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nimmt, um in voller Behaglichkeit bei der Lektüre die Lasten und Mühen des. zu vergessen, macht für gewöhnlich sich keine Gedanken darüber, auf welche Weise das Buch, das er nun Seite um Seite 25 chliest, entstanden ist. Ihm genügt es vollkommen, wenn sein Buchhändler ihn flink bedient hat, und der gewählte Schrift⸗ steller seine geistigen und seelischen Bedürfnisse befriedigt. Es ist aber höchst interessant, einmal einen Blick hinter die Kulissen, d. h. in die Arbeitsstätten des Setzers, Druckers und Buchbinders tun zu können, in denen ein Buch langsam entsteht, ehe es durch den Buch⸗ handel in die weite Oeffentlichkeit gelangt. Gelegenheit hierzu bietet gegenwärtig eine sehr lehrreiche Ausstellung, die der bekannte Leipziger Verlag von Fr. Wilh. Grunow in einem Schaufenster der Hosbuchhandlung von Hermann Wildt in Stuttgart veran⸗ staltet hat. In dieser Auslage wird dem Beschauer der Werdegang eines Buches vom Schreibtisch des Schriftstellers bis zum fertig broschierten oder gebundenen Buche vorgeführt. Die ersten Nummern gehören noch in die Werkstatt des Schriststellers. Da findet man eine mit der Schreibmaschine sauber hergestellte Manusfkriptseite, das Entzücken jedes Redakteurs, der so oft mit den unmöglichsten, schlecht und flüchtig hingekritzelten„Handschriften“ sich abzuquälen hat, und eine bereits gedruckte Seite mit den verschiedensten Korrekturen und Ergänzungen von der Hand des Autors. Die Arbeit des Setzers veranschaulichen ein Winkelhaken, in dem der Text des geschriebenen Manuskripts, Buchstabe um Buchstabe, in der erforderlichen Zeilen⸗ breite eingesetzt 40 und eine fertig gesetzte, bereits zur„Kolumne“
umbrochene Buchseite. Sind die für einen Druckbogen erforder- lichen sechzehn Seiten— nur bei besonders großen Formaten gelten auch acht Seiten als ein Bogen— vom Setzer ser rtiggestellt und
vom Korrektor und Autor genau revidiert und dann verbessert worden, so wandert das Material entweder in die Druckerei, wo es vom Maschinenmeister resp. Drucker„hergerichtet“ und dann ge⸗ druckt wird, oder der„Handsatz“ kommt zunäc hst in die Stereotypie, in der von jeder Seite mit Hilfe einer Pappmatrize eine feste Blei⸗ platte hergestellt wird, ein Verfahren, das namentlich bei Massen⸗ drucken und für spätere Buchauflagen angewendet wird. Auch diese adien in der Entstehung eines s Buches werden in der Ausstellung üͤtlich gezeigt. Die weitere Arbeit fällt dann dem Buchbinder zu. je einzelnen Bogen werden im Formunt des fertig zu stellenden zuches umbrochen und gefalzt. Aus den gefalzten Bogen werden 1 vollpündi gen Exemplare zusammengetragen, die Rücken werden geheftet, geleimt und gerundet usw., das Vorsatzpapier, das heute im ee, wieder eine größere Rolle als früher spielt, wird mit der Titelseite verbunden und schließlich wird das Buch, sosern es nicht broschiert, also nur geheftet, bleiben soll, mit dem Einband versehen. Sehr hübsch erläutert die Ausstellung die Entstehung des Einbandes. Ein Blatt zeigt den Originalentwurf des Titelbildes von Künstlerhand, drei andere Blätter bringen die vorbereitenden Drucke des farbigen Bildes und den farbigen Druck samt der Rlicken⸗ aufschrift, daneben findet man die Messingplatten, mit denen das Bild und die Zierschriften auf den Einband gedruckt worden sind, und die letzte Nummer der Ausstellung bietet endlich das sertige Buch, wie es nun aus dem Laden in die Hand des Lesers kommt. ies alles zu verfolgen, ist unterhaltend und lehrreich zugleich; es zeigt uns doch, wie viel Mühe und Arbeit die Herstellung eines Buches erfordert, bis der Bücherfreund das schmucke Exemplar als wohlerworbenen Besitz seiner Sammlung guter Bücher, der besten Hausfreunde, einverleiben kann.
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Was kostet eine Flugmaschine? Die Kosten einer Flugmaschine richten sich in erster Linie nach der Größe des zur Verwendung kommenden Motors. Dann aber stellt sich natürlich ein Zweidecker teurer als ein Eindecker. Wie wir einer Mitteilung der Welt und Technik entnehmen, kostet ein Doppeldecker mit einem Motor von 100 Pferdestärken 36 000. Ein Eindecker mit einem Gopferdigen Motor stellt sich t 24000 Mark. Doch gibt es auch Eindecker mit 50 bis 80 Pferdestärken, die nur 16—20 000 Mark kosten. Die billigste ae die bis jetzt gebaut wird, ist ein Zweidecker mit einem 25 Pferdestärken⸗Motor. Sie ist bereits für den Preis von 89000 Mark zu haben, also für dasselbe Geld, das un Auto⸗ mobil kostet.
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