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aß wir ohne Nahrung keine Arbeit leisten können, so wenig e die Dampfmaschine ohne die Energie der Kohle er⸗ eint uns selbstverständlich. Man hat daher auch den mensch⸗ gen Körper mit einer Maschine verglichen. Die Muskel- iergie, mit der wir menschliche Arbeit leisten, die Wärme⸗ ergie, die unserem Körper die notwendige Wärme liefert, d die Nervenenergie, mit der wir Gedanken hervorbringen,
Is alles ist nichts anderes als die umgeformte chemische statt der Kohle
lergie unserer maprung eie könnten ch Nahrungsmittel unt einem Dampfkessel anzünden, Jud wir würden dieselbe Arbeit leisten können, wie wenn Ir diese Nahrungsmittel unserem Körper einverleiben. Die ahrung erleidet in unserem Körper eine ähnliche Um— Jandlung, wie wenn wir sie verbrennen und man spricht her mit Jug und Recht von einer langsamen Verbren— ung dieser Nahrung in unserem Körper, bei der allerdings
inerlei Feuererscheinung auftritt. In unseren Verdauungs- pparaten wird die Nahrung zunächst verflüssigt und was nicht in flüssige Form bringen läßt, aus dem Körper ent⸗ Urnt. Die Nahrungsflüssigkeit gelangt ins Blut, das außer⸗ m mit Hilfe des roten Blutfarbstoffs aus der Lunge sich aftsauerstoff heranholt. Das Blutgefäßsystem unseres Kör⸗ Frs schafft diese Stoffe nach allen Winkeln, wo sie teils als Jaumaterial abgelagert werden, teils zu Muskelarbeit usw. krbraucht werden. Ueberall in unserem Körper, wo Energie brbraucht wird, können wir den langsamen Verbrennungs- urgang erkennen und Kohlensäure und Wasserdampf ver— ssen als Verbrennungsprodukte durch Vermittlung des utes und der Lunge den Körper. Auch halbverbrannte (chlacken fehlen nicht, sie werden durch das Blut der Niere und der Haut zugeführt und aus dem Körper ausgeschieden.
Nur noch weniges von der Nervenenergie, die in imserem Gehirn aus der chemischen Energie der Nahrung ungeformt wird. Auch die Nervenenergie kann nicht aus uchts geschaffen werden und nur das durchblutete Gehirn ann Gedankenarbeit leisten und wenn uns der Kopf vom denken heiß geworden, dann fühlen wir jene chemischen Vor— länge in unserem Gehirn, bei denen als Nebenvorgang der nergieumformung auch Wärmeenergie frei wird. Daß de moralische Energie letzten Endes auch mit dieser Nerven⸗ baft aufs innigste zusammenhängt, braucht kaum gesagt verden. Woher rührt nun die chemische Energie der Nahrungs- nittel? Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, ist entweder erischer oder pflanzlicher Herkunft. Es gibt kein Tier, 8 nicht letzten Endes doch von Pflanzenfressern lebt und in Grunde sind wir alle Vegetarier; nur daß wir die Pflan⸗ senstoffe durch die Tiere teilweise in Stoffe umwandeln assen, die in unserem Magen leichter verflüssigt werden, ls rein pflanzliche Nahrung, und deren Energiegehalt uns o vollständiger zu gute kommt. Mit anderen Worten: wir erbrauchen, auch wenn wir tierische Nahrung zu uns nehmen, ie chemische Energie der Pflanzenstoffe und hätten uns am Ende dieser langen Kette von Energieumformungen noch über die Herkunft der Pflanzenstoffe zu fragen. Die Pflan- en bauen sich aus Stoffen auf, die teilweise mit der Wurzel uus der Erde geholt, teilweise mit den Blättern aus der suft herausgesaugt werden. Interessanterweise sind es ge⸗ ade die vom Tier und Menschen als Endprodukte der kerbrennung ausgeatmeten Stoffe, Kohlensäure und Wasser⸗ umpf, die zum Aufbau der Pflanzenstoffe verwendet werden. Freilich ihre chemische Energie haben diese Stoffe schon ver⸗ zusgabt und es bleibt noch immer ein Rätsel, wie gerade liese energiearmen Stoffe zum Aufbau der energiereichen Iflanzenstofe dienen können. Erinnern wir uns,
ichen zusammenschweißt, und wie
Körper vermittelt, so ist es der in dem sich dieser wunderbare nd die
vielt.
Im Winter, wenn die Ledensquelle
daß keine zflanze ohne Licht fortkommt, Sonnenlicht und Sonnen- mergie ist es also, die jene energiearmen Stoffe zu energie⸗ der rote Farbstoff des Auts jene wunderbaren chemischen Vorgänge in unserem grüne Farbstoff der Blätter, Aufbau der Pflanzenstoffe Aufnahme aller Lebensenergie aus der Sonne ab⸗ ö ö nur kärglich zu⸗ Hießt, dann leben wir von den Vorräten aufgespeicherter
strahlt Wurde und wir wärmen unseren Körper mit Sonnen⸗
energie der Kohle, die uns vielleicht schon vor Jahrmillionen zugeflossen ist. Die Sonne ist also der Quell aller mensch⸗ lichen Energie; die Stoffe sind nur ihre Träger, sie werden, wie die Energie, nur umgeformt und machen einen ewigen Kreislauf von der Pflanze zum Tier und vom Tier zur Pflanze. Alle Geschehnisse sind nichts als Energieumwand— lungen, es ist Sonnenenergie, die von den Pflanzen aufge- nommen und an Tier und Mensch weitergegeben und von hier in den weiten Weltenraum wieder hinausgestrahlt wird.
Der Wert der Hauttätigkeit.
Von H. Falkenfels.
Daß eine geregelte Hautpflege die Vorbedingung zur Erhaltung der Gesundheit sei, ist zum Glück bereits zum Gemeinplatz ge⸗ worden, es wird aber selbst den Arzt überraschen, aus den neueren Untersuchungen zu erfahren, daß die Hauttätigkeit geradezu sein mächtigster Verbündeter in der Vorbeugung und Heilung einer ganzen Reihe schwerer Erkrankungen des menschlichen Körpers ist. Sogar auf die Geisteskrankheiten erstreckt sich dieser Einfluß, und eine davon, die Paralyse, die mit ihren unglücklichen Wirkungen besonders unheilvoll aufzutreten pflegt, weil sie jahrelang ihren Schatten vorauszuwerfen imstande ist, und sich als unsinniges Projektemachen, als Verschwendungssucht und so weiter äußernd, gewöhnlich schon die Existenz und Familie des Kranken ruiniert, noch bevor sie ihn körperlich niederwirft, soll nach den neuesten Berichten geradezu in unmittelbarem Zusammenhang mit angeregter oder unterdrückter Hauttätigkeit stehen.
So urteilt B. Révesz in seinem vor kurzem erschienenen Werke: Die rassenpsychiatrischen Erfahrungen und ihre Lehren über die Paralyse. Seine sich auf alle Völker des Erdballs erstreckenden Zusammenstellungen offenbaren die merkwürdigsten Verbindungs⸗ fäden zwischen scheinbar ganz weit auseinander liegenden Dingen. Es geht aus ihnen hervor, daß, während in Europa im Durchschnitt ein Sechstel bis ein Fünftel, in manchen Ländern, so z. B. in Ungarn, sogar ein Drittel aller Insassen der Irrenhäuser an Paralyse oder Rückenmarksdarre(Tabes) leiden, diese beiden Krankheiten, trotz⸗ dem die ihnen vorausgehende Ansteckungskrankheit im Orient, in ganz Afrika und im heißen Amerika enorm verbreitet ist, dort fast gar nicht vorkommen. Es liegt nun nahe zu glauben, daß die intensive Inanspruchnahme der Geisteskräfte des Europäers, sein erbarmungsloser Kampf ums Dasein die Ursache dieser Erscheinung sei, und allgemein war man bisher dieser Ansicht. Man wird sich aber bekehren müssen, wenn man aus den Révészschen Tabellen sieht, daß Paralyse in allen kalten Ländern häufiger ist als in den warmen, unbekümmert darum, ob sie sich hoher Kultur erfreuen oder ganz in den Anfängen der Zivilisation stecken geblieben sind. Die armseligen Patagonier im füdlichen Chile werden ebensowenig von geistigen Anstrengungen ermüdet wie die brasilianischen Indianer am Amazonenstrom und dennoch ist bei den einen die Paralyse sehr häufig, bei den Tropenkindern sehr selten. Und ähn⸗ lich verhält es sich auf dem ganzen Erdenrund.
Die gleiche Erscheinung in noch interessanterer Form tritt uns entgegen, wenn wir den Folgen der„Kulturgifte“ auf den Menschen in den einzelnen Ländern nachspüren. Die schwersten Fälle von Vergiftung durch Haschisch⸗ und Opiumrauchen kommen— in Paris und London vor; in der Heimat dieser Unsitte, nämlich in Indien und im südlichen China, wirkt der Opium bei weitem nicht so schäd⸗ lich als man nach europäischen Erfahrungen glaubt.
Weitverbreitet ist auch die Ansicht, daß der Alkoholgenuß in den Tropen ganz außergewöhnlich schädlich wirke. Das trifft aber nach der Révészschen Zusammenstellung nur teilweise zu. Der Europäer, der sich in den Tropen ohnedies, rein physisch genommen, in einem ständigen Reizzustande befindet, welcher sich ja in dem berüchtigten„Tropenkoller“ oft genug entladet, hat freilich jede Ursache, den Alkohol zu meiden: anders steht es hingegen mit den Eingeborenen. Schon in Süditalien sind die durch chronische Trunkenheit bewirkten Schädigungen des einzelnen und der Gesell⸗ schaft bedeutend geringer als im nördlichen Europa. In Griechen⸗ land und Apulien gibt es unmäßige Säufer genug, relativ sogar viel mehr als in Mittel- und Nordeuropa. Auch die Leistungen der Antike können in diesem Punkte nicht gering veranschlagt werden, trotz der damals üblichen Vermischung des Weines mit Wasser. Aber wir haben kein Zeugnis eines antiken Schriftstellers für eine: Fall von Delirium tremens und ebenso soll diese letzte Strafe des Säufers auch jetzt in Südeuropa unbekannt sein. Wenigstens statistisch kann sie nicht erfaßt werden.
Die gleiche relative Harmlosigkeit des Alkohols ist für die Süd⸗ chinesen, die Indianer des heißen Südamerikas und die afrikanischen Neger bezeugt. Die Araber in Algier und Tunis haben sich unter dem französischen Einfluß längst von der Scheu vor dem im Koran verbotenen Weingenuß befreit; sie trinken sehr viel, sogar unmäßig Wein und erleiden doch keinen sichtbaren Schaden dadurch.
Alle diese merkwürdigen Tatsachen bringt nun Neévesz dadurch auf einen gemeinsamen Nenner, daß er nachweist, daß Austeckung, Narkotika, Alkohol Überall dort nicht viel schaden, wo der Mensch
grbengzenergie, die uns im Sommer von der Sonne zuge⸗
die regste Hauttätigkeit ausübt, vulgär gesprochen, wo er viel Ichwitl


