öht, ein unzweifel⸗ Sozialdemokratie für
Tag immer mehr auf ein solches illt die sozialdemokratische Flut an; iete drängt sie ein; immer tieferen f mehr Menschen zieht sie
sind dieselben; die bisher Glieder den sind, denen der Geistliche als Ver⸗ ls Seelsorger dienen soll und
in, die er doch als seine Brüder pfobjekt sich aus den so entgegengesetzt lüssen und Wirrnissen heraus
innt sie auf sie, immer
stische Sache ihm K
angesichts der so wider-
seres Erachtens nur
ernd rettet, der ihm festen, sicheren
ngt, der ihn vor aller Welt und für
tder Unehrlichkeit und dem
nichts als ein schwarzer Gen darm
sei, befreit. Dieser Ausweg heißt unbedingte, unverklausu— lierte, ehrlichste Neutralität des Wortes und der Tat in allen wirtschaftlichen und politischen Angelegenheiten dieser von Klassenkümpfen so furchtbar zerrissenen Gegenwart. Der Geistliche, der katholische wie der protestantische, beschränke sich auf die intensive, menschliche, weltoffene Pflege einer edlen, durck terlei Selbstsucht entwürdigten Religiösität an den Menschen, die dieser Religiösität bedürfen zu üssen glauben 5s si! teilich nicht mehr alle, wie einst, nen dazu zwang,
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faden Norzid
solchen Verzicht mehr gewinnen als er aufgibt: nämlich eine klare, unverdächtige, vorurteilslose Haltung gegenüber der Sozialdemokratie. Verschmäht er es, die Bahnen einer solchen, durch die Sache ebenso sehr wie durch alle begleitenden Gesamtumstände gegebenen und bedingten Neutralität zu wandeln, so schafft er nur neue Feindschaft zwischen sich und der Arbeiterbewegung, die ihn selbst zu Falle bringen muß, die Arbeiterbewegung aber doch nicht aufzuhalten vermag.
Photographie in natürlichen ⸗Farben. Von Dr. Felix Linke. 1. Glasbilder in natürlichen Jarben. Is a attscheibe photographischen Appa- 0 schast abbildete, der arben, die sich dort alles bie Landschaft
* Aid 1—— selbst an Jardenrelzen bletet, un yr wir uns daran gewöhnt haben, viel ig dadon zu sehen, nicht darauf zu en
enommenen Segenstände so genau wledergeben. Aber noch mehr. —„stimmungsvoll“ werden sie, je nachdem ihr Gehalt an dunk⸗ len Tönen oder hellen Lichtern, die durch die Luft dahinfluten⸗ 1 ist, etwa durch 1 Neprodutionsmethode, durch die rt der Kopie, durch die Wahl des Kopierpaplers und durch seine Behandlung. Aber wie sehr leidet darunter doch eigentlich die Naturtreue. Ein treffendes Beisplel baflür ist—— und lehrreich in meiner Erinnerung. Ich bekam vor 15 85 ren einmal von einem älteren Freunde ein photographisches Bild geschenkt, das eine Landallee mit hohen Kiefern darstellt, die sich düster gegen die hellen Wolken abheben, die sich lm Vordergrunde oben 2 während sich hinten und gegen den Horizont dicke Gewitterwolken ballen. Der Vordergrund der Landschaft rechts und links liegt in schatten⸗ haftem Dämmer da. Ich hatte mich an der düsteren Stimmung des Bildes sahrelang erfreut, bis ich einmal aus allen Himmeln gerissen wurde, als ich in einem großen Warenhause ein schön ausgeführtes Schwarzweißbild sah, das genau das gleiche Motiv darstellte wie mein kleines Bild. Aber das hatte eine ganz andere Stimmung, es war hell und freundlich, im Vordergrunde rechts und links waren bestellte Felder mit Ackerfurchen zu sehen und am Himmel schwebten wohl Wolken, aber lichte und freundliche. Ich hatte, als ich mich auch nach dem Titel umgesehen, die Bekanntschaft mit Hobbemas„Holländischer Landstraße“ gemacht. Das Bild war eine photographische Aufnahme nach einer Reproduktion, die durch die Belichtungsdauer der Platte selbst und durch die Art der Kopie einen ganz anderen Charakter erhalten hatte. Dobbemas Haupt⸗ stärke liegt im brillanten Kolorit, mittels dessen er die volle Sonnenbeleuchtung wiederzugeben verstand. Und ich hatte mich sahrelang über den düsteren Charakter der Landschaft gefreut!
Das ist wie gesagt ein treffendes Beispiel dafür, wie wenig von der Naturtreue übrig bleiben kann, wie sehr man sich aber ge⸗ wöhnen kann, Dinge so zu sehen, wie sie nicht sind.
Auf unseren photographischen Bildern sehlt ja eine Hauptsache, die durchaus zum Charakter des Ganzen gehört: die Farbe! Auf der photographischen Mattscheibe ist sie da, aber auf der photo- graphischen Platte ist sie verschwunden! Ist das nicht verwunder⸗ lich? Müßte nicht auch die Farbenpracht auf das Negativ gezaubert werden? Wo bleibt sie denn? Das kommt daher, weil das Licht bei der gewöhnlichen Photographie nur dazu benutzt wird, das Silber der photographischen Negatlvplatte zu schwärzen, so daß die farbigen Strahlen hier nur nach ihrem Gehalte an chemisch wirk⸗ samen Lichtstrahlen ausgewertet werden. Und das ähnliche Ver- fahren begegnet uns beim Kopieren der Papierbilder wieder.
Erst ganz neuerdings ist es gelungen, sarbige Bilder herzu⸗ stellen. Die theoretische Möglichkeit war schon von Maxwell er⸗ wiesen worden, ja er hat sogar auch einen experimentellen Nachweis dafür geliefert, als er im Jahre 1861 durch gleichzeitige Projektion dreier positiver Bilder, die hinter roten, grünen oder blauen Licht⸗ feldern(Glasscheiben) erzeugt waren, farbige Bilder vorführte. Aus diesem Experiment entwickelte sich später das Dreisarbendruckver⸗ fahren, das sich neuerdings zu hoher Vollkommenheit ausgebildet hat. Die„Photographische Gesellschaft“ in Berlin bringt seit einigen Jahren farbige Reproduktionen auf den Markt, die die Farben der Originale treu und prächtig wiedergeben. Leider sind sie noch immer nicht ganz billig(in der Größe von etwa 40 mal 50 Zentimeter kosten sie 30 Mark und im Abonnement 20 Marl), aber man kann jetzt doch die Wände seiner Wohnung mit sehr schönen farbigen Bildern schmücken, wenn man 100 bis 200 Mark dafür ausgeben kann.— Billiger und immerhin auch noch ganz schön kann man das mit den farbigen St bewerkstelligen, wie sie z. B. bei Teubner erscheinen
Aber das geschilderte Verfahren ist es nicht, mit dessen Hllse man heutzutage farbige Photographien erzeugt. Man kann es wohl anwenden, aber man erhält nicht eigentlich farbige photographische Bilder, sondern man benutzt schwarz⸗weiße Photographien, um sie in ihren Farben zu profizieren. Man macht nämlich von einem Gegenstand hintereinander oder gleichzeitig drei photographische Aufnahmen in der Weise, daß man die erste mit vorgeschaltetem roten, die zweite mit grünem und die dritte mit blauem Filter photographiert. Man muß dann von den erhaltenen Bildern se ein Diapositiv machen. Diese Positive unterscheiden sich von einander
bestimmte Helligkeitsabstusungen. Die blaue Färbung des zegenstandes erzeugt auf dem dritten Bilde unter dem blauen Glafe einen kräftigen Silbernlederschlag, also kräftiges Dunkel. Auf dem davon angefertigten Vositiv wird die Skelle* Bei dem unter grünem Glase aufgenommenen Bilde läßt dieses auch etwas blau durch, so daß das Negativ schwach, das Pofitlo also stark ge⸗ schwärzt wird. Bei dem unter rotem Glase aufgenommenen Bilde entsteht, da kein blaues Licht durchgelassen wird, an der blauen Stelle des Gegenstandsbildes gar keine Schwärzung. Wie die anderssarbigen Partien werden, kann man sich entsprechend zurecht⸗ legen.
Stellt man nur vor jedes Vositiv eine farbige Platte genau der gleichen Farbe wie dle, durch die es aufgenommen wurde, und proft⸗ ziert alle Bilder in der Weise, daß sie sich genau decken, so erh man ein prächtig gefärbtes Bild. Dieses entsteht also dadurch, daß man das rote, grüne und blaue Einzelbild übereinanderlegt. Dann mischen sich die Farben und geben das Bild in natürlicher Färbung.
Eine Vereinfachung erfuhr dat Verfahren durch den Eng⸗ länder Joly, der mit einer einzigen Aufnahme auskommt, indem er einen Filter verwendet, auf dem abwechselnd eine blaue, eint grüne und eine rote Linie gezogen war. Dasselbe Hilter wird dan auch zum Profizleren benutzt. Dann erhält man ein Bild, das einiger Entfernung betrachtet die tschtigen Farben zelgt. Begchlet
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