Ausgabe 
17.4.1912
 
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der Konkurrenz führt.

der wachsenden Macht des Proletariats, dessen Forderungen entgegenkommt, und darin nicht weiter geht, als die Hand⸗

habung ihrer Herrschaft und das Wesen des kapitalistischen

Systems es erlauben.

Inzwischen schafft die kapitalistische Entwicklung selber die ökonomischen Bedingungen für ein neues Produktions system, das nicht auf der Ausbeutung der einen Klasse durch die andere beruht, sondern auf gesellschaftlichem Besitz und gesellschaftlicher Verwaltung der Produktionsmittel, dessen Ziel nicht der Profit einzelner, sondern die Befriedigung der Bedürfnisse aller ist.

Die Konkurrenz in Verbindung mit dem technischen Fortschritt zwingt immer mehr zum Großbetrieb; sie macht solcherweise die kleineren Unternehmer vom Großbetrieb ab hängig oder macht sie zu Proletariern.

Obgleich der Prozeß der Betriebskonzentration sich in den landwirtschaftlichen Betrieben bisher nicht in der gleichen Weise zeigt wie in Handel, Verkehr und Judustrie, so sieht man doch auch dort die Macht des Kapitals wachsen, und zwar durch die Ausdehnung des Pachtsystems, durch den zunehmenden Einfluß industrieller Unternehmungen auf die Landwirtschaft, und die Bewegung zur Monopolisierung des Marktes durch das Großkapital. Dabei geht aber auch dort, wo der landwirtschaftliche Kleinbetrieb sich neben dem größe⸗ ren behauptet oder ausdehnt, diese Erscheinung Hand in Hand mit einem derartigen Maß von Entbehrung und Ueberarbeit auf seiten derjenigen, die darin ihre Existenz finden, wie es mit dem in den arbeitenden Klassen herrschen den Drang nach einer höheren Lebenshaltung auf die Dauer unvereinbar ist. Obendrein leitet die Entwicklung der fabrik mäßigen Produktion einen immer größeren Teil der eigent lichen Agrarbetriebe auf das Gebiet der Industrie hinüber.

Bei der weiteren Entwicklung der Wirtschaft bringt die Konkurrenz den Profit in Gefahr, was zu wachsender Aus dehnung des kapitalistischen Monopols und zur Beschränkung Immer mehr geraten Produktion und Verkehr unter die Herrschaft des Bankkapitals, und wird das Prositmachen unabhängig von jeglicher Funktion in Produktion und Tausch. Der Kapitalist verliert damit seine Bedeutung als Betriebsleiter, und wird zum bloßen Para- siten des Volkswohles. Der Betrieb gelangt nun auf eine Stufe, wo er zur Uebernahme durch die Gesellschaft geeignet ist. Damit ist die Grundlage gelegt, auf der das System der sozialistischen Produktion gegründet werden kann, und von wo aus das System der sozialistischen Produktionsweise über die Produktion in ihrem ganzen Umfange ausgedehnt werden kann.

Inzwischen wird eine Reihe von Betrieben von der pri⸗ vaten in öffentliche Verwaltung übergeführt, während zu gleich auch das Genossenschaftswesen das Gebiet des privalen Betriebes beschränkt.

Mit diesen wachsenden Möglichkeiten für den Sozialis⸗ mus gehen zunehmendes Streben der Arbeiter und Macht zu seiner Verwirklichung zusammen. Die gewaltige Ver⸗ mehrung des Reichtums und des Luxus der Kapitalisten steigert auch die Anforderungen, die die Arbeiter an die Lebenshaltung stellen, während auf der anderen Seite das Hinaufschrauben der Wohnungsmieten als Folge der Be völkerungsanhäufung in den Großstädten und die Preisbe⸗ wegung die Tendenz haben, die Lebenshaltung der Arbeiter hinabzudrücken. Im Klassenkampf, in dem ein Teil des Proletariats sich eine höhere Lebenshaltung zu erkämpfen weiß, steigern sich seine Bedürfnisse bis zu einem Grade, daß sie unter der Herrschaft des kapitalistischen Systems nicht mehr zu befriedigen sind. Die Gegensätze innerhalb der kapitalistischen Klassen treten in dem gleichen Maße in den Hintergrund, wie das Streben der Arbeiter nach neuen Rechten und Reformen für deren Herrschaft und das ganze kapitalistische System gefährlich wird. Diese Bewegung zeigt sich sowohl in dem Zusammenschluß der Unternehmer de gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiter gegenüber, als auch auf politischem Gebiete. Die Kapitalmagnaten an der Spitze der riesenhaften Kapitalkonzentrationen, die, weil sie über Rohstoffe, Verkehrswesen und Betriebsmittel ver⸗ fügen, sich die ganze Gesellschaft zinspflichtig erhalten, wissen

Verwaltung und Gesetzgebung ihren Interessen dienstbar zu machen, und treiben die Regierungen auf den Weg des Im⸗ perialismus und der Kolonialpolitik mit der damit zusam⸗ menhängenden Erhöhung der Militärlasten und einer wach- senden Spannung in den internationalen Beziehungen.

Gleichzeitig wüchst auch die Macht der Arbeiter dem Kapitalismus gegenüber. Mit der Betriebskonzentration vermehrt sich die Zahl der Proletarier und auch die der Gruppen, deren Interessen dem kapitalistischen System ge⸗ rade entgegengesetzt oder die an dessen Erhaltung kein In⸗ teresse haben. Das betrifft auch die Techniker und Beamten des Großbetriebes und im allgemeinen denneuen Mittel- stand, der in der Unsicherheit seiner Existenz und in seiner Abhängigkeit vom Kapitalisten den Arbeitern gleichsteht. Das Proletariat erwirbt im Klassenkampf eine wissenschaft⸗ liche und politische Bildung, eine gesellschaftliche und mora⸗ lische Hebung und eine Ausdehnung und Stärkung feiner Organisation, die es nicht nur instand setzen, den Widerstand der herrschenden Klassen zu brechen, sondern es auch für seine Aufgabe reif machen, die Stelle dieser Klassen einzunehmen. Bei diesem Bestreben ist es unbesiegbar, weil es dabei seine historische Aufgabe erfüllt, die ganze Gesellschaft von einem System zu erlösen, das ökonomisch überlebt und moralisch verurteilt ist.

Das Proletariat kann den Widerstand der kapitalistischen Klasse gegen die Ueberführung der Produktionsmittel vom privaten in gesellschaftlichen Besitz nur durch die Eroberung der politischen Macht brechen. Zu diesem Zwecke haben sich die Arbeiter, die durch den Klassenkampf zum Bewußtsein ihrer Aufgabe gekommen sind, über die ganze Welt organisiert.

Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Hollands hat sich die Aufgabe gestellt, auch das holländische Proletariat an diesem internationalen Kampfe der Arbeiterklasse teilneh- men zu lassen. Sie erstrebt die Einheit im proletarischen Klassenkampf und unterstützt so viel wie möglich jede ökono⸗ mische oder politische Bewegung der Arbeiter, die auf Er- zielung besserer Lebensbedingungen gerichtet ist, damit auf diese Weise ihr Klassenbewußtsein und ihre Macht der be⸗ sitzenden Klasse gegenüber gestärkt und die ökonomische Ent wicklung beschleunigt werde.

Zur Erreichung des Südpols. Von Professor Dr. Gu stav Braun.

In diesen Tagen trug der Draht die Kunde durch die Welt, daß der Südpol erreicht wäre.Erreicht heißt es, nichtentdeckt, in richtiger Würdigung der Tatsache, daß es sich bei den Reisen nach dem Südpol nicht um Entdeckungen ganz unbekannter Erdteile han⸗ dele, sondern nur um die Bemeisterung gewisser, nach Lände genau und nach Schwierigkeit ziemlich genau bekannter Strecken. Ein förmliches Wettrennen nach diesem Ziel findet ja in der Gegenwart statt, und schon zeigt sich auch wieder eine der unerfreulichen Er⸗ scheinungen moderner Reisetätigkeit und die Folge solcher Wett⸗ rennen: der Zweifel an der Richtigkeit der Nachrichten und der Konkurrenzneid, der ganze Nationen zu ergreifen droht. Hie Scott heißt es in Ländern englischer Zunge, hie Amundsen in Norwegen. Das ist eine Aehnlichkeit mit der Entdeckungs⸗ geschichte des Nordpols, wie wir sie in den letzten Jahren durch⸗ lebten, die zunächst verblüfft, sich dann aber unschwer aus den ge⸗ kennzeichneten Gesichtspunkten, unter denen Polarreisen jetzt unter nommen werden, erklärt.

Nach den neuesten Berichten scheint aber hier im Stiden der Kampf nicht die scharfen Formen annehmen zu wollen, wie es im Norden geschah. Amundsen bestreitet keineswegs die Möglichkeit, daß Scott vor ihm auch am Pol gewesen sein könne, oder daß er nach ihm hingekommen sei. Diese ruhige Würigung des Gegners in diefem Wettrennen, der aber doch Mitforscher auf dem gleichen

Durch Entgegenkommen des Verlags sind wir schon heute in

«Durch Eentgegenkommen des Verlags sind wir schon heute in der Lage, diesen demnächst in der Zeitschrift Natur, dem Organ der Deutschen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. erscheinenden Aufsatz unferen Lesern bieten zu können. Es sei darauf hingemiesen, daß der Verfasser des Auffatzes, der bisher Vorstand des Instituts für Meereskunde in Berlin war und jetzt an die Universität Basel berufen wurde, im Verlag von Theodor Thomas, der Geschäftsstelle der Deutschen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, ein Buch über die Erforschung der Pole erscheinen läßt, das die Mitglieder der D. N. G. kostenfrei erhalten werden. Der Mitgliedsbeltrag beträgt nur 150 Mark vierteljährlich. Anmeldungen nel nen alle Bu handlungen entgegen,