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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung
Nummer 39
Dienstag, den 31. Dezember 1912
J. Jahrgang
Sammlungen“,
Kunst aufzuzählen und alle„Triumphe der Zeit über das
Füßen des kolossalen Götterbildes die ewige Lotosblüte, die japanischer Häuser die vielhundertjährigen Seidenmalereien
bewußt trotzend in immer gleichem, immer gleich beherrschen⸗
der bewegliche Mensch den unbeweglichen Gott, die erregte und rasche Form die zeitlose und ruhige überwand. Es kamen Zeiten, in denen die ewige und kolossale Form durch die jäh lings, vergänglich und klein geformte Sekunde verdrängt wurde.
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Zeitwandel im Bild.
f Von Wilhelm Hausenstein.
Wenn irgendwo der Kunsihistoriker schnuppert, der sich einen Beruf daraus macht, als ein trefflicher„Buchhalter der wie der amerikanische Maler Whistler zu sagen pflegte, sämtliche Sanduhren der Weltgeschichte der
Leben“ mit ihrem höchst sinnbildlichen Drumunddran fein säuberlich in ein kunstwissenschastliches Inventarium aufzu— nehmen, dann wollen wir mit diesem wackeren Mann nicht in Wettbewerb treten. Für die einen ist die Zeit nun einmal ein allegorisches Frauenzimmer: sozusagen die sitzengebliebene, aber erfahrene und respektheischende Tante der Weltgeschichte. Dann hat sie ihre Spezialität wie jede alte Jungfer— Strickt sie leine Strümpfe, so beschäftigt sie sich doch mit den so be⸗ liebten roten Lebensfäden, die gesponnen und eines schönen Tages abgeschnitten werden müssen. Oder sie treibt eine andere für ällere Damen ziemliche Veschäftigung.
Wir wollen das Verhältnis der„Zeit“ zu einem mehr oder minder bürgerlichen Familienleben nicht stören. Es bleibe den Registratoren und Kanzleigehilsen der Kunstwissen— schaft. Und da wir Sozialdemokraten nun einmal den Hang, zum Ausschweifenden, Allgemeinen und Großartigen haben und es nicht lieben, die Dinge mit der lobenswerten Genauig— keit des Zivilstandesregisters einzutragen, wollen wir die Sache etwas mehr kosmopolitisch nehmen. Und wir könnten etwa fragen: Wie hat sich überhaupt das Zeitbewußtsein in Stoff und Form der Kunst durch die Jahrtausende hin aus⸗ gesprochen? Wie die Antwort aussallen mag— es ist zum mindesten schon erhebend, so stolz zu fragen.
In der Welt des alten Orients war das Bewußtsein von der Zeit und ihrem Wandel fast gar nicht vorhanden. Pyra— miden und Sphinxen, die Memnonstatue und die Pharaonen— kolosse sind durch die maßlose Größe und Schwere ihrer For⸗ men der Zeit entrückt. Diese Formen drücken nicht Zeit aus. Sie sind mit dem Anspruch geschaffen, steinern und riesig die Weltgeschichte zu überdauern und so über die Jahrtausende zu herrschen, wie die unmeßbare Ewigleit sich über die meßbaren Minuten der Zeit erhebt.
In Indien steht Buddha auf der Riesenschildkröte, die alt ist und gelassen wie die Unsterblichkeit. Sie bleibt sich gleich und der Gott bleibt sich gleich. Er ist heute wie vor zwei Jahrtausenden. Und noch heute blüht zu den glänzenden
sich vor zwei Jahrtausenden zuerst entfallete. Noch heute glänzen an den Innenwänden chinesischer und
in altgoldenem Braun, in Nachtblau und Blutrot, die der feierliche Kanon der altostasiatischen Kunst jedem Zeitwandel
dem Stil gemalt hat.
Dann kamen andere Zeiten. Es kamen Zeiten, in denen
Die alten, unbewegten, über jeden Gedanken Zeitliches erhabenen Formen der ägyptischen, indischen, altostasiatischen
Naturalwirtschaften und ihres starr und langsam ausgebrei— teten konservativen Lebensgefühls. Aber dann kam etwa die raschbewegte bürgerliche Kultur der städtischen Griechen. Wo Zeit Geld ist, da ist Zeit auch Kunst. Die Griechen formten das Zeitliche, wo die Aegypter die massige Langsamkeit ihres feudalkonservativen Lebens durch Symbole der Ewigkeit ver göttlicht hatten. Auf die grenzenlose Erhabenheit und For— menweite der ägyptischen Pharaonen und der indischen Buddhas folgte der Diskuswerfer des Griechen Myron. Dieser Diskuswerfer ist bewegte, rasche Zeit, die in erregte Form gegossen wurde. Er hebt den Athletenarm mit der Wurfscheibe rückwärts bis zur äußersten Winkelweite empor, um den Diskus mit der höchsten Kraft zu schleudern. Dieses Formenbild klingt aus der Zeit und in die Zeit hinein. Dann kam die Malerei des Abendlandes. Sie war je länger, desto mehr von dem Bewußtsein erfüllt, daß die Zeit etwas Bewegtes und Vergängliches sei. Man malte die Ver— gänglichkeit des Fleisches in immer heftigerer, bewegterer Art. Im Höllensturz des Rubens ist das Zeitliche zu einem wahnsinnigen Tempo getrieben. Ueberall lebte man im sechs— zehnten und im siebzehnten Jahrhundert unter einem Vor— stellungszwang, der an den jähen Umlauf der Zeit gemahnte. Man malte Totentänze. Man malte mit zunehmender Heftigkeit, mit immer wilderer Gebärde der bildenden Hand jüngste Gerichte. Man malte Bildnisse, auf denen der Tod sich vertraulich an den Dargestellten herandrängt, als wäre er der selbstverständlichste aller Freunde. Man zeichnete apoka⸗ lyptische Reiter.
Aber wie war das alles gekommen? Wie die bürgerliche Kultur voranschritt, so lebte man rascher, enger, kleiner. Man lebte nun erst in der Zeit. Nun bildete man das Vergäng⸗ liche— und man bildete es in Werken von begrenzter mate— rieller Dauer mit eiliger Technik. Wenn die Aegypter jahr— zehntefordernde Riesendenkmale geschaffen und dauernde In⸗ schriften in Stein gegraben hatten, dann malte ein bürger⸗ liches Geschlecht um die Wende der Neuzeit Kalenderminia— turen, druckte es papierene Kalender. In dem Breviarium Grimani, einem spätmitteltalterlichen Gebetbuch, sind Bilder der Monate: und diese Bilder sind Bilder der Arbeit in der Zeit. In der Tafelmalerei begann im sechszehnten Jahrhun⸗ dert eine wahre Leidenschaft für die Darstellung der mit Ar⸗ beit erfüllten Jahreszeiten. Auf Bruegels Jahreszeitenbil dern sieht man die Menschen im Dezember auf die Jagd gehn im Vorfrühling die geilen Schösse der Bäume schneiden, in Hochsommer Getreide schneiden, im Oktober das Vieh zu Ta treiben und die Trauben ernten. So bildete man nun die Darstellungen des Veränderlichen, der zeitausnützenden, wo die Aegypter nur das Stetige und Ueberdauernde, die herr⸗ schaftliche Gedehutheit des nie arbeitenden Despoten gekannt hatten. Man bildete in der neuen Welt dem tätigen und raschen bürgerlichen Lebensrhythmus gemäß.
Aber noch wurden die Dinge zunächst mit Ruhe gemalt und in sich selber ruhig. Der Rhythmus der Zeit wurde noch viel bewegter. Rasend wurde er in der Kunst, die wir Im⸗ pressionismus nennen: in jener Kunst der jüngsten Ver⸗ gangenheit, wo nur noch Sekunden in Form und Farbe über— setzt wurden.
Wir kennen die sozialen Voraussetzungen dieser Kunst. Wir kennen die Arbeitsjagd und Lebenshast, die ins Tausendstel gespaltene Zeitlichkeit in den Genüssen und in
Kunst waren die Formenideologie feudaler und despotischer
der Arbeit dieser kapitalistischen Städte, diesen kinemato⸗


