Ausgabe 
2.7.1912
 
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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung

Nummer 13

Dienstag, den 2. Zuli 1912

. Jahrgang

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Jean Jarques Rousseau.

seinem 200. Geburtstage am 28. Juni.) I. Sein Lebensbild.

Es war an einem Sonntagabend im Frühling des Jahres 1728, als eine Gesellschaft junger Burschen von einem Ausflug in die Umgegend Genfs zurückkehrte und zu ihrem Schreck das Stadt tor bereits geschlossen fand. Das gleiche Malheur war ihnen wohl schon häufiger passiert und sie wußten, welche Folgen es nach sich zu ziehen pflegte: die strengen Handwerksmeister, bei denen sie in der Lehre waren, verstanden in solchen Dingen keinen Spaß. In⸗ dessen suchte sich die Mehrzahl der jugendlichen Bummler mit Galgenhumor in ihr Geschick zu finden und wartete unter Scherzen den Morgen ab, um nach Oeffnung des Tores zu ihren Lehrherren heimzukehren, die die Rohrstöcke schon bereit gestellt hatten. Nur einer von den Burschen machte eine Ausnahme. Er warf sich, als er die Torflügel sich schließen und die Zugbrücke in die Höhe gehen sah, verzweifelt auf das Glacis der Festungswälle und biß in die Erde. Er war entschlossen, sich den Mißhandlungen seines Meisters nicht mehr auszusetzen und lieber auf gut Glück in die Welt hinaus⸗ zuziehen. Nachdem er von den Kameraden Abschied genommen hatte, irrte er ein paar Tage lang um die Stadt herum, fand Obdach bei einigen ihm bekannten Bauern und gelangte schließlich ins savoyische Gebiet zu einem katholischen Pfarrer. Dieser stellte fest, daß der sechzehnjährige Vagabund Jean Jacques Rousseau hieß und der Sohn eines Genfer Uhrmachers war; daß er gleich nach seiner Ge burt die Mutter verloren hatte und von dem etwas abenteuerlich und phantastisch veranlagten Vater erzogen wurde, bis dieser vor fünf Jahren einer Duellgeschichte wegen die Stadt verlassen mußte; daß er dann in das Haus eines der Familie Rousseau verwandten Geistlichen und später zu einem Schreiber, dann zu einem Graveur in die Lehre gegeben worden sei. Eine richtige Schulbildung hatte der Junge nicht erhalten, wohl aber war sein Geist, wie es schien durch vieles Romanlesen, ein wenig verdreht geworden. Der kluge Pfarrer erkannte sofort, daß er ein geeignetes Objekt für die christ liche Liebestätigkeit seiner Freundin, der Frau von Warens, vor sich habe, und expedierte den Ausreißer nach Annecy, dem Wohnort dieser merkwürdigen Dame, deren Beschäftigung es war, kräftige junge Männer zum rechten Glauben zu bekehren. Jean Jacques fand Gnade vor ihren Augen, mußte aber zunächst zu seiner religiösen Ausbildung nach Turin in ein Kloster gehen, wo er mit verschiedenen perversen Lastern bekannt und in den Schoß der katholischen Kirche aufgenommen wurde. Nachdem er dann eine Zeitlang als Lakai in adligen Familien gedient, in Annecy ein Priesterseminar besucht und Musikstunden gegeben hatte, unter nahm er, teilweise in Gesellschaft eines armenischen Abenteurers, ausgedehnte Wanderungen, die ihn bis nach Paris führten, und kehrte schließlich wieder zu seiner Gönnerin zurück, die inzwischen nach Chambéry übergesiedelt war. Hier avancierte er zum Lieb haber der mütterlichen Freundin. Das Verhältnis war ein ganz einzigartiges, die ältliche Dame nannte ihnKleiner, während er sie mitMama anredete, doch wurden einem weitergehenden Zärtlichkeitsbedürfnis nicht die geringsten Schranken auferlegt.

Die Jahre, die Rousseau bei Frau von Warens in Chambéry und auf dem benachbarten Landgut Les Charmettes verlebte, waren seine eigentliche Lehrzeit. Ein Arzt führte ihn in philosophische und naturwissenschaftliche Studien ein. Er las mit Eifer die Schriften Voltaires, Lockes und Descartes und trieb nebenbei Mathematik Latein und Geschichte. Das Wissen, das er sich ohne rechte Vor⸗ bildung, aber mit der Energie und dem frischen Sinn des Auto⸗

(Zu

um ihn auf die großen Fragen, die die Zeit bewegten, aufmerksam zu machen und zu eigenem Nachdenken anzuregen. Das Grübeln und Schwärmen wurde seine liebste Beschäftigung und die Spazier⸗ gänge in den Gärten, Feldern und Weinbergen von Les Char- mettes boten dazu die schönste Gelegenheit. In der wunderbaren Schilderung am Ende des fünften Bandes seiner Bekenntnisse hat Rousseau dieser wonnigsten Zeit seines Lebens ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Wohl mußte er daran denken, mit seinen Studien einen praktischen Zweck zu verfolgen und des Gelderwerbs wegen einmal Erzieher oder Sekretär in einer vornehmen Familie zu werden, aber sein höchster Wunsch war damals doch wie er in einem Brief an seinen Vater gestand für immer bei Frau von Warens bleiben zu dürfen. Er verkannte dabei sowohl die mütter⸗ liche Freundin als auch sich selber. Jene erkor sich bald einen anderen Geliebten und ihn trieb die unstäte Wander- und Aben⸗ teuerlust, die ihn zeitlebens nicht verlassen hat, hinaus in die un⸗ bekannte Ferne.

Nachdem er eine Zeit lang Hauslehrer in Lyon gewesen war und erkannt hatte, daß er zum Jugenderzieher nicht tauge, begab er sich 1741 nach Paris, um hier sein Glück zu machen. Er brachte ein von ihm ersundenes Notensystem mit, das er der Aka⸗ demie vorlegte. Mit dieser Erfindung hatte er indessen keinen Er⸗ folg und ging daher zunächst als Sekretär mit dem französischen Gesandten nach Venedig, verließ diese Stellung aber schon nach anderthalb Jahren, da er die Behandlungsweise des brutalen Junkers nicht vertragen konnte, und kehrte 1745 in die Hauptstadt Frankreichs zurück. Er stand jetzt auf der Höhe seines Lebens und hatte die Welt kennen gelernt. Allerdings nicht vom Standpunkt des großen Herrn aus, sondern als ein Sohn des Volkes, als Prole tarier, Untergebener und Dienender. Und der Klasse, aus der er hervorgegangen war, gehörten auch seine Sympathien. Obwohl er seine musikalischen Interessen vermittelten die Bekanntschaft mit den führenden Männern des Pariser Geisteslebens in Verkehr trat, ein Freund der Enzyklopädisten Diderot, Grimm, Holbach und ein Schützling der vornehmen und schöngeistigen Frau von Epinay wurde, wählte er zu seiner Lebensgefährtin ein einfaches Mädchen aus den dienenden Ständen, Therese Levasseur, die in dem Restaurant, in dem er zu essen pflegte, angestellt war. Rousseau hat sie nie zu seiner Ehefrau im kirchlichen und bürgerlichen Sinne gemacht und die fünf Kinder, die er mit ihr zeugte, schickte er ins Findelhaus, da er sie nicht zu erziehen vermochte, aber er hielt der Geliebten die Treue bis an sein Lebensende und sie wiederum ver diente es, daß nach seinem Tode der französische Nationalkonvent im April 1794 derWitwe von Jean Jacques Rousseau eine jähr⸗ liche Pension von 1200 Franken aussetzte und sie vom Präsidenten umarmen ließ. Geistige Anregung und Verständnis für seine höheren Interessen suchte er freilich nicht bei ihr. Diese fand er im Kreise der Pariser Philosophen und Schöngeister, die den inter essanten Bohemien auf mannigfache Weise protegierten und in deren Salons er die Kunst des itierens lernte, feinen Gesichts⸗ kreis erweiterte und seine Kenntnisse vertiefte. Namentlich zu Denker des Kreises, trat er in ein

Diderot, dem bedeutendsten inniges Freundschaftsverhältnis.

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