen und wenn seine Amtsführung mit


