Ausgabe 
10.9.1912
 
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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung

Nummer 23 Dienstag, den lo.

September 1912 I. Jahrgang

Volk und Naturwissenschaft.

Der veraltete Standpunkt, daß die Wissenschaft sich scheu vor jeder Berührung mit dem Volk fernhalten müsse, ist heute geradezu lächerlich. Wo eine solche Meinung sich vorwagt, verrät sie ein schlechtes Gewissen; sie wäre zudem ungerecht, denn schließlich bezahlt das Volk die Mittel zur Pflege der Wissenschaft, und dafür erwartet es eine Gegenleistung. Der Idealismus des deutschen Volkes ist so stark, das Bildungs⸗ niveau so hoch, daß beide Faktoren gebieterisch verlangen, dem Volke die glänzenden Fortschritte in Naturwissenschaften zu vermitteln. Das Popularisieren der Wissenschaft ist nun freilich eine Kunst, die nicht jeder gelernt hat. Es ist ein hohes Zeugnis, das Professor Dr. C. Keller-Zürich, der be kannte schweizerische Naturforscher, mit diesen Worten un serem Volk in einer Zuschrift an die Redaktion des Kosmos (Stuttgart) ausstellt. Veranlaßt durch das gewaltige An wachsen ihrer Leser, hatte diese Zeitschrift eine Umfrage an die bedeutendsten Gelehrten, Künstler, Dichter und andere be kannte Persönlichkeiten gerichtet: Hat das deutsche Volk ein Anrecht darauf, über die Fortschritte naturwissenschaftlicher Forschung in allgemeinverständlicher Form auf dem laufen den gehalten zu werden? Es ist interessant, die zahlreich eingegangenen Antworten durchzusehen; wir bringen nach stehend eine kleine Blütenlese zur Kenntnis unserer Leser: Die Entwicklung der Naturwissenschaft in neuerer Zeit gleicht, so schreibt Dr. R. Lucas⸗Gera, der einer modernen amerikanischen Stadt, die sich in wenigen Jahrzehnten von einem Dorf zu einer Millionenstadt entwickelt. Jeder Tag bringt Kunde von neuen Erfolgen, kieferer Erkenntnis auf den verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften. Aber auch auf allen anderen Gebieten der Gesellschaft, des Wissens, der Industrie stürzt jeder Tag das, was der vorhergehende gebracht hatte. In diesem Kampf der Ideen bedarf jeder, der mit seiner Zeit gehen will, naturwissenschaftlicher Kennt⸗ nisse. Sie machen, um die Worte des bekannten Freiburger Privatdozenten Dr. Günther anzuführen, den Menschen vor urteilsfrei und bilden den Verstand. Das Volk aber für die Natur zu gewinnen, ist eine der wichtigsten sozialen Auf⸗ gaben. Denn die Natur bietet die gesündeste und unerschöpf⸗ lichste Quelle der Freude, der Bereicherung von Herz und Verstand. Sie steht jedem kostenlos zur Verfügung, vor ihr gibt es keine Standesunterschiede, nur aus der Liebe zu ihr entspringt die wahre Heimatliebe. Besonderes Interesse an gemeinverständlichen Aufklärungen haben vor allem gewisse gewerbliche Kreise, deren Betriebe ohne Berücksichtigung wich⸗ tiger Neuerungen und ohne wissenschaftliche Kontrolle in dem allgemeinen Wettbewerb einfach unterliegen würden, ferner die für das Gemeinwohl arbeitenden und verantwort lichen Organe. Weiterhin hat aber, so schreibt Professor Dr. P. Lindner, die bekannte Autorität auf dem Gebiet des Gärungsgewerbes, jeder Gebildete das Bedürfnis, den im naturkundlichen Schulunterricht erworbenen Wissensschatz fortlaufend zu ergänzen, wozu ihm neben dem naturgemäß immer etwas nachhinkenden Konversationslexikon vor allem allgemeinverständlich geschriebene naturwissenschaftliche Zeit⸗ schriften verhelfen. Aber auch auf soziale Fragen hat die Naturwissenschaft nachhaltigen Einfluß gehabt; gegen den Ansturm aller finsteren reaktionären Mächte, wie sie heute so bedrohlich am Werke sind, erweist sich nach Dr. Klinkerfues die naturwissenschtftliche Durchbildung des Volkes als beste

und wirksamste Gegenwehr, in ihr ist ein wirklich gangbarer Weg geboten, der eine bedrückte und verblendete Menschheit zur Freiheit, Wohlfahrt und wahrer sittlicher Größe führt. Ihren neuen Wert beeinflussen tiefgehend das Fühlen und Denken, die Vorstellungen von Leben und Dasein, ja, Pro fessor Hinrichsen- Zehlendorf geht so weit, zu behaupten, eine moderne Weltanschauung ohne Berücksichtigung der Grundbegriffe der Naturwissenschaft, in erster Linie des Entwicklungsgedankens, sei überhaupt nicht mehr denkbar. So versteht es sich von selbst, daß jedermann das lebhafteste Interesse, also nicht nur das Recht, sondern die Pflicht haben muß, den Fortschritten der Naturwissenschaft zu folgen. Dieses naturwissenschaftliche Wissen der breiten Menge un⸗ seres Volkes zu vermitteln, ist die hohe Aufgabe populärer Zeitschriften. Lehrbücher veralten, sie vermögen dem Wechsel der Anschauungen nicht zu folgen. Die Zeitschrift, ein Kind des Augenblicks, kann sich den einzelnen Strömungen an passen und über sie berichten. Aber gerade hier zeigt sich, wie schwer ihre Aufgabe ist: Wenn dieses Ziel erreicht wer den soll, so muß die Darstellung im guten Sinne gemeinver ständlich sein. Das heißt, sie muß das Wesentliche, die Grundgedanken der Forschungsarbeit in vereinfachter, aber richtiger Weise darstellen. Die Kenntnis der mühe vollen Ausführung des Grundgedankens, der oft äußerst komplizierten Apparate, der umstäudlichen Rechnungen, die zu seiner Verwirklichung dienen, ist für weitere Kreise des Volkes wertlos. Aber mit vollem Recht stellt der bekannte Mathematiker, Prof. Dr. Meisel-Darmstadt, die Forderung auf was gegeben wird, muß absolut richtig sein. Durch im wesentlichen unrichtige Darstellungen werden vollständig falsche Vorstellungen erzielt.

Ein Beispiel möge das Gesagte erläutern: In unseren

populären Lehrbüchern der Physik pflegt sich eine Figur zu finden, die die Zerlegung des weißen Lichtstrahls in die be kannten Regenbogenfarben durch ein Prisma darstellen soll. Dabei treten dann die verschiedenfarbigen Strahlen in Form eines weit geöffneten, fächerförmigen Büschels aus. Dirse Darstellung ist vollständig falsch! In Wahrheit bilden die äußersten roten und violetten Strahlen einen so kleinen Winkel miteinander, daß es in einer in kleinem Maßstabe gezeichneten Figur kaum möglich ist, sie geso Durch eine so folsch N Figur werden lich auch falsche rzeu

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