Ausgabe 
30.9.1913
 
Einzelbild herunterladen

ee

e ene

4

Erschrecken.

sich plötzlich beschattet; wir glau Geist die Sonne verschlingt, welch harmlose Erscheinung e und Hochgebirge sind keine wir beherrschen mit unseren und unsere Eisenbahnen

empor; wie auch

Gewitter unseren Vorfahren so schre

den Dienst mensch

Hunderte von Meilen hinweg

hören,

zeugen vermögen, als die frühere NJ Selbst Ausbrüche von Vulkanen, die de von Opfern in wenigen betrachten wir nicht mehr Wir kennen die

hundert.

noch Tausende und Hunderttausen Sekunden zu mähen vermögen, ür menschliche Versündigung. beben und die heutige Mensch-

als Strafen f

Wasserfälle, Kraft, die unsere Nächte taghell mack treiben, so daß wir heute in einem Tage mehr Güter zu er- zenschheit in einem Jahr- auch heute

natürlichen Ursachen der Erd heit antwortet auf solche furchtbare

brünstiger Verzweiflung, sondern sie ruft die um Hilfe zu spenden, erdbebensichere

Menschheit an, Ingenieur die Aufgabe, struieren, damit die stürzenden Trümmer

schlagen.

So hat sich unser Verhältnis umgeändert. ung ist uns geblieben, die in jenen alten 9 stellungen der Angst und Verzweiflung geformt hat. t mehr, wir durchdringen ihre Wunder, ihre Kräfte sind der Grundquell all unserer heutigen Kultur. wo sie groß und erhaben ist, scher erfüllt uns mit An- Wir glauben an die Natur,

Grund aus

fürchten die Natur nich

Wir lieben die Natur, stürmische Meer, der einsame Glet

dacht und stolzer Verehrung.

weil wir

menschlichen

gewinnt.

Freiheit

Sozialismus,

der

a1

herrliche,

dieselbe Kraft(die E

Ströme zu verwandeln in zen und unsere Maschinen

Katastrophen nicht mit Solidarität der und sie stellt dem kon⸗ nicht Leben er⸗

5

18

Häuser

u machen.

Entfaltu

der

aufsteigende Zuversicht

zu

Wir ängstigen uns auch nicht, wenn die Sonne ben nicht, daß dann ein böser denn jeder Schulbube weiß, ine Sonnenfinsternis sst. Meer Schrecken mehr für uns; denn Schiffen die furchtbarsten Stürme klettern zu den höchsten Gipfeln lektrizität), die das cklich machte, heute in licher Arbeit gestellt, uns ermöglicht, über zu schreiben, zu sprechen, zu Licht

N

zu den Naturgewalten von Keine Spur mehr jener Anschau deligionen die Vor Wir

sie kennen, wir feiern ihre Kräfte und wir wissen keine höhere Aufgabe, als ihre Geheimnisse immer tiefer zu ergründen, und die unbeirrbaren Gesetze ihres Wesens der dienstbar triumphierende Gefühl ist die Religion der heutigen Mensch heit, und so erkennen wir, daß sich in Wirklichkeit doch über allen alten Religionen eine neue mächtige Religion ges die unser heutiges Leben auf der ganzen Erde beherrscht: die Religion des Naturkräfte seine starke,

Dieses

N

g

Mit der Vanaue vom Urwald bis zu uns.

Die Kultur der Banane ist zwar uralt, aber der Anbau zum in nordische Länder bedeutet eine Errungen⸗ r Verkehrsmittel neuester den die Bananen als sich wohl, ihre Herkunft tenfreunden

Zweck der Ausfuhr schaft, die erst durch die Verbesserung de Zeit möglich war. Bei den großen Vorzügen, pflanzliches Nahrungsmittel haben, lohnt es und ihre Kultur kennen zu lernen ist als eine unserer schönsten Blattpflazen dieMus dieser Pflanzengattung gehört auch die Banane.

Die mächtigen Blätter haufungen benutzt, und aus der zäher und der Blattrsspen dem Mantlahauf Seile geflochten, seines Neben der Kokospalme kann man wohl ichnen.

nsttzlich.

taue.

Gärtnern und Gar a bekannt. Alles an ihr ist zur Bedachung der Be⸗

werden

Garn zu Fischnetzen und gew

wichtigste Kulturpflanze der Tropen beze

Banane, der

die Musa sapiéntium, die

1 1 Musa paradistaca

.

werden

werden

1 Pflanzensaser des Stammes Stricke und altige Schiffs- die Banane als die

Von der eßbaren 3 Stammsorten angebaut: ea Cavendishii und die Müsa acu⸗

und

das

taltet,

der

Zu

des Klimas zu arbeiten. Die grobe Arbeit zwar verrichten Ein borene, die in Trupps

Urwaldes übernehmen. Klötze zersägt, damit sie rasch vermodern und der Boden frei wird,

von 200 bis 250 Mann die Aus rodung Die ausgerodeten Stämme werden in grohe

das wertvolle Holz geht zugrunde, weil die Wege und die Mittel sehlen, es fortzuführen und auszunützen. Die Bananen werden aus Wurzelknollen herangezogen, die aus einem rübenartigen Körper be⸗ stehen, der mit keimenden Augen besetzt ist, ähnlich wie ein Ge⸗ orginenknollen oder wie eine Kartoffel. Die großen Knollen werden in Stücke von Futterrübengröße verhauen und in Abständen von etwa 5 Meter in das Kulturland eingegraben, mitten hinein zwischen die noch umherliegenden, halbvermoderten Stämme des ausgero⸗ deten Urwaldes. Aus dem Wurzelknollen treibt nur das kräftigste Auge aus, die andern schlummern, bis die Pflanze des ersten Auges zum Blühen gekommen und abgestorben ist. Aber auch seitlich setzen die Bananen neue Wurzelknollen an durch wagrecht verlaufende Burzeln, die zu Knollen anschwellen. So zeigt sich nach allen Raum- richtungen hin die gewaltige Fruchtbarkeit und Triebkraft der Bananen.

Es liegt allerlei Arbeit auf dem Wege, den die Banane zurück zulegen hat von ihrer heißen Heimat bis zum Munde des Mittel- europäers! Davon konnte ich mich überzeugen, so schreibt Prof. Schottelius in einem lesenswerten Artikel über die Bananen im Kosmos⸗Handweiser(Stuttgart), als mir Gelegenheit geboten wurde, eine neu angelegte, große deutsche Bananen⸗Plan⸗ tage eingehend zu besichtigen. Der Platz heißt: Puerto Cesar, den Namen trägt er zu Ehren unseres deutschen Kaisers, der Hafen* an der Ostseite des Golfes von Uraba(Kolumbien). Wenn d Bananenfrucht am Stamm ihre volle Größe erreicht hat, ist sie zur Ernte geeignet; sie reift, ohne weitere Nahrung aus dem Stamm, unter dem Einfluß der in ihrem Innern aufgestapelten Stoffe, ähn⸗ lich wie bei uns Birnen und Aepfel. Beim Nachreisen verwandelt sich der Gehalt an Stärkemehl zum Teil in Zucker, und es bilden sich durch andere Umsetzungen wohlschmeckende Stosse. Es werden alfo in der Plantage bereits die grünen Fruchtbsischel, die in einer Höhe von drei bis vier Metern mit nach aufwärts gerichteten Fruchtreihen aus den breiten, grünen Blättern herabhängen, mit sichelförmigen Messern abgehauen. Die Machete ist dabei das Unl⸗ versalwerkzeug der Westindier, der Indsauer, der Neger und der Mischlinge; an einer langen Stange wie ein Faschinenmesser bajonettartig besestigt, dient die Machete auch zum Abhauen der Bananenbüschel. Der Stamm, von dem das Fruchtbüschel abge⸗ hauen ist, stirbt ab, mit der Blüten⸗ und Fruchtbildung hat die Pflanze ihr Lebensziel erreicht und macht dem nachfolgenden Ge⸗ schlecht Platz: dieses rückt in Form sunger Sprosse vor, die sich aus dem Wurzelknollen neben dem Mutterstamm entwickeln und nach feinem Absterben rasch emporwachsen. Zwei Regenzeiten(neun Monate] braucht die Banane zu ihrer Ausbildung bis zum Frucht⸗ ansatz, dann ersolgt die Ernte, und die neuen Pflanzen treten an Stelle der alten. Dieser Wechsel geht aber nicht bis Unendliche weiter: etwa 1215 Jahre lang, je nach der Fruchtbarkeit des Bodens, bringt die Bananenplantage Ernten: dann ist der Boden ausgesogen, und neues Land muß in Kultur genommen werden. Gar vielseitig ist die Verwendung der nahrhaften Früchte. Nicht nur in rohem Zustande, wie Obst genossen, finden die Bananen Verwertung und haben wegen der ungenießbaren lederartigen Schale den Vorzug, ein unbedingtreines Obst zu sein, sondern auch ge⸗ kocht und gebraten können sie als Gemilse und Zukoßt genossen wer⸗ den. Einen vorzüglichen Salat bereitet man aus den in dlinne Scheiben quer geschnittenen Bananen, gemischt mit Tomaten, Aepfeln und Zwiebeln in Essig und Oel Aber auch eingetrocknet als mar⸗ meladenartige Masse und als Bananenmehl, rein oder mit Kakao gemischt, finden die Bananen Verwendung. Nach der Analyse des englischen Chemikers Atwater enthalten:

Wasser Eiweiß Fett 9 Asche tärke Aepfel 84.6 04 0.5 14.2 0.3 Orangen 80.0 0.8 02 11.6 0.5 Bananen 75.3 1.3 0,6 22.0 0.8

Die Banane übertrifft also an Nährwert andere Obstarten recht erheblich. Es ist daher nur zu wirnschen, daß unsere Handelsgesell⸗ schaften es ermöglichen, den Preis noch weiter zu ermäßigen und die Banane zu einem den weitesten Volkskreisen zugänglichen Nahrungs⸗ und Genußmittel zu machen.

Gegen die Krehskraulzeit.

minäta. Die erstere wird besonders für die Ausfuhr in Westindien 8 5 8 g gezogen, die Musa Cavendishii ist die Banane der kanarischen Der Krebs ist eine schwere, in den letzten Jahrzehnten 3 8 Musa r gedeiht auf 15 R 2 Insel⸗ immer mehr hervortretende Zolkskrankheit. Sein Beginn velt. je Bananen bilden einen mannsdicken, hohen, grünen] zeigt kei 50* Er 3 i e Stamm, aus dem die 195 Zentimeter großen, breiten, dunkelgrünen a eine bedrohlichen Erscheinungen. ist meist ohn

Schmerzen. Haupterfordernis ist seine möglichst frühzeitige

Blätter hervorragen, die älteren Blätter malerisch vom

rissen, die jüngeren kräftig schlank nach oben

Fruchtbüscheln haben sie zwischen den in

neten Früchten und der an der Spide de dunkelroten Knospe einen langen nackten Schaft, der du kommene Zwitterfrüchte und durch Durch Zuchtwahl ist es ge

bildet wird

sorten zu entwickeln, es und hellrote, dunkelgelbe von allen diesen Farben wieder großfrüchtige

gibt

ro

ile,

lu

strebend. dichten Reihen

unbefruchtete gen, zahlreiche

Es gehört für den Europäer eine gute Gesundheit

ellerner Wille dazu, um in einer tropischen Bananenplantage trotz

Wind zer⸗

An

den angeord- Fruchtbsischels sitzenden rch unvoll⸗ Blüten ge⸗ Bananen⸗ te und gelbe Bananen, dunkelrote mit schwarzen Flecken und grüngelbe; und und kleinfrüchtige. und ein

Durchschnittlich vergehen zwischen dem ersten bis 3 Jahre. Nur der ob eine

Erkennung. Anfang und dem Eintritt des Todes 2 Arzt ist imstande, schon frühzeitig zu entscheiden,

ist oder nicht. Zur Verhütung des Krebses dienen: Rein · haltung der Wohnungen, Sorge für trockene Wohnungen, auf trockenem Untergrund, Beachtung der möglichsten Besonnung der Wohnung, Vermeidung roher Nahrungsmittel(wie

Gemüse, ungereinigte Salate), unreinen Trinkwass

Wucherung oder eine Geschwulst eine bösartige, krebsartige

. ̃ꝗA m..] ůùm! 7˖˙e:‚c

F

2

. T

722