2

Anmeldungen zur Aufnahme werden von den Direktoren beiderLand- ivirtschaftsämter entgegengenommen und sind alsbald zu richten für die 8"toSSÄi« Dr. C*. M. ,

©tunberg an Herrn Direktor Trautmann, Landwirtschaftsamt

Genannte Herren erteilen auch nähere Auskunft über das Alter der aufzunehmenden Schüler, das Schulgeld, den Lehrplan und die evtl. Unter­bringung der Schüler in Privathäusern.

'Fernruf- Lick Nr. 39, Grünberg Nr. 70.

Die in die Unterklassen eintretenden Schüler mu sen bereits zu Ostern 1927 aus der Volksschule entlassen sein; das Schulgeld betragt für öo» Winterhalbjahr 30 Reichsmark für hessische und 35 Reichsmark für nicht- W W Bedeutung der sachlichen Ausbildung der heranwachsen- den landwirtschaftlichen Jugend möchten wir besonders Hinweisen.

Gießen, den 12. Oktober 1928.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Braun.

An den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir verweisen hiermit auf die vorstehende Bekanntmachung und emp­fehlen Ihnen diese alsbald wiederholt ortsüblich veröffentlichen zu laßen, auch bei den Landwirten auf Anmeldung ihrer den landwirtschaftlichen Berus ergreifenden Söhne zum Schuleintritt hinzuwirken.

Gießen, den 12. Oktober 1928.

Kreisamt Gießen. 3.23.: Dr. Braun.

Bekanntmachung.

Betr.: Das Ergebnis der Hauptkörungen 1928.

Nachstehend bringen wir zusammengestellt das Ergebnis der dies­jährigen Hauptkörung der Faseltiere im Dienstbezirk des Veterinarrats Dr. Monnard zur allgemeinen Kenntnis. Es wurden besichtigt:

60 Bullen, davon mit der Notesehr gut in Haltung und Wege- Daubringen (Heinrich Braun II.), Eberstadt, Großen-Linden, Gru- ningen, Lang-Göns, Leihgestern, Mainzler, Ober-Horgern (W'Mm Eisf und Heinrich Düringer III.), Staufenberg, Treis a. d. Lda. und

waren die Bullenhaltungen in Mendorf (Phil Stein­müller III. und Friedrich Hels) Annerod (Heinrich Wagner), Dorf- Gill (Heinrich Martin Sames), Holzheim, Klem-Linden Ludwig Weigel XVII.), Lollar und Watzenborn-Steinberg.

Die übrigen Haltungen waren befriedigend und geringer. Aus­gefallen ist die Haltung der Gemeinde Heuchelheim, deren Wartung und Pflege gegen die Vorjahre sehr zurückgegangen ist.

14 Eber, davon mit der Notesehr gut" in Haltung und Wege-

stadt, Lang-Göns (Konrad Ludwig Luh und Anton Karl Bruckel), ^^i^jjbrig^n Haltungen waren gut. Der Eber der Gemeinde Grohen- Linden war bereits abgekört und verkauft. Ersatz war noch keiner

Wellie Eberhaltung haben: Allendorf a. d. Lahn, Lollar, Klein- Linden, Ruttershausen, Staufenberg und Wieseck

48 Ziegenböcke, davon mit der Notesehr gut in Haltung und Pflege. Daubringen (Marie Gilbert Witwe), Eberstadt, Großen-Linden Lang- Göns, Mainzlar, Staufenberg, Treis a. d. Lda. Die übrigen Haltungen

14 Schafbocke, °von denen mit der Notesehr gut" zu bezeichnen waren: Großen-Linden (Ernst Geiger), Lang-Göns

gestern (Heinrich Habermehl), und Treis a.d. Lda. (Georg Johann Michel).

Die übrigen Haltungen waren durchweg gut. Nicht erschienen i der Körung waren die Schäfer der Gemeinde Daubringen, Grunin^ und Staufenberg, denen besondere Körtermine auf ihre eigenen ®o[fc gesetzt werden.

Abgekört wurden: l ft

1 je eine Bulle der Gemeinde Annerod und Heuchelheim wegen it I® genügenden Körperbaus. Weiterhin wurde wegen allzu schirm Körperbaus mit fehlerhafter Beinstellung zur Abschaffung em; fohlen je eine Bulle der Gemeinde Watzenborn-Steinberg « Wieseck.Bse

2 Je ein Ziegenbock der Gemeinden Heuchelheim und Klein-Lindr jn| Außerdem sind nach der Sprungperiode abzuschaffen je ein Ziex bock der Gemeinden Heuchelheim, Lang-Göns, Watzenborn-Sttr berg und Wieseck wegen mangelhaften Körperbaus.

Wenn auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gemeinden durchs keine günstigen sind, so darf die Sparpolitik nicht bei der Faselhalw einsetzen was sich immer bitter rächen wird. Es muß beim Ankaus« sgcf Fa eltieren mehr Wert auf wirklich gutes Zuchtmaterial gelegt weid. Leider sind es nur wenige Gemeinden, die richtiges Verständnis dch zeigen Besonders gilt es für den Ankauf von Ebern und Ziegenbock: indessen der der Bullen befriedigendere Resultate ergibt. Daneben ie auch eine pflegliche Behandlung der Tiere gewährleistet sein. Es dc wir nicht vorkommen, daß der Halter die Pflege der Tiere von der gell ( lichen Ablösung abhängig macht. Solche Leute sind als Tierpfleger w zuschliehen; denn ein altbekannter Erfahrungssatz lehrt, daß gute W halbes Futter ist. Andererseits muß aber auch von der Gemeinde«! tretung erwartet werden, daß den Tieren die genügende Menge Flick: bereitgestellt wird, und daß der Grundsatz vorherrschend ist:jede Ar« ist ihres Lohnes wert". detr

Ausgefallen ist uns, daß Tiere ohne kreisamtliche Zulassung bete: ic eingestellt waren. Nach dem Faselgesetz ist dieses Verfahren unftaitte und kann, wie die Erfahrung schon gelehrt hat, unangenehme Ich . nach sich ziehen. Auch will uns scheinen, daß in manchen Gemeick: entsprechend der Zahl der sprungfähigen Muttertiere die nicht genüge«! Anzahl von Vatertieren gehalten wird. Dieses Gebaren entspricht nii und dem Faselgesetz und läßt auch aus eine falsche Einstellung der SparM schließen, zumal die Ueberlastung der Vatertiere auf Kosten ihrer spaitr wir weiteren Verwendungsfähigkeit geht. Lai

Weiterhin läßt die Führung der Sprungbücher sehr zu wünft übrig. Es sind für jede Tiergattung besondere Bücher zu suhren. St Blätter haben zu verschwinden. Wir erwarten, daß den Bestimm^ der Ausführungsvorschriften zum Faselgesetz genau entsprochen rat Als einen unhaltbaren und ungesetzlichen Zustand müssen wir es e bezeichnen, daß in einer Herde neben einem gekörten Schafbock noch \$,-u Beiböcke gehen, die natürlich nicht gekört sind.

Die Bürgermeistereien wollen künftighin darauf bedacht sein, !: dieser Uebelstand abgestellt wird. Anerkennung fand die Erbauung eilt Faselstalles in der Gemeinde Ruttershausen. k

Gießen, den 19. Oktober 1928. i hes

Kreisamt Gießen. 3.23.: Schmidt.

Dienstnachrichken des Sreisamkes.

Der Minister des Innern hat gestattet:

GeldlotterieWitwentrost" e. 23., Pforzheim; Vertriebsgebiet der L» Volksstaat Hessen, Ziehungstermin: 11. Januar 1929.Wohlfahrtsze lotterte 1928" der Deutschen Lotterie-Emissionsgesellschaft, Berlin; triebsgebiet der Lose: Volksstaat Hessen, Ziehungstermin: 21. und 22.; zember 1928. Ausspielung anläßlich des Frühjahrspferdemarktes zu » hen; Vertriebsgebiet der Lose: Volksstaat Hessen, ZiehungsterR 21. März 1929.

Ve

| Ar Gr 21 19

' ge

Druck der Brühl'fchen Aniverfitäts.Buch. und Steinbruckerei, R. Lange, Gießen.

na ge1 Pfl bie de de Fr be , Lc