Ausgabe 
19.11.1912
 
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Amer Schicht von ganz fein gemahlenem gefärbten Stärkekörnchen.

werden mu Fabel allerbings, daß das Filter vor dle Aufnahme u ebenso gesetzt wird, wie es bei der Aufnahme stand, weil

2 Stellen übereinander kommen, wodurch ein gewaltiges 0

wabohu entstehen muß. Noch einen Schritt weiter ingen die Gebrüder Lumière. Sie

legten ihren Platten aleich das rbfilter unter. Dieses besteht aus

5 Körnchen hat einen Durchmesser von ½ Millimeter, so daß J 10 000 auf einen Quadratmillimeter und eine Million auf

Offizierkorps, deren armseliges Dasein dennoch als eine starke Bürde auf dem Volke lastete.

Daß Kliquenwirtschaft und Korruption im neuen Griechenland nicht minder herrschten, wie in der Türkei und dem alten Byzanz, war längst bekannt und wurde zum Ueberfluß von dem griechi⸗ schen Krieg 1897 aller Welt offenbart. Darauf folgten Jahre der größten politischen Wirrnisse, bis schließlich Herr Ven iselos die Macht an sich zog.

deln, man mußte sie beherrschen, wenn man nicht selbst von ihnen

einen Quadratzentimeter kommen. Eine Platte der üblichen Größe mal 12 Zentimeter hat, die Zwischenräume abgerechnet, rund 90 illionen solche Stärkekörnchen.

Wenn man durch diesen Raster] immer.

und er verspricht noch

Herr Veniselos versprach viel Finanzreformen, Justiz⸗

Er verspricht Armeereformen,

durch eine Aufnahme macht, so erhält man ein Bild, das in ent⸗ ref f 8 1 8 3 den Parden erscheint. Dieses Bild umzukehren, ist chemisch reformen, Agrarreformen, Wegebauten, Entwicklung der Industrie, f Zollrevision, Austrocknung der Sümpfe u. a. m. kurz, er ver⸗

licht schwer, so daß man ein positives Bild in natürlichen Farben

Autochromsarben) erhält. Hält man dieses gegen das Licht, so sieht] spricht nicht weniger als die türkischen Regierungen es tun. Doch man das Bild des Gegenstandes in den natürlichen Farben. Wenn schon diese Fülle der Versprechungen zeigt, wie verrottet die Zu⸗

alles richti 5 raschend schön, es gibt aber leider eben nur ein Bild! Bei der gewöhnlichen Schwarzweißphotographle bekommt man ein Negativ, 9 von dem man beliebig viele Abzüge auf Papier machen kann. Hier f

gemacht ist, dann zeigt das Bild die Farben über⸗ stände sind.

Seit Ende 1910, da Herr Veniselos seine große teformrede vor dem Parlament hielt, ist aber offenbar noch nicht oviel Zeit verflossen, daß man ernstlich bedeutende Aenderungen

geht das nicht, wenigstens erhält man farbige Bilder nicht. Will hätte erwarten können.

man also von einem Gegenstand mehrere Bilder haben, so muß man ebensoviele Aufnahmen machen, wenn man nicht eine andere recht umständliche Methode anwenden will, nämlich von der Autochrom⸗t aufnahme mit der Kamera eine neue

machen.(Schluß folgt.)

Das Orientproblem.

Von Par vus.

2. Das neue Griechenland.

Schon die Bildung des byzantinischen Reiches zeigte, daß das Handelszentrum des Mittelländischen Meeres sich nach dem Osten verschoben hatte. Zugleich machten die großen Reiche des Orients und die Völkeransammlungen auf dem Balkan die Existenz der alten Piratenrepubliken, auf denen die Antike beruhte, unmöglich, Es genügte nicht mehr, die Völker auszurauben und zu beschwin⸗

niedergetrampelt werden wollte. So entstand anstelle der alten griechischen Demokratie und ihrer Banditengleichheit der zentrali⸗ sierte Staat mit seinem Beamtenapparat, seiner Armee, der Auto⸗ kratie der Regierung, dem Kaiser an der Spitze und der Haupt⸗ stadt in der alle Fäden der Herrschaft und des Verkehrs zusammen⸗ laufen, die also zugleich das große Verwaltungs- und Handels⸗ zentrum war. Das war das Byzanz, das nach mannigfaltigen Wandlungen zum osmanischen Reich geworden war. Dadurch, daß man, der griechischen Tradition folgend, ein neues kleines Griechenland mit Athen als Hauptstadt bildete, konnte man offenbar die Geschichte der Jahrhunderte nicht rück⸗ gängig machen. Man konnte nicht die Geschichte Griechenlands von neuem bei einem Zustand beginnen, der schon vor mehr als einem Jahrtausend unmöglich geworden war. Losgelöst vom Reich, mußte Griechenland verkümmern. Man hackte der Kuh den Schwanz ab und glaubte, die Kuh werde dem Schwanz nachwachsen. Das hat nicht stattgefunden. g Der Sitz der griechischen Kaufmannschaft war längst nicht mehr Athen, sondern Konstantinopel. Die Richtung der Handels⸗ entwicklung ging nicht nach dem Piräus, sondern nach dem Schwar⸗ zen Meer und dem Indischen Ozean. Dieser Richtung folgten auch die griechischen Kommerzanten und Finanzleute. Die griechische Kolonie in Odessa hat an dem Handel und der Schiffsrhederei des Schwarzen Meeres einen sehr bedeutenden Anteil genommen. Sie hat aber zugleich den ideellen Zusammenhang mit Athen fast gänzlich verloren, sie wurde, und zwar ohne Zwangsmittel, in einer sehr intensiven Weise russiftziert. Vor allem dem Getreide- handel des Schwarzen Meeres folgend, haben sich griechische Ge⸗ schäftshäuser in Paris und London aufgetan. Griechische Kaufleute kamen bis nach Ostindlen, wo sie eine hervorragende Stellung im Getreidehandel innehaben. In Konstantinopel haben indessen die griechischen Bankters von Galata eine Macht gebildet, die sich die Finanzquellen der Türken unterwarf. Später verbanden sie sich mit der europälschen Hochfinanz und wurden von dieser in Gnaden aufgenommen. Die Handelstendenz der griechischen Geschäftswelt, wie sie schon

im Anfang des vorigen Jahrhunderts sich bemerkbar machte, be⸗entrüsteten Berichten Wieder⸗ Frauenstädt im Archiv für Kulturgeschichte unter dem TitelAlt⸗

währte sich also, bloß führte sie abseits von der nationalen geburt.

Nun gibt es aber zweifellos im neuen Griechenland vorwärts⸗ reibende Kräfte. Der Schiffsverkehr durch den Suezkanal hat

Autochromaufnahme zu Piräus als maritimen Durchgangspunkt zu einer ungeahnten ö Bedeutung gehoben.

Bildung von Schiffsrhedereien Die hellenischen Rhedereien leben Konstantinopel und bindung mit diesem aufhört. Es begann in Griechenland eine reiche

Der Handelsverkehr der Levante hat die auch in Griechenland begünstigt. aber fast ausschließlich von werden mattgesetzt, wenn die Ver⸗

Vourgeoisie emporzuwachsen. Dasselbe war auf den Inseln des

Archipels der Fall, die aber, obwohl durchweg von Griechen be⸗

wohnt, Griechenland nicht gehören. Noch mehr bereicherten sich

die Griechen Smyrnas, das in den letzten Jahren zu einem

sehr wichtigen Exporthasen geworden ist. Es begann eine starke

Einwanderung nach diesem Platz aus Griechenland, sodaß behauptet

wird, daß gegenwärtig in Smyrna bis 200 000 Hellenen sich auf⸗

halten. Das sind die Momente, aus denen der Gedanke der Ver⸗

bindung mit den Inseln Nahrung schöpft. Diesem Gedanken nach⸗

gehend, forderte die griechische Bourgeoisie militärische Rüstungen.

Andererseits hat die Steuerlast das Elend der Bauern verschlim⸗

mert und die Handelsentwicklung steigerte den Druck des Grund⸗

herrn auf den Bauern. Das tritt besonders scharf in Thessolien hervor, wo der Großgrundbesitz herrscht.

Die thessalischen Abgeordneten im Parlament haben deshalb

die Expropriation der Großgrundbesitzer verlangt. Herr Veniselos, der versprach, die Agrarfrage zu lösen, hat es selbstverständlich nicht getan. Er hat bloß der Forderung der thessalischen Abgeordneten die Spitze abgebrochen, indem er sich grundsätzlich für die Expro⸗ priation erklärte, ohne sie jedoch in der Praxis durchzuführen. Vor allem aber wurde die Aufmerksamkeit von dieser Bauernforderung durch die bürgerliche Forderung eines größeren Griechenlands ab⸗ gelenkt. Und dann kam der Krieg.

Was weiter?

Es ist nicht schwer, die Prognose zu stellen.

1. Eine Gebietserweiterung wird Griechenland ebensowenig genügen können, wie ihm die Selbständigkeit genügt hat. Die griechische Nation kann sich nur entwickeln im wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang mit den Balkanvölkern innerhalb eines gemeinsamen Großstaats auf demokratischer Basis.

2. Weder die Angliederung Kretas, noch Eroberungen auf dem Festlande werden die Ag rarfrage lösen. Bei dieser handelt es sich nicht um Gebietserweiterungen, sondern um Aenderungen des Besitzrechtes. Der Feind ist hier nicht die Türkei, sondern der griechische Grundherr. Wenn der griechische Bauer aus dem Krieg in seine verfallene Hütte zurückkehrt, wird er sich überzeugen, daß er nicht für sich, sondern für den Staat gearbeitet hat. Dann wird dem Krieg die Revolution folgen. Oder man entschließt sich denn zu einer gründlichen Agrarreform.

(JFortsetzung folgt.)

Von der deutschen Trunksucht. Für die Völlerei der Deutschen, die vom 15. Jahrhundert ab immer offenkundiger wurde und sich in den teils verachtenden, teils zusländischer Reisenden spiegelt, hat Paul

deutscher Durst im Spiegel des Auslandes interessante Belege ge⸗ geben. Der Engländer Moryson, dessen Reisetagebuch 1617 erschien,

In Athen verblleb ein kümmerlicher Mittelstand. Die Staats⸗ hat in den Jahren 1591 und 1592 Deutschland gründlich kennen

sen

bildung vermehrte diesen Mittelstand durch das Beamtentum und das gelernt. Zur Frühiahrs⸗ und Herbstzeit unternahm er Reisen, im

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