Dienstag, den 22. November 1932,
Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung
Nr. 47
Rund um den Marburger Sthloßberg
Germania 08 Marburg— SC. 05 Göttingen 3:4(0:2)
Bei diesem Spiele hatte man bestimmt gerechnet, daß der Platzverein doch endlich mal einen Sieg erringen würde, zumal Leiser, von dem man soviel erwartete, erstmalig mitwirkte. Jedoch wieder einmal mußten die Germanenanhänger um eine Enttäuschung reicher den Platz verlassen. Wie oft konnte man auf dem Heimweg den Namen Leiser hören. Nun wollen wir nicht gleich beim ersten Spiel über Leiser den Stab brechen, da wir wissen, welches Können er bei Horas bewiesen hat. Selbst⸗ werständlich muß auch er erst mit seinen Nebenleuten eingespielt sein. Als ein Fehler erwies sich, daß die Vereinsleitung den guten Innenspieler Willi Wagner auf Rechtsaußen stellte und den Rechtsaußen Schaub in die Mitte nahm. Erst als man er⸗ kannt hatte, daß so nichts zu erreichen war, nahm man eine Umstellung wor; Wagner in Mitte und Schaub auf Rechtsaußen; auch Happ und Leiser wechselten; jedoch lag Göttingen bis dahin schon bereits mit 310 Toren in Führung. Die Germanen⸗ Mannschaft erschien in folgender Besetzung:
Happ 2; Emmler, Chr. Werner; Haupt, Happ 1, Sauerwald;
Wagner 2, Schaub, Leiser, Zschokke, Wagner 1.
Zur Kritik ist kurz zu sagen: Happ im Tor machte mit⸗ unter einen recht unsicheren Eindruck, wenn er wohl auch manch unverhofften Schuß recht gut hielt; die Verteidigung zeigte gute, aber auch einige recht schwache Augenblicke; in der Läufer⸗ reihe zeigte Happ wohl ein aufopferndes Spiel, doch seine Vor⸗ lagen waren oft sehr ungenau. Sauerwald war geitweise reich⸗ lich hart und fiel dieser Spielweise auch infolge Verletzung 25 Minuten vor Spielschluß wieder zum Opfer. Haupt lieferte eine gute Partie. Im Sturm klappte es anfänglich gar nicht. Die Außenstürmer wurden recht wenig eingesetzt, während im Innentrio jeder auf eigene Faust wurschtelte. Im zweiten Teil des Spieles klappte es allerdings besser und man sah wieder et⸗ was von dem alten Germanengeist.
Bei Göttingen bemerkte man sofort, daß es die Mannschaft sehr ernst mit dem Spiele nehmen wird, da der Verein sogar den alten Verteidiger Sroda hat kommen lassen, damit die alte Besetzung des Schlußdreiecks mit Knauff, Reichstein und Sroda wieder hergestellt wurde. Und es klappte. Aber auch die Läufer⸗
Aus dem Hinterland
Breidenbach— Ockershausen 1:1(0:0).
Die Breidenbacher können noch von Glück reden, in letzter Minute einen Punkt herausgeholt zu haben, denn trotz größter, manchmal drückender Ueberlegenheit wären sie beinahe zu kei⸗ nem Erfolg gekommen, wenn kurz vor Schluß nicht noch die Hand des Torschützen eine Rolle gespielt hätte.
Ockershausen hatte seinen besten Mann im Torhüter, dem die Verteidigung stets treu zur Seite stand. Die Läuferreihe, vor allem der Mittelläufer, war schlecht, spielte nur defensiv, um die vielen Breidenbacher Angriffe zu zerstören. Daß der Sturm bei dieser Taktik mit seinen Leistungen zu kurz kam, ist klar. So ist es auch begreiflich, daß Ockershausen nur wenig über seine Hälfte hinaus kam.
Anders dagegen bei Breidenbach. Hier war es die Läufer⸗ reihe, die ganz auf dem Posten war und den Sturm immer wieder nach vorne schickte. Dieser kombinierte dann auch recht schön, aber mit genauen Schüssen, sogar aus freistehenden Po⸗ sitionen, war es schlecht bestellt.
Schon in der ersten Hälfte hatte es der Breidenbacher Sturm in der Hand, die Entscheidung zu schaffen. Aber die sichersten Sachen wurden vermasselt oder die wirklich guten Schüsse fanden ihren Meister in dem Gästetorhüter. Nach dem Wechsel sah man zunächst dasselbe Bild. Breidenbach spielte
Die Landsknethte
Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (29. Fortsetzung.)
Marieliese saß mit ihrem Vater an der Mittagstafel. Alle Augenblicke sah sie nach der Tür, aber Henry kam immer noch nicht.
„Du glaubst nicht, Marlies, wieviel Zoll auf der Einfuhr alter, wertvoller Gemälde steht. Da sind die Kunsthändler manchmal auf ganz eigenartige Tricks gekommen, um die Be⸗ hörden zu hintergehen.“
„Das ist mir so egal“, dachte Marieliese.„Wenn du bloß erst im Schnellzug sitzen würdest. Hoffentlich merkst du nicht den Trick, den ich jetzt anwende.“
„Ich habe einmal gelesen, daß ein Kunsthändler sogar das ganze Bild....“
Da stand Henry in der Tür.
„Gnädiger Herr, an dem Motor ist etwas nicht in Ordnung, er will nicht anspringen. Ich will mein möglichstes versuchen, vielleicht...“
Schon war er wieder draußen. Marieliese mußte die Zähne zusammenbeißen, um nicht zu lachen, denn Henry hatte ein zu komisches Gesicht gemacht.
„Was war das, Marlies? Henderson verblüfft.
Sie nickte gelassen.
„Ja, das Auto ist kapores!“
„Um alles in der Welt, das geht nicht. Ich muß doch um vier Uhr in Orleans sein. Wie ist das bloß möglich? An dem Auto hat doch noch nie etwas gefehlt.“
„Ja, gerade deshalb. Einmal muß es doch das erste Mal sein. Warum soll der Motor nicht mal streiken? An Henry liegt es bestimmt nicht, der ist äußerst tüchtig und zuverlässig.“
„Ja, das stimmt. Ob der Schaden wohl bald wieder be⸗ hoben ist?“
„Das glaube ich nicht. Diese ersten Pannen sind meistens nicht so leicht zu beseitigen.“
„Ich muß aber doch nach Orleans, sonst geht vielleicht diese gute Kaufgelegenheit in die Brüche.“ knurrte Henderson eigen⸗ sinnig und verstimmt.„Ob wir ein Mietauto nehmen?“
„Um Gotteswillen, bloß das nicht,“ dachte Marieliese er⸗ schrocken.
„Davon würde ich entschieden abraten, Vater. Diese Wagen
Hast du es gehört?“ fragte
reihe war prächtig. Vorne und hinten, überall half sie aus. Vor ihr standen fünf Stürmer, die ein recht schönes Kombi⸗ nationsspiel vorführten und Musiatowski wurde bald der Lieb⸗ ling der Zuschauer. Drei Tore konnte er auf sein Konto bringen.
Schiedsrichter Schneider⸗Marbach war dem Spiel ein korrekter Leiter.
Göttingen fing gleich mit Durchbrüchen und Flankenläufen an. Germania fand sich wohl schnell, doch wurde zu sehr in die Gegend gepuscht. Nach kaum 10 Minuten führten die Gäste mit 1:0. Bis zum Wechsel konnten die Göttinger dann noch einmal erfolgreich sein. Nur kurzer Wechsel und dann ging es weiter. Nach 10 Minuten war ein Gedenken an die Toten. Ent⸗ blößten Hauptes umsäumten die Zuschauer das Spielfeld im stillen Gedenken an unsere Toten.— Musiatowski spielt sich fein durch und Nummer drei sitzt. Germania gelingt es zwei Tref⸗ fer aufzuholen, auch der Ausgleich hängt in der Luft, jedoch die Gäste verteidigen mit neun Mann. Es ist nichts zu machen. Die Gäste kommen noch zu einem leichten Erfolg und dann ist es Wagner, der zwei Minuten vor Schluß einen Handelfmeter zum dritten Tore verwandeln kann. 413 für die Gäste, die eiligst den Platz verlassen, um noch den Zug um 4,30 Uhr zu bekommen.
VfV.⸗Kurhessen Marburg spielte in Kassel gegen Spiel⸗ verein und gewann 5:2. Ein guter Erfolg der Marburger Schimmelreiter.
Gauspiele fanden in Anbetracht des Totensonntags keine statt. Erst am kommenden Sonntag geht es auf der ganzen Linie weiter. 5
Am Buß⸗ und Bettag fand in Wetter, Gastwirtschaft Sauer, unter Leitung des Gau-Schiedsrichter-Sachbearbeiters H. Engel⸗ ter, eine recht gut besuchte Schiedsrichter⸗Belehrungsstunde statt. Selbige finden jetzt jede Woche statt und zwar die nächste Stunde am Sonnabend, den 26. November 1932, abends 7 Uhr, pünktlich, in Wetter, bei Springer. Die am gleichen Tage recht gut be⸗ suchte Versammlung der Ortsgruppe Marburg nahm ebenfalls einen recht guten Verlauf. Man behandelte die Spielfähigkeit der Plätze ausführlich. Einige Umbesetzungen der Schiedsrichter wurden vom Gau⸗Vorsitzenden bekannt gegeben.
und Ockershausen verteidigte. Da gab es einen plötzlichen Vor⸗ stoß der Marburger Vorortler, und schon hatte die Breiden⸗ bacher Hintermannschaft das Nachsehen. Von da ab wurden die Gäste in der Abwehr noch besser, ja sogar wäre dem Sturm fast noch ein zweiter Treffer geglückt. Zäh kämpften die Ockers⸗ häuser um den knappen Vorsprung, fast verzweifelt rannten die Breidenbacher gegen das Gästetor. Da nichts gelingen wollte, hatt man schon den Gästen im Stillen den unverdienten Sieg zugedacht, als Breidenbachs Halblinker einen vorher mit der Hand berührten Ball kurz vor Schluß in die Maschen dirigierte. Wenn der Ausgleich auch nicht ganz regulär war, der Schiri konnte das Handspiel von hinten nicht sehen, so war es doch mehr als verdient.
Am Buß⸗ und Bettag trafen sich traditionsgemäß auf dem Biedenköpfer Gelände
Vse. Biedenkopf— FV. Wallau 0:2(0:2).
Der Lokalkampf hatte viele Zuschauer auf die Beine gebracht, die erkennen mußten, daß die ehemaligen Kreisstädter doch noch nicht an das spielerische Können der Wallauer heranreichen können. Freilich das Resultat gibt nicht kund, wie die Wallauer mit Biedenkopf spielten, aber immerhin muß das große Pech der Wallauer Stürmer und die ausgezeichnete Arbeit der Bie⸗ denköpfer Hintermannschaft mit in die Waagschale gezogen
sind manchmal so unzuverlässig. Da bleibst du vielleicht mitten auf der Straße liegen.“
„Da hast du recht.“
„Aber wahrscheinlich fährt ein Schnellzug um diese Zeit dahin.“
„Das wäre ja eine Möglichkeit.“
Er blätterte im Kursbuch.
„Ja, um 12 Uhr 46.“
„Siehst du, Vater, den kannst du noch bequem erreichen. Nimm Mary nur gleich mit. Ich habe noch verschiedene Sachen einzupacken und komme dann später mit dem Wagen und dem Handgepäck nach. Du brauchst gar nichts mitzunehmen.“
„Ja, wenn du meinst....“
Marielese atmete auf, als ihr Vater und ihre Zofe das Hotel verlassen hatten. Sie ging in die Garage. Henry lag unter dem Auto und arbeitete fieberhaft mit einem Schrauben schlüssel herum.
„Kommen Sie ruhig wieder ans Tageslicht, Henry. Die Luft ist rein, die Herrschaften sind abgereist.“
Der junge Chauffeur kroch unter dem Wagen hervor und wischte sich den Schweiß vom Gesicht. Dann ließ er den Motor anspringen.
„Die Panne ist behoben,“ lachte Marieliese und lehnte sich an den Kühler.„Sie sind wirklich äußerst tüchtig und zuver⸗ lässig, Henry.... aber Gesichter können Sie schneiden! Ich hatte Mühe, mein Lachen zu verbeißen. Na, die Hauptsache ist, daß der Trick geklappt hat. Vater kann seinen Rubens be⸗ gucken und ich die Uebertragung hören. Sie sind übrigens am schlechtesten bei der ganzen Sache weggekommen, Henry. Dafür dürfen Sie sich etwas wünschen. Ueberlegen Sie mal, was Sie gern haben möchten. Vielleicht etwas für Ihre Freundin?“
„Ich habe keine Freundin, gnädiges Fräulein,“
„Hören Sie mal, Henry, das können Sie meinem Vater erzählen, aber nicht mir. Sehen Sie, nun werden Sie rot. Na, ich ziehe mich jetzt zurück. Um vier Uhr können wir dann unsere Reise antreten. Solange haben Sie Urlaub.“
Im Gesellschaftszimmer des vornehmen Hotels befand sich eine Radioanlage. Marieliese betrachtete den Apparat etwas mißtrauisch.„Ganz modern scheint er auch nicht mehr zu sein.“
Sie klingelte.
Ein Ober erschien.
„Ich möchte um 2 Uhr 45 eine Uebertragung von Köln hören. Stellen Sie bitte ein.“
Der Kellner arbeitete fieberhaft.
werden. Nur in den Anfangsminuten erschienen die Bieden⸗ köpfer gleichwertig, aber schon nach kurzer Zeit begannen die Wallauer den Gang der Dinge zu diktieren. Ein guter Lauf und ein ebenso schöner Schuß des Rechtsaußen ergab den ersten Wallauer Treffer, dem kurz danach Runkel, der diesmal auf halbrechts ausgezeichnet spielte, eine unhaltbare 16 Meter⸗ Bombe folgen ließ.
Im zweiten Akt demonstrierten die Wallauer weiter über⸗ legenen Fußball, aber mit Glück konnten die Biedenköpfer wei⸗ tere Treffer verhüten. Auf beiden Seiten wurde auch noch je ein Elfer vermasselt. Kurz vor Schluß stellten die Einheimischen ihren ohne Zweifel talentierten Mittelstürmer vom Platz, da dieser entmutigt von dem Mißlingen seiner Angriffe seine Ne⸗ benleute nicht mehr unterstützte und den Kopf hängen ließ. Niemals darf ein Sportler seine Kameraden mitten im Kampf im Stich lassen und wenn es tausendmal nicht klappen will! Die Biedenköpfer legten sich mit ihren 10 Mann nochmal mächtig ins Zeug, scheiterten aber an der Wallauer Verteidigung.„oh“.
Rund um Ulm
Die Verbandsspiele nahmen am 13. November ihren Fort⸗ gang. Es gab bei schönstem Sportwetter auf einwandfreien Spielplätzen äußerst spannende Spiele. Kleine Ueberraschungen blieben in der Gauklasse 1, Gruppe 1, nicht aus.
Bissenberg 1.— Ehringshausen 1. 2:0
In diesem spannenden und fairen Spiele zeigten sich die Gäste von der besten Seite; dagegen waren die Platzbesitzer nicht in besonders guter Form. Das Spielende sah trotzdem die Bissenberger mit 2:0 als Sieger.
Weilburg 2.— Holzhausen 1. 2:2
Tabellenletzter contra ⸗Erster. Eine Ueberraschung gab es, denn man hatte einen Sieg von Holzhausen erwartet. Lange führten die Gastgeber mit 2:1 Toren; ein Elfmeter rettete für Holzhausen einen Punkt.
Niedershausen 1.— Ulm 1. 2:2
Ein großes Spiel lieferten sich diese Mannschaften. Bis Halbzeit führten die Ulmer mit 2:0; ein Elfmeter wurde von Alm verschossen. Dem guten Endspurt der Gastgeber gelang mit zwei Toren das verdiente Remis.
Allendorf 1.— Stockhausen 1. 3:2
Ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit. Nach 15 Mi⸗ nuten liegt Allendorf mit 210 in Führung. Stockhausen ver⸗ bessert bis zur Pause auf 2:1, Nach Wiederbeginn 22. Er⸗ bittertes Ringen bis zum Schluß. Allendorf siegt mit 312.
Allendorf 2.— Stockhausen 2. 4:1
Für die 4:0⸗Niederlage im Vorspiel revanchierten sich die Al⸗ lendörfer. Ausgeglichenes Spiel in den ersten 45 Minuten. Stockhausen nach dem Wechsel besser. Allendorf jedoch als Sieger.
Holzhausen 2.— Biskirchen 2. 10:1
Mit nur neun Mann traten die Gäste an. Die Platzbesitzer sind stets im Vorteil und mit 101 Toren sicherer Sieger. Das Können der Biskirchener ist gegen das Vorjahr stark zurückge⸗ gangen. Ueben, üben. raten wir den Akteuren.
Aus Weilburg
Vorschau: Weilburg— Bissenberg; Sportplatz Neue Kaserne. Kommenden Sonntag treffen sich obengenannte Mannschaf⸗ ten zum fälligen Verbandsspiel in Weilburg. Da die Mann⸗ schaften ziemlich gleichwertig sind, und nach Verlustpunkten ge⸗ rechnet den gleichen Tabellenplatz einnehmen, wird jede Mann⸗ schaft ihr äußerstes hergeben, um einen Sieg landen zu können. Leider ist Weilburg durch Verletzung einiger Spieler etwas benachteiligt und wird durch größeren Eifer und den Vorteil des eigenen Platzes dieses Handicap ausgleichen müssen. Für die Zuschauer steht ein spannender Kampf bevor. GR.
„Lyon hat gerade Mittagskonzert“, meinte er nach einer Weile.„Wenn Sie vielleicht Musik wünschen?“
„Im Gegenteil... Na, ich merke schon, Sie wissen eben⸗ so wenig Bescheid damit wie ich auch. Rufen Sie den Geschäfts⸗ führer.“
„Jawohl, gnädiges Fräulein.“
Ein paar Minuten später war der Gewünschte zur Stelle.
„Hören Sie mal, Herr Guerad, Sie haben in diesem Zim⸗ mer eine Radioanlage anbringen lassen. Das ist eine löbliche Einrichtung, die allerdings nur dann ihren Zweck erfüllt, wenn die gewünschten Stationen auch wirklich zu bekommen sind. Ich möchte jetzt Köln hören.“
„Natürlich, gnädiges Fräulein, einen Moment..
Er blätterte in dem Programmheft, setzte die Kopfhörer auf und fing an zu drehen
„Die Nachtmusik von Köln empfangen wir immer sehr gut“, meinte er nach einer Pause,„aber bei Tage ist Köln nur schlecht zu bekommen. Ich glaube, jetzt habe ich die Station. Hören Sie mal. Köln überträgt gerade Schachfunk.“
Marieliese setzte die Kopfhörer auf, nahm sie aber sofort wieder ab.
„Das ist ein fürchterlicher Empfang,“ stellte sie melancholisch fest.„Da reden ja mindestens drei Stationen durcheinander! Unter uns gesagt, Herr Guerad, dieser Zauberkasten ist durch⸗ aus veraltet und für europäischen Empfang nicht zu gebrauchen.“
„Ganz modern ist er allerdings nicht mehr.“
„Das stimmt auffallend. Mit diesem Apparat hat sicher Kolumbus schon die Wetterberichte aufgenommen, als er damals auf Amerika losgondelte... Ich will Ihnen etwas sagen, Herr Guerad. Ich nehme an, daß es Ihr Wunsch ist, mich in jeder Weise zufrieden zu stellen, solange ich mich in diesem Hotel aufhalte. In zwei Stunden reise ich ab. Lassen Sie für diese Zeit einen neuen Apparat aus einem Radiogeschäft aufstellen.“
„Natürlich, gnädiges Fräulein, es wird sofort erledigt.“
„um 2 Uhr 45 muß ich Köln unbedingt hören. Sie haben also noch dreiviertel Stunden Zeit...“
Marieliese ging ungeduldig im Zimmer auf und ab.
„Heute geht alles verkehrt“, dachte sie.
Als die Uhr halb drei schlug, kam endlich der Geschäfts⸗ führer persönlich mit einem großen Apparat. Es dauerte Ma⸗ rieliese viel zu lange, bis der Anschluß hergestellt war. Immer wieder sah sie auf die Uhr. Nur noch fünf Minuten bis zum Beginn der Uebertragung.
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Fortsetzung folgt.)
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