christlichen Untertanen doch nicht versöhnte, hat die Türkei

alten, ftreng mohammeda en Staatscharakter größtenteils ein⸗ a gebüßt, aber ihr wesentlichen Einrichtungen nach blieb sie doch 1 mmedanischer Staat,

wie sie eben g 1

aten, trotz

mancher

grundverschied ll eutopäis äußerlichen Nachahr gen Eine solch dem Islam n gemäß kaum vereinbare, aber v toleranten, liberal gesi

Ulemas doch für zulässig erklärte Einführung des Parlamentarismus, wurde, aber damals bal' scheiterte wird. Der Prophet Mohammed hängern das schein r ein Parlament zu sprechen, aber nicht für ein Parlament, in welchem auch Nichtmohammedauer sitzen und bei den Beschlüssen mitstimmem Den theokratischen Chaxakter kann die mohammedanische Monarchie nicht ablegen, ohne ihre Grund lage zu erschüttern, und ein theokratischer Staat kann überhaupt nicht leicht parlamenarisch regiert werden.

Daß die Tülrkei trob aller Reformen und Tolerauz noch immer ein islamitischer Staat geblieben ist, zeigt sich abgesehen von den Eigentümlichkeiten der inneren Einrichtung nach außen am auffälligsten in der unabänderlichen Konsession der Dynastie, in der Zulassung der Sklaverei und in dem(wenigstens bis jetzt) rein mohammedanischen Heere.(Die Sklaverei ist infolge des Ver botes des öffentlichen Sklavenhandels ebenso wie die legale Poly- gamie in den Hintergrund getreten und hat, von den Harems der Reichen abgesehen, in der Türkei sast keine Bedeutung mehr.] Es ist aber nicht zu übersehen, daß das gegenwärtige Osmanische Reich nicht etwa erst seit der jungtürkischen Revolution vom Jahre 1908, sondern schon seit einem halben Jahrhundert ein modern mohammedanischer Staat ist, der sich von dem oben be sprochenen alten streng mohammedanischen Staate ebenso stark unterscheldet, wie von den christlichen Staaten und der sich diesen auch noch etwas mehr nähern kann, weil sich das Scheriatgesetz, wie wir sehen, in politischen Dingen durch Auslegungen und Ergän⸗ zungen vielsach anpassen oder ausschalten läßt, sobald nicht bloß die Regierung, sondern auch die mosleminische Geistlichkeit mitsamt dem Volke soweit gebracht ist, die Notwendigkeit davon einzusehen.

Nachahmung ist insbesondere die

welche im Jahre 1876 versucht 0

Lohnarbeit und Kapital.

Aus Karl Marx im Jahre 1849 geschriebenen Abhandlung arbeit und Lauital.

a g r AMfheiten 5 ä (Gry ui enter, Steine klopft, träßk üssw. gilt ihm

dies zwölfstündige Weben, Spinnen, Bohren, Drehen, Bauen, Schau feln, Steinklopfen als Aeußerung seines Lebens, als Leben? Um⸗ gekehrt. Das Leben fängt da für ihn an, wo diese Tätigkeit aufhört am Tisch, auf der Wirtshausbank, im Bett. Die zwölfstündige Ar- beit dagegen hat ihm keinen Sinn als Weben, Spinnen, Bohren usw. sondern als Verdienen, das ihn an den Tisch, auf die Wirts⸗ bausbauk, ins Bett bringt. Wenn der Seidenwurm spänne, um seine Existeng als Raupe zu fristen, so wäre ex ein vollständiger Lohnarbeiter. i

Lohn

nun

Die Judustrie führt zwei Heeresmassen gegeneinander ius Feld, wovon eine jede in ihren eigenen Reihen zwischen ihren eigenen Truppen wieder eine Schlacht liefert. Die Heeresmasse, unter deren Truppen die geringste Prügelei stattfindet, trägt den Sieg über die entgegenstehende davon. Die Interessen des Kapitals und die Interessen der Arbeiter ind dieselben, heißt nur: Kapital und Lohnarbeft sind zwei Seite eines und desselben Verhältnisses. Die eine bedingt die andere * .(Lapltal und Arbeitslohn.) Selbst die n stig ste Situat kon für die Arbeiterklasse, mög lichst rasches W 0 ch sen des Na pitals, so sehr sie das materielle Leben des Ar⸗ 3 8 8 Gegensas zwischen seinen Juteressen f 1 Bourgeois⸗Interessen, den Interessen des Kapftalisten, nicht aus. Profit und Arbeitslohn stehen nach wie vor im um gekehrten Verhältnis. * g(Arbeits konkurrenz und Arbeitslohn.) In dem⸗ selben Maße, worin die Arbeit unbefrledigender, ekel⸗ hafter wird, in demselben Maße nimmt die Konkurrenz zu, und der Arbeitslohn ab. Der Arbeiter sucht die Masse sesues Arbeitslohnes zu behaupten, indem er mehr arbeitet, sei 68 daß er mehr Stunden arbeitet, sei es, daß er mehr in derselben Stunde liesert. Durch die Not getrieben, vermehrt er also noch dle unheilvollen Wirkungen der Teilung der Arbelt. Das Resultat in

le mehr er arbeitet, um so weniger Lohn erhält er und

ihren

und jetzt neuerdings versucht di orlet fie zue 4 11 91 1 8 1 1 3 1 2 beriet sich auch mit seinen Au-] Die Feldherren, die Kapitalisten, wettessern untereinander, wer am

meisten Industriesoldaten entlassen kann.

Vitarbeitern Konkurrenz macht, sich daher ebensoviel Konkurrenten

Nfatbete! us seinen Mitarbestern macht, die sich zu ebenso schlechten Beding⸗ anbieten wie er selbst, weil er also in letzter Instanz sich

elb'ist Konkurrenz macht, sich selbst als Mitglied der

Arbeiterklasse.

Der industrielle Krieg der Kapitalisten untereinander hat das Eigentümliche, daß die Schlachten in ihm gewonnen werden, weniger irch Anwerben als durch Abdanken der Arbeiterarmee

Je mehr das produktive Kapital wächst, desto mehr dehnt sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Maschinerie aus. Je mehr sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Ma⸗ schinerie ausdehnt, um so mehr dehnt sich die Konkurrenz unter den Arbeitern aus, je mehr zieht sich ihr Lohn zusammen.

Wächst das Kapital rasch, so wächst ungleich rascher die Kon- kurrenz unter den Arbeitern, d. h. desto mehr nehmen verhältnis⸗ mäßig die Beschäftigungsmittel, die Lebensmittel für die Arbeiter- klasse ab, und nichtsdestoweniger ist das rasche Wachsen des Kapitals die günstigste Bedingung für die Lohnarbeit.

Aus unserer Sammelmappe.

Die Entstehung der Notenschrift. Eine der schwierigsten Fragen der Musikgeschichte ist die über die Entstehung und Entwicklung der Noteuschrifst. Um sie zu lösen, hat der gelehrte Augustiner J. 8. Thibaut, Mitglied des Russischen Archäologischen Instituts zu Kon⸗ stantinopel, in der St. Petersburger öffentlichen Bibliothek früh⸗ mittelalterliche Musikhandschriften durchstudiert. Bei dieser Ge⸗ legenheit ergab sich, daß dies die reichste derartige Sammlung ist, die sich irgendwo in der Welt findet; wenn bisher noch niemand etwas von diesen Schätzen wußte, so kam das daher, daß die be⸗ tressende Abteilung der Bibliothek nicht einmal einen Katalog be

sitzt. Auf Grund dieser nen aufgefundenen Dokumente ist nun 17 2 5 7 n f denen, vr Ergebonissen der modernen Musikgeschichte, von Riemann u. Fleischer, beträchtlich abweichen. Wie er in einem im Petersburger Konservatorium gehaltenen Vor⸗ trag mitteilte, sieht Thibaut als Ausgangspunkt der ganzen Ent⸗ wicklung der Notenschrift die Interpunktionszeichen an, die zuerst der hl. Hieronymus in die Evangelien⸗ und sonstigen sakralen Handschristen einführte. Anfangs beschränkten sich diese Zeichen auf einen leeren Raum zwischen den einzelnen Perioden, später differenzierten sie sich und nahmen eine Vielgestaltigkeit an, die sich nur durch die Annahme erklären läßt, es handle sich um musi⸗ kalische Lortragsbezeichnungen für den rezitierenden Sänger. All⸗ mählich fing man an, die Zeichen nicht nur am Ende des Satzes anzugeben(wo sie nur als mnemotechnisches Hilfsmittel für den auswendig Singenden dienen konnten), sondern sie über die ein⸗ zelnen Wörter und Silben zu setzen. Im 9. Jahrhundert war dieser Zustand sowohl im lateinischen als im griechischen Sprach⸗ gebiet erreicht; aus dem letzteren gelangte die neue Errungenschaft auch in die flawischen gottesdienstlichen Bücher. Im griechisch⸗ slawischen Kulturgebiet entwickelte sich diese Art der Notierung bis zu dem von Thibaut genanntenhagiopolitischen System, das vom Abendlande übernommen wird und hierneumatische Notie⸗ rung heißt(10. Jahrhundert). Den Namen leidet Thlbaut ab · weichend vom bisherigen Usus, von Pneuma Atem ab Alse Neume musikalische Formel, die mit einem Atemzug gesungen wird. Seit Guido v. Arezzo kommt zwecks genauer Fixierung der Tonhöhe, zuerst eine, dann mehrere Linien in Gebrauch Mit dem Beginn der Mehrstimmigkeit(12. und 13 Jahrhundert) tritt der Rhythmus in den Hintergrund(musica W die Viel⸗ gestaltigkeit der Neumen geht allmählich in die Gleichförmigkeit det viereckigen Note Über. Die profane(Figural-) Musik bemächtigt sich dieses Systems, gestaltet es ihren Bedürfnissen entsprechend um und unsere Notenschrift ist fertig. Interessant ist auch eine von Thibaut erdachte Paralelle zwischen der Entwicklung der musikali⸗ schen Zeichensprache und dersenigen der menschlichen Sprache über haupt. Haben für StraboWorte, Verse und Gesänge einen

meinsamen Ursprung,spricht nach Rousseaudie Melodie 15 ist für ihn die Musik die zur höchsten Potenz erhobene Sprache.

Verantwortlicher Redakteur: 3 Vetters Gießen

zwar aus dem einfachen Grunde, weil er in demselben Maße seinen

Verlag von Krumm& Ci a Dru: Verla Sffenbacker ubenbblatt, C. m. S. S. Ossentach a M