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Wöchentliche Beilage der
Oberhessischen Dolkszeitung
Nummer 38 8
Dienstag, den 23. Dezember 1913
2. Jahrgang
Die Weihnachtsgedauken im Volksempfinden.
Von H. Falkenfels.
Uralt, älter als Kirche und Christentum, ist im deutschen
Volksempfinden der Gedanke,
Im altgermanischen Empfinden
machte:
Ursprünglich war nur der Baum, Gmmnungagap nach dem älle Sehnsucht ging, di
war diese Drehung des war diese Quelle alles Naturunheils, Sonnenrades, wie so anschaulich die alten Quellen den stets gleichmäßigen Wechsel der Jahreszeiten nennen, ein Symbol des Weltenbaues selbst, von dem sich der Deutsche, bevor ihm worden.
die römischen Mythen bekannt wurden, folgende Vorstellung Bronnen,
Weltgegend, aus der die fast jede Woche im europäischen Wetterbericht wiederkehrende isländische oder atlantische Depression ihren Ausgang nimmt und wie ein Dämon der Eishöhle, begleitet von Stürmen, Regenböen und Wetter—
f Ge daß die Jahreswende der stürzen, langsam über Europa hinzieht, wo sie schon viel von Sonne, die zum aufsteigenden Leben führt, wahre„Weih⸗
nächte“ in sich birgt, in denen mehr vom Naturgeheimnis offenbar werden mag als sonst im Abrollen des Sonnenjahres.
ihrer ursprünglichen Macht verloren hat, bis sie, etwa an den Südostgrenzen Deutschösterreichs endgültig von der trockenen Luft der Steppen aufgesogen wird. Den Dichtern der Edda die für den Natur— menschen nur zu oft Tod und Weltuntergang bedeutete, nur zu wohl bekannt, ist doch die Edda in Island aufgezeichnet Viel weniger bekannt war ihnen dagegen Urds von dem nur ferne Sendboten und Sagen nach deutschem Lande herüberkamen vom afrikanischen Süden, e aber nur von Ostgoten
nennt ihn die Edda, das älteste Denkmal, in denen sich der Weihnachtsgedanke un— abhängig von seinen späteren Deutungen An seinem nördlichen Teil ent— sprang die Quelle der Kälte. Sie hüllte ihre Umgebung in frostige Nebel. Dort war das Nebelheim(Nifelheim), von dort strömten die nebelgrauen Kältewogen hin- aus in die Welt und trachteten, sie mit Grauen und ewiger Leblosigkeit zu er— erfüllen. Daran aber wurden sie gehindert durch die Wärme, die sich dem Kälte— tod entgegenstellte und aus Ruds Brunnen, dem Wärmequell im Süden des Baumes, kam. Wo sich die beiden Strömungen trafen, keimte das Leben in tausendfacher Gestalt, als Götter, als Riesen, als Mensch und Tier und Pflanze. Alles das ist verkörpert im Sinnbild der Welt⸗Esche Yggdrasil, die ihre Wurzeln sandte zum Wärme- und zum Kältequell, ihre tiefste dritte Wurzel aber in den Brunnen senkte, aus dem die
1 8 f a„ 8 5 Fredhinsebbel. Zum 50. Todestage des Dichters(13. Dez. 1863).
und Vandalen, und von denen nur zul ihrem Unheil, verwirklicht wurde. Der Südwind, die dem Nordländer am süd— lichen Himmelsrand dahingehende Sonne. jeder Wandrer vom Süden brachte Kunde, daß der Quell der Wärme am andern Ende der bekannten Welt wieder jenseits eines Meeres zu suchen sei. Solche Wandrer aus dem Süden aber gab es oft, denn reichlich sind uns ihre Spuren er— halten in altgermanischen und vorge— schichtlichen Grabdenkmälern als Rephrit- und Jadeitschmuck und Waffe. Beide Ge— steine kommen in Europa kaum vor; sie finden sich„gewachsen“ im südöstlichen Asien, und die wenigen Fundorte in Skandinavien kommen gar nicht in Be— tracht angesichts der weiten Verbreitung von Nephritbeilen in der prähistorischen
Welt. Wandernde asiatische Händler 70d. haben sicher das meiste davon nach der ultima Thule gebracht, gleich wie die
lebenerhaltende Weisheit floß.
Diese Vorstellung vom Weltenwerden und ⸗sein hat man nicht umsonst die schönste aller Mythologien genannt. Denn sie vereinigt wirklich in seltener Weise Wirklichkeiten, echtes Wissen mit einer Vorstellung pon den kosmischen Gesetzen, die eigentlich nur in andrer Sprache, in dichterischen Bildern dasselbe sagt, was sich heute wissenschaftliche Weltanschauung nennt. Wäre im Ablauf deutscher Entwicklung aus jenen Vorzeiten in natürlichem ungestörtem Wachstum die Gegen⸗ wart entstanden, nie hätte sich die tiefe Kluft zwischen Volks- empfinden und Wissenschaft aufgetan, unter der unsre Kultur heute leidet.
Die altdeutsche Schöpfungssage ist nämlich, wie man leicht erkennt, vor allem eine geographisch richtige Be— schreibung der Naturverhältnisse des Erdteils zwischen dem nördlichen Atlantischen Ozean und Afrika. Nifelheim gibt es wirklich. Es ist der Teil zwischen der Küste von Labrador
und Island, nicht weit von dem Punkte, wo die„Titanic“ auf dem Meeresgrund langsam zum Fossil wird. Dort braut ewiger Nebel, fast ununterbrochen gehen feine Sprühregen nieder, und um die von Norden herantreibenden Eisberge brodelt eisiges Wasser, das aus der Baffinsbai, dem wahren
Griechen Urzeit hinaufgezogen
und Phönizier nach Nifelheim
schon in der an die Bernstein⸗
küsten, um den hochgeschätzten„Elektron“ zu holen, dessen Name erst drei Jahrtausende später so unge⸗ ahnte Bedeutung für den Menschen erlangen sollte. Solche
Boten aus der heißen Welt aber bestätigen dem Deutschen der Vorzeit die Richtigkeit seines Weltbildes und die Tatsache einer südlichen Wärmequelle.
Wie richtig war aber erst der Satz von der Welten esche, die in der Weisheit, in der höchsten Kultur wurzelt, just in richtiger Mitte zwischen dem Kälte- und Wärmeland! Wie sinnvoll, daß das Leben gerade dort entstehe, wo sich kalte und heiße Strömungen mischen! Deutschland, Mittel— emropa war damit als die Wiege der Menschheit und der Kultur gekennzeichnet. Das ist eine Anschauung, zu der die Wissenschaft sich erst in unsern Tagen durchgerungen hat. Sie ist heute zu der Ueberzeugung gekommen, daß Mittel- europa immer eine führende Stellung hatte, und die prähistorischen Skelettfunde namentlich der Oso-Magnon-⸗Zeit haben den alten Irrtum endgültig zerstört, als sei der Euro— päer nicht Eingeborener seines Landes, sondern ein Ein⸗ wandrer aus dem fernen Indien.
So besteht denn das schöne dichterische Bild der Edda
Kältebrunnen der Welt, langsam herausströmt. Es ist jene
auch vor dem wissenschaftlichen Bewußtsein von heute zu Recht;


