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Allgemeine hessische Sport⸗ͤeitung
verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg
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führt, vierteljährlich 1.50, für sonstige Bezieher viertel⸗
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Dienstag, d
Aus dem Fußball⸗Vezirk bessen⸗ Hannover
Ergebnisse
Bezirksliga: Germania Marburg— SC. 05 Göttingen 3:4(0.2) Spielverein Kassel— VfB.⸗K. Marburg 2:5(2:3) Kurhessen Kassel— Tura Kassel 40(4:0)
1. Bezirks klasse: Breidenbach— Ockershausen 1:1(0:0) Sport Kassel— Hessen 09 Kassel 3:0(1:0) Wilhelmshöhe— Hessen-Preußen Kassel 6·0(4:0) Künzell— Germania Fulda 1:2(1:0) Uslar— SpuSp. Northeim 32(2:2) Grone— Großalmerode 2:3(2:2) Bad Lauterberg— Polizei Holzminden 2:5(211)
Gesellschaftsspiele:
am 16. November 1932:
SV. Wetzlar— SpVgg. Fürth 1•9(0:6) Hersfeld— Germania Fulda 12 Vis Biedenkopf— FV Wallau 02(0.2) Kurhessen Kassel— Hermannia Kassel 5˙2 SC. 05 Göttingen— Grone 12(071) SpVgg. Göttingen— Borussia Fulda 0:2(0.2) VfB. Northeim— SpuSp. Northeim 32(2:0)
Aus Wetzlar
am 19. November 1932: 1900 Gießen— Universität Gießen 42(2:2) am 20. November 1932: Borussia Fulda— Germania Bieber 4:0(4:0) SC. 03 Kassel— Hermannia Kassel 2:0(1:0) Einbeck 05— Arminia Hannover komb. 1:2(0:2) SpVgg. Göttingen— Weende 51(3:0) Sportfreunde Kassel— SC. 03 Kassel 2. 2:4(0:3) VfB. Holzminden— VfB. Northeim 32(2.2) Gau Gießen⸗Wetzlar Flensungen-Mücke 3.— Alrichstein 2. 40. Gauklasse 1, Gruppe 1: Tabellenstand am 23. 11. 1932:
Der mehrmalige deutsche Meister Spielv. Fürth in Wotzlar!
Das größte Fußball⸗Ereignis, das Wetzlar je sah, ist mit dem Erscheinen der Fürther am vergangenen Mittwoch(Buß⸗ und Bettag) im Stadion vorüber gegangen.
Schon viele Tage vorher war überall die Fürther Elf der Gesprächsstoff. Die Vereinsleitung des SW hat es fertig ge⸗ bracht, über 4000 Zuschauer zu diesem Spiel zu bringen.
Das Spiel wurde von einem Jugendspiel des Wetzlarer Sportpereinis und der Spielv. 1900 Gießen eingeleitet, welches die Blau⸗Weißen aus Gießen verdient 4:2 gewannen.
Die Fürther kommen!
Wer kennt sie nicht, die bekannten Gesichter eines Hagen, Leinberger, Kraus, Franz usw. aus Bildern der Zeitungen— und jetzt stehen sie uns gegenüber. Kein Wunder, daß sie mit einem starken Beifall empfangen werden. Aber auch die Wetz⸗ larer, welche in letzter Zeit ihre Spielstärke wesentlich ver⸗ bessert haben, werden herzlich begrüßt.
Nach einigen Ansprachen der Behörde und Vereinsführer mit Blumenstraußüberreichung pfeift Schiri Henkel zur Auf⸗ stellung; die Mannschaften gruppieren sie wie folgt:
Fürth: Wenz Appis Hagen Hecht Leinberger Krauß 2.
Full Leupold 1. Franz Frank Wolf Blech 1. Wohlgemuth Blech 2. Fischer Hoffmann Ziehlberg Diehl Krickau
Benner O. Benner E. Wetzlar: Schreier
Ganz wie selbstverständlich geht Fürth sofort in Angriff, sie sind sofort in ihrem Spiel— aber sie haben mit dem starken Widerstand der Wetzlarer nicht gerechnet. Bereits 20 Minuten sind gespielt und immer noch kein Tor! Da kommt Fürth zu einem billigen Erfolg, denn Schreier läßt einen gut gehaltenen Ball fallen, Franz ist trotz seiner körperlichen Schwere blitz— schnell zur Stelle und schießt unverhofft den von Schreier auf— geworfenen Ball verblüffend ein! Die Wetzlarer lassen sich nicht entmutigen und spielen ruhig weiter, ganz im Gegensatz zu dem vorsonntäglichen Spiel schlagen sie die Bälle nicht ein⸗ fach nach vorne, sondern stoppen, halten den Ball, geben genaue, flache Vorlagen an den nächst freistehenden Mann, besonders Diehl und Benner 1. leiten diese schönen Kombinationsangriffe ein. Aber der Sturm kommt meistens nur bis zur Verteidi⸗ gung und dann ist es aus! Inzwischen schoß Leinberger mit einem unhaltbaren Schuß aus ziemlicher Entfernung Nr. 2 und bald folgte das vermeidbare 3. Tor. Dann hält sich der Sportverein eine ganze Zeit wider Erwarten gut, aber die Fürther Ueberlegenheit nimmt zu, die Kräfte der Wetzlarer lassen durch das fabelhafte Stellungsspiel der Fürther nach und innerhalb weniger Minuten hat Fürth seinen Vorsprung auf 6:0 erhöht, das Halbzeitergebnis herstellend.
In der 2. Spielhälfte schickt Wetzlar zum Teil neue Kräfte ins Feld, sie stehen jetzt wie folgt:
Spiele gew. unent. verl. Punkte Holzhausen 9 8 5 0 17 1 Allendorf 9 8 0 1 16:2 Ulm 8 7 1 0 15:1 Niedershausen 10 6 1 3 13:7 Löhnberg 2. 9 4 1 4 9:9 Stockhausen 10 4 0 6 8:12 Gräveneck 10 3 1 6 7:13 Merenberg 10 3 0 7 614 Hirschhausen 11 2 0 9 4518 Weilburg 2. 10 0 1 9 1:19
Debus (früher Ehringshausen) Benner O. Benner E. Heiland(fr. Steindorf) Diehl Ziehlberg
Zambedri Szuskalski Fischer Wohlgemuth Blech 1.
Die Umstellung bewährte sich nur zum Teil. Es dauerte wieder geraume Zeit, bis die Meisterelf zu einem weiteren Er folg in Form eines Handelfmeters kam. Die etwas harte Ent— scheidung nützte Leupold 1 mit vorbildlicher Verwandlung des Strafstoßes. Wetzlar kommt vereinzelt zu Gegenbesuchen, Diehl gibt Blech 1 eine feine Steilvorlage, dieser spurtet schnell, flankt kurz neben das Tor auf Halbrechts, Zambedri ist schneller als Wenz am Ball, gibt zur Mitte, Fischer drückt unter großem Jubel das verdiente Ehrentor ein.
Das war den Fürthern gerade genug, sie drehen jetzt etwas auf, die Kombinationsmaschine läuft, wie am Schnürchen ge⸗ zogen läuft der Ball von Mann zu Mann, vorwärts, rückwärts oder seitwärts, das ist ihnen einerlei, den Ball darf der Gegner nicht bekommen. Nicht der kürzeste Weg zum Tor ist der rich tige, sondern auf Umwegen, langsam aber sicher! Das ist der wesentliche Moment, der die Spielweise der Fürther und der— jenigen unserer Mannschaften unterscheidet— den Gegner auf Umwegen aus der Deckung locken. Hinzu kommt die fabelhaft sichere Ballbehandlung und die Täuschungsmanöver, welche helle Begeisterung der Zuschauer auslösen. Publikumsspiel— aber mit Erfolg, das ist, was wir brauchen, Erfolg ohne Publikums⸗ spiel wie Dribbeln, Täuschungsmanöver usw. genügt dem zah⸗ lenden Zuschauer auf die Dauer nicht! Sie wollen ein Spiel sehen, der Kampf ergibt sich von selbst, meistens viel zu viel. In diesem Spiel gab es sehr, sehr selten einen Strafstoß, eine Spielweise von beiden Seiten, die selbst die Fußballgegner um⸗ stimmen mußte. Das wirbt für unseren Fußballsport, sonst nichts. Daß die Meistermannschaft noch 2 Tore schoß, war we— niger wichtig, denn es kommt auf eins mehr oder weniger bei solchen Spielen nicht darauf an.
Diese beiden Tore fielen in der letzten Viertelstunde, als der Wetzlarer Mittelläufer, der in diesem Spiel großes geleistet und gezeigt hatte, stark ermüdet war, und mit ihm fällt die ganze Mannschaft gegen einen solchen Gegner. Sein Gegenüber, Leinberger, machte in dieser Zeit unter Anfeuerung der Zu— schauer Alleingänge, hatte mehrmals mit seinen Schüssen Pech Der Schlußpfiff des Schiris Henkel kam viel zu schnell, man hätte noch gern längere Zeit diesem Spiel der Meisterspieler zugesehen, aber schon wanderten die Menschenströme wieder Spilburg abwärts.
Die Fürther sprachen sich sehr lobend über die Spielweise der Wetzlarer aus, besonders gefiel ihnen Diehl und Benner 1, aber auch Benner 2, Debus und Heiland ragten etwas über den Wetzlarer Durchschnitt heraus.
Die Kleeblatt-⸗Elf ist eine fast ausgeglichene Mannschast, ohne einen schwachen Punkt, in welcher der deutsche Mittelläufer Leinberger etwas überragt, auch gefielen besonders der flinke Wolf und Franz als Mittelstürmer, der extra für dieses Spiel von den Wetzlarern für Leupold 2 gewünscht war.
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en 22. November 1932
Streife durch den Bezirk
Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Borussia Fulda 9 9 0 0 379 18:0 Kurhessen⸗Kassel 8 75 0 1 30 5 14:2 SC. 03 Kassel 8 3 2 3 21:19 8:8 Tura Kassel 8 3 2 3 14:25 8:8 VfB. Kurh. Marburg 9 2 4 3 1622 8:10 Spielverein Kassel 9 5 2 4 16: 8:10 SC. 05 Göttingen 9 3 1 5 21:28 7 Herm. Kassel 8 2 2 4 13:17 610 Hessen-Hersfeld 9 2 2 5 18:21 6 12 Germania Marburg 9 0 3 6 15:30 3.15
In der Bezirksliga finden am 27. November die letzten Spiele der Vorrunde: SC. 03 Kassel— Kurhessen Kassel(Becker⸗Hamm) und Tura⸗-Kassel— Hermannia⸗Kassel(Borucki) statt.— Am 4. Dezember beginnt dann schon gleich die Nach⸗ runde mit den beiden Spielen: Kurhessen⸗Kassel— Spielverein Kassel und SC. 03 Kassel— Germania⸗Marburg.
Die neue Terminliste sieht eine Ausdehnung der Rückspiele bis einschließlich 26. März 1933, d. h. auf 15 Sonntage, vor. Der Bezirksmeister muß aber bis zum Abend des 5. März ge⸗ meldet sein, da bereits am 12. März die Vorrunde um die West⸗ deutsche Meisterschaft steigen soll. Der Sachbearbeiter betrachtet anscheinend— und wohl auch mit Recht— jetzt schon Borussia⸗ Fulda als den künftigen Bezirksmeister, denn er hat die Spiele dieses Vereins so gelegt, daß sie am 26. Februar schon beendet werden.
Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 1900 Gießen 7 4 2 1 17:8 10:4 VfB. Gießen 75 2 4 1 15:10 8:6 Wallau 7 2 4 1 87 8:6 Breidenbach 7 2 4 1 16:16 8:6 Ockershausen 7 1 5 1 12:11 722 Frohnhausen 7 2 3 2 13:16 7 Sp. Wetzlar 7 2 2 3 1414 68 Bottenhorn 7 0 2 5 10:23 2:12
Die Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse hat am 20. November die Vorrunde zu Ende gebracht. Da die Spiele der Nachrunde erst am 8. Januar wieder einsetzen, tritt eine Pause von 6 Sonntagen ein, die zu Privattreffen benutzt werden kann. Die Rückspiele erfordern 10 Sonntage, d. h. also, sie dauern bis einschließlich 12. März 1933.
Die Vorrunde der Gruppe Fulda dauert noch bis zum 18. Dezember, während die Gruppe Kassel schon am 27. November fertig wird und gleich am 4. Dezember mit den Rückspielen be⸗ ginnt, die am 19. März 1933 durchgeführt sein werden.
In Südhannover ziehen sich die Spiele bis zum 2. April 1933 hin, da hier in der Abteilung Harz⸗Weser bekanntlich einige Monate überhaupt nicht gespielt worden ist.
Sporineulgkeiten
Schalkes Siegeszug. Die Schalker Knappen beschlossen ihre Gastspielreise in Bremen mit einem Freundschaftstreffen gegen Werder, das die Westdeutschen mit 8:0 gewannen.
Schwedens Fußballmeister A. J. K. Stockholm schlug in Köln nach ganz hervorragendem Spiel eine kombinierte Köln⸗ Mülheimer Mannschaft 713.
Aus Süddeutschland sind folgende unerwartete Ergebnisse zu melden: Germania Nürnberg— 1. FC Nürnberg 171, Spielvereinigung Fürth— VfR Fürth 121, Teutonia München — Bayern München 0:0.
Im Silberschildspiel schlug Norddeutschland in Hannover die mitteldeutsche Hockeyelf mit 6:1. Im Silberschild-Endspfel treffen nun also Norddeutschland und Brandenburg zusammen.
Eine schwere Niederlage erlitten die deutschen Radfahrer beim Länderkampf in Paris. Sie wurden mit Richter, Engel, Steffes, Stöpel, Sieronsty, Möller und Sawall in allen Wett⸗ bewerben glatt geschlagen.
Rausch⸗Hürtgen, die beim Amsterdamer Sechstagerennen in der Nacht zum Montag sechs Runden eingebüßt hatten, hol⸗ ten ihren gesamten Rückstand bis zum Montagnachmittag wieder auf und lagen zusammen mit Piet van Kempen-Pijnenburg in einer Runde an der Spitze.
In Amsterdam gelang es der jungen holländischen Schwim⸗ merin J. Kastein, im Brustschwimmen über 500 Meter mit einer Zeit von 8712 einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Für die Eis⸗Rennen vom 6. bis 13. Februar in Innsbruck, die eine ganz hervorragende Besetzung erhalten sollen, hat der Deutsche Skiverband schon jetzt 30 Teilnehmer gemeldet.
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