Flmtsverkündigungsblatt
bet Provinzialdirektion Oberhessen und der Kreisämter Eießen, Friedberg, Büdingen, Lauterbach, Schotten und Alsfeld.
Rr. 101. Fahrsang 1S3S! Beilage der Oberhessischen Tageszeitung I Gießen, 18.August 1936
Kreisamt Gießen
Vetr.: Dampskesselanlage des Wilhelm und Johannes Vinael ln Allendors a. d. Lumda.
Bekanntmachung.
Die Gebrüder Wilhelm und Johannes Bingel in Allendors K v. Lumda beabsichtigen, auf dem Grundstück Flur I Nr. 645 v«r Gemarkung Allendors a. d. Lumda eine Dampskesselanlage .zu errichten.
,, Pläne nebst Beschreibung liegen 14 Tag« lang, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung im Amtsverkündigungsblatt an gerechnet, auf der Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda zur Einsicht offen. Etwaige Einurendungen siiid bei Meldung des Ausschlusses binnen der angegebenen Frist schriftlich oder zu Protokoll bei der Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda vorzubringen.
' Gießen, den 11. August 1936.
Hessisches Kreisamt Gießen. I. B.! Weber.
Mtr,i Zuggefechtsschicßcn der 1. Kompagnie des Maschinengewehr-Bataillons 2.
Bekanntmachung. .
1» Die 1. Kompagnie Maschinengewehr-Bataillon 2 hält am 25 August 1936 in der Zeit von 6.00 bis 16.00 Uhr ein Gefechtsschießen mit dem MG-Zug bei Kesselbach und Geilshausen ab.
L Feuerstellungen südlich Kesselbach mit Schußrichtung nach «u^n sUnd nordwestlich Geilshausen mit Schußrichtung nach & Der gesamt« Raum innerhalb der Ortschaft«» Kesselbach
Londorf, Beuern, Bersrod, Reinhardshain, Geilshausen. Odenhtrusen, Kesielbach ist gefährdet und wird gesperrt, ^tragen ausschließlich.)
Di« Straße Beuern—Geilshausen wirb übe rsch offen und ist Dauer des Schießens gesperrt. Umleitung über . Allertshausen-Londorf oder Bersrod—Reinhardshain. v. Den Weisungen der Absperrposten ist Folge zu leisten. Sie n - 3Uc 6«stnahm« aus Gründen der Sicherheit für das delt wird rechet' fa^5 ^r€n Anordnungen zuwidergehan- B. Die Beendigung des Schießens wird den Bürgermeistern der oben genannten Gemeinden durch den Sicherheitsoffizier der Truppe angezeigt.
Gießen, den 12. August 1936.
Kreisamt Gießen. I. B.t Weber.
Dienstnachrichten.
Emil Sch nabel au? Wieseck wurde als Ehrenfeldschütze d« Gemeinde Wieseck bestellt und verpflichtet. ' 1,9 itei? "eger von Londorf wurde als Wle^meister für di« Gemeind« Londorf verpflichtet
^Ä^Speier von Wißmar wurde als Jagdaufseher für Lollar verpflichtet.
Miiti Lahn wurde als Fcld-
ve^flichtet^ ®en?€IR^,e Allendors a. d. Lahn ernannt und r.., Johannes Becker aus Burkhardsfelden ist als Feldfchütze IrrGemeinde Burkhardsfelden ernannt und verpflichtet worden.
Hermann Paul und Heinrich Strack, beide aus Billin- «en, wurden zu Ehrenfeldschützen für di« Gemeinde Villin- Hs« bestellt und verpflichtet.
< Bekanntmachung,
_ DAemterinärrat Dr. Monnard ist vom 17. August bis i ^piember 1936 beurlaubt. Sein« Vertreter sind Beterinär- Dr. Gilbert, Gießen. Kaiserallee Nr. 23, Telephon 2618, 4nb Veterinärrat Dr. Fuchs, Grünberg.
Ezeße«, btn 13. August 1936.
Kreisamt Gießen. I. SB.; Weber.
Kreisamt Friedberg
Bekanntmachung,
Wegen Ausführung von Gleisarbeiten wird die Landstraße 1. Ordnung Wölfersheim—Berstadt am Bahnübergang Kilometer 13,92 der Strecke Friedberg—Hungen von 6 bis 13 Uhr «m 2 0. A ug ust d. I. für jeglichen Verkehr gesperrt.
Umleitung erfolgt über Beienheim, Reichelsheim, Vingen» heim, Echzell.
Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu beachten.
Eießen, den 14. August 1936.
Hessische Provinzialdirektion Oberhessen.
Dienstnachrichien.
Di« Franz Appel I., Karl Hild, Karl Leopold Meininger, Karl W« g f a h r t, und Jakob Anton Schäfer aus Heldenbergcn wurden als Ehrenfeldschützen der Gemeinde Hel« denbergen ernannt und verpflichtet.
Die Verpflichtung des Kriminalassistenten Johann Faust in Friedberg auf den Jagdschutz für den gesamten Kreis Friedberg wird'infolge dessen Versetzung hiermit zurückgenommen.
Kreisamt Lauterbach
Dienstnachrichten.
Heinrich Stoppler zu Allmenrod ist zum Brandmeister und Wilhelm Heiner zu Allmenrod zum stellvertretenden • Brandmeister für die Freiwillige Feuerwehr Allmenrod ernannt und verpflichtet worden.
Kreisamt Alsfeld
Der Reichsstatthalter in Heffen
— Landesregierung — Darmstadt, den 18. Juli 1936. Abteilung II. Peter-Genieinder-Strasze 3.
Zu Nr. II/I. 3286. Ortsruf 5091 — Fernruf 5040,
Vetr.: Tag des deutschen Volkstums — Fest der deutschen Schule am 20. September 1936.
An die Direktionen der höheren Schulen, die Direktionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten und die Kreis- und
Stadtschulämter.
Der „Tag des deutschen Volkstums" wird auch in diesem Jahre als „Fest der deutschen Schule" im ganzen Reiche veranstaltet. Schul« und Jugend, von jeher di« Hauptträger der völkischen Schutzarbeit, werden auch diesmal heraustreten in dis Oeffentlichkcit und die gesamte reichsdeutsche Bevölkerung aufrufen, t«ilzun«hmen an dem Bekenntnis zur geistigen Gemeinschaft des Gesamtvolkes.
Die Schnelligkeit, init der sich dieses Fest durchgesetzt hat, und die großen Erfolg«, die es im Vorjahr erzielte, sind Beweis dafür, wie dank des Durchbruchs der nationalsozialistischen Weltanschauung der Gedanke der volksgeuöffischen Verbundenheit über die Grenzen, die staatliche Willkür setzte, iin Volk« Wurzel geschlagen hat. Ziel ist, noch mehr als bisher das Fest zum Gemeingut aller werden zu lassen; die Schule aber soll nach wie vor di« Trägerin bleiben.
Ich erwarte, daß die Schulen dem Fest jede Förderung an- gedeihen lassen und bei den'Vorbereitungen wie bei der Durchführung ihr« Mitwirkung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus bitt« ich, auch der Schülerschaft den Besuch der Veranstal- tung wärmstens zu empfehlen. Der Herr Reichs- und Preußischs Minister für Wiffenschaft, Erziehung und Volksbildung hat unter dem 6. September 1934 — R ik 2. E. Nr. 350 — a»geordnet, daß alle ihnr unterstellten Schulen zum „Fest der deutschen Schule" zu flaggen haben. Dies« Anordnung gilt nach dem Wortlaut des Erlasses auch für künftige Jahre. Ich brina« si« hiermit In Erinnerung.
Im Auftrag: Ringshausen.


