Ausgabe 
24.6.1913
 
Einzelbild herunterladen

Sozialismus hat längst festgestellt, wie auch dies Die erste dieser beiden Gruppen wird dargestellt durch das so⸗ 0 8. 0 3 n als die natürliche genannte Surrogat. Die Gruppe der Surxrogate ist bekanntlich alles nichts mehr n 45 2 0 33 2 listif heute schon außerordentlich groß, und die Zahl der Surrogate für Folge einer sinnlosen Produktionsweise, der kapita istischen] die verschiedenartigen natürlichen Nahrungs- oder Genußmittel Wirtschaftsreform. In seinem BucheDie Frau hat Bebel] wird von Tag zu Tag größer. Beim Surrogat in engerem Sinne

7

schon vor Jahren zu diesem allen kein Blatt vor den Mund 5 12 es 0 ein. n. 905 a 7 4% Kemi gaes ünstliches nicht einfach zu ersetzen, sondern so weit zu ersetzen, da genommen. Er hat dort die Gewißheit ausgesprochen, daß ches a rn a * zen Städte in der neuen Gesellschaft allmählich auf⸗ das künstliche Nahrungsmittel dem natürlichen nicht nur in dem E. ee Gehalt an Nährstofsen, sondern auch im Geschmack und im Aus⸗ hören werden zu existieren und daß die unnatürlich zusam⸗ sehen gleicht. Zu diesem Zwecke wird irgend ein anderes natür⸗ mengeballte und auseinander gerissene Bevölkerung sich von 3 1 9 1 a ebf jeder dezentralisieren wird. Selbstredend verkennt] Bestandtelle un eventuell dur utat im Sinne des zu ersetzen⸗ 51 8 108 85 H Eudutlung notwendig ge⸗ den natürlichen Nahrungsmittels gemodelt. Man denke hler vor n 2 allem an die Margarine aus Rindstalg und Pflanzenfett als Ersatz wesen ist. Die städtischen Massenansammlungen habenge- für Butter. Auch der Fall kann gegeben sein, daß mit dem Surro⸗ wissermaßen als Revolutionszentren in der neuen Gesell-] gat der Zweck verfolgt wird, einen solchen Ersatz für das natür⸗ U 9 1 1 7 4 4* 1 9 schaft ihren Zweck erfüllt. Die heutige Großstädtebildung 3 9 10 ede 3 oder 1. e. e e emden sehen. Sie macht,] teil des letzteren in dem rsatz absichtlich weggelassen ist. wird memand für en an 5. 8 0 Beispiel mögen hier die verschiedenen kosseinfreien Surrogate für bildlich gesprochen, den Eindruck eines Menschen, 2 sen] Kaffee dienen. Die vielfachen Möglichkeiten für Mangelhaftigkeit Bauchumfang beständig zunimmt, wohingegen die Beine] und Betrug sind bei den Surrogaten genau so gegeben wie bei den immer dünner werden und schließlich die Last nicht mehr. 5 e 1 n 5Des Fürsten Bismarck einstmaliger] genau wie die ährpräparate sind auch die Surrogate in jede Wa e 3 g chtet zu sehen 32 8 50 Einzelfalle aus verschiedenen Gründen heraus nötig. Bei den Wunsch, die großen Städte vernichtet 8 sehen, 255 Surrogaten kann nun aber natürlich nicht allein der Arzt der Leiter neuen Gesellschaft erfüllt, aber in einem ganz anderen Sinne, des Publikums sein. Hier ist die Mitarbeit der Gesundheits⸗ als er es erwartete. Mit der Aufhebung des Privateigen-[behörden bei der Fabrikation und beim Vertrieb und auch in tums an den Arbeitsmitteln, mit ihrer Verwandlung in ge-] der Aufklärung des Publikums in weitestem Maße vonnöten. sellschaftliches Eigentum verschwindet ganz von selbst die. Eine zweite Gruppe von künstlichen Nahrungsmitteln, welche Grund sache die Stadt und Land auseinander treibt, die hier noch zu erledigen ist, hat erst neuerdings Bedeutung gewonnen, Rundursache r ane e 5 ölke ˖ 5 und zwar, wie wir gleich bemerken müssen, eine mehr theoxetische das Land entvölkert, die die großen Städte übervöl ert, die] als praktische Bedeutung. Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß in den Städten alle Kulturerrungenschaften aufhäuft und die Eiweißstoffe der Nahrung bei der Verdauung im Darme eine zugleich das platte Land zur Kulturlosigkeit, Armseligkeit] viel weiter 4 ee früher . 3 2 N 5 1 115 Hrn elge angenommen hatte. Die Aufspaltung geht bis zu den ogenannten und Reizlosigkeit verurteilt.Die allmähliche Auflösung der 7 7 5 1 l 1 5 a Massenanhäuf ist notwendig, indem die Bevölkerund Aminosäuren, chemischen Stoffen, die als die allgemeinen chemischen Massenanhäufungen ist notwendig, mos 2 rund Bausteine der Eiweißstosse angefehen werden können. Die Amino⸗ in der neuen Gesellschaft wieder von den großen Städten säuren koppelt dann der tierische Organismus wieder zu seinen auf das Land wandert, dort neue, den veränderten Verhält- spegi fischen, 3 3 4 22 ilten entsprechende Gemeinden bild nd ihre industrielle] gemeine Weg, wle bei der Verdauung aus ar remdem Eiweiß art⸗ nissen entsprechende Gemeinden bildet, und ihre industrie eigenes Eiweiß wird. Die Amfnosäuren, gehören zwar auch zu den

F

.

2

.

Tätigkeit mit der landwirtschaftlichen verbindet. organischen chemischen Verbindungen, wie die Eiweißstofse, sie sind Durch das ganze Volk wird ein segensreicher Zug des aber viel einfacher gebaut als diese, und wir können die Amino- Ausgleichs gehen, statt daß wie bei der heutigen Jagd nach] fäuren auch künstlich im Laboratorium darstellen. Es mußte nun

2 5 f 3 ee, r gur sofort der Gedanke gegeben sein, daß wir den Organismus nur mit Profit blöde Planlosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Zufällig⸗] Aminosäuren statt mit Eiweißstoffen zu füttern brauchen, wenn wir keit entscheidet. Wo heute ein jeder dem tristen Landleben ihn mit den Eiweißstoffen, deren er bedarf, sichern wollen. Und zu entrinnen sucht, da wird später das Umgekehrte der Fall tatsächl ich gelang es, Tiere allein mit einem Gemisch von Amino⸗ sein. Die neue Gesellschaft wird die liebgewordenen städti⸗ Een zu erhalten: die Tiere bauten sich die Eiweißstosse aus den 10.. 3 Land übert en, sich dort Aminosäuren auf. So war ein künstliches Nahrungsmittel par schen Kulturgewohnheiten auf das Land ü ertragen, ich do chaellence im Sinne des zweiten Merkmals(siehe oben) gegeben Theater, Konzertsäle, Vildungsanstalten usw. einrichten und] die Verdauung der Eiweißstofse wird außerhalb des Organismus vor allem sich unmittelbar an dem reichen Brunnquell dete so weit getrieben, wie im Organismus selber überhaupt möglich. Natur verjüngen, statt in den luft- und lichtlosen Hinter⸗ 3 3 8 0 r Fach Nd Ae* 3 ori 5 oratorium herstelle nnen, ir vir hi i häusern der großstädtischen Mietskasernen zu verkümmern lich künstlichen Nabrungsmittel,* natürilchen, non Ties Die geisttötende Art der einförmigen kapitalistischen Arbeits- Pflanze abstammenden schroff gegenübersteht, sprechen. Wir weise wird eine angenehme Abwachslung finden, wenn die] stellen die Aminosäuren im Laboratorium her, mischen sie in ent⸗ Industrie sinngemäß auf das Land übertragen wird, wenn F 1 1 sich die Landbevölkerung an der Industrie und die Industrie⸗ wirklich künstliche ahrungsm bevölkerung an dem Acker- und Gartenbau beteiligt. Dann.. kann bei diesem künsilich 1 nn en i Welche Per- 1 1 1 erst wird der Mensch wieder ganz Mensch sein. Welche Per-] Nahrungsmittel nicht gesprochen werden: denn die künstliche Her⸗ spektiven! Und wie einfach und selbstverständlich erscheinen sie.] stellung der Aminosäuren im Laboratorium ist ein sehe n a 5 8 fi jese sozialistische L Vergnügen. Wohl f öglich, daß Aminosäurengemi Aber wie ga ders sieht d ozialistische Lösung] Vergnügen. Wohl aber ist es möglich, d. N 420 b 8 97 74 1 en 8 5 g* it wie sie bei der weitgehenden künstlichen Verdauung von Nahrungs⸗ des ProblemsStadt und Land aus, als dasParoli, mits mitteln(3. B. Fleisch) erhalten werden, in der Krankenkost elne dem der philosophische Dilettant von Hohenfinow meint, dem] Rolle spielen werden. Solche Aminosäurengemische aus Fleisch städtischenAufsaugungsprozeß ein Ende zu machen. Auch 3 1 8 schon N jer di e Geschichte: die bürgerliche Halbheit tötet, aber] sprechende Wersuche sind in Fällen, wo man die Verdauungsarbe 52. 8 eschichte f 4 ö Kt lebendig! R er des Darmes umgehen mußte, von ärztlicher Seite mit Erfolg ge⸗ die Konsequenz des Sozialismus macht lebendig! macht worden: man gab z. B. dem Patienten Nährklystiere von einem Aminosäurengemisch, und der Patient baute sich aus ihnen Eiweißstosse im Organismus auf, wie durch die entsprechenden Methoden festgestellt werden konnte. 57* 8 1 1 1 1* 1 8 3 9 1 Smit el Fürdie Lösung der sozialen Frage, die ja jeder Erfinder Ueber künstliche ah ungs! tel. und Entdecker oder Fabrikant gleich angebahnt wissen will, wenn Von Dr. med. A. Lipsch il g. er eine Surrogätchen oder ein Nährpräparätchen auf den Ma 8 (Nachdruck verboten.) gebracht hat, kommt nun die zuletzt gezeichnete großartige Ent? 11 deckung auch nicht in Betracht. Aber groß ist ihre Be⸗ N 8 8 deutung, indem wir mi den letzten Schritt im Problem Wir haben im vorigen Artikel gesehen, daß man dle künstlichen des S der. a Nahrungmittel in zweierlei Weise von den natürlichen Nahrungs- bier möchte ich wiederholen was ich mit Bezug auf diese Ent⸗ mitteln ableiten kann. Einmal, indem die natürlichen Nahrung deckung Abderhaldens an anderer Stelle gefagt habe: daß eine mittel durch Entfernen bestimmter Bestandteile oder durch Zutaten wissenschaftliche Großtat niemals nach ihrem unmittelbaren prak- verändert werden. Dann, indem die natürlichen Nahrungsmittel tischen Gert beurteilt werden darf, Jede neue wissenschaftliche Er- künstlich so verändert werden, daß in ihnen schon der Verdauung kenntnis ist ein nene Machtmittel in der Hand des ringenden earbei st: durch Zerreiben, Mahlen, durch Bearbeitung mit] pen. vorgearbe tet i durch Zerreiben, Mahlen, durch Bearbeitung Menschen: auch wenn wir die neue Erkenntnis einstweilen nur Verdauungsäften usw. 2 noch als Rüstzeua in unserer Waffenkammer des Gelstes aufl⸗ Die beiden allgemeinen Merkmale künstlicher Nahrungsmittel 2 kommen in besonderer Schärfe bei zwei Gruppen von künstlichen 2 Nahrungsmitteln zum Ausdruck, die wir hier noch behandeln) Lip fuse, Pflanze und Tier. Thomas Volksbücherel, müssen. Leipzig. 3

. w 7

EES TL EL FFF

r

1

. 3

3

2

* 2 2

r ů

x çg,., T