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Vom Hören der Tiere.
Zu dem vielsach umstr
Tiere hören, nimmt Dr. H. Dekker in seinem Büchlein Stel⸗ lschaft der Naturfreunde, vin zungen der Musik können wir n: man braucht ja nur in einem
lung(Fühlen und Hören. Stuttgart. geh. 1 Mk.). nicht nur hören, sondern Konzert darauf zu achten, leuchter zittern. Aber zu verwunderlich, was für bieser Begriffsvern einem seiner Bücher, daß Spinne beobachtete, die
herabließ und sehr schnell!
2
einsetzte. Und er schloß dar
kalisches Gehör hätten!! Ueberhaupt die musika
ttenen Prob
Kosmos, Gesell
en il fa 28 g gezo er 1
lischen Spin!
lem, ob
1 Tisch und kein Höre lüsse früh
vieder hochkletterte, wenn das Orchester . ie Spinnen ein feines musi⸗
nen! In
von Komponisten und Virtuosen liest man mit me
einstimmung oft dieselbe Anekdote:
*
Spiels eine Spinne von der Decke des!
instrument herabgelassen ha Ich habe das z. B. von Pas hat diese Erzählung von de wig in seinem Kämn
ließ und auf die Violine
Gesellschafterin ihre Söhr
eine Ludwig seine Geige zertrümmerte“— fi
1 Fabel erklärt.
be, um den l janini und 2 r Spinne
1
chen wahrne
Aber gewiß ist's nicht unmöglich, de
gelockt werden. Man nähe
Stimmgabel einem Spinne Insekt den häßlichen Leib bringt. Und dann versucht herzigen Klauen die Stim einwickelt. Sie fühlte das
*
Bewegungen, um die vern ein Hören? Und„hörten“ lockt wurden? Nein, was
für
Spinne Erschütterr f es den 1
1 un In
an, daß an manchen Orten
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1 Fisch en Fische?
re sich selbst
nnetz. Wie da das grausame, gefräßige
eilends an sie in l gal bel Tönen, f
für uns Tön zum Fressen. Und wie den
ing, etwas
meln zur Fütterung sich versammeln.
dieser Sache
reich war durch diese Einri
richtig, die Fische wurden dort durch ei
rufen wie Hotelgäste zur Table d'hote. Das gese Wärter, mit einer Handglocke läutend beugte und gleichzeitig den Fischen das
für das Hören. Den
weist nun nichts, gar nichts
sich geräu na Noti
n ihnen.
wo immer man Versuche stim lacht h
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suchungen zweifelhaft. M lautem Geräusch bis auf nicht einmal ei des Kommenden sehen, spr sie hören den Schmerzen
d sie antworten, wenn en
kräftig läuteten,
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Also war's hier mi angestellt hat
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der La sch taub ist gegen all er aber einem Metallpistill au erzeugte, die etwa die Höhe des Qu herangekrochen Das l sich belie also nur die Töne, die k gisch fi tung sind, und erzeugen auch 0 * 7 An un
nicht bekannt, auch zu sch.
es möglich, daß
daß während des bezaubernden
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zimmers errlichen Beethoven
„die, so o pielte, sich von der Decke herab die die M
ihm, totsf
Spinne * n
den Ort
drolligem Ernst mit den unbarm— el wuwickeln, wie sie eine Fliege lil den Faden erzittern, eilte auf den Punkt der Erschütterung und macht nun instinktgemäß die tieintliche Be
die Spinnen,
üte einzu
neisten übrigen Insekten, wie die besten orel u. a., einstimmig behaupten.
Man führt als Beweis für das Hören reichsische durch Signale, Läuten, Trom—
Kreidl und Exner gingen ach: das Benediktinerstift Kremsmünster in Oester tung bekannt. Sie reisten dorthin,
ne
„sich weit über das Geländer
er einer Säule verb
t dem„Hören“ nichts. Und
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ische hat u Aeußerung m Fischfang reden,
dürfe bei
des Fuß
hören, ist
ihnen
eter nähern
Pistolenschuß! Erst wenn sie eine Bewegung
Wasser.
ssen, sie
2
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hre Erhal che. O6 scheiden.
en! Reclam erzählt in
* 7 *
die durch die Musik ange
e, ergreife
Futter vorwarf. Das be
in
Boettcher zeit
und wieweit die
Stuhl und Kron⸗ n. Es ist gerade⸗ ere Forscher aus
den Biographien rkwürdiger Ueber ich auf das Musik önen zu lauschen! gelesen. Beethoven st der kleine Lud⸗ utter, als sie die chlug, worauf der
ir eine amüsante
n durch Musik an⸗ tit einer tönenden
der Erschütterung
packen. War das
nde Musik, das ist
zur Fütterung ge— so, daß ein
n als die Forscher horgen, den Fischen
nicht die geringste ten, Stimmgabeln, ian sich nicht über⸗ die mir er⸗ es verschwinde der nach Nerkes Unter der Natur unter
sie hören nichts
Und doch hören sie:
1 1— 5 ren ihr Quaken,
Veräusche
ie hören tung von Bedeu⸗
8 holen. St
Reptilien hören, ist
Daß Vögel hören, das bedarf keiner Frage. Sie haben ein feines musikalisches Gehör. Einige von ihnen lernen ja die Stimme des Menschen, den Sang anderer Vögel in feinster Tonabstufung nachahmen. Dabei ist es sonderbar, daß ihr Gehörorgan verhält⸗ nismäßig einfach gebaut ist. Ihre Schnecke ist ein kurzer Sack, und die Pfeiler des Cortischen Organs sehlen ihnen.
Auch die Säugetiere hören. Ob alle, das wissen wir nicht. Aber daß der Hund hört, daß weiß leder, der einen solchen beobachtet hat. Der Hund unterscheidet sogar sehr fein Töne verschiedener Höhe. In dem Laboratorium bes hochverdienten russischen Physiologen Pawlow sind darüber so interessante Versuche angestellt, daß es schade wäre, sie hier nicht zu erwähnen. Zeliony hat darüber be⸗ richtet. Es wurden Hunde mit Fleischpulver gefüttert. Durch die Fleischpulverfütterung wird immer eine ganz bestimmte Speichel- absonderung hervorgerufen. Gleichzeitig wurde bei jedesmaliger Fütterung ein bestimmter Schall angegeben. Nach einer gewissen Zeit ist der Klang mit der Fütterung so verbunden, daß allein auf den Schall der Fleischpulverspeichel sich abschied. Aber nur auf diesen bestimmten Schall, bei anderen, die nur ½ Ton niedriger waren, blieb die Absonderung aus. Andere Hunde wurden auf einen Akkord dressiert, und wieder blieb der Erfolg aus, wenn von dem Dreiklang ein Ton fortgelassen, und statt des dritten ein anderer eingefügt wurde, oder wenn der Dreiklang eine Oktave höher oder niedriger angestimmt wurde Sogar kleine Verände⸗ rungen der Klangfarbe zogen eine Verminderung oder ein Ver⸗ schwinden des Reflexes nach sich!
Die Entstehung der Axt.
Die Entsteh ungs geschichte der Axt, dieses eigentlichen
Universalgerätes der Menschheit, das das Kulturelement ar excellence 1 tellt erzählt in anregender Weise Prof. 1. n
1
1 Wenle, der bekannte Direktor des Leipziger Völker- museums, in dem soeben erschienenen Bändchen„Kultur- elemente der Menschheit“(Kosmos, Gesellschaft der Natur- freunde, Stutgart, geheftet 1 Mark, gebunden 1,80 Mark). Eine Reihe von Forschern leiten für unsern nordischen Kulturbezirk die Axt von tierischen Vorbildern ab, insbe⸗ sondere vom Kiefer des Höhlenbären, jenes riesig gen Ver⸗ treters der Gattung Bär, der unseren eiszei itlichen Vor- 0 in viel zu schaffen gemacht k hat. Daß der n Frage kommen Bewegungen des Beim Schlagen und Klopfen mit dem stumpfen Werkzeug b r Arm ein⸗ gebogen; beim Hauen mit dem scharfen 0 wird er ge⸗ streckt, schon um durch den so verlängerten 8 eine größere Wirkung i 8 tigkeit des Hauens hat sich nun aber einem eee Werkzeug herausgebildet, um se riger, als sie ja eben⸗ in ei i gestialten Waffe 3 für einen anders ge⸗
r 21 Sagan 111 14 + mmer als Ausgangspunkt nicht i kann, ist im Un
Hauens und des
keine arteten Das eben sei nun, meinen Noiré und Jähns, der Höhlen⸗ eser mit seinem riesigen Eckzahn gewesen. Auch die iterentwicklung sei von hier aus leicht. Brach der Eck⸗ zahn ab oder wurde er sonst unbrauchbar, so lag es nahe, b ch einen noch härt teren Gegenstand zu ersetzen; zuerst iel zeformten Stein; nach und nach
umter Form, die man sich dann am in ig durch eigene Arbeit herstellte. Dabei abe man oft die alte spitze Form des Eckzahns sehr bald zu⸗ gunsten der praktischeren des 2 dezahns verlassen, im uf der Zeit auch den Kiefer selbst durch andere Ma⸗
l schhorn— und dergleichen er⸗
die Axt in unserem Sinne erfunden. förmige Spaltklinge beherrscht den er dur rch lange Zeiträume hindurch:
1 *
K g sie der Steinzeit auf, läuft durch die Kupfer ⸗, Bronze und Eisenzeit und erscheint, wo alles das fehlt, auch
Immerhin wäre
d t als Muschel gearbeitet, kurz, sie ist universal nach der Breite wie nach der Tiefe der Menschheit.
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Mr Amer


