* voller klinstlicher Nahrungsmittel naturnotwendig gegeben sind, reich Möglichkeiten für den absichtlichen oder unabsichtlichen rieb minderwertiger Ware schaffen und damit stets zur größten
mit bezug auf den Gebrauch künstlicher Nahrungsmittel
t mahnen müssen. Es soll als allgemeine Regel gelten,
as der Gebrauch eines Nährpräparates, gleich ob für einen Säug⸗
ig, ein Kind oder einen Erwachsenen bestimmt, ausschließlich vom angeordnet und geregelt werden muß.
* Auch ein Kritiker der Staatsreligion.
„Die Religion ist eine alte Maschine, die man immer be— ut hat, um die Völker in untertaner Treue zu halten und e Menschenvernunft zu zügeln.. Solange die Fürsten an er Kette der Theologie liegen und die dem Lande Gebieten— en immer wieder fürs Beten bezahlt bekommen, kann die ar solchen Geistestyrannen verdunkelte Wahrheit das Volk licht erleuchten. Wie Kranke nach allerlei Arznei langen, eil sie hoffen, daß eine sie heilen werde, so hat das Men— cengeschlecht in seiner Verblendung ein göttliches Wesen ud eine helfende Kraft in allen natürlichen Dingen voraus— 0 zt.“ 1. dieselben Menschen, die so widerspruchsvolle Vor— gellungen von Gott haben, führen mit jeder Kirchenversamm— ang neue Glaubensartikel ein, die nach dem Belieben und Ateresse der Priester wechseln. Sie wollen als die Stellver— Christi unfehlbar sein und ihr Leben ist so, daß man sie 0 für Stellvertreter des Teufels halten könnte. Die Ge— 1 Jichte der Kirche zeigt uns mit einem Wort ein Werk der 0 lik, des Ehrgeizes und des Eigennutzes der Priester. 0 kalt den Charakter der Gottheit hier zu finden, sieht man n Namen des höchsten Wesens in ihr nur lächerlich miß— Saucht von geistlichen Betrügern, die sich seiner bedienen, um re berbrecherischen Leidenschaften damit zu verschleiern.“ „Die Theologen scheinen einander überhaupt alle zu ichen, von welcher Religion oder von welchem Volke sie ch sein mögen. Sie haben immer die Absicht, sich ihre spotische Autorität über die Gewissen anzumaßen; und das schon genug, um sie zu eifrigen Verfolgern aller derer zu aachen, die mit edler Kühnheit die Wahrheit entschleiern. bre Hand ist immer mit dem Blitze des Anathemas be— ffnet, um das erträumte Phantom der Irreligion zu oden zu schlagen, das sie ohne Unterlaß bekämpfen. Sie edigen Demut, eine Tugend, die sie in ihrem Verhalten emals zeigen, nennen sich Diener eines Gottes des Frie— ens und haben doch ein Herz voll Haß und Ehrsucht. Schon in Belragen allein, das ihrer Moral so wenig entspricht, inte, wie mich dünkt, ihre Lehre in Mißkredit bringen. Der arakter der Wahrheit ist ganz anders, sie bedarf keiner affen, um sich zu verteidigen, und keiner Gewalttätigkeit, in die Menschen zum Glauben zu nötigen. Sie braucht sie
ir zu zeigen, und sobald ihr hellstrahlendes Licht die
g bolken zerteilt hat, wohinter sie verborgen war, so ist sie es Triumphes sicher...“ „ben die Religion, welche Demut, Menschenliebe und ö duld lehrte, setzte sich mit Feuer und Schwert fest. Die ner der Altäre, welche Heiligkeit und Armut zum Lose ben sollten, führten ein ärgerliches Leben, sie erwarben sich liichtümer, wurden ehrsüchtig und einige von ihnen sogar ichtige Fürsten...“ . Es ist ebenso schwer, die Priester menschlich zu machen, mit Elefanten zu reden..“ ö
„Selig sind die Armen, denn sie werden das Himmel— uch ererben.“„Da aber die Priester wünschen, daß jeder⸗ Aun selig werde, so sorgen sie dafür, jedermann in den zund der Armut zu versetzen. Nichts sollte erbaulicher sein, l die Geschichte der Oberhäupter der Kirche und der Statt⸗ wer Christi, man wird sich vorstellen, in ihr Muster von rad aften und heiligen Sitten zu finden. Indes zeigte gerade das Gegenteil: man findet nichts als empörende aschweifungen, Greuel und Aergernisse, und man kann sich at enthalten, wenn man das Leben der Päpste liest, mehr 1 einmal ihre Verrätereien und ihre Grausamkeiten zu N Im allgemeinen sieht man da, wo ihre Herrsch⸗
lets auf Vermehrung ihrer weltlichen und geistlichen
Macht bedacht war, wie ihre Herrschsucht keinen anderen Zweck hatte, als das Vermögen der Untertanen in ihre Fa⸗ milien zu bringen, um ihre Neffen, ihre Mätressen oder ihre Bastarde zu bereichern.“
„Die Menschen haben sich ein sonderbares Phantom von strenger Tugend geschmiedet und wollen, daß die Priester (Leute, die zur Hälfte Betrüger und zur Hälfte abergläubisch sind) diesen Charakter annehmen sollen. Es ist ihnen nicht erlaubt, offenbare H jäger oder Trunkenbolde zu sein, wohl aber ehrsüchtig zu sein... Die Priester spielen, solange sich ihr Eigennutz damit verträgt, den Tugendhaften, aber bei der geringsten Gelegenheit bricht die Natur aus ihren Fesseln hervor, und die Laster und Bosheiten, die von der äußeren Gestalt der Tugend verhüllt waren, erscheinen als— bald aufgedeckt.“
„Eine Gesellschaft kann nicht ohne Gesetze, wohl aber ohne(positive) Religion bestehen...“
„Die Toleranz muß in einem Staate jedem Freiheit geben, alles zu glauben, was er will.“
Diese Ausführungen sind den Schriften des Königs Friedrichdes Großen von Preußen entnommen.
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Der Völkerkrieg der Fürsten. 1813/15.
Von Kurt Eisner. IX.
Das wirtschaftliche Problem Preußens seit 1806 war nicht die unerfüllbare Befriedigung maßloser Ansprüche Napoleons, son⸗ dern die Befreiung des Landes von der Aussaugung durch Krone und Adel. Der preußische Adel hatte bis zur Katastrophe von Jena an den europäischen Kriegen gewaltige Summen verdient. Sein Getreide ernährte zum großen Teil die Heere. Die Getreide- und damit auch die Grundstückspreise waren riesig gestiegen. Das preußische Volk aber litt furchtbar unter den hohen Preisen. Nach Jena natürlich trat ein Rückschlag ein. Aber er traf doch im Adel wesentlich nur die zivilen und militärischen Staatspfründner, die jetzt überzählig geworden waren und nun sehen mußten, wie sie sich auf andere Weise ihr Brot verdienten. Doch herrschte auch selbst in den Kreisen der Beamten und Offiziere durchaus nicht die bleiche Not. Nur wollten sich die Inhaber der Sinekuren durchaus nicht an Einschränkungen gewöhnen. Nichts hat so sehr den Haß der preußischen Beamten gegen Stein geschärft, als dessen Be— mühungen, die unverdienten und unmäßigen Tagegelder zu be— schränken. Der Hof spürte überhaupt keine Not. Als Hardenberg 1810 die Leitung der Regierung übernahm, verzichtete er patriotisch auf jedes Gehalt; aber er behielt sich vor, seine Haushaltungskosten aus Stagatsmitteln zu bestreiten; diese erreichten in manchem Jahr 37 000 Taler, eine selbst für heutige Verhältnisse ungeheure Summe — in der Zeit der„tiefsten Not“.
Der adelige Grundbesitz verdiente auch in allen diesen Jahren reichlich an dem nationalen Elend. Die Preise blieben hoch und die Ernten waren zumeist gut. Die Agrarkrisis trat erst nach dem Frieden, nach 1815 ein. Ein Scheffel Roggen, der 1816 87 Sgr. 7 Pfg. gekostet hatte, wurde 1824 nur mit 18 Sgr. 10 Pfg. bezahlt. Das war die Zeit, in der sich dann der preußische König endlich entschloß, seine Domänen, die unrentabel zu werden brohten, dem Staat zu überlassen, gegen eine feste Millionenrente; auf diesen Domänenhandel Friedrich Wilhelms III. wird heute noch das Zwanzig⸗-Millionengehalt des preußischen Königs als über allen parlamentarischen Bewilligungen stehender unantastbarer Rechtsanspruch begründet.
Die preußischen Junker fuhren nicht nur fort, das Volk aus⸗ zusaugen, sie waren auch entschlossen, die politische Notlage ihres Königs zu ihrem Vorteil in einer weit brutaleren Weise aus⸗ zubeuten als der fremde Eroberer jemals versucht hätte. Eine einzige Tatsache genügt, um den ganzen jämmerlichen Patrioten⸗ schwindel des preußischen Junkertums für immer zu entblößen. Wegen keiner Forderung ist Napoleon so wütend geschmäht worden als wegen seines Begehrens, für 50 Millionen Franken königliche Domänen zu erhalten. Meisterlich ist die moralische Entrüstung über diesen Anspruch: der preußische Rachen troff noch von dem Fett der polnischen Adelsgüter, die er eben erst verschlungen hatte! Und unübertrefflich die Entrüstung, wenn sie gar preußische Junker hervorbringen! Die Kriegsschuld von 120 Millionen Francs hätte ein einziger Mann allein tilgen können: der König, dessen Domänenbesitz selbst in den Tagen nach Tilsit(mit den Forsten) noch einen reinen Ueberschuß von mehr als 2% Millionen Taler abwarf; ein Besitz also, der weit die ganze Kriegskontribution über⸗ stieg. Aber Napoleon verzichtete auf den Naturalbesitz der Domänen und begnügte sich, für die Summe Domänenpfandbriefe zu empfangen. Bedingung war, daß auch der adelige Grundbesitz mit für die Zahlung bürgte. Da der damalige Wert der Domänen mindestens 230 Millionen Franken betrug, so war die Bülrgschaft für 50 oder 70 Millionen Domänenpfandbriefe ohne jedes Risikoz
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