begnügte sich, die Soldaten anzureden und ihnen Dieclplin zu empfehlen, die immer der besondere Ruhm des spanischen Heeres gewesen sei. 5 Perpignan. Die Regierung hat am 31. März in Barcelona bekannt gemacht, sie habe 40,000 Ge⸗ wehre für catalonische Freiwillige angekauft und werde die Kriegsoperationen gegen die Carlisten nachdrücklichst führen.— Die Carlisten haben 60 Mann eines catalonischen Freiwilligen⸗ Bataillons, welche capitulirt hatten, unweit Berga erschossen. Rußland. Petersburg. Eine Commission ist, wie der„Gol.“ vernimmt, bei dem Ministerium des Innern eingesetzt, welche das Project für eine
inistrati intheilung des asiatischen een 1 8 f 10 wo am verflossenen Montag die Prüfung der Ackerbau⸗
Rußlands entwerfen soll. 0 Amerika. Rewyork. Der Dampfer„At⸗ lantic“, welcher auf der Fahrt nach Newyork in Halifax zur Kohlenesnnahme anlief, hat Schiff⸗ bruch gelitten. Von 1000 an Bord befindlichen Personen, einschließlich Frauen und Kinder, sollen angeblich 700 ertrunken sein. Die Regierung von Canada hat einen Dampfer zur Hülfe abgesandt. Halifax. Von Passagieren, die aus dem Schiffbruch des„Atlantic“ gerettet hier einge · troffen sind, werden betrübende Einzelheiten mit getheilt. Von 1038 Personen sind nur 300 gerettet. Ostindien. Padang. Am 26. März haben die Holländer officiell den Krieg an die Atchinesen(Eingeborenen von Sumatra) erklärt.
—2—. Friedberg. Der Musikverein will in diesem Jahre zum erstenmale ein Charfreitagsconcert veraustalten. Solche Concerte werden bekanntlich in vielen größeren Städien gehalten. Sie sind, in der rechten Weise ein⸗
gerichtet, ganz geeignet, die ernste Feier des Tages zu er⸗ hoben. Dem entsprechend wird der Musikverein am Nach⸗ miltage des Chacfreitags, wahrscheinlich um halb fünf Uhr in der Stadikirche einige geistliche Musikstücke der be⸗ deutendsten Meister auf diesem Gebiete(Bach, Händel, Mozart, Mendelssohn) zur Aufführung bringen. Karten werden zu diesem Concerte nicht ausgegeben; der Zutritt
„ ist, nur um lästigen und störenden Zudrang zu vermeiden, an einen beltebigen Beitrag gebunden, welcher am Ein⸗ gange der Kirche erboben werden wird. Das Programm wird demnächst veröffentlicht werden.
Ne E. Friedberg. Nähr-, Lehr⸗ und Wehrstand!
Das ist die mächtige Dreiheit, die dem Staatsleben Kraft, Wachsihum und Erheltung verschafft. Lehr⸗ und Wehr⸗
stand kamen in neuerer Zeit in rühmlichen Ausschwung. Dem Nährstand können wir dies leider in dem Grade
nicht nachrüthmen, Von Seiten der Staatsbehörden fehlt
es nicht an Anregung und Unterstützung— selbst nicht
an Zwang. und das ist zu loben; denn gut regieren
sichtig ist nicht das Euratorium der Friedberger Ackerbau⸗ schule. Aber mit welch beispielloser Anstrengung, mit welch seltener Geduld vermag es nur wenige erwünschte Resultate zu erzielen. Bei Wahrnehmung der außerordent⸗ lichen Zähigkeit, mit welcher der Bauernstand in seiner Mehrzahl(lobenswerthe Ausnahmen gibt es ja) am Her⸗ kömmlichen hängt, möchte man, obwohl der Freiheit und Selbstständigkeit huldigend, mit vollem Herzen den beiden Sprichwörtern zustimmen:
Soll beim Landmann das Bessere gelingen, Muß dazu man leider ihn zwingen!—
Der Landmann regt weder Hand noch Fuß, Bis er von oben gezwungen muß!—
In dieser Stimmung trat Referent in's Hstel Trapp,
schüler siatisfand. War auch der Zuhöterkreis ein großer, so war doch im Inseresse der hochwichtigen Sache der Besuch noch vermehrter zu wünschen. Was es heißt, in unserer Zeit ein rationeller Landwirth zu sein, davon konnte man sich hier zur Genüge überzeugen. Fleiß, Fortschritte und Vetragen der Zöglinge wurden öffentlich, gerühmt, und an die hier gewonnenen Fertigkeiten und Kenntnisse derselben die Hoffnung geknüpft, daß dieselben von ihnen praktisch verwerthet würden, sowohl in ihrem eigenen Interesse ols auch in dem ihrer des fortschritt⸗ lichen Anstoßes so sehr bedürftigen Umgebung.— Ja, es ist auch aller Grund zur Hoffnung da, daß diese tüchtig und allseitig geschulten Leute dem so äußerst noththuenden Fortschritt in der Landwirthschaft unaufhaltsam Bahn brechen werden.— Und so rufen wir dem so äußerst opferwilligen Curgtorium zu, mit Eifer und Ausdauer auf der wohlbetrelenen Bahn fortzufahren. Dabei wollen wir aber nicht ermangeln, den Wetterauer Landwirthen
— den zögernden— die, wie es scheint, sich allzusehr
auf ihren ergiebigen Boden verlassen, zur Erwägung hin⸗ zugeben, daß Siillstand— Rückgang ist; daß es höchst erbärmlich lautet, über landwirthschaftliche Uebelstände zu klagen, ohne auch nur im Geringsten die Hand zur Ab⸗ hilfe zu reichen; daß es höchst undankbar und thöͤrichk ist, der sicher leitenden und nur zum Vortheil gereichenden Führung der Staatsbehörden zu mißtrauen, oder sich ihr ganz und gar zu entschlagen!— a Frankfurt. Der hiesige landwirthschaftliche Verein wird der hessischen landwirthschaftlichen Versuchs- und Aus⸗ kunfis⸗Station in Darmstadt wieder einen namhaften
vom 5. April wird neben einem Vortrag des Herrn Prof. Dr. Leonhardt auch die Errichtung einer landwirthschast⸗ lichen Knabenarbeits⸗Anstalt zur Sprache kommen. Frankfurt. Die herrliche Frühlingswitterung hat es dem zoologischen Garten möglich gemacht, schon jetzt sein winterliches Gewand abzulegen. Die Thiere baben sämmtlich ihre Sommerwohnungen bezogen und tummeln sich den Tag über vergnüglich im Freien. Das Löwenpaar hat sich endlich zu einem Familienleben be⸗ quemt. Eine besondere Zierde des Gartens bildet die neu
heißt: zum Glücke zwingen.— Wie rührig und um⸗
Beitrag zu ihren Kosten geben. In der Vereinssitzung,
angekommene Sammlung seltener und prächtiger Fasanel welche zum größten Theil jetzt zum erstenmale hier zu Ausstellung gelangen. Wie wir vernehmen, steht f nächsten Sonntag das erste diesjährige Concert in Aussich
Ems. An der Stelle zwischen dem hiesigen Commis sartats⸗Gebäude und der Lahnmauer, wo am 31 Juli 187 Abends zwischen 6 und 7 Uhr der französische Boiischafte Graf Benedetti auf seine wiederholte Forderung an d
1 G
König Wilhelm: daß er niemals wieder seine Einwilligun geben werde, wenn die Throncandidatur des Erbprinze
von demselben kurz abgefertigt worden war(worauf Fran
treffenden Datum gelegt worden. Wohnungsschiffe zur Wiener Weltausstellung statt. Di
der ersten Ulm abwärts gelegenen Donaustadt. Die Fah ging trefflich von statten. Die Schiffe werden am erste Tage bis nach Donauwörth gelangen und, je nachden Wind und Weter günstig find, am dritten Tage Passa erreichen, dort vor Anker gehen und die weiteren Fah zeuge— es werden im Ganzen zehn gebaut— erwarte Von Passau aus werden die Wohnungsschiffe durch de
Anmeldungen zum Logiren laufen von allen Seiten Außer zahlreich ein. Der Preis für eine Kabine pro Nacht un Bett ist auf 1. fl. 45 kr. gestellt.
äußerst freundlichen Anblick und werden, mit Flaggen un
ausstellung figuriren.
München. Der„Allg. Zig.“ zufolge hat der Kön dem Fürsten Bismarck zu dessen Geburtstag(1. April auf telegraphischem Wege seine Glückwünsche ausgesproche
Joachimsthal. Die Stadt Joachimsthal ist von Kirchhofe an bis oben hinauf fast ganz abgebrannt. Nu wenige kleine Häuschen am Berge stehen noch.
Nenpel. Eine recht pikante Nachricht wird unter 28. v. M. aus Neapel telegraphirt. Dieselbe lautet „Gestern wurde eine Dame aus dem Gefolge der Kaiseri von Rußland auf einem nächst Sorrent in Begleitun eines Dieners unternommenen Spazierritte von Bandite gefangen genommen. Von den Behörden wurde sofor eine umfassende Verfolgung der Räuber angeordnet.
Productenbörse zu Friedberg am 3. April. Heutiger Preis loco
Waizen, gute Qualität, fl. 15. 50.—16. Korn, fl. 10. 20. Gerste, fl. 11. 30— 40. Hafer, fl. 8. 45. Kartoffeln, fl. 3 10.
Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Klo.
a Hofraithe. Versteigerung.
945 Montag den 7. April d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Müller II. Wittwe dahier deren nachbeschriedene Immobilien:
Gemarkung Friedberg.
Flur. Nr. Klftr. 0. I. 43. 42,3. Hofraithe in der Stadt, be⸗ I. 45. 41,1. stehend in einem sehr geräumigen zweiflöckigen Wohnhause mit % Hinter- Gebäuden, Hofraum,
Stallungen, großen Keller⸗ räumen und einer sehr ge⸗ räumigen Scheuer 18 nochmals öffentlich meistbtetend versteigert werden. Fried derg den 28. März 1873. i Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. o uc ar. J
8 8 2 5 g 2 —
Güter- Persttigerung. 1022 Montag den 7. April l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag der Erben der verstorbenen Peter Mann's Eheleute die in Nr. 38 des Ober⸗ hessischen Anzeigers verzeichneten Güterstücke noch mals und zwar zum Letzenmale öffentlich meistbietend ver⸗
sleigert werden mit dem Anfügen, daß dei aanehmbaren Geboten die Genehmigung sofort ertheilt werden wird.
Friedberg den 3. Aprik 1873.
Oroßberzogliches Ortsgericht Friedberg, 1 Fo uc a r.—
Dutchsichtige Giyterinstifel 15 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10, 12. 18 kr.
Wilb. Fertsch.
Grabstätten
944 werden angelegt und unterhalten von
F. Dlouhy, Kunstgärtnerei im Gartenbaus.
Holz ⸗Versteigerung. 1008 Donnerstag den 17. April d. J. sollen im Clee⸗ berger Gemeindewald folgende Polzsortimente versteigert werden:
I. In ders ere dee,
190 Stück Kiesern⸗Stämme,
3. Raummeter Klefern Klafterholz,
525 Slück„ Wellen.
II, Im Hartenberg und Sankhärtoberg 3. Theil. 68 Raummeter Buchen⸗Scheit⸗ und Plügelholz, 21„„ Erdflöcke,
760 Stück Buchen Wellen.
J, Der Anfang geschiebt um 10½ Uhr in der Streit
beck mit dem Stammbolz; nach Beendigung in der Streubeck kommt Hartenderg und zuletzt kommt der Sankbartsberg. Cleeberg den 31. März 1873. Viebmann, Bürgermelster.
Holz ⸗Versteigerung.
1017 Mittwoch den 16. l. M., von Vormittags 9 Uhr an, werden in dem Gräflich Solms Rödelheim'schen 1„Bainhards“, Difirikt Unterwald, öffentlich ver⸗ eigert:
4 Raummeter Eichen Scheitholz,
1 5 Nadel⸗„ 32 9 Eichen⸗Stomm⸗Prügelholz, 1 39„ 0 Stockbolz, 202 8„ Reisholz, 48„ Nadel⸗ 2
1600 Wellen Nadel⸗Reisholz, a 7 Eichen⸗Stämme von 30— 39 Centimeter mitt. (erem Durchmisser, 6—9 Meter Länge,. 75, Stück Fichten Bohnenstangen.
ee am Folsthaus Baiuhards.
ickstadt den 2. April 1873. 1 Gräfl.ve Oberförsteret Assenheim.
Schal las.
Ein kräftiger Junge,
887 der die Kunfigär nerei lernen will, wird gesucht. Kost und Wohnung im Hause.
F. Dlouhy,
Versteigerung kommen.
Motgens 9 uhr aut Pelzläppchen in der Nähe del
Erlen⸗-Stammholz⸗Versteigerung,
1015 In dem Münflerer Gemeindewald, Morgens 9 Uh werden in dem Distrikt Lamsbhard an der Maus loch
wiese f 22 Stück Erlen⸗Stämme mit 10,72 Festme ter öffentlich versteigert.. Zahlungsfrist bis den 1. Oktober d. J. Bemerkt wird noch, daß an demselben Tage, Mittag 1 ubr, in dem Domanlalwald 110 Erlen⸗Stämme zur
Münster den 1. April 1873. a Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. Reine ck. 10
Bekanntmachung. 1014 Die am 28. v. M. im Gemeindewald Ober⸗ Rosbach abgehafteue Holzversteigerung hat die Ge⸗ nehmigung erhalten und ist der erfle Fahrtag auf Donnerstag den 3. d. M. bestimmt.
Ober⸗Roebach am 1. April 1873.
Großberzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Ros bach.
B lecher.
Leopold von Hohenzollern etwa wieder aufleben sollte reich den Krieg erklärte), ist ein Denkstein mit dem bi
Ulm. Am 29. März fand, vom herrlichsten Früh lingswetter begünstigt, die Abfahrt von dreien der Ulme
Unternehmer und ein Theil der Actionäre begleiteten auf dem Deck der Schiffe die kleine Flottille nach Günzburg
Ulmer Schifferverein zusammen nach Wien befördert. Di! Die Schiffe gewähre durch die gefällige Form und die hübsche Ausstattung eine
Wimpeln versehen, als stattliche Repräsentanten der Ruder Donauschifffahrt und des Ulmer Schiffbaus auf der Well]
inanzt bau chulben 1. 7940 Ik. lberwie 54 kt Liese allen 3 0 kr. o. öde! in sol berg Tulehen Eine etzogli Abi ein amen se aach Slang Il. Emleg alige
lip Areisat
Holz ⸗Versteigerung. 1012 Mittwoch den 9. l M. kommen im Gambacher Gemeindewald nachstehende Holzsortiment: zur Ver⸗
steigerung: N l a d Raummeter Büchen Scheitholz, 25 f
5 Eichen“, Birken⸗ und Nadel- Prügesbolz, 200 Stück Buchen Reis holzwellen, 3350„ E chen⸗„ 175' Nadel⸗ 7
und 3 Nadelbolz⸗ Stämme von 16 bis 17 Cenkmele Durchmesser und 10 bis 14 Meter Länge, 70 rgleichen Stangen von 7 bis 12 Centimetet Du chmesser und 5 bis 10 Meter Länge. Zusamnienkunst und Anfang der Verfleigerung(8
Eisendahnübergangs fenuseils des Pohl Gönser Wege. Gambach den 1. Apell 1873. cken e Gambach. ü u
Kunflig ärtner in Friedberg.
981 Nel Ph. Franz in Vilbel können 3 Schuelder⸗ gesellen Arkeit haben; keine Ladenardeit. 0


