Ausgabe 
30.7.1912
 
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Vom Hören der Tiere.

Zu dem vielsach umstr

Tiere hören, nimmt Dr. H. Dekker in seinem Büchlein Stel⸗ lschaft der Naturfreunde, vin zungen der Musik können wir n: man braucht ja nur in einem

lung(Fühlen und Hören. Stuttgart. geh. 1 Mk.). nicht nur hören, sondern Konzert darauf zu achten, leuchter zittern. Aber zu verwunderlich, was für bieser Begriffsvern einem seiner Bücher, daß Spinne beobachtete, die

herabließ und sehr schnell!

2

einsetzte. Und er schloß dar

kalisches Gehör hätten!! Ueberhaupt die musika

ttenen Prob

Kosmos, Gesell

en il fa 28 g gezo er 1

lischen Spin!

lem, ob

1 Tisch und kein Höre lüsse früh

vieder hochkletterte, wenn das Orchester . ie Spinnen ein feines musi⸗

nen! In

von Komponisten und Virtuosen liest man mit me

einstimmung oft dieselbe Anekdote:

*

Spiels eine Spinne von der Decke des!

instrument herabgelassen ha Ich habe das z. B. von Pas hat diese Erzählung von de wig in seinem Kämn

ließ und auf die Violine

Gesellschafterin ihre Söhr

eine Ludwig seine Geige zertrümmerte fi

1 Fabel erklärt.

be, um den l janini und 2 r Spinne

1

chen wahrne

Aber gewiß ist's nicht unmöglich, de

gelockt werden. Man nähe

Stimmgabel einem Spinne Insekt den häßlichen Leib bringt. Und dann versucht herzigen Klauen die Stim einwickelt. Sie fühlte das

*

Bewegungen, um die vern ein Hören? Undhörten lockt wurden? Nein, was

für

Spinne Erschütterr f es den 1

1 un In

an, daß an manchen Orten

a* Lubbock, F

1 Fisch en Fische?

re sich selbst

nnetz. Wie da das grausame, gefräßige

eilends an sie in l gal bel Tönen, f

für uns Tön zum Fressen. Und wie den

ing, etwas

meln zur Fütterung sich versammeln.

dieser Sache

reich war durch diese Einri

richtig, die Fische wurden dort durch ei

rufen wie Hotelgäste zur Table d'hote. Das gese Wärter, mit einer Handglocke läutend beugte und gleichzeitig den Fischen das

für das Hören. Den

weist nun nichts, gar nichts

sich geräu na Noti

n ihnen.

wo immer man Versuche stim lacht h

eim

suchungen zweifelhaft. M lautem Geräusch bis auf nicht einmal ei des Kommenden sehen, spr sie hören den Schmerzen

d sie antworten, wenn en

kräftig läuteten,

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Also war's hier mi angestellt hat

sren der 5 mit mit den aben; man

Aufstampfen

171 57* 11 9 d andere Lurche

an kann sich wenige M 7

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schrei der Geno

ian ihnen vo

der La sch taub ist gegen all er aber einem Metallpistill au erzeugte, die etwa die Höhe des Qu herangekrochen Das l sich belie also nur die Töne, die k gisch fi tung sind, und erzeugen auch 0 * 7 An un

nicht bekannt, auch zu sch.

es möglich, daß

daß während des bezaubernden

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zimmers errlichen Beethoven

die, so o pielte, sich von der Decke herab die die M

ihm, totsf

Spinne * n

den Ort

drolligem Ernst mit den unbarm el wuwickeln, wie sie eine Fliege lil den Faden erzittern, eilte auf den Punkt der Erschütterung und macht nun instinktgemäß die tieintliche Be

die Spinnen,

üte einzu

neisten übrigen Insekten, wie die besten orel u. a., einstimmig behaupten.

Man führt als Beweis für das Hören reichsische durch Signale, Läuten, Trom

Kreidl und Exner gingen ach: das Benediktinerstift Kremsmünster in Oester tung bekannt. Sie reisten dorthin,

ne

sich weit über das Geländer

er einer Säule verb

t demHören nichts. Und

t mit Sai

s 1

ische hat u Aeußerung m Fischfang reden,

dürfe bei

des Fuß

hören, ist

ihnen

eter nähern

Pistolenschuß! Erst wenn sie eine Bewegung

Wasser.

ssen, sie

2

rque

chen

big wieder

hre Erhal che. O6 scheiden.

en! Reclam erzählt in

* 7 *

die durch die Musik ange

e, ergreife

Futter vorwarf. Das be

in

Boettcher zeit

und wieweit die

Stuhl und Kron⸗ n. Es ist gerade⸗ ere Forscher aus

den Biographien rkwürdiger Ueber ich auf das Musik önen zu lauschen! gelesen. Beethoven st der kleine Lud⸗ utter, als sie die chlug, worauf der

ir eine amüsante

n durch Musik an⸗ tit einer tönenden

der Erschütterung

packen. War das

nde Musik, das ist

zur Fütterung ge so, daß ein

n als die Forscher horgen, den Fischen

nicht die geringste ten, Stimmgabeln, ian sich nicht über⸗ die mir er⸗ es verschwinde der nach Nerkes Unter der Natur unter

sie hören nichts

Und doch hören sie:

1 1 5 ren ihr Quaken,

Veräusche

ie hören tung von Bedeu⸗

8 holen. St

Reptilien hören, ist

Daß Vögel hören, das bedarf keiner Frage. Sie haben ein feines musikalisches Gehör. Einige von ihnen lernen ja die Stimme des Menschen, den Sang anderer Vögel in feinster Tonabstufung nachahmen. Dabei ist es sonderbar, daß ihr Gehörorgan verhält⸗ nismäßig einfach gebaut ist. Ihre Schnecke ist ein kurzer Sack, und die Pfeiler des Cortischen Organs sehlen ihnen.

Auch die Säugetiere hören. Ob alle, das wissen wir nicht. Aber daß der Hund hört, daß weiß leder, der einen solchen beobachtet hat. Der Hund unterscheidet sogar sehr fein Töne verschiedener Höhe. In dem Laboratorium bes hochverdienten russischen Physiologen Pawlow sind darüber so interessante Versuche angestellt, daß es schade wäre, sie hier nicht zu erwähnen. Zeliony hat darüber be⸗ richtet. Es wurden Hunde mit Fleischpulver gefüttert. Durch die Fleischpulverfütterung wird immer eine ganz bestimmte Speichel- absonderung hervorgerufen. Gleichzeitig wurde bei jedesmaliger Fütterung ein bestimmter Schall angegeben. Nach einer gewissen Zeit ist der Klang mit der Fütterung so verbunden, daß allein auf den Schall der Fleischpulverspeichel sich abschied. Aber nur auf diesen bestimmten Schall, bei anderen, die nur ½ Ton niedriger waren, blieb die Absonderung aus. Andere Hunde wurden auf einen Akkord dressiert, und wieder blieb der Erfolg aus, wenn von dem Dreiklang ein Ton fortgelassen, und statt des dritten ein anderer eingefügt wurde, oder wenn der Dreiklang eine Oktave höher oder niedriger angestimmt wurde Sogar kleine Verände⸗ rungen der Klangfarbe zogen eine Verminderung oder ein Ver⸗ schwinden des Reflexes nach sich!

Die Entstehung der Axt.

Die Entsteh ungs geschichte der Axt, dieses eigentlichen

Universalgerätes der Menschheit, das das Kulturelement ar excellence 1 tellt erzählt in anregender Weise Prof. 1. n

1

1 Wenle, der bekannte Direktor des Leipziger Völker- museums, in dem soeben erschienenen BändchenKultur- elemente der Menschheit(Kosmos, Gesellschaft der Natur- freunde, Stutgart, geheftet 1 Mark, gebunden 1,80 Mark). Eine Reihe von Forschern leiten für unsern nordischen Kulturbezirk die Axt von tierischen Vorbildern ab, insbe⸗ sondere vom Kiefer des Höhlenbären, jenes riesig gen Ver⸗ treters der Gattung Bär, der unseren eiszei itlichen Vor- 0 in viel zu schaffen gemacht k hat. Daß der n Frage kommen Bewegungen des Beim Schlagen und Klopfen mit dem stumpfen Werkzeug b r Arm ein⸗ gebogen; beim Hauen mit dem scharfen 0 wird er ge⸗ streckt, schon um durch den so verlängerten 8 eine größere Wirkung i 8 tigkeit des Hauens hat sich nun aber einem eee Werkzeug herausgebildet, um se riger, als sie ja eben⸗ in ei i gestialten Waffe 3 für einen anders ge⸗

r 21 Sagan 111 14 mmer als Ausgangspunkt nicht i kann, ist im Un

Hauens und des

keine arteten Das eben sei nun, meinen Noiré und Jähns, der Höhlen⸗ eser mit seinem riesigen Eckzahn gewesen. Auch die iterentwicklung sei von hier aus leicht. Brach der Eck⸗ zahn ab oder wurde er sonst unbrauchbar, so lag es nahe, b ch einen noch härt teren Gegenstand zu ersetzen; zuerst iel zeformten Stein; nach und nach

umter Form, die man sich dann am in ig durch eigene Arbeit herstellte. Dabei abe man oft die alte spitze Form des Eckzahns sehr bald zu⸗ gunsten der praktischeren des 2 dezahns verlassen, im uf der Zeit auch den Kiefer selbst durch andere Ma⸗

l schhorn und dergleichen er⸗

die Axt in unserem Sinne erfunden. förmige Spaltklinge beherrscht den er dur rch lange Zeiträume hindurch:

1 *

K g sie der Steinzeit auf, läuft durch die Kupfer, Bronze und Eisenzeit und erscheint, wo alles das fehlt, auch

Immerhin wäre

d t als Muschel gearbeitet, kurz, sie ist universal nach der Breite wie nach der Tiefe der Menschheit.

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Mr Amer