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Nummer
Dienstag, den 8. April 1913
„Mein Selbstgeuuß“. Von Karl Marx. (Unvecössentlichtves aus dem Nachlaß.) (Schluß.)
Aber das größte Unglück kommt zuletzt. Sancho, nicht zufrieden damit, daß die tres mil azotes y trecientos en ambas sus valientes posaderas längst vollzählig sind, Sancho muß sich schließlich noch einen Hauptschlag dadurch versetzen, daß er sich als einen Gat tungsgläubigen proklamiert. Und welchen Gattungsgläubigen! Er schreibt der Gattung zuerst die Teilung der Arbeit zu, indem er sie für das Faktum verantwortlich macht, daß einige Leute Dich- ter, andere Musiker, andere Schulmeister sind; er schreibt ihr zweitens die existierenden physischen und intellektuellen Mängel der„zahlreichsten Menschenklasse“ zu und macht sie dafür verantwortlich, daß unter der Herrschaft der Bourgeoisie die Mehrzahl der Individuen seines Gleichen sind. Nach seinen Ansichten über die geborenen beschränkten Köpfe müßte man sich die heutige Verbreitung der Skropheln daraus er⸗ klären, daß„die„Gattung“ ein besonderes Vergnügen daran findet, die geborenen skrophulösen Konstitutionen„die zahl⸗ reichste Menschenklasse“ bilden zu lassen. Ueber dergleichen Naivetäten waren sogar die gewöhnlichsten Materialisten und Mediziner hinaus, lange ehe der mit sich einige Egoist von der„Gattung“, der„Ungunst der Umstände“, und dem„An⸗ stoß“ den„Beruf“ erhielt, vor dem deutschen Publikum zu debütieren. Wie Sancho bisher alle Verkrüppelung der In⸗ dividuen und damit ihrer Verhältnisse aus den fixen Ideen der Schulmeister erklärte, ohne sich um die Entstehung dieser Ideen zu bekümmern, so erklärt er diese Verkrüppelung jetzt aus dem bloßen Naturprozeß der Erzeugung. Er denkt nicht im entferntesten daran, daß die Entwicklungsfähigkeit der Kinder sich nach der Entwicklung der Eltern richtet und daß alle diese Verkrüppelungen entstanden sind und ebenso gut historisch wieder abgeschafft werden können. Selbst die naturwüchsigen Gattungsverschiedenheiten, wie Rassenunter⸗ schiede usw., von denen Sancho gar nicht spricht, können und müssen historisch beseitigt werden. Sancho, der bei dieser Ge⸗ legenheit einen verstohlenen Blick in die Zoologie wirft und dabei entdeckt, daß die„geborenen beschränkten Köpfe“ nicht nur bei Schafen und Ochsen, sondern auch bei Polypen und Infusorien, die keine Köpfe haben, die zahlreichste Klasse bilden— Sancho hat vielleicht davon gehört, daß man auch Tierrassen veredeln und durch die Rassenkreuzung ganz neue, sowohl für den Genuß der Menschen wie für ihren eigenen Selbstgenuß vollkommenere Arten erzeugen kann.„Warum sollte nicht“ Sancho hieraus einen Schluß auf die Menschen ziehen können?
Bei dieser Gelegenheit
5 wollen wir Sanchos„Wand- lungen“ über die Gattung„episodisch einlegen“. Wir werden sehen, daß er sich zur Gattung grade so stellt, wie zum Heili⸗ gen; jemehr er gegen sie poltert, desto mehr glaubt er an sie.
Nr. 1 sahen wir schon, wie die Gattung die Teilung der Arbeit und die unter den bisherigen sozialen Umständen ent⸗
standenen Verkrüppelungen erzeugt, und zwar so, daß die Gattung samt ihren Produkten als etwas unter allen Um⸗ ständen Unveränderliches, von der Kontrolle der Menschen Unabhängiges gefaßt wird.
Nr. 2.„Die Gattung ist bereits durch die Anlage reali⸗ siert; was du hingegen aus dieser Anlage machst“(müßte nach Obigem heißen: was die Umstände aus ihr machen), „das ist die Realisation deiner. Deine Hand ist vollkommen, realisiert im Sinne der Gattung, sonst wäre sie nicht Hand, sondern etwa Tatze... Du machst aus ihr das, was und wie du sie haben willst und machen kannst.“ P. 184, 185 Wigand.
Hier wiederholt Sancho das unter Nr. 1 Gesagte in anderer Form. Wir haben also im Bisherigen gesehen, wie die Gattung unabhängig von der Kontrolle und der geschicht ⸗ lichen Entwicklungsstufe der Individuen die sämtlichen physi⸗ schen und geistigen Anlagen, das unmittelbare Dasein der Individuen und im Keim die Teilung der Arbeit in die Welt setzt.
Nr. 3. Die Gattung bleibt als„Anstoß“, der nur der allgemeine Ausdruck für die„Umstände“ ist, welche die Ent⸗ wicklung des wieder von der Gattung erzeugten ursprüng— lichen Individuums bestimmen. Sie ist für Sancho hier eben dieselbe mysteriöse Macht, die die übrigen Bourgeois die, Natur der Dinge nennen, und der sie alle Verhältnisse auf die Schulter schieben, die von ihnen als Bourgeois unabhängig sind und deren Zusammenhang sie deshalb nicht verstehen.
Nr. 4. Die Gattung als das„Menschenmögliche“ und „menschliche Bedürfnis“ bildet die Grundlage der Organi- sation der Arbeit im„Stirnerschen Verein“, wo ebenfalls das allen mögliche und das allen gemeinschaftliche Bedürfnis als Produkt der Gattung gefaßt werden.
Nr. 5. Wir haben gehört, welche Rolle die Verständig⸗ ung im Verein spielt. P. 462„kommt es darauf an, sich zu verständigen und mitzuteilen, so kann ich allerdings nur von den menschlichen Mitteln Gebrauch machen, die Mir, weil Ich zugleich Mensch bin“(id est Exemplar der Gattung), „zu Gebote stehen“.— Hier also die Sprache als Produkt der Gattung. Daß Sancho deutsch und nicht französisch spricht, verdankt er keineswegs der Gattung, sondern den Umständen. Die Naturwüchsigkeit der Sprache ist übrigens in jeder modernen ausgebildeten Sprache, teils durch die Ge⸗ schichte der Sprachentwicklung aus vorgefundenem Material, wie bei der romanischen und germanischen Sprachen, teils durch die Kreuzung und Mischung von Nationen, wie im Englischen, teils durch auf ökonomischer und politischer Kon zentration beruhender Konzentration der Dialekte innerhalb einer Nation zur Nationalsprache aufgehoben. Daß die In⸗ dividuen ihrer Zeit auch dies Produkt der Gattung voll⸗ ständig unter ihre Kontrolle nehmen werden, versteht sich von selbst. In dem Verein wird man die Sprache als solche sprechen, die heilige Sprache, die Sprache des Heiligen— Hebräisch, und zwar den aramäischen Dialekt, den das„be⸗ leibte Wesen“ Ehristus sprach. Dies„fiel“ uns hier„wider Erwarten“ Sanchos ein,„und zwar lediglich weil uns dünkt, es könne zur Verdeutlichung des übrigen beitragen“.
Nr. 6. P 277, 278 erfahren wir, daß„die Gattung in Völker, Städte, Stände, allerlei Körperschaften“, zuletzt„in die Familie“ sich auftut und daher konsequent bis jetzt auch „Geschichte gespielt“ hat. Hier wird also die ganze bisherige Geschichte bis auf die unglückliche Geschichte des Einzigen zum Produkt der„Gattung“, und zwar aus dem zureichen⸗ den Grunde, weil man zuweilen diese Geschichte unter dem Namen: Geschichte der Menschheit 1. e. der Gattung zu- sammengefaßt hat.


