immer höhere Dividenden einstreichen will, der die Arbeiter um den Ertrag ihres Fleißes bestiehlt, und wenn sie es Pagen, auch nur die kleinste Lohnerhöhung zu fordern, nach Militär ruft, damit es dieAufrührer zusammenkartätsche.

Die Fliege, daß ist das Kind, das im zartesten Alter schon in der Fabrik, in der Werkstatt, im Elternhause schwer arbei⸗ ten muß, um verdienen zu helfen. Die Spinne, das sind nicht die armen Eltern, die durch die Not gezwungen werden, ihre Kinder zu opfern, sondern es sind die heutigen niederträch⸗ tigen Zustände, welche denselben diese Verletzung des natür lichen Gefühls, diese Vernichtung ihrer

eigenen Familie, zum eisernen Gebot machen.

Die Fliege, das ist das ehrbare Kind des Volkes, das sich rechtschaffen ernähren will, aber keine Arbeit findet, wenn es sich nicht den Lüsten des Prinzipals oder Fabrikdirektors hingibt, der es benutzt und später oft mit einem Kinde unter dem Herzen kalt und gefühllos hinausjagt, um den

Skandal zu 1 n. Die Spinne, das ist der junge auf gebl asene Geck, der nichtstuerische Pflastertreter ausguter

milie, der mit La chen unschuldige Mädchen verführt und in den Kot zieht, der seine Ehre darein setzt, möglichst viel Frauen entehrt zu haben.

Die Fliege, das bist du, fleißiger 2 szmann, der du für den reic Grundherrn den Acker. st, der du das Korn säest, das du nicht erntest, der di hte ziehst, die du nicht genießest. Die Spinnen, das sind die Landbarone, die

ihre armen Pächter, ihre Knechte und Tagelöhner ohne Ruhe und Rast arbeiten lassen, damit sie selbst ein nichtstuerisches Leben führen, glänzen und prunken können, die von Jahr zu Jahr die Pachtzinsen erhöhen und den Preis der redlichen Arbeit herabdrücken

Die Fliegen, das sind wir insgesamt, wir Armen un Einfältigen, die wir von Alters her an den Stufen der Altäre gezittert haben, die wir den Kopf gesenkt haben vor dem Fluch der Priester, die wir zur Ehre igung der Pfaffen uns gegenseitig bekämpft und unterjocht haben, die wir die Rücken gekrümmt und die Knie gebeugt haben, die wir unsere Unterdrücker die Früchte, die ihnen ihre Ungerech tigkeit verschaffte, genießen lassen, weil wir durch den ent nervenden Einfluß unserer Religionslehren geistig gelähmt worden sind. Die Spinnen, das sind die Schwarzröcke mit falschem und lüsternem Blick, die die einfältigen Gemüter ihrer Gläubigen mit ihren entwürdigenden Lehren um⸗ stricken und den Geist der Unterwürfigkeit und Verknechtung züchten der die Seelen vergiftet und, wie zum Beispiel Polen

* 18 11 Ano Völker 1 richtet.

und zur Beluf

Mit einem Wort, die Fliegen, das sind die Unterdrückten

em Wort, d 771 1

die G zeknech teten,. das ist die scheußli de Spekulati otismus, in welcher 8 A

mögen fen die Spinnen ihre Netze aus großen renhäusern aus ute wählen sie ihre Stätte den großen Mit lpunkten des industrieller

reichen tee der Glücklichen unserer ndet sie vorzugsweise Fabrikstädten, sie nisten aber auch auf dem Lande und in den kleinen 8 städtchen, sie sind überall da, wo die Ausbeutung blüht, wo der Arbeiter, der besitzlose Proletarier, der kleine 9 der Tagelöhner, der schuldpflichtige Kleinbauer ohne Gnad

Zeit. Man f

der zügellosen Gier der Spekulanten ausgesetzt sind. Und wo i es auch sei, in Stadt und Land, überall sehen wir die armen Insekten in den Netzen ihrer Feinde 9

vergeblich abmühen, sehen wir sie verschmachten, wie sie zu

sammer

itrocknen wie sie sterben schreckliche Trauerspiele haben sich nicht im in diesem Kampfe der schwachen und

hrhunderte

schüchte rnen Fliegen und der blutgie grausamen Spin nen abgespielt! Es ist eine blutige Leidensgeschichte. Aber wozu sie aufs neue erzählen Die Vergangenheit ist er⸗ loschen, sprechen wir von der Gegenwart, von der Zukunft.

Laßt uns den Kampf näher betrachten, den heute die

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Fliegen und die Spinnen führen, laßt uns seine Bedin igungen erkennen, unter denen er bor sich gebt, klaren wir uns auf wir, die Fliegen, über die Konstruktion der Netze, welche

unsere Feinde wider uns stellen, suchen wir hinter ihre Schliche zu kommen, und vor allem, vereinigen wir uns, wir, die wir einzeln zu schwach find, um die Netze, die uns um⸗ stricken, zu zerreisen. Sprengen wir die Ketten, die ung fesseln, verjagen wir unsere Feinde aus ihren Schlupfwinkeln, verbreiten wir überallhin Licht, helles Licht der Aufklärung, damit das schmutzige Ungetier nicht fürderhin im Dunkel sein mörderisches Handwerk treibe!

Ach, wenn ihr wolltet, Fliegen, wenn ihr nur wolltet, ihr wäret unüberwindlich! Die Spinnen sind zwar heute noch stark, aber ihrer sind nur wenige. Ihr aber, ihr Fliegen, seid freilich unbedeutend und ohne Einfluß, aber eure Zahl ist unermeßlich, ihr seid das Leben, ihr seid die Welt wenr ihr nur wolltet. Wenn ihr euch vereinigen wolltet, so würde ihr mit einem Schlage eurer Flügel alle Fäden zerreißen, alle Netze zerstören, in denen ihr heute gefesselt seid, in denen ihr zappelt vor Hunger umkommt. Vorbei wäre alle Not und Knechtschaft, wenn ihr nur wolltet!

So lernt denn, zu wollen!

Ein Friedenstag.

Der Schulvorstand von Rushden in der Northamptonshire hat beschlossen, den 18. Mai, den Tag des ersten Zusammentritts der Haager Konferenz unter dem Namen Friedenstag zum Schulfeiertag zu machen. Bereits wird der⸗ selbe Tag in Italien und den Vereinigten Staaten gefeiert, und es bietet sich die Aussicht, ihn mit der Zeit zu einem internationalen Gedenktag zu erheben, der allen Völkern an Stelle der alten, blut⸗ und haßtriefenden nationalen Schlachtfelertage den Beginn einer neuen, der ersten wahrhaft menschlichen Aera verkündete. Scheint auch die Zeit des Balkankriegs mit seinen teuflichen Grausam⸗ keiten, des knapp verhinderten Weltkrieges und der über alles für möglich* hinaus gesteigerten Kriegsrüstungen wenig ge⸗ eignet für die Einsetzung einer solchen Feier, die ja auch in Italien nicht die 2 wilber chauvinistischer Naubinstinkte gehindert hat; mag man auch der lendenlahmen Diplomatenkonferenz nicht die Ehre gönnen, die viel eher unseren internationalen Sozialisten⸗ kongressen zukäme: über diesen und vielen anderen möglichen Ein⸗ wänden steht die Erkenntnis, daß überall unter den Völkern ein neuer Geist zur Geltung kommt, daß auch außerhalb der alten, treuen Friedensgarde der Arbeiterbewegung der Abscheu vor dem Kriege und der Widerwille gegen die unaufhörlich steigenden Militärlasten zusehends Boden gewinnt. Gewiß sind heute trotz der energischen Gegenwehr der Sozialdemokratie die Aussichten nicht groß, die ungeheuren Lasten an Gut und Leben, die dem deutschen wie dem französischen Volke zugedacht sind, abzuwehren. Zu mächtig ist der Ansturm beutegieriger Rüstungsinteressenten und brutal⸗fanatischer Chauvinisten, dem zu Gefallen die große Mehr⸗ heit der bürgerlichen Parteien furchtsam und dienstwillig Block bildet. Und das haßtolle Gekläff beider Natioualistenpressen wie die kühle Ablehnung jeder ernsten Friedensbürgschaft durch die maßgebenden Regierungskreise scheinen denen recht zu geben, deren ungeschultes Auge keine andere Entscheidung als die des Schwertes im Völkerleben zu erkennen vermag, deren von ernsten Lebens⸗ organ unberührte Jugendlust in der Sportfreunde an schneidigen Reiterattacken des Lebens Krone erblickt

Und doch während wir dem immer rascher zueilen, zeigt es sich immer deutlicher, daß es dies⸗ mal der Gipfel ist. Der Gipfel, dem der Abstieg solgen muß. Soeben hat die französische Liga der Menschenrechte, die 50 000, Überwiegend den intellektuellen Kreisen angehörige Mik⸗ glieder zählt, sich gegen die Verlängerung der Dienstzeit ausge⸗ sprochen. Und wenn es auch keine weltbewegende Sache ist, so it es doch ein noch vor kurzem gar nicht zu denkender Fortschritt, daß aus den Kreisen evangelischer deutscher Pastoren, Angestellter der Staatskirchen, ein mutiges Bekenntnis zur Friebensidee er⸗ schallt. Man braucht diese Symptome, denen sich andere anreihen ließen, nicht zu überschägen, wird überhaupt von bürgerlichen Schichten nicht die entscheidende Wendung in dieser Entwicklung erwarten dürsen, in der jede Wendung zum Besseren nichts ist als die Anerkennung eines von der Sozialdemokratie von jeher ver⸗ tretenen und von den bürgerlichen Parteien teils roh verhöhnten, teils schrittwelse preisgegebenen politischen Ideals. Aber es ie auch schon ein Fortschritt, wenn die Unerträglichkeit des gegen⸗ wärtigen und sich immer noch verschlimmernden Zustandes von solchen anerkannt wird, die dem herrschenden Staatssystem nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen.

Mögen die Speku⸗

Einmal muß ja die Erkenntnis kommen. lanten, die aus den Wuchergewinnen an den verschiedenen Vater⸗ ländern Millionen aufspeichern, die leeren Köpfe, deren arm seliges Innenleben nur durch den Gedanken an blutige Metzelesen einen elenden Jubalt gewinnt, die Diplomaten, beren aufgeblasene Nichtigkeit sich an der Entscheidung über Leben und Tod von Natio⸗ nen berauscht, die gewissenlofen Neaktionsgelitiker, bie ihre Emutzigen politischen Geschäfte vor dem Volke hinter breiten

englischen Grafschaft

Gipfel des Militärsystems

cauvinistischen Draperien zu verbergen ice 2 5 Mal! eit no urchtbarerer

des bestehenden unertröglichen, der

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