Ausgabe 
17.4.1912
 
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ern muß seine ganze Produktion an das Syndikatskontor dieses übernimmt

serkaufen, und den Absatz an die Kund⸗ chaft. Herr Schifferer wird sagen: trotzdem ist doch das ein⸗ elne Ut 6 immer noch vorhanden. Gewiß, aber el b st ist es t mehr. De es kann aus einem olchen t einn g Belieben austreten Wie soll es die verlorene Verbindun mit der Kundschaft vieder herstell 0 f f etzte Form de dazu über, auck a

nen Teil diese Sorte J

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zenieuren auf venn sie dann Syndikat aust!

stande, die Be

ange zu al ibel ar den Austritt verzichten. Kann man da wirklich noch im Ernst don der unabhängigen Existenz des einzelnen Unternehmers sprechen ganz abgesehen davon de ylche Unternehm⸗ ungen in der Regel schon längst Aktiengesellschaften sind

Und nun ist wahrlich nur noch ein kleiner Schritt bis

zum Trust. Um das 31 sammenbleiben der Unternehmungen auf alle Fälle zu sich kauft eine Un nehmung die Mehr zahl der Aktien einer oder ler anderer an. Dann erst ist eine durchweg tl Leitung und folglich eine groß zügige Regelung der Produktion möglich. Dann aber haben wir das, we in in Amerika einen Trust, in Deutschland einen K nennt.

Der denkende Beobachter wird nicht der Utopie nach ese Entn ing zu hemmen oder gar zu verhindern; vielmehr dar sinnen, ihre V allen zugute

u lassen u hre schädliche terscheinungen

Die aber liegen nicht Konzentration

sondern daran, daß sie im kapitalistischen Privatbe

zuguns der ka st n Privatbesitzer erfolgt be 9 ttel die Enteignung

Kernworte Ferdinand Lassalles. nicht dynastisches Interesse.

Die Machtstellung des deutschen Volles wird schon kommen, und es ist vielleicht keiner, der es ernster und weitfassender mit ihr nimmt als ich! Aber sie wird und kann erst kommen, wenn wir eine volks mäßige Regierung haben, nicht unter unsern

Dunastien. Die Machtstellung des deutschen Volkes und die Machtstellung der deutschen Dynastien das sind für mich zwel himmelweit verschiedene Dinge.

(An Marx, 11.

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Volksinteresse

September 1860.)

Dat Wesen der Revolution.

Man kann nie eine Revolution machen: man kann immer nur einer Revolution, die schon in den tatsächlichen Verhältnissen einer Gesellschaft eingetreten ist, auch äußere rechtliche Anerkennung und konsequente Durchfiihrung geben. Eine Revolution machen wollen, ist die Torheit unreifer Menschen, die von den Gesetzen der Geschichte keine Ahnung haben. Eben deshalb ist es ebenso unreif und ebenso kindisch, eine Revolution, die sich bereits einmal in den Eingewelden einer Gesellschaft vollzogen hat, zurlckdämmen und sich ihrer rechtlichen Anerkennung widersetzen oder einer solchen Gesell⸗ schaft oder einzelnen, die sich bei diesem Hebammendienst betelligen, den Vorwurf machen zu wollen, daß sie revolutlonär seien. Ist die Revolution drin in der Gesellschaft, in ihren tatsächlichen Verhält⸗ ulssen, so muß sie, da hilft nichts, auch herauskommen und in die Gese übergehen(Pol. Aufsätze.)

zsammlung

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Bedürfnislosigkeit und Kultur.

Welches ist das größte Unglück für ein Volk? keine Bedürfnisse hat. Denn diese sind der Stachel seiner Entwicklung und Kultur. Darum ist der tanische Lazarone so weit zurück in der Kultur, weil er keine Bedürfnisse hat, weil er zufrieden sich ausstreckt und in der Sonne sich wärmt, Handvoll Makkaroni erworben. Warum ist der russische Kosak f. weit zurück in der Kultur? W lichte frif

Wenn es

tur? Weil er Talglick ind froh ist wenn er sich in schlechtem Fusel berauscht. Möglichst viele Vedfürf⸗ nisse haben, aber sie auf ehrliche und auständige Weise befriedigen das ist die Tugend der heutigen alöl

u Nen! u Zeit!

(Politische Auffäte.)

Ueberzeugungslosigkeit.

Nicht Partei ergreifen, das heißt: keine Ueberzeugung haben oder sie verleugnen. Nicht Partei ergreifen, das heißt: in einer schmachvollen Gleichgültigkelt gegen die hoͤchsten Inter⸗ essen, welche das Herz der Menschheit durchzucken, die eigne Ruhe und Behaglichkeit den gewaltigen Fragen vorziehen, von denen das Wohl und Wehe des Vaterlandes abhängt und so die Pflichten ver⸗ raten, welche wir de schulden. Die Geschichte hat Ver⸗ zeihung für alle Ir zeugungen, sie hat keine für Ueberzeugungs(Politische Aufsätze.)

Die Politik und die Arbeiter. Es ist geradezu vollständig beschränkt, zu glauben, daß den Ar⸗ r die politische Bewegung und Entwicklung nicht zu kümmern Ganz im Gegenteil kann der Arbeiter die Erfüllung seiner legitimen Interessen nur von der politischen Freiheit er⸗ warten.(Politische Aufsätze.)

Der Mensch ein Produkt der Umstände.

Im allgemeinen ist der Mensch ein Produkt seiner Lage, und wer ganze Klassen von Menschen wirklich ändern will, muß zuvor die Bedingungen ihrer Lage ändern, die sie eben zu dem machen, was sie sind. Es gibt nichts der wahren Intelligenz Wahlverwandteres

ls der gute Verstand der großen Massen und es gibt Organt⸗ sationsfähigeres nichts als die großen Massen (⸗Volitische Aufsätze.) Die Kunst der Erfolge.

Alle Kunst praktischer Erfolge besteht darin, alle Kraft zu jeder Zeit auf einen Punkt auf den wichtigsten Punkt zu kon⸗ sentrieren und nicht nach rechts noch links zu sehen... Eine Partei, die ihre wichtigste Position nicht mit ihren Toten zu bedecken weiß, um sie zu verteidigen, eine solche Partei hat keine Möglichkeit des Sieges für sich! Einer solchen Partei bleibt nichts übrig, als bei jedem Angriff von neuem davonzulaufen.(Pol. Aufsätze.)

Ein neues Parteiprogramm.

Das neue Parteiprogramm, das die holländischen Ge⸗ nossen auf ihrem soeben beendeten Osterparteitag in Leiden beschlossen haben, hat folgenden Wortlaut:

Die Entwicklung der Gesellschaft hat zur kapitalistischen Produktionsweise geführt, in der die Masse der Produzenten von den Produktionsmitteln getrennt ist. Diese Produk- tionsmittel dienen ihren Besitzern dazu, aus der Arbeit der Arbeiter, die aus Sorge für ihren Lebensunterhalt gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, Profit zu ziehen. Zwei Klassen, das Proletariat und die kapitalistische Klasse, stehen einander auf diese Weise in dauerndem Interessengegensatz gegenüber.

In diesem System zwingen Konkurrenz und Profitgier zur andauernden Verbesserung der Technik zwecks Ersparung von Arbeitslohn. Das führt bei der Kopfarbeiterklasse zur Anhäufung von Reichtum, beim Proletariat aber zu Elend, Unsicherheit der Existenz, Unfreiheit, übermäßig langer und schwerer, oft ungesunder Arbeit von Männern und Frauen, zur Heimarbeit, zur Vernichtung des Familienlebens, zum Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit, zu Pauperis⸗ mus und Prostitution, Alkoholismus und Kriminalität. Dis Frage ist, daß die Arbeiterklasse, da wo sie den kapitalistischen Profithunger nicht durch ihren Widerstand zügelt, in steigende Entartung und Elend versinkt, nur beschränkt durch die natürlichen Grenzen menschlichen Ertragens und die For⸗ derungen des kapitalistischen Interesses. Das Mißverhält⸗ nis zwischen der steigenden Produktivität der Arbeit und der

ingen Kaufkraft der Massen, und das Fehlen einer ge⸗ ftlichen Regelung der Produktion, verursachen immer Krisen im Wirtschaftsleben, die für die Arbeiter ab- wechselnd Ueberanstrengung und Arbeitslosigkeit mit fich

Pro

wieder

em Wesen der kapitalistischen Warenproduktiou endenzen rufen aber den Widerstand des das sich gewerkschaftlich und politisch nd immer stärker zum Bewußtsein seiner Auf den Kapitalismus als System zu bekämpfen Gesellschaft der kapitalistischen Klasss u übernehmen. Bei ihrem Kampf um polie id soziale Reformen nämlich stäßt die Arbeiter nge sie nicht die politische Herrschaft besitzt, auf cht und den mangelnden guten Willen der herr

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se, die nur notgedrungen, unter dem Einfluf

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