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sich nichts zu bedeuten. Nur darf die Maschlnen⸗ arbeit sich nicht als Handarbeit präsen⸗ tieren wollen. Vielfach sind auch die Verwechslungen
Utk unter der Nähe der Flamme; auch einen salschen Platz nimmt die Uhr in einem Streitkolben aus dem 16. Jahr- hundert, der im Münchener Museum aufbewahrt wird, ein.
zwischen zwei und dreidimensionalen Arbeiten: eine Malerei] Die meisten Beispiele für Zweckkollisionen liefert jedoch die
z. B. auf Schmucktellern, Reliefwirkungen anstrebt.
von Natur aus als Fläche gedacht ist, soll nie körperlich be-]!
handelt werden. Und doch müssen sich das die meisten be⸗
rühmten Gemälde gefallen lassen. Zahlreich und furchtbar] wird
sind die Nachbildungen der Sixtinischen Madonna, des Lio— nardischen Abendmahls usw. in Silber, Messing, Poezellan.
Man muß sich diese Nachbildungen einmal in der Seiten⸗ein Stuhl ist kein Tisch.
ansicht ansehen, um das Falsche solcher Uebertragungen voll Das Ganze hat aufgehört ein Gemälde zu
sein, ist aber ebensowenig ein plastisches Werk geworden.— Eine Tischplatte hat stets eine Fläche zu bleiben, auf die man
auch keine flachen Einlagen, die eine W
biet die Fläche ist, und nicht Teppiche, Kissen und Decken mit
Leisten⸗ und Hoch⸗Reliefnachbildungen versehen. Die Be deutung von klein und groß ist bei der kunstgewerblichen
Produktion gleichfalls wesentlich. Wünscht man eine auf fällige Wirkung, so ist die Größe das nächstliegende und ein⸗ fachste Mittel, das ings nik eine gewisse Begrenzung er 8 Verfahren, eine sehr starke Verkleinerung, wi Zwecke angewandt; so entstehen die viele
1 bei denen man sich noch 8 Mühsame zugleich s
Spielereien, b Irrtum, daß das 6 Gesetze der perspektischen Verjüngung dürfen ebenfalls nicht außer acht gelassen werden. Hohe Gitter, Fenster, große Stoffbehänge sollen nicht“ aus kleinlichen Mo⸗ tiven zusammengestellt werden, die in der Entfernung gar keine Wirkung haben, sondern nur zu einer unbestimmten Masse verschwimmen. Auch die Gewichtsfrage ist bei kunstgewerblichen Dingen nicht so, nebensächlich. Falsch sind übermößig schwere Stühle, die sich kaum von der Stelle rücken lassen, desgleichen ebensolche Federhalter, weil sie die Hand zu leicht ermüden und eine schwere Schrift machen; auch umfangreiche Buchwerke sollte man lieber in mehrere handliche Bände zerlegen, damit das mühsame Folianten⸗ wälzen wegfällt. Im Gegensatz hierzu gibt es auch wieder zu leichte Objekte. Wie unpraktisch sind Tintenfässer oder Eierbecher aus Aluminium, die schon fast von selbst umfallen, desgleichen zu leichte Lampengefäße oder Blumenvasen und Vierseidel. Bedeutungsvoller aber noch als das Gewicht an sich ist die Gewichts verteilung, von deren Richtigkeit zugleich die Haltbarkeit des Gegenstandes abhängt.„Die Schwerkraft, die im Schwerpunkte angreift, muß durch den Widerstand der Unterlage aufgehoben werden. Je niedr i- ger der Schwerpunkt verlegt werden kann und je mehr die Basis sich verbreitert, um so größer wird die Standhaftigkeit.“ Der Mensch selbst stellt sich ja mit ge— spreizten und nicht mit geschlossenen Beinen hin, wenn er (3. B. beim Ringen oder Boxen) besonders fest stehen will. Richtet man sich nun nicht nach diesen physikalischen Gesetzen, so entstehen„wacklige Scheußlichkeiten“, wie jene gedrehten Holzständer, bei denen stets zwei ungefähr gleich schwere Kleidungsstücke einander gegenüber aufgehängt werden müssen, damit sie nicht umfallen. Oder jene Butter⸗ und Käsemesser mit zu schweren Griffen, die kippligen Gläser und Leuchter mit zu hohen oder zu leichten Füßen. Ein Gebrauchsgegenstand kann nie schön sein, wenn er nicht seinem Zweck entspricht; mit der Vervollkommnung der Zweckmäßigkeit steigt auch sein ästhetischer Wert. Große Blumenvasen, die einen so engen Hals haben, daß man nur wenige Stiele hindurchschieben kann, sind unzweck⸗ mäßig. Desgleichen metallene Tintenfässer, Leuchter, Löscher, Möbelbeschläge, die so spitz und stachelich sind, daß man sie kaum anfassen kann oder an ihnen die Kleider zerreißt.
— N 45 11271 40 chön wäre, beruft. 2
Was] Möbeltischlerei. Schon die spätgothische Periode konstruierte
und Klapp⸗ lehnstühle) und bei all diesen Klapp— und Auszugsmöbeln meist die Standfestigkeit erheblich beeinträchtigt. Schwieriger liegt der Fall, wenn zwei verschiedene Möbel— typen ineinander übergehn. Ein Tisch ist kein Stuhl und Es gibt aber Stuhltische, Bett⸗ schränke und Sessel und Waschtische, die zugleich Kommode sein wollen, und Lehnstühle, die N chttischbequemlichkeiten enthalten. Es lassen sich aber kaum hierbei zwei Fliegen nit einer Klappe schlagen, es wird meist etwas sehr Unschönes araus und man sollte das Nebeneinander lieber in ein Nach⸗ einander verwandeln. Aber nicht nur muß jeder Gegenstand seinen Zweck entsprechen, er selbst in allen seinen Teilen soll auch glaubwürdig zum Ausdruck bringen. eodor Vollbehr„Funktionelle en dürfen z. B. nicht so ge⸗ ift, wie sie ein schweres Ge—
e der Renaif
Klapptische(es gibt Klappbänke, Klappbetten
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Verstöße dagegen
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druck. Oeffnet un kommen alle diese
einen
und Konsolen« ge,— einen komischen währe gesims aber, das sie an— heinend zu tr keineswegs ein; denn
es wurde ja in der T gestützt. Auch aus Rücksi
Symmetrie finden sich funktionelle Lügen, man de U 1
nur an alle die Möbelschlösser, von denen nur eines zu schließen, während das andere un— beuntzbare nur wegen der durchaus entbehrlichen Symmetrie
angebracht ist. a
Haben wir vorher schon Materialattrappen er⸗ wähnt, so läßt sich ebenso auch von Konstru ktions⸗ attrappen sprechen. Auch sie sind kunstgewerbliche Witze, nur daß sie kein anderes Material vortäuschen wollen, sondern ihren Humor darin sehen, ihre Gestaltung aus einem Gebiet zu entnehmen, das nichts mit ihrem eigentlichen Zweck zu tun hat. So gibt es Kohleneimer in Form von Bulldoggen, Tintenfässer von Pferdeköpfen, Küchenuhren aus Brat⸗ pfannen, Peitschen als Thermometer, Likörschränke in Gestalt eines Telephons und hunderterlei ähnlichen Blödsinns. Und gerade ebenso wie beim Material, finden wir auch in der k Surrogate; sie versuchen meist eine schwierigere Her⸗ stellungsart, als in der Tat benötigt wurde, vorzutäuschen. Auch hierfür war wieder die zweite Hälfte des 19. Jahr- hunderts, wie für so viele andere Geschmacklosigkeiten, die Blütezeit. Sämtliche Handarbeitsstickereien werden durch die Maschine imitiert. Durch Malerei, Schablonierung oder Druck macht man Intarsien nach; Schmiedeeisen wird in Guß imitiert, Blechpressung ersetzt die Treibarbeit.
Ueber das Phantasievolle und das Phantastische im Kunstgewerbe äußert sich Pazaurek folgendermaßen: „Phantasievoll kann ein kunstgewerblicher Gegen⸗ stand sein, ohne als unbrauchbar getadelt werden zu müssen, phantastisch dagegen soll er nicht sein. Man darf sich auf keinen Fall über die Zweckforderungen ganz hinwegsetzen wollen, sonst greift die Welt nach dem Nüchternen und stellt sich zur Kunst in Opposition. In Kunst und Kunsthandwerk werden wir jede Originalität, die nicht gequält ist, sondern eine tatsächliche Verbesserung auch in konstruktiver Vetzehung bringt, gewiß nur mit Freude begrüßen.“
(Schluß folgt.)
Aus„Das Kapital“. Von Karl Marx.
Ein weiteres Kapitel ist das der Zweckkollisionen. II.
Wenn ein Gegenstand zwei verschiedenen Zwecken dienen soll,
Fabrikgesetzgebung. Wenn die Verallgemeine⸗
wird dies stets auf Kosten seines Gebrauchswertes für diefrung der Fabrikgesesgebung als phyfisches und geistiges eine oder andere Sache sein. In der Empirezeit vereinigte] Schutzmittel der Arbeiterklasse unvermeidlich geworden ist, verall⸗
man nicht selten Uhr, Lichtschirm und Kerze und das Uhrwerk! gemeinert und beschleuniat sie andererleits, wie berests angedenles,
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