u wenn Leute, die sonst alleln von pflanzlicher Nahrung leben, etwas Fleisch bin bekümen. Es war eine Frage, direkt aus n Leben heraußgegri en. Albertoni und Rossi wählten für ihre nährungsversuche Leule aus einer ländlichen Bevölkerung, die Falten Zeiten ausschließlich von pflanzlicher Nahrung lebt. Eine de Bevölkerung, die in erbärmlichen ökonomischen Verhältnissen ot, findet sich im Süden Italiens, in den Abruzzen. Ihre Nah⸗ ing besteht aus Maismehl, Gemüse, Olivenöl. Sie genießen keine lh üse oder Eier. Slasch kommt bei dieser Bevölkerung nur l bis viermal 0 auf den Tisch. Albertoni und Rossi rich⸗ en bei ihren Untersuchungen ihr Augenmerk auf das Eiweiß, , wie a emein bekannt, nicht nur einen wichtigen, sondern nen unbedingt notwendigen Nahrungsstoff darstellt, da alles ben unseres Körpers Verbrennung von Eiweiß ist und das ver⸗ annte Elweiß durch frisches, das mit der Nahrung zugeführt rd, ersetzt werden muß. Sobald dem Körper nicht genug Eiweiß geführt wird, hungert er. Eiweiß kann durch einen andern Nah⸗ gsstoff, wie Stärke oder Fett, nicht ersetzt werden. Das Eiweiß in allen Nahrungsmitteln enthalten, in den Pflanzen wie im eisch; im Fleisch ist aber verhältnismäßig viel mehr Eiweiß als den Pflanzen en alten.
Albertoni und Rossi bestimmten nun während einer längeren gelt die Eiweißmenge, die in der rein pflanzlichen Nahrung der rute enthalten war. Da ig es sich zunächst, daß die Eiweiß⸗ enge, welche die Leute mit ihrer rein pflanzlichen Nahrung zu⸗ alührt bekommen, für eine normale Ernährung gar nicht aus⸗ ö ist. So sind für eine normale Ernährung eines erwachse⸗ en Mannes nach der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnis täglich
wa 110 bis 120 Gramm Eiweiß nötig. Die armen Bauern be⸗
amen aber täglich bloß zirka 70 Gramm für die Männer und zirka
h Gramm für die Frauen. Die beiden Forscher ermittelten weiter⸗
in auch die Elweißmengen, die mit dem Kote ausgeschieden wurden,
im in Erfahrung zu bringen, wieviel von dem genossenen Eiweiß er Nahrung unbenutzt verloren geht. Diese Eiweißmengen waren e den Bauern fehr groß: sie betrugen bei den Männern 20 Gramm
nd bei den Frauen 17 Gramm. Es war damit erwiesen, daß von er rein pflanzlichen Nahrung ein se In großer Teil unverdaut den Körper wieder verläßt: denn auf diese Weise ingen ja von dem Siweiß der pflanzlichen Nahrung ein Viertel bis gar ein Drittel des aufgenommenen Eiweißes verloren. Dagegen wissen
Gir, daß bei der Verdauung von Fleisch oder Milch nur 5 518 boöchstens 10 Prozent des aufgenommenen Eiweißes unverdaut sseiben und dem Körper nicht zunutze kommen.
Nun gaben die beiden Forscher den Bauern 15 Tage lang eine ügliche Zulage von 200 Gramm Fleisch zu ihrer pflanzlichen Nah⸗ ung. In 200 Gramm Fleisch sind etwa 35 bis 37 Gramm Eiweiß uthalten. So betrug nun die tägliche Zufuhr von Eiweiß ins⸗ geefamt in Form von Pflanzen und Fleisch 111 Gramm bei den Männern und 93 Gramm bei den Frauen. Wieder wurde die Ei⸗ eigte sich eine ganz merk⸗ ch nun im Kote vorfand,
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weißmenge im Kote ermittelt. Und da
würdige Sache. Die Eiweißmenge, die war geringer geworden, obgleich die Leute ja nun mehr Eiweiß gieno tten, als bei rein pflanzlicher Ernährung. Da uns aber die Eiweißmenge im Kote anseigt, wieviel vom Eiweiß der Meahrung unbenutzt den Körper wieder verläßt, so war damit er⸗ bviesen, daß dank der Zulage von Fleisch nunmehr die pflanzliche Mahrung besser ausgenutzt wurde als früher. So betrug bei der Zulage von 200 Gramm Fleisch zur pflanzlichen Nahrung die Ei⸗ weißmenge im Kote bloß 11 dis 12 Prozent des mit der Nahrung aufgenommenen Eiweißes gegenüber einem Viertel bis einem 0 Drittel Elweiß im Kote bei rein pflanzlicher Nahrung. Es war ulfo durch eine Zulage von Fleisch die Ausnutzung der pflanzlichen — und damit die ganze Ernährung der Bauern besser ge⸗ 1 Die große Beweiskraft und Bedeutung der Versuche von Alber⸗ noni und Rossi, deren Namen in der Ernährungswissenschaft auch lonst einen guten Klang haden, wird kein Vegetarier ignorieren önnen. 1 Von all diesen Dingen, daß das Fleisch die Ausnutzung der * slanzlichen Nahrungsmittel verbessert, davon wissen die meisten 1 ute nichts. Und nicht nur die Bauern, auch der Lohnsklave der Stadt ist in der Mehrzahl wohl kaum über die Grundlagen der Er⸗ mährungswissenschaft orlentiert. Aber auch ohne diese Kenntnisse bat er das größte Verlangen nach Fleisch. Jede Verteuerung des leisches ruft bie größte Beunruhigung in den weitesten Kreisen ler Arbeiterbevölkerung dervor. Jeden Pfennig, den der Arbeiter iin harten Kampf ums Daseln mehr ergattert hat, verwendet er zu dem Zwecke, seinen Konsum von Fleisch zu steigern. Das, haben wor zwel Jahren in vo men Üdereinstimmender Weise die Er⸗ bungen gezelgt, die der Metallarbelterverband einerseits und das Lalferliche Statistische Amt andererseits über die Einnahmen und 0 A der Arbeiter zuwege gebracht haben. Der Arbeiter, die bbreife Masse des Volkes handelt hier, ohne zuerst den Forscher be⸗ fragt zu haben. Wie sollen wir uns diefe Tatsache erklären? Die Antwort ist hier einfach. Das Fleisch regt unseren Appetit dau. Das it es zunächst, was wir an dem Fleisch schätzen, ohne auch nur die leiseste Ahnung von wiffenschaftlichen Untersuchungen über die Sedentung des Fleisches für die Ernährung zus haben. Der Appetit aber sst von gewaltiger Bedeutung für die Verdauung und damit flir die n petit haben heißt nicht nur, daß man lessen will und nach der Nahrung greift, sondern noch viel mehr:
„Appetit ist Saft“, Verdauu tt, wie Pawlow, der diese Frage in großzügiger Weise adler ab. ausdrlickt. Denke ich an eine
schöne Speise, so läuft mir das Wasser— der Speichel, der Verdau⸗ ungssaft enthält— im Munde zusammen. Und nicht nur im Munde— auch im Magen läuft uns das„Wasser“ zusammen, fobald unser Appetit durch Speisen angeregt wird. Wenn wir so⸗ mit an die Verdauung der aufgenommenen Nahrung mit Appetit herangehen, so haben wir von vornherein einen Vorrat an Verbau⸗ ungssäften, um die Verarbeitung der Speisen in Angriff zu nehmen. Die meisten Leute nun, die in kümmerlichen und sorgenvollen Ver⸗ hältnissen leben, haben keinen Appetit und verdauen darum schlecht. Das Fleisch, wenn es nicht zu stark versotten ist, regt ihren Appetit an, verschafft ihnen eine gewisse Menge überschüssigen Verdauungs- saftes, und die Verdauung geht jetzt besser vonstatten. Der Verdau⸗ ungssaft, der als Appetitsaft im Magen„zusammengeflossen“ ft, kommt auch der Verdauung der pflanzlichen Nahrungsmittel zugute. So erklären sich die Ergebnisse der Versuche von Albertoni und Rosst an den italienischen Bauern: bei einer Zulage von Fleisch stand den Bauern mehr Verdauungssaft in ihrem Magen zur Verfügung, und sie konnten nunmehr die pflanzliche Nahrung besser ausnutzen.
Dr. A. Lipschü b.
Billion und Kubikmeile.
Eine Plauderei von Richardus. Aus der Wiener Arbeiter⸗Zeitung.(Schluß.)
Eine einfache Rechnung ergibt, daß der Kopf dieses Un- getüms eine Höhe von etwa 3200 Fuß(992 Meter), also mehr alt die dreisache Höhe des Eisselturmes, ein Ohr beiläufig 800 Fuß (248 Meter), der ausgestreckte Zeigefinger ebensoviel betragen milßte. Die Länge des Fußes wäre nicht weniger als 4200 Fuß (1302 Meter) und der Eiffelturm daneben gestellt würde mit seiner Spitze den Fußknöchel des Standbildes nicht erreichen.
Die Sohle des normalen menschlichen Fußes bildet an der Innenseite, zwischen dem Fußballen und der Ferse, eine Wölbung, die bel der Kolossalfigur Raum genug böte, den Stephansturm darunter zu stellen, ohne daß dessen Spitze die Sohle rltzen wlürde.
Wie vlel Sprossen eine Leiter haben müßte, die vom Fuße zum genie oder zum Kopfe des meilenhohen Stanbbildes führen soll, wie groß etwa ber Durchmesser des Augapfels dieser Figur sein müßte und dergleichen, das sind Sachen, die sich ganz leicht berechnen lassen.
Schwieriger schon wäre zu ermitteln, wie lange ein gellbter Bildhauer brauchen würde, um ein solches Standbild aus dem Gaurisankar im Himaliya herauszumeißeln. Vielleicht unterzieht sich ein ber plastischen Kunst angehörender Leser der Mühe dleser Berechnung.
Nachdem wir uns nun über die Höhe einer Meile einiger⸗ maßen klar geworden sind, wenden wir uns der Länge einer Meile zu. Das ist so ziemlich die Entfernung von der Nor dwestbahn⸗ brücke über die große Donau stromabwärts bis zur Stablauer⸗ brücke. Das will im Grunde genommen nicht viel heißen.
Würden wir längs dieser Linie eine solide Mauer aufführen, deren Höhe auch eine Meile beträgt, so böte sich nun das anschau⸗ liche Bild einer Quadratmeile dar.
Eine solche Mauer müßte aber einen ganz gewaltigen, kaum absehbaren Umsturz in den klimatischen und meleorologischen Ver⸗ hältnissen unserer lieben Wienerstadt herbeiführen. Voraus sichtlich dürfte die Abschließung gegen Nordosten, zuerst eine äußerst milde, Wintertemperatur und eine sehr hohe Sommerwärme zur Folge haben. Dagegen würde den meist aus westlicher Richtung gegen Wien heranzlehenden Gewittern der Abzug gegen das Marchfeld abgesperrt sein und die Stadt hätte von Gewitterstürmen, Blitz⸗ und Hagelschlag arg zu leiden.
Für die außerhalb des Schutzgebietes der meilenhohen Mauern liegenden Bezirke könnten aus Norden wie Nordosten heraneilende Stürme verhängnisvoll werden, während die Ortschaften des March⸗ feldes unter äußerst strenger Kälte und dem Mangel an atmosphäri⸗ schen Niederschlägen zu leiden hätten.
Aber nicht nur auf Wien und dessen nähere Umgebung würde sich die Aenderung der Witterungsverhältnisse beschränken, dieselbe dürfte sich vielmehr auch auf einen welteren Umkreis erstrecken und könnte mögliche rwelse die mit so vieler Mühe durch lange Jahre gesammelten meteorologisch⸗statistischen Daten zum großen Teil wertlos machen.
Doch genug davon.
Wenden wir uns zur Kubi emeile. Dieselbe umfaßt einen Raum, dessen Grundfläche eine Quadratmelle darstellt und dessen Höhe eine Meile beträgt, also ein Würsel, bei dem jede der sechs Flächen aus einer Quabratmeile besteht.
Der Rauminhalt der Kubikmeile beträgt somit 64 000
Millsonen Kubikklafter oder 13 824 000 000 000 nbikf ut


