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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolks zeitung
Nummer 39
Dienstag, den 30. Dezember 1913
2. Jahrgang
Fragen der Weltanschauung. Von Julian Borchardt. f
Immer noch gibt es Leute, die ein Festhalten an der Religion damit verteidigen, daß der Verzicht eine geistige Leere hinterlassen würde. Das„religiöse Bedürfnis“ sei ein⸗ mal bei den Massen vorhanden, und wenn man schon, weil man den Glauben an Gott verloren hat, nicht mehr bei der Kirchenreligion bleiben könne, so müsse für irgend einen Ersatz gesorgt werden.„Etwas muß er sein eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen.“
Es werden hier zwei oder sogar drei wichtige Dinge ver⸗ gessen, die in der Weihnachtszeit wohl mal einer Erörterung wert sind. Wenn in der Politik„des Krieges Stürme schweigen“, wenn am Jahresschluß jene kurze Ruhepause ein⸗ tritt, wo nach alter Gewohnheit ein jeder äußerlich und innerlich gewissermaßen In⸗ 5
in der Bekämpfung unserer Bestrebungen sieht. Ein Macht⸗ faktor des Klassenstaats, ein Werkzeug und eine Stütze der Klassenherrschaft ist die Kirche. Und aus diesem Grunde darf ihr kein Sozialdemokrat angehören, genau so wenig, wie ein Sozialdemokrat etwa der konservativen Partei ange— hören darf. Die Bekämpfung der Kirche, die Propaganda für den Austritt ist also Parteisache, und gerade das ist auch der Sinn unserer Programmforderung:„Erklärung der Re— ligion zur Privatsache.“ Die Kirche ist es, die die Religion zu einer Staats einrichtung gemacht hat und sie dadurch zur Niederhaltung der Arbeiterklasse benutzt. Die Kirche müssen wir also aufs äußerste bekämpfen, wir müssen die Religion zur Privatsache machen, in die der Staat nichts dreinzureden hat, um der Kirche die Möglichkeit solcher Be— nutzung der Religion zu nehmen. Der Religion gegen⸗ über bleiben wir neutral, die Kirche aber ist unser Feind Nun hat das jedoch noch
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letzten Jahre weiter gebracht hat, dann dürften auch solche
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sonderbare Verwechslung von Religion und Kirche, auf die gar nicht oft genug hingewiesen werden kann. Noch dieser Tage wurde in der deutschen Parteipresse ein Artikel des Züricher Voltsrecht nachgedruckt, der die Propaganda für den Kirchenaustritt nur damit
nicht das mindeste mit der 7270. Weltauschauung zu tun. Man kann ein Feind der der Kirche und darum doch streng religiös sein. Ja wenn man bedenkt, daß z. B. die christliche Religion zu einem wesentlichen Teil soziale Ge⸗ bote aufstellt, den Reichtum verdammt usw., und daß die christliche Kirche von heute diesen Teil der christ⸗ lichen Lehren einfach um⸗ gedeutet und beiseite ge— schoben hat; daß sie anstatt nach Christi Gebot den Reichtum zu bekämpfen, eine Stütze der kapitalisti⸗
rechtfertigte, daß die Betei⸗ ligten sie angeblich nicht in ihrer Eigenschaft als Sozialdemokrate n betreiben; außerhalb der Partei aber könne man ihnen die Betätigung ihrer antireligiösen Ueberzeugung nicht verwehren, ebenso wenig wie man andersdenkenden Sozialdemokraten die Pro⸗ paganda zugunsten der Kirche außerhalb der Partei ver⸗ wehren könne. Wir sind darüber denn doch ganz anderer Ansicht und würden den für einen sonderbaren Sozialdemo⸗ kraten halten, der etwa für den Beitritt zur Kirche agitieren
tun. Sagt doch das Volksrecht selbst im weiteren Verlauf seines Artikels:
„Gerade die preußische Landeskirche sieht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Im kirchlichen Jugendunterricht, in der Christenlehre, in Vereinen und Versammlungen, ja direkt von der Kanzel herab wird Tag für Tag und Sonntag für Sonntag das Volk vor der Sozialdemokratie gewarnt, wird die sozial⸗ demokratische Partei als eine Gefahr für das Vaterland, für Religion und Sittlichkeit gebrandmarkt, werden die
ührer der Sozialdemokratie als gewissenlose Verführer gebrandmarkt und die Arbeitermaffen, die ihnen folgen, als bedauernswerte Opfer dieser Verführung bemitleidet.“ Nun also! Dies alles zeigt doch deutlich, daß die Kirche
schen Gesellschaftsordnung ge⸗ worden ist— wenn man das bedenkt, dann müßte eigentlich jeder wahre Christ aus der Kirche austreten. Aber mit Religion, mit Weltanschau⸗ ung hat das nichts zu tun. Religion ist der Glaube an Gott. Wie steht es denn nun mit der„geistigen Leere“, die angeb- lich zurückbleiben soll, wenn man diesen Glauben verliert?
Da läßt sich denn doch für den tiefer denkenden und ernst sittlichen Menschen nicht verkennen, daß die von der Religion befohlene Sittlichkeit nur eine äußerliche ist. Nicht weil es das Gute ist, soll der Mensch das Gute tun, nicht weil es das Böse ist, soll er es lassen, sondern beides aus Furcht vor Gott. Hoffnung auf Belohnung und Furcht vor Strafe sind es, die den Menschen zur sittlichen Tat anhalten sollen. Das meinen ja auch die Verteidiger der Religion, wenn sie sagen: mit dem Glauben an Gott gehe dem Menschen der sittliche Gehalt verloren. Allerdings, wer nur aus Furcht vor Strafe des Böse unterläßt, der wird sich alsbald im Pfuhl der Sünde wälzen, wenn er an keinen rächenden und strafenden Gott mehr glanbt. Und daß es so gemeint ist, dar⸗
über dürfte wohl kein Zweifel sein. Schon unsere ganz leinen Kinder lernen in der Schule: „Ich will stets artig sein und fromm, Damit ich in den Himmel komm!“ Der Zweck, die Belohnung ist die Hauptsache! Oder
man lese den Roman„Quo vadis“ des polnischen Dichters


