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öchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeifung
Nummer 43
Dienstag, den 28. Januar 1915
I. Jahrgang
Zur Entwicklung der hessischen Laudwirtschaft.
In der Prinzipienerklärung des Erfurter Programms wird gesagt:„Die ökonomische Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft führt mit Naturnotwendigkeit zum Untergang des Kleinbetriebes.“ Es wird weiter ausgeführt, daß der Arbeiter immer mehr von seinen Produktionsmitteln ge— trennt und in einen besitzlosen Proletarier verwandelt wird, während die Produktionsmittel zum Monopol einer kleinen Zahl von Kapitalisten und Großgrundbesitzern werden.
In Handel und Industrie vollzieht sich diese Umgestaltung handgreiflich. Der kapitalistische Großbetrieb saugt alles auf und umfängt mit seinen Großbanken, Trusts und Mono— polen wie mit Polypenarmen alles Lebeude. Nicht ganz so geht die Entwicklung der Landwir tschaft vor sich. Hier zeigt die Betriebsstatistik vielfach sogar das gerade Gegenteil. So nahm der Großgrundbesitz von über 200 Hektar landwirt⸗ schaftlich benutzter Fläche von 1895 bis 1907 um 1000 Be⸗ triebe mit einer Million Hektar Gesamtfläche ab, dagegen die Mittelbauern um 67 000 mit 1,2 Millionen Hektar zu. Der bäuerliche Betrieb bildet immer noch den Schwerpunkt der deutschen Landwirtschaft. Ganz ähnlich liegen die Verhält— nisse in Frankreich, wie Compere-Morel und Augé-Laribé in der Neuen Zeit(13/1912) ausführen. Beide Autoren ge⸗ raten aber bei der Betrachtung der Ursachen in Widerstreit und in der Tat sind die treibenden Kräfte dort wie hier sehr kompliziert, wie überhaupt das Agrarpro blem schon deswegen recht undurchsichtig ist, weil nicht nur das Grund— eigentum anderen Grundsätzen folgt wie das Kapital, sondern auch weil die Statistik vielfach unsicher ist. Etwas fester ist der Boden bei den bäuerlichen Betrieben(2—100 Hektar) und Großbetrieben(über 100 Hektar). Aber auch bei den bäuer⸗ lichen Wirtschaften verhindern zwei Umstände eine klare Be⸗ urteilung; viele Betriebe unter 2 Hektar in den fruchtbaren Gegenden des Obst⸗, Wein- und Tabakbaus sind bäuerlichen Betrieben gleichzustellen, und ferner wurden bei der 1907er Zählung die sog. geringen Weiden überhaupt nicht mehr zur landwirtschaftlichen Anbaufläche gerechnet, also eine andere Zählmethode angewendet.
Betrachten wir mit diesen Einschränkungen
die Ergeb- von„Großbetrieb“ in technischem Sinne
Mittelbesitz aber gilt, was Augé-Laribé im allgemeinen von der französischen Landwirtschaft sagt:„Die Landwirtschaft ist einstweilen noch nicht ein getreues Abbild der Industrie! geworden; auf dem Lande findet man noch nicht jene, Ueberlegenheit des Großkapitals, die das wirtschaftliche Leben des kleinen Industriellen und Kaufmanns ruiniert.“ In seiner Kritik Augé-Laribés wirft nun aber Com- père-Morel die viel wichtigere, weil entscheidende Frage auf, ob die Pächter und Bauern sowohl jetzt als auch später im⸗ stande sein werden, auf ihrem kleinen Besitz menschen⸗ würdig zu existieren. Der allgemeine Niedergang der Kleinbauern verneint diese Frage schon heute für Frankreich wie für Deutschland entschieden; aber auch die scheinbare Kräftigung des mittleren Besitzes verblaßt ganz, wenn wir uns vorstellen, wie der Bauer nicht nur sich selbst, sondern auch Weib und Kinder von früh bis spät ins Arbeitsjoch spannen muß, um fertig zu werden; wie er sich daran gewöh⸗ nen muß, seine Lebenshaltung auf das dürftigste zu gestalten; wie er auf höhere Kulturbedürfnisse verzichten muß; wie er alles, was sich nur zu Geld machen läßt, selbst die früher für seinen Hauslalt notwendigerweise bestimmt gewesene Milch, den Käse und das Schlachtschwein verkauft, weil er Bargeld braucht, um als Knecht des Kapitalismus die Hypotheken- zinsen rechtzeitig bezahlen und die hohen Futter⸗ und Dung⸗ mittelpreise erschwingen zu können, ungeachtet dessen, daß er heute fast alle sonstigen Lebensbedürfnisse, die früher Selbst⸗ produkt waren, im Warenhandel kaufen muß. Wäre nicht die ungeheure Kaufkraft der anschwellenden städtischen und In⸗ dustriebevölkerung, die bei den hohen Produktenpreisen dem Bauern erst die Etistenz ermöglicht, so wären die Zahlen der Statistik auch für die mittelbäuerlichen Betriebe auf dem stürmischen Rückzug. Mag sich der Bauer für frei und selbst- ständig halten— sind es nicht seine eigenen Kinder, die das Arbeitsjoch auf die Dauer unerträglich finden, die ihre Jugend darunter verloren haben, sodaß sie bei der ersten Gelegenheit von der heimatlichen Scholle flüch⸗ ten und ins Proletariat versinken?
Zuletzt der Großgrundbesitz. Da ist es ganz falsch, zu sprechen. Der
nisse für Hessen, so kommen wir für den Zeitraum 1895 wahre Großbetrieb arbeitet raffiniert rationell, unter In⸗
bis 1907, der recht eigentlich in
umwälzung des Reiches fällt, zu folgendem Bild: Die Be-] kann man nur von wenigen Großgütern sagen.
die wirtschaftliche Haupt-] vestierung größter Kapitalien, wenn es sein muß. Aber das
Gewiß wird
triebe der Kleinbauern(2—5 Hektar) sind um 600 weniger] von ihnen mehr wie vom Kleinbetrieb die Maschine herange— geworden, die der Mittelbauern(620 Hektar) um 200 mehr, zogen, und in der Ausbeutung der Menschenkraft leisten sie
um 240 weniger 10 weniger.
die der Großbauern
(über 100 Hektar) um Noch deutlicher
und die Großgüter] das allerschlimmste. Aber im allgemeinen holen sie aus dem wird
Boden auch nicht annähernd das heraus, was z. B. bei einem
diese Verschiebung, wenn man die Anbaufläche ins Auge faßt: kommunistisch organisierten rationellen Großbetrieb heraus—
Großbauern: 4500 Hektar weniger Großgüter: 2000 Hektar weniger Mittelbauern: 1500 Hektar weniger Kleinbauern: 1100 Hektar weniger.
Auf den ersten Blick sieht das kapitalistischer Konzentration aus; und doch sind, selbst abge sehen von der Hauptsache, der ungeheuren Verschuldung auch sonst die Spuren dieses Kapitalismus unverkennbar Allerdings fallen zunächst mehr Auge, so beim größeren Besitz Leutenot, die nichts anderes ist, Massenflucht zur Industrie— in unserer
die ganz
kapitalistischer
Wirtschaftsordnung und Rechtlosigkeit der Landarbeiter eine] mitteln
freilich sehr wenig nach
indirekte Wirkungen ins ungeheuerliche] wenn er in se als eine Folge der] sagt:„Für die Kleinbetriebe wird wohl auch nach dem Siege
zuholen wäre. Ueberall in der Landwirtschaft nur Kräfte⸗ zersplitterung, Menschenausbeutung. Das sind unhaltbare Wirtschaftsmethoden; das aufgehende Ge⸗ nossenschaftswesen ist der beste Beweis dafür. Mögen bürgerliche Nationalökonomen es auch hart⸗ - näckig ableugnen: die Marrsche Konzentrationstheorie macht „vor den Bauernhäusern nicht Halt! Was für ein Grund läge auch dafür vor? In der Form freilich wird sich dabei so manckes mildern, und Kautsky dürfte so unrecht nicht haben,
seinen Erläuterungen zum Erfurter Programm
des Proletariats das Privateigentum an den Produktions⸗ fortdauern; von einer Konfiskation der
den bäuerlichen
Selbstverständlichkeit. Für
Klein⸗ undlkleineren Bauerngüter
phantasieren bloß unsere


