Ausgabe 
23.9.1913
 
Einzelbild herunterladen

1 f 1 ö

»»

lgen sie einem

benso ab, wie die Ent

lächenwellen beim Funkentelegraphieren zu benutzen.

ein großes Areal bedecken, überflü

idie Erde vorzustellen hat, darüber sin

klar, daß zwischen beiden ein Berg liegt, der durch die Erd⸗ nmung bedingt ist. Diese Erdkrümmung ist weit höher 320 Meter. Die Strahlen müßten also, wenn sie durch die t gehen, über diesen Berg hinweg, sie müßten krummlinig len. Nun mag man meinen, daß diese Krümmung nicht al auf- sich hat. Dann nehme man den Fall der neuesten mkentelegraphischen Erfolge her, nämlich die Ueberbrückung r Entfernung Nauen Amerika. Die Entfernung ist etwa Viertteil des Erdumfanges, also etwa 10 000 Kilometer. Station zur Station durch die Erde hindurch wäre der eg nur etwa 9000 Kilometer. In jedem Falle liegt zwischen den Stationen ein Berg von fast 2000 Kilometer Höhe, der urch die Erdkrümmung bedingt ist. Es wäre doch bemerkens art, wenn die elektrischen Wellen über diesen Berg hinweg derten, ohne daß dabei die Erdoberfläche berührt würde, n der sie sich fortwährend stoßen, in die sie immerzu ein⸗ ingen müssen. Denn angesichts der Höhe dieses Berges acht selbst die große Höhe der Antennen von 200 Meter nichts us, denn sie ist ja nur den zehntausendstel Teil so hoch wie e Erdkrümmung! Es ist selbstverständlich, daß in diesem wie in allen andern allen der Erdboden eine erhebliche Rolle spielt. Und in der at ist das der Fall. Denn die Fortpflanzung der Wellen an dem Sendedraht aus muß ganz anders sein als die auf r Erdoberfläche. Wenn sich die Strahlen über den ganzen aum verbreiten sollen, ihn ganz erfüllen, so sind sie in ge⸗ sässer Entfernung viel jchwächer, als wenn sie auf geradem Lege dorthin gelangen können. Im erstgenannten Falle sogenannlenquadratischen Ausbreitungs etz im zweiten einemlinearen, d. h. sie nehmen an Stärle fernung. In der Entfernung von 300 gilometer ist die Stärke der Strahlen nur noch den dritten eil wie in 100 Kilometer vom Sendedraht. Die wellen tigen Strahlen also, die in den Raum hinausgehen, die genannten Rau mwellen, sind an einer Empfangs⸗ nation viel schwächer, als die am Erdboden entlang kriechen⸗ en, die Oberflächen we llen. Man konnte auf Grund jeser Ueberlegungen zeigen, in welcher Weise die Wellen der Erdkrümmung folgen. Das legt natürlich den Gedanken nahe, gera

8

de die Ober⸗ Kiebitz drähte nicht in die Höhe ge Erdboden ausgespannt, ja Das hat zuerst einmal die sehr teuer sind,

pat das versucht und die Sende sellt, sondern sie dicht über dem sogar in den Erdboden selbst verlegt. den Vorteil, daß man die hohen Gerüste, Hermeidet, daß man die weit ausgreifenden Spanndrähte, die ssig macht, sodaß alles sehr aber erhält man dadurch, daß man Sendedrähte wählt, auch Das ist deshalb vorteil

wiel billiger wird. Sodann rine ganz bestimmte Richtung für die einen merkbaren Richtungseinfluß. haft, weil die Empfangsstationen nicht durch andere Funken⸗ lielegramme gestört werden. Man kann auf einer Empfangs- station durch Vergleiche der Lautstärke von Signalen mit einiger Genauigkeit sogar die Richtung feststellen, aus welcher ein Telegramm kommt. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß zauch der Bedarf an Energie beim Telegraphieren durch diese neue Richtungstelegraphie wesentlich vermindert wird. Wie man sich die Vorgänge bei dieser Uebertragung durch d die Meinungen noch zeteilt. Es bestätigt sich durch. Zersuche, von einem Bergwerk zu einem anderen, daß die Uebertragung von der Beschaffen⸗ heit des Erdbodens abhängt. Es ergibt sich weiter, daß in der Erde eine Spiegelung der Strahlen stattfindet, wobei als Spiegel wahrscheinlich der Grundwasserspiegel fungiert. Es zeigt sich leider, daß der Boden die elektri stark dämpft, sodaß selbst mit Erdantennen die hauptsächliche Lachrichtenübermittelung durch die Luft hindurch erfolgt. Infolgedessen wird durch das neue Mittel ein Uebelstand nicht behoben, der der Funkentelegraphie immer noch sehr hinder⸗ lich ist, nämlich die elektrischen Störungen in der Atmosphäre. 3* 8 F. Linke.

Mängel der internationalen Statistik.

Wenn patriotische Schreier die Sozlaldemokratie als vater⸗ landslos schelten, weil sie die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern verlangt, so wissen die wunderlichen Hüter des vaterländischen Gedankens anscheinend nicht, wie wenig Zu⸗ sammenhang selbst in wichtigen Angelegenheiten bis jetzt noch unter den Kulturnationen besteht. Besonders dringend verlangt die Statistik nach internationalem Abkommen; diese Wissen⸗ schaft erhält lebendigen Wert nur durch den Vergleich, der zu⸗ meist nur auf internationaler Grundlage möglich ist. Aber ge⸗ rade in dieser Hinsicht besteht die überraschende Tatsache, daß offiziell bisher im Grunde genommen noch so gut wie gar nichts geschehen ist. Wohl bringen die amtlichen statistischen Werke auch internationale Uebersichten, aber diese beruhen zumeist nur auf privaten Zusammenstellungen. Und doch datieren die Bestreb⸗ ungen, auf internationaler Basis statistische Ergebnisse zu ver⸗ werten, nicht erst von gestern. Auf der ersten internationalen Welt ausstellung, die 1851 in London abgehalten wurde, war es der belgische Statistiker Quetelet, der die Anregung zu einer inter- nationalen statistischen Verbindung gab. Auf sein Bestreben wurde dann der Internationale Karistische Kongreß 1853 in Brüssel abgehalten. Nach Quetelets Voraussetzung sollte die Vereinigung der Statistiker aller Kulturstaaten zur Vereinbarung absolut gleichmäßiger Grundsätze führen und dadurch ein vergleich⸗ bares Massenmaterial liefern, welches die Kenntnis der Gesetze des Gesellschaftslebens rasch fördern müsse. Der Kongreß trat 25 Jahre hindurch bis 1878 zu einer Reihe anregender und auch nutz⸗ bringender Tagungen zusammen. Er verstand auch die amtliche Statistik in den einzelnen Staaten wesentlich zu fördern und gab in manchen Fällen unmittelbar oder mittelbar die Anregung zur Gründung staatlicher statistischer Zentralstellen. Ebenso förderte er wohl die persönlichen Beziehungen und dadurch den so wichtigen persönlichen Meinungsaustausch zwischen den Leitern der amt⸗ lichen Statistik der einzelnen Staaten. Sogar eine groß angelegte Statistique internationale wollte der Kongreß herausgeben, doch kam dies Werk über die Anfänge nicht hinaus.

Die Vereinigung hatte unter mancherlei Störungen zu leiden die durch das Ueberwiegen des Laienelements hervorgerufen waren. Als der Kongreß dann aber ernste Schritte zur Beseitigung des Uebels unternahm und eine festere Gestaltung der amtlichen Beziehungen beschloß, ging er gerade an diesem Schritt zugrunde. Auf dem abermals während einer Weltausstellung, nämlich in Paris 1878, abgehaltenen Beratungen wurde ein neues Statut geschaffen, wonach den Beschlüssen einer besonderen 1873 gegrün⸗ deten Permanenzkom mission mehr Wirksamkeit und ein direkter Einfluß auf die amtliche Statistik der einzelnen Staaten verschafft werden sollte. Diesem Beschlusse widersetzten sich die auf die Selbständigkeit ihrer Verwaltungen bedachten Re⸗ gierungen der einzelnen Länder, und die Folge der Obstruk⸗ tion war, daß zuerst die Permanenzkommission und dann der ganze Kongreß sich auflöste.

An seine Stelle trat

dann namentlich dank der Bemühungen des französischen Ministers Leon Say das Internationale Statistische Institut. Der Vorsicht halber wurde dies Unternehmen aber als rein private wissenschaftliche Vereini⸗ gung ins Leben berufen; die Mitglieder nehmen an der Vereini⸗ gung ohne jede offizielle Autorität lediglich als Vertreter ihrer Wissenschaft teil. Die Mitgliedschaft wird durch Wahl von seiten der dem Institut bereits zugehörigen Mitglieder erworben, die Zesamtzahl der Mitglieder darf 200 nicht übersteigen. Die letzte Tagung des Instituts fand 1911 im Haag statt. Wenn nun auch die internationale Wirksamkeit dieser Vereinigung immerhin hohe Anerkennung verdient, so muß doch mit Bedauern festgestellt wer⸗ den, daß ihre Bestrebungen auf einheitliche Gestaltung der internationalen Statistik immer noch keinen wesentlichen Erfolg

schen Wellen sehr.

hatten.

Ein Blick auf die Volks zähl denen Länder zeigt z. B., wie viel ordnen bleibt. Im letzten Jahrgang d für das Deutsche Reich datieren di das Reich selbst vom 1. Dezember Irland vom 2. April 1911, für Fran Rußland hingegen vom 9. Februar 1897, 1. Dezember 1899, für die Niederlande vom für Griechenland vom 27. Oktober 1907. denen Volkszählungsterminen ein Vergleich Und doch sollte man meinen, lung eines gemeinsamen Zähltages un Erde. Hoffentlich gelingt es den trotz aller dernisse machtvoll einsetzen diesem wie auf anderem ni dahin Versäumte bald einzuholen.

1910, für

Neue Untersuchungen über das und Organe. Manu erinnert sich noch der suche, die Prof. webe und Organe außerhalb des

Versuche ist Professor Carrel mit dem

ungsdaten der verschie⸗ auf diesem Gebiete es Statistischen Jahrbuchs e Volkszählungsergebnisse filr

kreich vom 3. März 1911, für für Rumänien

Wie so wäre nichts leichter als

ter den Kulturnationen

den internationalen Bestrebungen, auf cht minder wichtigen Gebiete,

Aus unserer Sammelmappe! selbständige Leben der Gewebe Aufsehen erregenden Ver⸗ Alexis Carrel über das selbständige Leben der Ge⸗ Körpers angestellt hat. Nobelpreis ausgezeichnet wol

noch zu

Großbritannien und vom 31. Dezember 1909, ll bei so verschie⸗ t werden? ie Feststel⸗ der chauvinistischen Hin⸗

ermögli

das bis

Für diese