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großen Teil in den hohen Norden zurückgezogen zu haben. 1 ft und Handel sind also in gleicher Weise an der zarsor chung interessiert. Allerdings wird der praktische Erfolg lätehen müssen hinter dem wissenschaftlichen Gewinn, der wegen eittragenden Bedeutung der Polarzonen für die gesamte Erd⸗ gte um so größer ist. Die Polarforschung ist nicht nur eine lloze Spielerei und ein Sport, befriedigt auch nicht nur eine Art wi enschaftlicher Neugierde, denn von einem solchen Standpunkte uns wäre freilich die Ergründung eines jeden Problems schließlich auch nichts anderes als zwecklose Neugier. Wie aber die Wissen⸗ Ichaft sich den kleinsten Erscheinungen zuwendet, darf man sie für e hochwichtigen polaren Aufgaben auf den Gebieten der Landes⸗ de und Geophysik, der Völkerkunde und Anthropogeographie, der lanzen⸗ und Tierverbreitung, der mathematischen Geographie und tronomie, der Meereskunde und Chemie, der Wetter⸗ und der etscherkunde, der Geologie und des Erdmagnetismus in Anspruch nehmen, Und in dieser Beziehung gehören Arktis und Antarktis
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scherlich 1 denjenigen Gegenden unserer Erde, in denen für Wissen⸗ schaft und Handel, für ideale und materielle Güter noch sehr viel
heben und zu holen ist. 8
Der Marxismus und die„Jungen“. (Ein Stück Parteigeschichte.) Von P. Kampffmeyer. (Schluß.) Der Arbeiter verelendet, verpaupert mit der zunehmenden Armee der Arbeitslosen, der„Reservearmee“ der Produktion. N Unter der kapitalistischen Produktions- oder Eigentumsform itt eine Aufhebung des Gesetzes, das den Proletarier in den
engsten und dazu sich noch verschlechternden Lohnverhältnissen festhält, unmöglich. Die Kämpfe um die Verbesserung der xistenzverhältnisse des Arbeiters sind daher zu einer ge— vissen Ohnmacht verdammt und sie exerzieren eigentlich den Arbeiter nur zur großen kommenden sozialen Revolution ein. Sie vermehren das Heer der Streiter und erweitern die N Lokalkämpfe zu Klassenkämpfen.„Von Zeit zu Zeit siegen die- Arbeiter, aber nur vorübergehend. Das eigentliche Resul— tat ihrer Kämpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern die immer weiter um sich greifende Vereinigung.“(Kom⸗ munistisches Manifest.) Und die Kämpfe werden bis zu dem Punkte fortgeführt, wo sie in eine offene Revolution aus— brechen. Eine fortschreitende Umgestaltung der politischen und ökonomischen Strukturen der kapitalistischen Gesellschaft durch ökonomische und politische Kämpfe des Proletariats ist ausgeschlossen. Der Kapitalismus wird nicht durch Reform— aktionen allmählich umgestaltet, sondern durch revo⸗ lutionäre Taten plötzlich und von Grund aus um gewälzt. Nach Marx und Engels durchlaufen alle in Gegensätzen N Wurzelnde Wirtschafts⸗ und Gesellschaftsformen bestimmte
Entwicklungsphasen: die Gegensätze weiten und vertiefen sich
ständig und zersprengen schließlich dadurch die Gesellschafts— form selbst. Die Fortentwicklung der Gegensätze ist der ein⸗ zige Weg ihrer Lösung, ihrer Aufhebung. Der Kapitalismus beruht auf dem Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital, und dieser hebt sich nun durch seine eigene Verschärfung und Zu— N svitzung auf. Dieser Akt der Selbstaufhebung ist aber die revolutionäre Zersprengung der kapitalistischen Gesellschafts⸗ form selbst. Die Entwicklung des Kapitalismus ist somit nicht auf die fortschreitende gesetzliche Reform, sondern auf die gewaltsame Revolution gerichtet.
Diese marxistischen Ideen wurden nun seit Mitte der
achtziger Jahre durch eine zielklare Propaganda in die sozial⸗ demokratischen Gruppen getragen. Den radikal marristischen
don Bernstein redigierten Sozialdemokrat lasen vor allem die
räger der ausnahmegesetzlichen Organisation mit leiden⸗ schaftlicher Begeisterung. Mit dem Sozialdemokrat zugleich ürgerte sich eine revolutionär marxistische Broschürenlite⸗ ratur ein, die von Hottingen⸗Zürich aus das Kommunistische Manifest, die Wohnungsfrage von Engels, die Liebknechtsche Schrift: Ueber die politische Stellung der Sozialdemokratie in vielen tausend Exemplaren verbreitete. Neben dem 8„gehaltenen Berliner Volksblatt kam in Berlin die revolutionär⸗marxistische Berliner Volkstribüne von War Schippel auf, die in den Jahren 1887 und 1888 einen grundsätzlichen Kampf gegen die Beteiligung an den Kom⸗ munalwahlen führte. Eine rege Propaganda im Geiste eines
auch deren Wortführer erhielten die gleiche gründliche marxistischen Schulung. So hatten die beiden ersten Redak⸗ teure der oppositionellen Magdeburger Volksstimme schon während ihrer Studienzeit in der Schweiz die grundlegenden Schriften von Marx und Engels nicht nur fleißig gelesen, sondern bereits zu selbständigen Vorträgen und Aufsätzen verarbeitet. In Dresden waren die Redakteure der oppo⸗ sitionellen Sächsischen Arbeiterzeitung aus derselben Schule hervorgegangen. Die Tatsache, daß einige junge Akademiker den Federkiel in den oppositionellen Zeitungen schwangen, verleitete Engels zu der irrtümlichen Ansicht, die oppositio⸗ gelle Bewegung sei im Grunde nur eine Studentenrevolte gewesen. Die Feder dieser Akademiker theoretisierte durch- aus nicht ins Blaue hinein, sie wurde fest und bestimmt durch die revolutionär marxistischen Anschauungen geleitet, die da⸗ mals heiß in den Köpfen der Führer und Massen brodelte.
Von allen marristischen Schriften entströmte die stärkste, den revolutionären Geist der Arbeiterschaft am wirksamsten aufpeitschende Kraft dem Kommunistischen Manifest und der Engelsschen Broschüre: Zur Wohnungsfrage. Diese Broschüre ist gegen die Gruppe der Reichstagsfraktion gerichtet, die nach Engels„einen gewissen kleinbürgerlichen Sozialismus“ ver- trat. Engels unterstreicht wieder stark die Bedingungen, die
Produktionskosten der Arbeitskraft, an die Erzeugungskosten; des Arbeiters ketten. Nach Engels kommt„jede Verringe⸗ rung der Erzeugungskosten der Arbeitskraft, d. h. jede dauernde Preiserniedrigung der Lebensbedürfnisse des Ar⸗ beiters auf Grund der ehernen Gesetze der Volkswirtschafts⸗ lehre“ einer Herabdrückung des Wertes der Arbeitskraft gleich und hat daher einen entsprechenden Fall im Arbeits- lohn zur Folge. Dieses Gesetz der kapitalistischen Volkswirt⸗ schaft spielt Engels gegen das Konsumgenossenschaftswesen und die Steuerreform aus. Steuern lalso auch die indirek⸗ ten!) sind Dinge,„die die Bourgeoisie sehr, die Arbeiter nur sehr wenig interessieren... Was der Arbeiter an Steuer zahlt, geht auf die Dauer in die Produktionskosten der Ar- beitskraft mit ein, muß also vom Kapitalisten mit vergütet werden“. 5
Die von dieser Engelschen Zeitschrift und vom Kommu⸗ nistischen Manifest vertretene Theorie von der notwendigen Bindung des Arbeitslohns an die Produktionskosten des Ar⸗ beiters hören wir aus der Rede des Oppositionsführers W. Werner auf dem Parteitag zu Halle deutlich heraus. Er eiferte gegen die„fraktionelle“ Arbeiterschutzpolitik, die nie die Lage der Arbeiterschaft dauernd heben könne. Verkürz⸗ ung der Arbeitszeit verteuere das Arbeitsprodukt:„Die Lage der Bevölkerung wird nicht gehoben, wenn durch die Verteuerung der Produkte eine Steigerung des Lohnes statt⸗ findet, und wenn durch die Bestimmungen des ehernen Lohn⸗ gesetzes die arbeitende Bevölkerung auf dem niedrigsten Niveau der Selbsterhaltung ihre Forderungen von der Kapie talistenklasse erfüllt bekommt.“ Die Flickerei an der Wirt⸗ schaftsordnung durch Arbeiterschutzgesetze werde niemals die Lage der arbeitenden Klasse heben.
Wenn die Sozialdemokratie die Schutzzölle bekämpft, so. gilt dieser Kampf für die Jungen nicht einer Verbesserung der proletarischen Lebensverhältnisse, sondern er ist ein Vor⸗ stoß für das revolutionäre, den kapitalistischen Zusammen⸗ bruch mächtig befördernde Freihandelsprinzip. In diesem
J Sinne der Brüsseler Freihandelsrede von Karl Marx sprach
Werner in Halle, von gleichem Geiste war das Wildbergersche Flugblatt erfüllt. Die Jungen lehnten jede Sozialreformn als kleinbürgerlich verächtlich ab und trieben nur revolutig; näre Endzielpropaganda. Das Schlagwort von der kleini⸗ bürgerlichen Sozialdemokratie lief durch alle Versammlungen der Opposition. 5
Die antiparlamentarische Strömung der oppositionellgn Bewegung verstärkte sich im Jahre 1891. Die Wahlen f 1 das Parlament erschienen nicht mehr als bedeukungsvelle politische Mittel zur Beeinflussung der Gesetzgebung, sonderst nur noch als Propagandaangelegenheiten zur Entfaltung revolutionärer Massenbewegungen. Bald schritt man auch
iuntkaen Marxismus trieb dann die sehr berbreitete Ber
Mbeiterbibliothek. Nicht nur die Massen, sondern!
darüber hinaus. Die Jungen sahen in der Wohtbegehie schließlich nur noch eine abgeschwächte, durch das Medium
in der kapitalistischen Gesellschaft den Arbeitslohn an die
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