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ganze Reich französischer Macht und französischen Einslusses, sa Über die ganze Erde, spannte Napoleon seine Verkehrspläne. Gewaltiger noch als die ausgeführten Entwürfe sind die Unternehmungen, die

n früher Sturz verhinderte. Ex ist der Schöpfer der Alpen⸗ traßen. Der mächtige Straßenbau, der von Triest nach dem rient führen sollte, konnte noch von ihm begonnen werden. Nicht rtig war das Kanalsystem, das unter ihm hergestellt hier konnte das größte nicht mehr ausgeführt werden.

den Napoleon bauen wollte, kam erst in unserer

Zeit zur Vollendung, und der Plan eines deutschen Mittelland⸗ kanals, der von dem Fremdherrscher als Binnen verbindung vom Westen zum Osten Deutschlands in Aussicht genommen war, wurde hundert Jahre später von den natlonalen preußischen Junkern verhindert! So hat Napoleon ein größeres In⸗

an der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands gehabt als

teresse m zwanzigsten Jahrhundert das Deutschland beherrschende Agrariertum. Bedenkt man noch, daß Napoleon auch einen schnellen Postverkehr von Paris bis zur russischen Grenze eingeführt hat das französische Postwesen wurde 1801 von ihm verstaatlicht, so ermißt man erst das ganze Maß der Hemmungen, die der Sturz Napoleons der europäfschen Entwicklung auferlegt hat. In der napoleonischen Zelt lernt erst die Welt den Begriff techuischer Ge⸗ schwindigkeit kennen. Die napoleonischen Heere marschieren im Tagesdurchschnitt achtzehn bis vierunddreißig Kilometer. Die acht; hundert Kilometer von Jena bis Lübeck wurden 1800 unter Murat in vierundzwanzig Tagen zurückgelegt. Selbst auf den Unwegen des ruffischen Feldzuges wurden noch Marschleistungen von einund⸗ zwanzig und zweiundzwanzig Kilometern erzielt, höhere, als in dem Kriege von 187071 von der deutschen Armee erreicht wurden

Freilich diente die ungeheure Verkehrsentwicklung zunächst nur militärischen Zwecken. Aber es lag nicht in der Absicht, sondern in dem Schlcksal Napolednus, daß seine Kraft sich in dem Wirrsal überkommener Weltkriege verzehren mußte. Die gleiche und noch höhere Intensität der Kraftentfaltung zeigte die uapoleonische Zeit auf dem Gebiet der Gesetzgebung und Verwaltung, der wissenschaft⸗ lichen Entdeckungen und Erfindungen, der industriellen Schöpfungen. Zwischen dem Augenblick, in dem Napoleon von einer neuen Erfin- dung hörte, und der praktischen Ausbeutung dieser Erfindung im weitesten Umfang, pflegten nur ein paar Tage zu vergehen

Der Geschichtsschreiber muß aber auch die Kulturleistung in den kriegerischen Unternehmungen Napoleons anerkennen. Nichts ist so unwahr wie der Jammer Über die armen Deutschen, die von dem fremden Tyrannen gezwungen wurden, sich für seinen Ehrgeiz hinschlachten zu lassen. Begeistert solgten gerade die deutschen Sol⸗

daten der Glorie, die in Napoleon verkörpert war. Für eine fremde Sache wurden sie geopfert. Die Wahrheit ist: zum ersten⸗ mal selt Jahrhunderten führten unter Napoleon Deutsche die Waffen, um Über die großen Angelegenheiten der Welt zu ent⸗ scheiden, die schließlich doch auch ihre eigene Sache war. Bisher waren sie, um der Besitzstreitigkeiten niedriger Dynasten willen, hingemordet worden. Sie waren fast von allen Fürsten Deutsch⸗

lands an fremde Regierungen verkauft und vermietet worden, um für irgendwelche Interessen, von denen sie nicht einmal wußten, ihr Blut strömen zu lassen. Alle Schlachtfelder der Erde hatten das Blut deutscher Söldner getrunken. Auch wo ste für den eigenen udesherrn stritten, taten sie es immer nur als geprilgelte rechtlos, vefachtet, schamlos ausgebeutet und grausam miß⸗ handelt. Der Napoleons war der Freiheitskämpfer der lution geblieben. Zum erstenmal lernten hier Deutsche das Bewußtsein, als gleichberechtigte Männer geachtet und gewertet zu seln, ohne Rücksicht auf ihre Geburt, Anwärter seden Aufstsegs, der ihrer Befähigung entsprach kpoleon ging nach Rußland, mit den Kontinentalstagten ver⸗ bündet. Preußen hatte wieder, 1806, lange eine zweideutige Politik des Schwankens getrieben, sich aber endlich zu einem Blünd⸗ nit Napoleon entschlossen. Von Prag schrieb Freiherr vom Stein verzweifelt an den Zaren:Die Hoffnungen aller Redlichen und Gutgesinnten sind also zum zweitenmal von Preußen getäuscht, es hat sich wehrlos und gebunden den Dänden seines auf mannig⸗ sa Art gerelzten und erbitterten Feindes Überliefert... Nun kann man in Deutschland nichts mehr von einer Impulston von n erwarten. Stein bewarb sich um einen Dienst beim Zaren Alexander I. berief ihn. Das preußische Oilfskorps 20 000 wirkte aber abselts des Zuges der großen Armee, und der Krieg gegen Rußland wurde von ihm nicht sehr ernsthaft geführt. Oesterreich trieb ein Doppelspiel. Es stellte zwar Napoleon ein Hilfskorps zur Verfügung 34000 Mann, aber gleichzeitig ließ es den Zaren wissen, daß man nicht daran denke, Rußland zu schädigen.

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In Tat trieb denn auch Fürst Schwarzenberg, der Befehlshaber der reichischen Truppen, offenbar Verräterel

oleon war sich der Unzuverlässigkelt solcher Truppen be⸗

wußt. Aus diesem Grunde internatlonaltsierte er die einzelnen * örps, riß die Natltonalttäten und Landsmannschaften aus⸗ e schuf so national gemischte Korps. Im ganzen zählte 0 Urmte 585 000 Mann Infanterie und Fußartillerie, 105 Mann Kavallerse und reitende Artillerie. Ungefähr die Einen bedeutenden Anteil hatten die

Bayern stellte über 80 000 Mann, das

achsen 20 000, Württemberg 15 000, 5000, ebenso viel waren aus dem Groß- eboten, das mecklenburgische Kontingent betrug

dem Feldzug rein militärische Zwecke

ösen, nicht erobern, sondern durch die

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