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Wissenist
Wöchentliche Beilage der D
berhessischen Polkszeitung
Nummer 27
Dienstag, den 8.
Oktober 1912 1. Jahrgang
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Laien⸗Zoologen früherer Jahrhunderte.“)
Wir nennen unsere Zeit mit Vorliebe das naturwissen⸗ schaftliche Zeitalter. Die Technik hat unser Leben und den Verkehr umgestaltet und eine Fülle häuslicher Bequemlich- keiten geschaffen; die Wissenschaft hat neue Naturkräfte ge⸗ funden und sie sofort für unser tägliches Leben nutzbar ge— macht, sie ist dem Wesen der Atome nachgegangen und hat das Dunkel der Tiefsee erhellt.
Wollen wir, obwohl wir es so herrlich weit gebracht, früherer Zeiten nicht vergessen! Es gab eine Zeit, in der die praktische Verwertung der Naturwissenschaft nicht annähernd so weit in das Leben der Menschheit eingriff, wie heute, in der jedoch, wie uns dünken will, die Anteilnahme besonders an den beschreibenden Naturwissenschaften noch weitere und allgemeinere Verbreitung gefunden hatte, wie heute.
Aber! höre ich den Einwurf: 100 000 für die Natur- wissenschaften begeisterte Menschen erhalten dieses Heft; nie ist in solcher Weise in früheren Zeiten der Versuch mit dem Erfolg gekrönt worden, die Naturwissenschaft zum Gemein— gut aller Gebildeten zu machen, die neuen Errungenschaften der Forschung in weiteste Kreise zu tragen! Ganz unleugbar ist heute ein starker Hunger nach naturwissenschaftlicher Er⸗ kenntnis weit verbreitet, besonders in Kreisen, die man bei einer leidigen Rangordnung der Menschheit auf unteren Stufen der Leiter stehend betrachtet. Mag auch manchmal in völlig verkehrter Auffassung hiebei die Wahnvorstellung mit— spielen, naturwissenschaftliche Hypothesen könnten umge— schmiedet werden zum Rüstzeug im politischen Kampf, so ist doch unleugbar die reine Freude an der Natur und ihren Ge— schöpfen in den Kreisen„einfacher Leute“ weit verbreitet; man braucht bloß Umschau zu halten, aus welchen Kreisen die Aquarienliebhaber, die ohne Besinnen manches Gold- stück für einen seltenen neu eingeführten Zierfisch opfern, immer neuen Zuzug erhalten; man braucht nur zu wissen, welch prächtige Insektensammlungen tadellos gehalten in den Händen von Arbeitern sich befinden, die ihre Nachtstunden
und freien Sonntage ihrer Liebhaberei opfern, die hierin ihre Erholung von der Maschinenarbeit der Wochentage finden.
Auch in anderen Schichten der Bevölkerung, erfreu- licherweise auch unter der Jugend, ist ein lebhaftes Bedürfnis vorhanden, sich mit naturwissenschaftlichen Fragen vertraut zu machen, in volkstümlicher Darstellungsweise sich über die neueren Errungenschaften auf naturwissenschaftlichem Ge- biete zu unterrichten; dafür legt die erstaunlich weite Ver⸗ breitung dieser Zeitschrift Zeugnis ab, dafür sprechen die Mitgliederzahlen der naturwissenschaftlichen Vereine. Aber vor etwa anderthalb hundert Jahren fanden bemerkens- werterweise die Naturwissenschaften häufig tätige Unter⸗ stützung bei Männern, die in ihrem Beruf nicht zu deren Jüngern zählten.
Allerdings wollen wir nicht vergessen, daß heute an wissenschaftliche Arbeiten ganz andere Anforderungen gestellt werden als früher, aber auch heute noch greifen wir zurück auf naturwissenschaftliche Schriften von Laien aus dem vorigen und vorvorigen Jahrhundert. Aus der großen Zahl wollen wir nur einiger in den folgenden Zeilen gedenken.
Das Mikroskop war erfunden. Der Holländer Leeuwen⸗ hoek(1632—1723), der sich vom Kontorbuch der Zusammen⸗— stellung von Vergrößerungsgläsern zugewandt hatte, erschloß eine neue Welt. Planlos ging er, jeglicher Vorbildung bar, bei seinen Untersuchungen vor, aber eine Fülle neuer Tat- sachen wies er nach. Er entdeckte die roten Blutkörperchen, zum erstenmal den Kreislauf des Blutes im Schwanz der Froschlarve zeigend; er fand die Querstreifung der willkür⸗ lichen Muskeln und sah zum erstenmal Spermatozoen und Infusorien, allerdings ohne sich der Bedeutung dieser Ent— deckung klar zu werden, ebenso machte er Entdeckungen in der Anatomie des Pflanzenkörpers, so z. B. wies er die Spiral- gefäße und die Tüpfelgefäße nach.
Seine aufsehenerregenden Entdeckungen reizten zur Nachahmung. Männer der verschiedensten Berufsklassen wandten sich in ihren Mußestunden der Beobachtung und dem Studium der Welt des Kleinen zu. Man hatte im 17. und 18. Jahrhundert Zeit, Privatliebhabereien nachzugehen, und es lockte nicht nur die Feststellung für die Wissenschaft neuer Tatsachen, sondern der kindlich naive Sinn freute sich der Schönheit der Natur.
Die wenigen naturwissenschaftlichen Bücher fanden zu ihrer Zeit viel Leser, obwohl sich damals sicher weit weniger Menschen den Ueberfluß einer auch nur bescheidenen Biblio— thek zönnten. An die Spitze aller dieser volkstümlichen Werke, die freilich nicht nur die Forschungen anderer wieder- gaben, sondern auf Grund eigener Untersuchungen vieles Neue boten, möchten wir aber die„Insektenbelustigungen“ stellen, die monatlich herausgegeben wurden von dem„vor- trefflichen Naturforscher und berühmten Miniaturmaler August Johann Rösel von Rosenhos“(1705 bis 1759). Er stammte„in gerader Linie, ordentlicher und ehr— licher Weise, von dem österreichischen altadeligen Geschlechte der Rösel von Rosenhof“, wie sein Schwiegersohn in der Biographie des Schwiegervaters berichtet; zur Reformations- zeit hatte sich das Geschlecht aus seinem Vaterland nach dem Nürnbergischen gewandt. Hier sollte auch unser August Johann, der am 30. März 1705 auf Augustenburg bei Arn⸗ stadt als Sohn des dortigen Schloßverwalters geboren wurde, seine Heimat finden. Des jungen Rösel, dessen Eltern völlig mittellos gestorben waren, nahm sich fürstliche Huld an und ermöglichte ihm, dem Beispiel von Großvater und Onkel folgend, der Malerei sich zu widmen. Nach unstetem Wander⸗ leben, das ihn auch an den dänischen Hof führte, schlug er seinen Wohnsitz in Nürnberg auf. Wohl erkennend, daß er nicht mit den großen Malern würde wetteifern können, widmete er sich der Miniaturmalerei und Kupferstecherei. Die Gegenstände hierzu aber fand er besonders in der Klein- welt der wirbellosen Tiere. Eifrig studierte er die Verwand⸗ lung der Insekten, erforschte emsig die wasserreiche Umgebung seiner Vaterstadt, und was er hier Merkwürdiges fand, wurde von ihm„nach„Ursprung, Verwandlung und anderen wunderbaren Eigenschaften aus eigener Erfahrung be⸗ schrieben und in sauber illuminierten Kupfern nach dem Leben abgebildet vorgestellt“. Wohl erscheint es manchem biederen Bürger seiner Vaterstadt als höchst überflüssig, die edle Zeit zu verwenden,„auf Abbildungen solcher schädlichen und abscheulichen Geschöpfe, die ihren Ursprung offenbar nicht dem gütigen Schöpfer, sondern vielmehr dem Feinde alles Guten zu verdanken hätten“; auch daß Rösel nicht der
«Von Oberstudienrat Dr. K. Lamperk, Stuttgart, in Heft 7 des Kosmos, Handweiser für Naturfreunde,
Zunft angehörte und nicht einmal der Gelebrtensprache. des
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