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heimsten Wünschen der Reaktion
Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeslung
Nummer 35
Dienstag, den 2. Dezember 1913
2. Jahrgang
Die sozialistische Milizidee“).
Da der Kampf gegen den Militarismus vorläufig nur
auf einem Nebenschauplatz des großen Klassenkampfes der Arbeiterklasse geführt wird, herrscht über das eigentliche Ziel der antimilitaristischen Politik im Proletariat trotz aller theo⸗ retischen Einsicht doch nicht immer zureichende Klarheit. Be⸗ greiflicherweise beanspruchen die Kultur⸗ und Friedensideale, die der sozialistischen Idee eingeboren sind, in allen antimili⸗ taristischen Erwägungen einen gewissen Spielraum, und es kann da oft geschehen, daß unter dem Einfluß überlieferter bürgerlicher Ideologien, die der rationalistischen Denkart des achtzehnten Jahrhunderts entsprossen sind, dieser Spielraum zu groß wird. Es gibt zweifellos viele Sozialdemokraten, die sich auf dem Gebiete des Kampfes gegen den Militarismus ihrer sonstigen historischen Beurteilungsweise entschlagen und ganz ideologisch auf die Abschaffung der militaristischen Heere hinarbeiten möchten, ohne ein anderes Wehrsystem ernstlich zu wünschen. Denn eine Wehrverfassung hat doch nur einen Sinn im Hinblick auf den Krieg, und in den Ideenkompler des Sozialismus paßt der Krieg nicht hinein. Der So⸗ zialist verabscheut den Krieg als den Todfeind aller Kultur und kann daher im Grunde seiner Seele auch für die Miliz keine rechte Sympathie haben, weil auch sie ja die Möglichkeit eines Krieges zwar einschränkt, aber nir ausschaltet und weil ein etwa entbrennender wirklicher Volkskrieg in gewisser Hinsicht noch greuelhafter wäre, als zum Beispiel die mit kleinen Söldnerheeren geführten Kriege des achtzehnten Jahrhunderts, die die Masse des Volkes nichts angingen und nicht nur örtlich lokalisiert blieben, sondern auch nur eine ganz bestimmte, vom Kulturleben ohnehin losgelöste Menschen⸗ gruppe mit voller Wucht trafen.
Gegen diese Vorstellungsweise läßt sich nun allerdings nichts einwenden, wenn man sie unter dem Gesichtspunkte der letzten Ziele unserer Kulturentwicklung beurteilt, sie ist aber durchaus abzulehnen, wenn man den wirklichen Verlauf des historischen Prozesses betrachtet. Antimilitarimus als Ab- schaffungspolitik ist eine leere Ideologie, und zwar nicht ein⸗ mal eine proletarische, sondern eine bürgerliche. Schon der Begriff„Abschaffung“ ist der rationalistischen Ideenwelt der bürgerlichen Demokratie entlehnt, der proletarische Sozialis— mus schafft die historischen Kategorien, die seinen Tendenzen widerstreiten, nicht ab, sondern er revolutioniert sie, treibt sie auf der Bahn der Entwicklung dorthin, wo allmählich oder plötzlich ihr bisheriger Wesensinhalt abstirbt, nachdem er aus seinem Schoße einen anderen geboren hat. Mit dem Mili— tarismus verhält es sich da nicht anders als mit seinem Nähr— vater, dem Kapitalismus, der auch nicht„abolitioniert“ wer- den kann, ehe seinen Lenden alle Elemente einer neuen Pro— duktionsweise entsprossen sind. Man gerät mit einem Anti— militarismus, der lediglich die Ausrottung alles kriegerischen Wesens im Auge hat, gar leicht in gefährliche Nachbarschaf
zu den bürgerlichen Friedensschwärmern und gelangt da im
Handumdrehen in den Bannkreis von Gedankengängen, die, wofern sie nicht ganz zwecklose Utopistereien sind, den ge— entgegenkommen. Das Schlagwort von der Abrüstung hat durchweg einen zwiespäl⸗ tigen Sinn, und wenn man da nicht scharf unterscheidet, kann es einem leicht passieren— es ist auch schon wirklich wieder⸗
Verlag Buchhand⸗
Aus Hugo Schulz, Die Welt in Waffen. 60 illustrierte Hefte à 20 Pfg.
lung Vorwärts.
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holt passiert— daß man einen Weg einschlägt, auf dem man dann die Bannerträger des reaktionärsten Junkertums und die verknöchertsten Generale als Marschgenossen findet. Wir können das Wort Abrüstung nur so auffassen, wie es Fried⸗ rich Engels aufgefaßt hat, nämlich als Abdankung des stehen⸗ den Heeres zugunsten der allgemeinen Volksbewaffnung und der Demokratsierung des Wehrwesens. Das ist nun freilich, wenn man es genau nach dem Wortsinne nimmt, keine Ab⸗ rüstung, sondern kann unter Umständen sogar eine Auf⸗ rüstung sein. Im reinen Wortsinne ist die Abrüstung etwas ganz anderes, nämlich die Restringierung der stehenden Heere auf das Maß der früheren„Elitearmeen“ aus Kon⸗ skribierten oder aus geworbenen Söldnern, unter Verzicht auf die allgemeine Wehrpflicht, die Müickkehr zur Berufs⸗ soldateska, kurz die Aussonderung aller Entwicklungselemente, die im Laufe der Zeit den Chrakter des Militarismus als ausschließliche Macht und Schutzorganisation der herrschen⸗ den Klassen vergiftet und geschwächt haben.
Das aber ist das geheime Ideal der Junker und bewußt oder unbewußt auch das Ideal der bürgerlichen Friedens⸗ und Abrüstungsapostel. In kleinen, lediglich aus Berufs⸗ militär bestehenden Armeen erhalten sich die Privilegien des Adels und der Bourgeoisie leichter, sie sind ein reineres Ge— fäß des Herrn und zur Niederhaltung des inneren Feindes besser geeignet als die modernen Massenheere. Gegen schlecht⸗ bewaffnete Rebellen sind nur gute Gewehre und Kanonen nötig; hat man die, so ist die Ueberlegenheit gesichert, und zwar nicht desto mehr, je größer die Zahl der zu Gebote stehen⸗ den Truppen ist, sondern desto mehr, je verläßlicher diese sind. Dies ist auch offenbar der Grundgedanke der Friedenspro-— paganda des Zaren Nikolaus gewesen, der ja zweifellos von jeher ein ganz ehrlicher Friedensfreund gewesen ist, weil er instinktiv begriffen hat, daß die Weiterentwicklung der russi⸗ schen Armee in den durch das internationale Wettrüsten vor geschriebenen Bahnen ihren Charakter als ausschließliches Gewaltinstrument des Zarismus arg gefärdet.
Ebenso wie es verfehlt wäre, dem Militarismus solche Forderungen entgegenzusetzen, die aus der Studierstube bür; gerlicher Ideologen oder gar aus den Berechnungen bürger⸗ licher Schlaumeier stammen, ist es auch verfehlt, den Kampf gegen den Militarismus auf dem moralischen Gebiete zu führen und das Proletariat zum Träger einer Gesinnung zu stempeln, die das Gewaltprinzip, das im Kriege zum Aus⸗ druck kommt, in ganz besonderer Weise ve heut. Der Ab⸗ schen vor dem Kriege ist keine Klasseneigentümlichkeit des Proletariats, er hat in jeder Ethik seinen Platz, selbst in der ganz wilder Völker, deren Existenz auf brutalste Gewalttat gestellt ist. Das schrecklichste Kriegervolk Nordamerikas, das Volk der Irokesen, erklärte, mit all seinen Greueltaten nichts anderes zu erstreben, als die Pazifikation seines Gebietes und damit einen Zustand ewigen Friedens. Man braucht es auch durchaus nicht für Heuchelei zu halten, wenn bedeutende Kriegsmänner wie Moltke starke Worte gegen den Krieg ge⸗ sprochen haben. Dagegen wäre es doch ein wenig Heuchelei, wenn man darauf hinweisen wollte, daß in der Ethik anderer Klassen neben dem Abschau vor dem Kriege auch die Ver⸗ herrlichung des kriegerischen Heldentums ihren Platz findet, weil ja dafür das Proletariat das unter Umständen nicht minder blutige und gewalttätige revolutionäre Heldentum mit Recht feiert. Man wird auch wenig Glauben finden, wenn man das Porletariat als einen weißgekleideten Frie⸗
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