Ausgabe 
21.5.1912
 
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Wöchentliche Beilage der Oberhessische

Nummer 7 Dienstag, den 21. Mai 1912 I. Jahrgang Fichtes Erbe. aller Völker; es hatte hinter sich und unter sich all die Fesseln staat⸗

150 Jahre nach seiner Geburt. licher Tyrannei(besonders auch in dem kolonialen, weltpolitischen

(1762 19. Mai 1912.) Sinne des heutigen Imperialismus, den Fichte alsUniversal⸗

Von Kurt Eisner. monarchie verabscheute!); und darum war es allein auserwählt

Wenn wir daher nicht im Auge und berufen, ungehindert durch den Nationalwahn und die

behielten, was Deutschland zu werden hat, so läge an sich nicht viel daran, ob ein französi⸗ scher Marschall, wie Bernadotte, an dem wenigstens früher be⸗ geisternde Bilder der Freiheit vor⸗ übergegangen sind, oder ein deutscher aufgeblasener Edelmann ohne dritten und mit Roheit und frechem Uebermut über einen Teil von Deutschland gebiete. Fichte 1813.

Anders sind die Beziehungen, die Fichte mit dem deutschen Proletariat verbinden, wie die geschichtliche Verwandtschaft, die zwischen uns und den übrigen Geistern der klassischen Zeit besteht Wir sind aller Erbe und in unserer Hut ist ihr Ewiges lebendig⸗ tätig geborgen und gegen jede Verdunkelung und Verflüchtigung gesichert. Fichte aber ist uns bluts verwandt; er ist unser Vorfahr.

Der ärmste Proletariersproß, der bereits in seinem Blute die revolutionäre Kühnheit der Klasse fühlt, die der Klasse eigen wurde, nachdem sie zur materiellen Massenerscheinung und zum geistigen organisterten Massenbewußtsein gediehen war, zeigt in Leben und Lehre die unbeirrbare sittliche Kraft eines welt⸗ umwälzenden Prinzips, die das Wesen der deutschen Sozialdemo kratie ward.

Daun aber ist der Name Fichtes unmittelbar mit den An⸗ fängen der deutschen Arbeiterbewegung verknüpft. Der 150. Ge⸗ burtstag Fichtes ist zugleich die Halbjahrhundertfeier von Lassalles Agitation. Wie Lassalle schon 1859 in die europäische Krisis die mächtigen, aufrührerisch gestaltenden politischen Fragmente Fichtes aus dem Jahre 1813 geworfen hatte, so entwarf er am 100. Ge⸗ burtstag Fichtes in seiner damals unverstandenen Festrede in der Berliner philosophischen Gesellschaft vor einem Publikum, das mehr zum Mittagsessen drängte, als zur Erfüllung schwerer Welt⸗ gedanken das nationale Programm des deutschen internationalen Sozialismus. Mit Fichtes Sturmglocken übertönte Lassalle, in den Spuren der tiefsinnig schwierigenWissenschaftslehre ernst be⸗ geistert schreitend, das geräuschvolle parlamentarische Präsidenten⸗ geklingel der Konfliktszeit. Die wissenschaftlich gelehrte Festrede auf den Philosophen stand im innersten Zusammenhang mit den gleichzeitig gehaltenen politischen Reden, in denen die Arbeiterschaft wachgerufen wurde. Fichtesabsolutes Ich entdeckte Lassalle in der weltgeschichtlichen Mission des deutschen Proletariats.

Aber die Blutsverwandschaft zwischen Fichte und der deutschen Sozialdemokratie äußert sich in einem noch tieferen und umfassen⸗ deren Sinn: Der deutsche Sozialismus hat das nationale Vermächtnis Fichtes erfüllt! Der Nationalgeist Fichtes bestand in dem Gegenteil 22 ere was man heute in diesem Begriff zu mißbrauchen pf. mee ist nichts von Fürsten und e von Ständen, nichts von militärischer von Staat, Boden, Schl n. ö Deutschen war für Fichte gerade darin

Fahnen,

beruf der deutsche Volk im heutigen Sit nne keine Na ein staats⸗ und geschichtslof

und vernichtet war, was i dete den Nationalstaat drückung. Darum war für Sab

Nationalwillkür, durch die Macht-, Gewalt⸗ und Ausraubungs⸗ politik der anderen Völker der Welt jene Freiheit zu verkünden und

zu erringen, die Frankreich nach der Revolution verraten. So wurde das deutsche Volk fähig, den Kampf gegen die Fremdͤherrschaft für die ganze Men schheit zu führen,

der Prophet des Weltgeistes zu werden und die Botschaft der Frei⸗ heit(die in Fichtes Sinn nichts anderes ist wie die soziali st s che Demokratie) aller Welt zu bringen. Der deut sche Sozialis⸗ mus war es dann, und auch er mit der begeisterten Selbstsicherheit wissenschaftlicher Erkenntnis und der geschichtlichen Aufgabe, der diese Botschaft zur Tat werden ließ. Die sozialistische Inter⸗ nationale ist aus deutscher Gedanken- und Organisationsarbeit entstanden. Unter ihrem Einfluß hüten heute die Proletarier aller Länder das Ideal der Weltfreiheit, inmitten des aufschäumenden Chaos, jenes Nationalismus, den Fichte als die rechtloseste Aus⸗ geburt preußischer Verirrung bekämpfte und den zu überwinden

er als die eigentümliche Aufgabe des deutschen Nationalgeistes lehrte. Die deutsche Sozialdemokratie ist Fichtes Erbe und Voll⸗ strecker seines nationalen Vermächtnisses geworden.

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Ein schwedischer Wachtmeister Gustav Adolfs soll einst verwundet in Rummenau, einem Dorf der Oberlausitz, zurück⸗ geblieben sein. Aus seinem Geschlechte ist Johann Gottlieb Fichte entsprossen. Großvater und Vater waren Bandwirker, die ihre Ware selbst im Hausierhandel absetzten. Fichtes Elternhaus wim⸗ melte von Kindern; sie wurden früh beim Hausieren beschäftigt. Johann Gottlieb hütete auch wohl die Gänse. Auf irgend eine Weise scheint sich der Freiherr v. Miltitz, ein Freund des Guts⸗ herrn des Dorfes die Familie Fichte lebt unter dem Recht der Erbuntertänigkeit des Knaben angenommen zu haben. Sicher ist, daß das K auf dem Schloß der Freiherrn v. Miltitz,

mind einige Zeit Oberau bei Meißen, lebte und dann auf die Stadtschule in

Meißen, schließlich auf die Fürstenschule Pforta gebracht wurde. Wie F richte 12 Jahre ist, stirbt sein Beschützer und seitdem kümmert sich niemand mehr um den aus seinen Verhältnissen heraus⸗ geri ssen ien Knaben.

In der 1 Zucht der Schulpforta spiegelt sich im Kleinen die Welt der feudalen Knechtschaft. Es ist eine Mischung

von Kl 1 5 und Gutshörigkeit. Alle 24 Stund durch strenge und feste Regeln bestimmt und eingeschnürt. Die jüngeren Schüler aber müssen ihren Obergesellen wie leibeigene Bauern Dienste aller Art leisten. Der junge Fichte leidet schwer unter seinen Peinigern. en bekannter Robinson leistet ihm den 3 Dienst Befreiung, wie später die französische Revolution und Kant. Er 11 der Qual des

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