Ausgabe 
16.7.1912
 
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prüfen. D

die Frage in

noch nicht; wohl gelan nutzung de In ei innert Dr frage: W federn? 1

je Aufgabe war schwer. Eine analytische Chemie, die wenigen Augenblicken beantwortet hätte, gab es d damals ja nicht beschädigt werden. Gleich⸗ zwar mit Be⸗

auch durfte der Kranz g Archimed die Lösunk l

s spezisischen Gewichts

ner interessanten naturwissenschaftlichen Plauderei er⸗ 8

Mecklenburg an die die gleiche Sache behandelnde Scherz ist schwerer, ein Pfund Eisen oder ein Psund Bett⸗ ind es ist nicht ganz so ungereimt, wie man gewöhnlich

denkt, wenn ein Unvorsichtiger meint, ein Pfund Eisen sei schwerer.

Zwar wiegt ein Pfund E

sen gerade so viel als ein Pfund Federn,

aber das Apezifische Gewicht des Eisens, an das der Antwortende, ohne sich darüber klar zu sein, gedacht hat, ist sehr viel größer als das der Federn. Wird nämlich die Frage ein wenig anders

gefaßt: Ist Eisen oder sind Bettsedern schwerer?, so antwortet ein

jeder: das

fragt? Na

Kilogramm überhaupt

Eisen. Wonach wird aber in dieser zweiten Frage ge ch einem absoluten Gewicht, nach einem Gramm, einem moder einem Zentner? Offenbar nicht, denn es wird kein Gewicht angegeben. Vielmehr handelt es sich hier

in der zweiten, allgemeinern Fassung um dasspezifische Gewicht,

ohne daß

Was spezifischen seines wir nimmt. C kleines St

sches Gewich

klein ist. Archime schwer ist, welchen N sich so helf

dies näher ausgedrlückt würde.

ist nun aber jenesspezifische Gewicht?? Unter dem Gewichte eines Körpers versteht man das Verhältnis klichen Gewichtes zu dem Raume, den der Körper ein in Körper hat ein hohes spezifisches Gewicht, wenn ein lick von ihm viel wiegt, und er hat ein geringes spezifi⸗ t, wenn das wirkliche Gewicht eines großen Stückes

ed wußte recht gut, daß ein Stück Gold etwa doppelt so als ein ebenso großes Stück Silber, aber er wußte nicht, aum der goldene Kranz einnahm. Allerdings hätte er en können, daß er eine genaue Nachbildung 80 goldenen

Kranzes in reinem Silber anfertigen ließ und dann die Gewichte

der beiden gewesen, f

Kränze verglich, aber das wäre nicht nur recht kostspielig ondern es hätte wahrscheinlich auch große technische

Schwierigkeiten gehabt. Er schlug daher einen Weg ein, den ihm

eine zufäll Baden in Wasser in den Rand

ige Beobachtung gezeigt hatte. Als er nämlich einst beim eine etwas zu volle Wanne stieg, bemerkte er, daß das dem Maße, wie er seinen Körper untertauchte, über auslief. Diese einfache Beobachtung offenbarte ihm die

Lösung des schwierigen Problems. Vor Freude getrieben, sprang

er aus der lauter Sti

rief ex aus:

Was ordentlich eines so k

zu bestimmen. Er füllte einen kleinen Trog, der in einer Sei

wand ein

den Kranz

Wanne, und nackend seinem Hause zulaufend, rief er mit mme, er hätte gefunden, was er suche; denn im Laufen heureka, heureka!

hatte er aber gefunden? Nur eine einfache, aber außer wichtige Tatsache, nämlich eine Methode, um das Volumen omplizierten Körpers wie des Kranzes leicht und schnell

Loch hatte, bis zu dem Loch mit Wasser an und legte dann

hinein. Der Kranz verdrängte einen Teil des Wasser

dieser Teil lief aus dem Loche heraus, wurde aufgefangen und

gewogen.

er, da das

Wäre der Kranz aus reinem Golde gewesen, so hätte spezisische Gewicht des Goldes fsast 20 ist, annähernd

20 mal mehr als das abgelaufene Wasser wiegen milssen. Hätte

der Kranz aber aus reinem Si

nur etwa Der Verst Silber erf versucht, des grie wird brauchsge

chemischen

weiber sehr bewährte Methoden zur

haben, a den, wie

A

r bestanden, so wäre sein Gewicht 10 mal größer als das des verdrängten Wassers gewesen. ich ergab einen Mittelwert: das Gold war zum Teil durch

etzt worden, der Goldschmied hatte den König zu 8

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15 der Scharfsinn des Betrügers war der Genialität

hen Denkers unterlegen. Aber seine germeth

hene noch mit Erfolg auf alle möglichen anderen Ge⸗

genstände bei der Fälschung angewendet, sowohl in der

Industrie wie auf dem Wochenmarkt, wo die Bauern⸗

ng der Butter, Käse usw

llerdings nicht ohne in ihrem Handwerk so gestört zu wer⸗ der griechische Goldschnipfler.

Aus unserer Sammelmappe.

Das Alter der Erde. Die Möglichkeit, das Alter der Erde und

gewisser Erdformationen zu bestimmen, ist in den le

ien Jahren

durch eine neue Methode bereichert worden, die viel zuverlässiger

ist als di alte Meth Meeres.

e alte, bislang alle ode beruht auf der

in wissenschastlich benutzbare. Diese

zestimmung des Natriumgehaltes des

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Bestimmt man daher die chemische Zusammensetzung des Wassers der Flüsse, so kann man daraus berechnen, welche Mengen Natrium a dem Me jährlich zugeführt werden. Vergleicht man diese Zu⸗ im Meere vorhandenen Natriummengen, so erhält nan einen Maßstab für das Alter des Meeres. Joly, der sich mit derartigen Studien sehr viel beschäftigt hat, berechnete daraus dag Alter auf 90,4 Millionen Jahre. Sollas bestimmte 4 Grund ähn⸗ licher Daten das Alter der Ozeane auf 80 bis 150 Millionen Jahre. Diese Alter sind alle verhältnismäßig niedrig und reichen kaum aus, um diejenigen Zeiträume zur Verfligung zu stellen, die die Biologse

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fuhr mit den 5 a N

gestraft durch die neue Methode, die sich auf der Theorie der radio⸗ aktiven Erscheinungen stützt. Joly hat daher untersucht, welche Fehlerquellen in den auf dem Natriumgehalt beruhenden Be⸗ stimmungen liegen. Daher verdient die auf der Theorie der radso⸗ aktiven Erscheinungen beruhende Schätzung mehr Vertrauen, um so mehr, als sie auch die Altersschätzung der Schichten gestattet. Die radioaktiven Umwandlungen haben als Endprodukte Blei und Helium. Mißt man die Mengen dieser Stoffe, so kann man nach unserm Wissen von der Radioaktivität ausrechnen, wieviel Jahre nötig waren, um sie in den Gesteinen anzuhäufen, das heißt wie alt das Gestein ist. Aber auch dagegen steigen Bedenken auf. Denn die Berechnung muß gefälscht werden, wenn zuvor in den Gesteinen Helium oder Blei vorhanden gewesen waren, oder wenn der Gehalt der Gesteine an diesen Stoffen durch irgendwelche Vorgänge be⸗ einflußt worden ist. Das erstere ist sicher der Fall gewesen, doch werden die vorhandenen Mengen stets gering gewesen sein gegen diejenigen, welche im Laufe der Zeiten entstanden sind. Messungen N an Mineralien bestätigen das. Auch der zweite Einwand ist der Untersuchung zugänglich. Es erweist sich, daß die auf den radio⸗ aktiven Erscheinungen beruhenden Feststellungen recht gute Werte

Werte als unterste Altersgrenze ergeben: Sphärosiderit(Oligozänveriode 8 400 000 Jahre

Hämatit(Eozänperiode) 31000 000 Jahre Hämatit(Kalkstein) 150 000 000 Jahre Sphene(Archaikum) 710 000 000 Jahre.

Unterste Altersgrenzen sind diefe deshalb, weil der Verlust an delium im Laufe der Jahrmillionen hier nicht mitgerechnet ist. Andere Forscher haben gleiche Zahlen erhalten. Wie die Unter⸗ schiede dieses Zahlen gegen die vorerwähnten zu erklären sind, 11 noch völlig ungeklärt. Jedenfalls dürste aber den letztgenannten Berechnungen die größere Wahrscheinlichkeit zuzusprechen sein.

Tiere auf Eroberungszügen. Die Verbreitung von Pflanzen N und Tieren über die Erde ist in einer stetigen Veränderung begrissen. Zwar ziehen das Klima und die Ernährungsverhältnisse der Aus⸗ f dehnung des Bereichs jedes Lebewesens bestimmte Grenzen, aber da auch die klimatischen Zustände wie die übrigen natürlichen Ver⸗ hältnisse jedes Landgebiets gewissen Schwankungen unten sind, so greift ein Tier oder eine Pflanze bald einmal auf einen neuen Bezirk über, bald sieht sie sich auch von bisher besessenem 4. biet verdrängt. Manche Tiere aber sind Wanderer in ganz beson⸗ ö derer Bedeutung und gehen auf eigentliche Eroberungszüge aus. ne- sonders bekannt ist diese Tatsache von den Ratten, deren eine Ark sogar eigens als Wanderratten bezeichnet wird. Eine Tierwander⸗ ang in größerem Stil hat ein Mitarbeiter der Wochenschrift English Mechanie in Schottland beobachtet. Dort waren in einem großen Bezirk noch vor einem halben Jahrhundert weder Ratten noch Ka⸗ ninchen, noch Maulwürse, noch Igel vorhanden. Seitdem aber haben sie das ganze Hochland in Besitz genommen, und zwar in einer be⸗ stimmten Reihenfolge. Zuerst erschien das Kaninchen, wobei der Mensch keine Beihilfe leistete. Dann folgte die Natte, und zwar gleich in ungeheuren Zügen, während das Kaninchen verhältnismäßig bescheiden geblieben war. Die Einschleppung dieser Nager erfolgte wahrscheinlich durch ein Schiff, das eine Woche lang in einer sonst selten besuchten Bucht vor Anker blieb. Der Auszug der Ratten aus em Schiff, die wahrscheinlich durch den Anblick naher Häuser ver- lockt worden waren, wurde von zahlreichen Leuten beobachtet, ohne jedoch verhindert werden zu können, und es ist unmöglich gewesen, der Ratten später Herr a0 werden. Auf eigene Faust eroberte der Maulwurf das Land und beherrscht es jetzt seit etwa 20 Jahren. Vor 12 Jahren wurde danach zum ersten Mal ein Igel beobachtet. Bei dem engen Zusammenleben, das in Schottland zwischen dem Menschen und der Natur herrscht, kann eine Täuschung über

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Das Natrium wird dem Meere durch die Flüsse zugeführt.

Veränderung der Tierwelt als ausgeschlossen gelten.

für die Entwicklung der Lebewesen erachtet. Sie werden auch Lügen

ergeben. Die zahlreichen Bestimmungen Strutts haben nun folgende

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