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Bilde zeichnet einer der Marschierenden diese Welt von Glut und Staub. Selbst Offtziere trinken den eigenen Urin, um den Durst zu
Weiter geht es auf dem Wege nach Moskau. Die Oitze wird immer unerträglicher, Staub verkrustet die schwitzenden Leiber; keln stillen. Alles sehnt sich nach einer entscheidenden Schlacht. Ein Sieg
och, so glaubt man, und man ist erlöst.
So gehen die Truppen Napoleons mit stürmischer Begeisterung in die Schlacht von Borodino, die am frühen Morgen des 20. Angust beginnt. Napoleon ist von 5 Uhr morgens bis nach 6 Uhr abends zu Pferde. 120 000 Franzosen stehen gegen 122 000 Nussen. Es ist eine der blutigsten Schlachten der Geschichte. Dle große Ar verliert 8005 Mann, unter ihnen 40 Generale, 52009 Mann fe auf russischer Seite. Der sächsische Offizier v. Meer⸗ heim se rt den Angriff auf die große Schanze: Mann und Roß, vom töten Blei getroffen, stürzten die ersteren wieder rückwärts hinab in die Tiese und rangen mit eben gefallenen Feinden noch sterbend da unten, einander mit Wafse, Arm und Zähnen zer⸗ fleischend, während gleichzeitig mit ihnen die Nachfolgenden, das grauße Gewlühl durch wildes Geschrei vermehrend, alles unter ihren Hufen zertreten, wütend in die nachstehenden Daufen eindrangen und überall Tod und Verderben verbreltenb, ihn selbst mit empfingen.
Ale der Kampf ausgerast hatte, stieg Verwesungsgeruch von dem Schlachtfeld auf. Verwundele blieben liegen und es wird glaubhaft beri bet,— sie wochenlang unter den Leichen krochen und vom Aaß sich nährten
Die militärische Kritik hat Napoleon vorgeworfen, daß er seine Garden in dieser Schlacht geschont hat, sonst würde Borodino dle Entscheidung über den ganzen Krieg gebracht haben. Das Heer Napoleons aber drängte jetzt stürmisch vorwärts.
Moskau, die Zauberstadt, lockte. Moskau, das schlen der Sieg und die Erlösung.
Wo der Moskowit das Kreuz schlägt und auf die Knie sinke Betend, auf dem„Berg des Heils“, wenn der Reise Ziel ihm winket, Auf des Berges, des Ruhmes Gipfel stand das Heer und schaut' hinab, Auf die Riesenstadt, die Wiege der Bosaren und ihr Grab.
Moskau! Moskau jaucht das Heer. Tusendstimmig schallt es wleder. Moskau! Moskau! braust der Ruf, der ins Tal sich wälzt hernieder. So erschallt vom Mast des Schisses, wochenlang des Sturmes Ball: Land! und Land! tönt aus entzückter Schisser Mund der Widerhall.
Skau ist's, die heil'ge Stadt! Seht des Kremels Turmkolossen!
t vom Strahl des Morgenlichts goldne Kuppeln Überflossen! henspitzen sprühen Flammen, überm Halbmond thront das Kreuz! An des Morgenlandes Schi velle wiegt sich Frankreichs Aar berelts. urch Dorogomilow's Tor zieht das Heer mit schall'ndem Schritte! Scha it von Stämmen roh getürmt hier des Sklaven nleb're Olltte, Dort bas Vorphyrschloß des Knäsen. Ein zu Stein erstarrtes Megt, Oefsnet Moskau seine Wogen, riesig, leblos, menschenleer.
Alter Kram. Von Dr. Tezäk(Stuttgart) l. d. Frankf. Zig.
In meiner Raritätenkammer sind seltsame Dinge. Wenn sch allein sein will, schließe ich mich ein und rede zu dem Alltäglichen. Denn aus Alltäglichem destehen meine Raritäten. Und sind doch Naritäten?
Ich habe eine alte Butter, deren Geburtsstunde vor acht Jahren geschlagen hat lle sie noch sung war, war sie blaß und roch, wie eine gute Butter riecht. Jetzt hat sie ein prüchtiges Kleid
on Farben, die so wundersam sind, daß mir die Butter viel Freube 8 Wie ist sie so schön geworden? Ganz einfach. Schon vor 8 Jahren haben ja Milchsäurebakterien bei ihrer Oerstellung mitge⸗ holfen. Auch andere Mikroorganlemen aus der Luft, dem Wasser hatten sich in ihr angestedelt. Sie hatten damals bloß noch nicht ge⸗ nügend Zelt gehabt, sich zu vermehren. Seitdem sind vlele, viele aus ihnen erstanden. Milliarden und Milliarden sind aus den alten Vätern geworden. Generatlonen kamen und glugen. Ganze Staaten glelcharliger Wesen bildeten sich und jeder dieser Staaten hatte seine
stimmte Konstitutlon, seine Farbe, seinen Geruch, seine Jähig⸗ leiten. Jeder dieser Bakterienstaaten verarbeltet die Butter, Ihre Erde, anders. Ein Völkerchaos birgt diese alte Butter, so viel⸗ gestaltig, so kompliziert, daß man Bände von Blichern Über sie
an der Luft, am Licht sind andere als im Innern. Ihre Zipilisation ist gänzlich verschieden von einander. In genialer Weise haben sie eine Arbeitsteilung konstrulert. Wie die
enschen ein Netz von Schienen um ihren Planeten legen, umgürtet der Schimmelpilz die Butter mit seinen Strängen, ohne In⸗ genteur, ohne Mathematik, nicht so plump wie die Nenschen. Eine gentale Idee hat der Schimmelpilz verwirklicht. Nehmen wir an,
Technik, ihre
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