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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung
Nummer 33
Dienstag, den 19. November 1912
I. Jahrgang
Die Geistlichen und die Sozialdemokratie.
Seit jeher waren die Geistlichen beider christlichen Kon⸗ fessionen, soweit ihr Verhältnis zur Sozialdemokratie in Be— tracht kommt, in einer überaus schwierigen Lage. Sie stan⸗ den stets und stehen noch heute zwischen zwei Einflüssen, die geradezu einander entgegengesetzt sind und die sie bisher nur schwer zu einer klaren, gefestigten und konsequenten Haltung gegenüber der Sozialdemokratie kommen ließ. Die beiden einander entgegenwirkenden Kräfte sind der ursprüngliche, in der Bibel niedergelegte Gehalt des Christentums und der Charakter und Geist derjenigen Organisationen, in denen das Christentum sich geschichtlich verkörpert hat, den christ⸗— lichen Kirchen.
Gewiß haben diejenigen nicht Recht, die in dem ursprüng— lichen Christentum eine reine, nur in religiöse Formen und Formeln gekleidete wirtschaflich-sozialistische Bewegung sehen wollen. Dem Wissenden steht es durchaus fest, daß der Stifter des Christentums, Jesus, seine Apostel und ersten Gemeinden in erster Linie transzendentale, d. h. überweltliche Ziele hatten. Ihre inneren Augen waren über alle Dinge dieser für sie äußerst vergänglichen Welt hinaus in„die Himmel“, die„Ewigkeit“, auf Gott gerichtet, in ihm sahen sie die all— erbarmende Liebe, ihren„Vater“, zu ihm kommen war ihre Sehnsucht. Bei ihm, im ewigen Leben, selig zu leben, war ihrer Herzen höchste Hoffnung. Die Dinge dieser Welt schrumpften im Vergleich zu diesen ihren Glaubenswerten zu Kleinigkeiten, Nebensachen, Nichtigkeiten zusammen. Aber dieses ihr rein religiöses Lebenszentrum brachte für sie doch, als Konsequenz, eine im Vergleich mit der überlieferten antiken und heidnischen völlig neue Ethik(Sittenlehre) mit sich. Hatten sie alle zusammen einen gemeinsamen Vater im Himmel, so waren sie alle seine gleichberechtigten Kinder, alle untereinander Schwestern und Brüder. Eine beding⸗ ungslose Bruderliebe, die keine Grenzen zu kennen hatte, war die praktische Folgerung. Dem himmlischen Vater konnte nur gefallen, zu ihm komemn nur der, der ein Leben in seinem Geiste, ein Leben der Reinheit, der Selbstlosigkeit, der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit nicht bloß mit Wor⸗ ten, sondern auch in der Tat führte. Die Folge von alledem war eine Lebensführung, die tief hinein in kommu⸗ nistisch⸗sozialistische Lebensbetätigungen führte. Tatsächlich findet man auch nach den Berichten des Neuen Testaments in den ersten Christengemeinden Organi— sationen mit stark sozialistischem Einschlag. Und obwohl diese im Laufe der Geschichte der Kirche alsbald und für immer wieder verschüttet worden sind, so werden ihre Tendenzen doch noch heute in jedem Geistlichen wieder lebendig, so oft er, wozu er täglich verpflichtet ist, die Bibel aufschlägt, die die Quelle seiner religiösen Wirksamkeit ist. Sie müssen um so lebendiger wirken in einer Zeit, wo die an Zahl stärkste Klasse der Kulturmenschheit, die Arbeiterschaft, eine politische, wirt⸗ schaftliche und geistige Bewegung schafft, deren Wesen und Ziel, aus freilich ganz anderen, weil innerweltlichen Wurzeln her, dieselbe kommunistisch⸗sozialistische Gesellschaftsordnung ist, an die so viel ernsthafte Anklänge aus dem Heldenzeit⸗
alter des Christentums vorhanden sind. So wird jeder ehr⸗ lich fühlende Geistliche— und ihrer gibt es wahrlich mehr als man gemeinglich meint— zumal wenn er selbst einfacheren Gesellschaftsschichten entstammt, auf Grund jenes hohen praktisch⸗sittlichen Geistes im Christentum
heute unwiderstehlich dem Sozialismus und seiner Ver⸗ körperung der Sozialdemokratie entgegen getrieben.
Dem gegenüber wirkt der Geist der heutigen Kirchen, der katholischen sowohl wie der protestantischen, entgegen— gesetzt. Seit Kaiser Constantin der Große von Rom anno 325 nach Christi Geburt die damalige christliche Volkskirche zur Staatskirche erklärt hat, hat diese sich alsbald und für immer völlig gewandelt. Sie wurde bald so eng mit dem Staate verkettet, daß sie schließlich nur als Zwillingsbild von ihm erschien. Die Herren im Staate wurden auch Mitherren der Kirche, die Herren der Kirche Mitherren des Staates. Stets war der Staatein Klassenstaat und also war schnell wie seine Zwilligsschwester, die Kirche, eine Klassen-⸗ kirche, ein Instrument der Herrschenden, um die Massen auch geistig-seelisch unter ihrer Herrschaft zu halten und sie so besser ausbeuten zu können. Allerdings hat sich später die ehemals einheitliche Kirche in mehrere Parallelgebilde, die katholische und die protestantischen, gespalten. Damit ist zwar die Form der Organisation eine vielfache und ver— schiedene geworden, ihr inneres Wesen aber hat sich nicht ge⸗ ändert: sowohl die katholische als die protestantischen sind Klassenkirchen geblieben und immer mehr geworden. Ein geschichtspsychologisches Moment kam dem unterstützend und fördernd zu Hilfe: Die Tatsache nämlich, daß je älter ein Gemeinschaftsorganismus ist, er desto»konservierender und konservativer wirkt. Nirgends hat sich dieser Erfahrungs— satz so bewahrheitet wie in den christlichen Kirchen, diesen— soweit ihre Lebensdauer in Betracht kommt— ältesten aller organisierten Gemeinschaften. Sie sind heute die stärksten Stützen zur Erhaltung der Herrschaft der Besitzenden über die Besitzlosen geworden. Und sie suchen diese Tendenz und ihren Willen auch ununterbrochen, direkt oder indirekt, be— wußt oder unbewußt durch ihre„Diener“, ihre Organe, die Geistlichen zur Geltung zu bringen. Der Einfluß auf diese „von oben her“, in dieser Richtung zu wirken, ist noch viel größer, als jener andre urchristlich-kommunistische, der sie, wie gesagt, in die entgegengesetzte Richtung hineindrängt. So kommt es, daß die Geistlichen, von denen die Mehrzahl wirtschaftlich eigentlich zu den Nichtbesitzenden, ökonomisch Abhängigen gehört, in bezug auf ihre Stellung zur heutigen Sozialdemokratie sich, wie man populär sagt, in einer Zwick— mühle befinden: bald werden sie zu ihr als einer geistig ver⸗— wandten Kulturbewegung hin⸗, bald von ihr als der Be⸗ wegung der Beherrschten zur Befreiung derselben wegge⸗ drängt, um sie als eine feindliche unterdrücken zu helfen.
Dazu kommt noch ein anderes, was heute eine klare und unzweideutige Stellungnahme der Geistlichen beider Kon⸗ fessionen zur Sozialdemokratie erschwert, das ist die Tatsache, daß auch in der Anhängerschaft der Sozialdemokratie sich eine Weltanschauung immer mehr ausbreitet und an Boden gewinn, die man die modern naturwissenschaft⸗ liche zu nennen pflegt, und die meisten ihrer Anhänger nicht nur von der Kirche, sondern auch von der Religion wegführt. Zwar ist diese Weltanschauung weder in der Sozialdemo⸗ kratie und durch sie entstanden, noch auch in ihr allein vor⸗ handen; sie wirkt im Bürgertum genau so wie in der Ar⸗ beiterklasse. Zwar braucht sie ferner auch gar nicht zu anti⸗ religiösen Ergebnissen zu führen, wie ihr vorgeworfen wird, sondern sie vermag ebenso möglicherweise uns zu sogen. neu⸗ religiösen Erlebnissen zu führen,— einerlei: nicht zu leugnen ist— daß auch diese neue Weltanschauungsrevolution, die
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