Ausgabe 
18.5.1932
 
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eines rassigen Kampfes wurden. g 1 Sac baß Hitze mit unerhörtem Tempo und Spannung bis zum ch

mit großem Elan in den Kampf; nach 15 Minuten beiderseitigen Angriffen läßt der Wetzlarer

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blättern, worden sind, welche die Veredelung des Fahrrades zum Ziel ge⸗ habt haben, und man braucht nur die alten Sportjournals durch⸗ Wiopen um ein Bild von dem Kampf um das alleinseligmachende

Fahrrades gefunden worden war, und man

man zuerst mit der bei Werkzeugmaschinen üblichen Lagerung der sich u. Bochtle Teile zufrieden, spornte man

drehender Teile am Fahrrad an.

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ob die Herstellung des Fahrrades in

stand eine zuverlässige Verteidigung. Durch etwas leichtsinniges Herauslaufen des Bottenhorner Torwarts kam Wommelshausen zu seinen zwei Toren. 9

Sp.⸗V. Wetzlar FV. Wallau 2.1 Die beiden Spitzenführer der Meisterschaftstabelle im Lahn⸗ kreis hatten am vergangenen Samstag eine große Zuschauer⸗ menge auf den Sportplatz Naubornerstraße gelockt, welche Zeuge Das Spiel, welches trotz der

durchgeführt wurde, sah die Wetzlarer Elf als die ein⸗ wandfreie bessere Mannschaft siegen. Wallau hat es seinem gang vorzüglichen Torwart zu verdanken, daß der Sieg der Wetzlarer nicht höher ausfiel, auch hatten die Wetzlarer Stürmer mit dem schießen reichlich Pech, da öfters die Querlatte des Wallauer ores schon sicher geglaubte Erfolge verhinderte. Wallau ging

Hüter einen Schuß aus den Hän⸗ den gleiten, der Nachschuß sitzt unvermeidlich, Wetzlar wird allmählich leicht überlegen, mehrfach werden Torgelegenheiten knapp verschossen, aber endlich kommt der längst verdiente Aus⸗

gleich durch einen Handelfmeler, welchen Blech 4 sicher ver⸗ wandelt. Bis zur Pause ändert sich an. diesem Stand nichts

mehr, obwohl Wallau die letzten zehn Minuten mächtige An⸗ strengungen macht, aber durch die Gebrüder Benner, welche auch heute wieder glänzend in. Fahrt sind, zu keinem Erfolg kommen kann. Die zweite Spielhälfte wurde von Wetzlar überlegen begonnen und auch mit wenigen Ausnahmen bis kurz vor Schluß ebenso durchgeführt. Nach zehn Minuten Spielzeit bann der Wallauer Hüter eine Vorlage von Wohlgemuth nur noch mit dem Fuß erreichen, Kaletsch lief in die Schußrichtung, der Ball prallt von diesem ins Tor. Wenige Minuten später Wetzlar lag im Angriff wird ein drittes Tor geschossen, welches aber der Schiedsrichter nicht gab, da er im selben e abgepfiffen hatte, da der Wallauer Hüter verletzt am Boden lag, welcher bc aber schnell erholte. Auf beiden Seiten erzielte Ecken wur⸗ en abgewehrt. Der Wetzlarer Sturm kombiniert schön flach durch, aber nichts will mehr gelingen. Auch Wallau hat nach einer Ecke, Ausgleichsmöglichkeit, welche aber aus kurzer Ent⸗ 1 verschossen wird. Die wenigen Minuten Endspurt der Wallauer, welche ebenfalls ein temperamentvolles und schönes dem verdienten Wetzlarer Siege bei Wetzlar die Gebr. Schieds⸗

Paßspiel zeigten, änderten an nichts mehr. Die besten Spieler waren:. Benner; bei Wallau Tormann und linker Läufer. richter Kunze leitete einwandfrei.

Aus Lollar

Lollar 2. Dutenhofen 1. 7:4(5:0). Lollar 3. Dutenhofen 2. 5:4.

Am 1. Pfingstfeiertage standen sich in Lollar obige Mann- schaften gegenüber. Lollar war von Anfang an überlegen und führte bei Ae 50. Nach dem Wechsel wurde Lollars Tor⸗ hüter stark verletzt und mußte den Gegner zu vier Erfolgen sommen lassen, während die Hiesigen nur noch zwei Erfolge bu⸗ chen konnten. Die überaus große Hitze ließ die Spieler merklich abfallen. Die dritte Mannschaft hatte große Mühe, die etwas hart spielenden Gäste kurz vor Schluß mit 57 zu schlagen.

Am 2. Feiertage ware Lollar alsdann Gast in Dutenhofen. Beide Mannschaften mußten sich mit 2.1 geschlagen bekennen. Hier verstand es der Gastgeber, den Platzvorteil n aus⸗ zunützen. 8

Aus Daubringen

Daubringen 1. 1900 Gießen 2. 1:2(1:1).

Nachdem am 1. Feiertag Spieler Schiedsrichter und Zu⸗ 14 915 vergeblich auf die festverpflichtete 2. Mannschaft vom B Gießen gewartet hatten, trat am 2. Feiertag die 2. Mann⸗ schaft von 1900 Gießen mit 5Ersatzleuten aus der spielfreien Liga gegen die mit 2 Mann Ersatz spielende 1. Mannschaft von Daubringen an und gewann mit etwas Glück 2:1. Den Tor⸗ chancen entsprechend mußte Daubringen mit mindestens zwei Toren im Vorteil bleiben. Nachdem Gießen nach ein viertel⸗ stündigem ausgeglichenem Spiel zu einem billigen Erfolg kommt(Abfeits! 9), dreht Daubringen noch ein wenig mehr auf und kann 10 Minuten vor Halbzeit nach mancher Torgelegen⸗ heit endlich durch den Mittelstürmer ausgleichen. Nach der Pause das gleiche Bild ausgeglichenes Feldspiel, Daubringen aber hat Schußpech, während Gießen mit Glück das Siegestor erzielt. Als bester Mann auf dem Platze entpuppte sich Dau⸗ bringens linker Verteidiger, Hilberg, der immer wieder zer⸗ störend in die Kombinationszüge der Gießener Stürmer eingriff und vereint mit dem ebenfalls sehr guten rechten Verteidiger Michel den gegnerischen Angriff aufhielt, so daß Daubringens Torwart wenig einzugreifen brauchte. Schiri Jung aus Lollar

war Leiter des Spiels. M.

Aus Garbenteich

SpW 1928 Garbenteich Fußballsportverein Frankfurt a. M. Reserve 4:4(1:1). Gegen solch einen Gegner ein Propagandaspiel zu bestreiten, muß für die 1. Mannschaft Garbenteichs lehrreich und für ihre

der Werdegang des Fahrrades 25

Das Fahrrad ist etwas zu Alltägliches geworden, als daß man bei seinem Erscheinen im Straßenbilde besondere Betrach⸗ tungen anstellen würde. Und denno muß der Anblick eines mo⸗ dernen Markenfahrrades auch das Auge des technisch nicht Ver⸗ sierten entzücken, wenn er Sinn für edle Linien und für die Ver⸗ einigung von idealer Schönheit und Zweck besitzt. Ein Klasse⸗ fahrrad ähnelt einem Vollblutpferd, und der Umstand, daß das Fahrrad zum Lasttier gemacht worden ist, schadet seinem Rufe ebenso wenig, wie es einem Vollblutpferd schadet, daß sein Bruder zum 0 eines Gemüsewagens verurteilt ist. Voll⸗ blut bleibt Vollblut, und die Gestaltung des modernen Fahrrades 5 1 die Techniker mit derselben Liebe und Hingebung betrie⸗

en wie der Vollblutzüchter das Aufziehen eines Derby⸗Cracks.

Von Drais über Michaux zur modernen Fahrradfabrikation war ein weiter Weg. Der Zufall und das Glück haben dem Fahrrade den Weg geebnet, aber nicht zuletzt hat die rastlos fortschreitende Technik diesen Weg entscheidend zu beeinflussen gewußt. Man braucht nur die Akten der Patentämter nachzu⸗ um zu sehen, wieviele Tausende von Patenten erteilt

odell sich machen zu können. ö

Als dieses Modell in dem Rautenrahmen des modernen die Räder mit dem Gummikissen des Pneumatiks umspannt hatte, begann die Kleinarbeit an dem Grundmodell. Der leitende Gedanke war das Gewicht des Fahrrades zu vermindern und seinen Lauf zu erleichtern. Hatte man zuerst auf das Gewicht wenig Wert ge⸗ legt, so begann man später mit einem Gramm zu rechnen. War die Feinmechanik später zu Höchstleistungen zur Verminderung der Reibung sich Wir wollen nicht darüber streiten, ob das Fahrrad, vollkom⸗ Man wird auf diese Fragen von den Weisen keine bündige Antwort erhalten, wohl aber werden alle die Frage, Deutschland auf der höch⸗

Allgemeine Hesirsche Sportzeitung Anhänger ein Genuß sein. Die Vereinsführung hatte keine Mühe gescheut, um diese Mannschaft auf den Plan zu bringen und die Gästemannschaft hielt, was man sich von ihr versprochen hatte. Die einzelnen Leute zu kritisieren, wäre verfehlt. Die Mannschaft spielte wie ein Ganzes, der Paß von Mann zu Mann war flach auf den Zentimeter abgezirkelt, die Stopp⸗ arbeit eines jeden in jeder Position war meisterhaft und in Kopfbälle wußten sie geschickt und täuschend zu wirken. Der Torwart, die Ruhe selbst, zeigte aber in kritischen Momenten, daß man Torwart nicht in Bücher lernen kann, sondern dazu einen durchtrainierten Körper haben muß. Und daß er manche Nuß zu knacken bekam, dafür sorgte der neugeborene Garben⸗ teicher Sturm mit den wieder mitwirkenden zurückgekehrten Vereinskameraden W. Stumpf und Bärenfänger. Die Garben⸗ teicher zeigten, daß sie eine Mannschaft aufbringen, die sich in Zukunft Respekt verschaffen wird. Die von dem Mittel- stürmer eingeleiteten Angriffe sind stets gefährlich, zumal er den Halblinken so geschickt freispielt, daß dessen Bombenschüsse un⸗ ausbleiblich sind. Die Läuferreihe der Garbenteicher mit dem hervorragenden Mittelläufer A. Stumpf ist eifrig und verläß⸗ lich Die Verteidiger könnten etwas weniger nervös spielen und mehr auf Stellungsspiel achten, zumal sie einen guten und sicheren Torwart hinter sich haben.

Zum Spiel:

Nach Begrüßungsworten des Herrn Lehrers Sturp⸗-Garben⸗ teich, stellten die Mannschaften sich dem Schiri Busch-Butzbach. Sofort nach Anstoß der Platzherren gab es auf beiden Seiten gefährliche Situationen, die aber an den vorsichtigen Hinter mannschaften scheiterten. Garbenteich spielte vorerst reichlich ner⸗ vös. Frankfurt kombinierte vorzüglich, setzte sich aber vor dem Tor nicht genug durch. Garbenteichs Sturm ließ dann kurz hintereinander einige wuchtige Schüsse los, wodurch sie in der 18. Minute durch den Halblinken zum ersten Erfolg kamen. Frankfurt glich bis zur Pause mit einem Kombinationszug, der hinter dem Torwart endete, aus. Nach der Pause stellte der Halblinke der Garbenteicher durch schönen Alleingang und Bombenschuß das Resultat auf 2.4. Frankfurt glich bald aus und übernahm kurz darauf die Führung. Die Einheimischen verloren nicht den Mut, was ihnen auch durch ein schönes Tor des Rechtsaußen belohnt wurde. Nach diesem Gleichstand prä⸗ sentierte Frankfurt wieder ein Tor, dem Garbenteich mit dem Schlußpfiff durch Bärenfänger wieder den Ausgleich entgegen setzte. Das hohe Niveau des Spieles wurde durch die wenig überzeugenden Leistungen des Schiri Busch etwas Face

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Aus Steinbach

Am zweiten Pfingstfeiertag gastierte die Reserve vom FSpW Frankfurt a. M. bei der ersten Mannschaft vom FSpV 1926 Steinbach und gab den Steinbachern mit 3:2 Toren das Nachsehen.

Punkt 2 Uhr gab der unparteiische Schiri Noll⸗Gießen den Ball frei. Gleich nach Beginn sieht man schon, daß die Frank⸗ furter Spieler den Steinbachern in punkto Ballbehandlung und Technik überlegen waren, was die Steinbacher durch großen Eifer ausglichen. Bereits in der 5. Minute kann Steinbach im Anschluß an eine Ecke zum Führungstor einsenden. Beide Mannschaften dadurch angefeuert, spielen jetzt sachlicher und es gelingt Frankfurt in der 35. Minute den Ausgleich zu erzielen. An diesem Resultat ändert sich bis zur Pause nichts mehr. Nach der Pause spielen die Steinbacher mit der Sonne ein großer Vorteil und können in 45 Minuten auf 271 erhöhen. Frank⸗ furt wird dadurch wuchtiger und kann auch bald wieder den Aus⸗ gleich herstellen. Das Spiel geht jetzt in verteilter Weise weiter und wäre der Kampf n ausgegangen, wenn nicht die Steinbacher durch ein Selbsttor den Frankfürtern den Sieg überließen.

Die Frankfurter lungsspiel), was für die Steinbacher viel wert wäre, wenn sich dieses zu eigen machen würden.

Die 3. Mannschaft weilte am 1. Feiertag in Krofdorf und gab der dortigen 1. Mannschaft nach stets überlegen geführtem Spiel mit 3:1 Toren das Nachsehen. H.

Aus Wirbelau

Am 1. Pfingstfeiertag weilten unsere beiden Mannschaften in Runkel. Zuerst standen sich die 2. Mannschaften gegenüber. Während des ganzen Spiels herrschte verteiltes Feldspiel und im Nachteil des ungewohnten Platzes mußte die Gästemannschaft eine Niederlage von 42 hinnehmen.

Die Wirbelauer 1. Mannschaft 11. anschließend gegen eine Liga⸗Reservemannschaft von n⸗Mühlheim, welche als Gast in Runkel weilte. Es entwickelte sich von Beginn an ein schnelles Spiel. Die Kölner kommen sofort gut durch, aber unser Tormann ist auf dem Posten. Der Abstoß wird von den Stürmern aufgenommen, und schon schießt der Halbrechte zum 1. Tor ein. Demselben Spieler gelang es, ein paar Minuten später das Resultat auf 2.0 für Wirbelau zu erhöhen. Köln drängt nun mächtig, aber unsere Hintermannschaft ist auf dem Posten. Wirbelau kommt auch wieder durch, und bald heißt es 3:0. Kurz danach kommt Köln zum Ehrentor, und einsge Minuten später durch Elfmeter zum zweiten Tor. Wirbelau kann kurz vor Halbzeit noch einmal einsenden.

spielten einen sehr schönen Fußball n fie ie

sten Entwicklungsstufe steht, mit einem überzeugtenJa be⸗ antworten.

Das Interesse am Fahrrad ist auch bei den Nichtradfahrern rege, da heutzutage der Bastler eine Rolle spielt, und die Ju⸗ gend für technische Dinge ein großes Interesse hat. Die Frage, wie entsteht ein Fahrrad? wird oft gestellt, und wir wollen versuchen, die Vorgänge bei der Herstellung kurz zu skizzieren.

Mit dem Zurichten der Rahmenrohre beginnt es. Aus feinstem Stahlrohr werden mit Millimetergenauigkeit die für den Rahmen erforderlichen Rohrlängen geschnitten. Die Wan⸗ dung der Rohre richtet sich nach dem Zweck, zu dem das Fahr⸗ rad gebraucht werden soll. Eine Rennmaschine hat dünnwan⸗ dige, ein Tourenrad starkwandige Rohre. Man darf unter starkwandigen Rohren sich indessen kein Gasrohr vorstellen, denn die starkwandigen Rohre im Fahrradbau übersteigen die Stärke eines dünnen Pappdeckels nicht. 5 77

Für das Zusammenfügen der Rahmen bestehen zwei Verfah⸗ ren, das Löten und das Schweißen. Das zuerst genannte Ver⸗ fahren des Lötens wird von den meisten Fahrradfabriken ange⸗ wandt. Durch ein besonderes Verfahren wird der Rahmen ge⸗ reinigt, und nun wandert er in die Lackiererei. Früher wurde jeder Rahmen durch einen Emailleur mit dem Pinsel gestrichen und in langwierigen Verfahren im Ofen getrocknet. Heute ver⸗ wendet man in der Hauptsache das Tauchverfahren, d. h. der Rahmen wird in ein Emaillebad getaucht, und in einer Zeit, in der ein Handemailleur den Pinsel richtig in die Hand nehmen könnte, fertig emailliert. Nach dem Abtropfen kommt der Rah⸗ men in einen sogenannten Kanalofen, in dem die Rahmen durch ein Kettenverfahren durch einen hochgradig temperierten Emailleofen gezogen werden. Für den Emailliervorgang sind nur zwei Arbeiter erforderlich, der Aufgeber und der Abnehmer.

Kommt nun der Rahmen schön emailliert aus dem Kanal⸗ ofen heraus, wandert er in die Montageabteilung, wo inzwi⸗ schen seine Ergänzungsteile sich angesammelt haben. Mit der Herstellung dieser Ergänzungsteile wollen wir uns auch kurz befassen. Die Felgen werden von einem Faconstahl in die erforderlichen Längen geschnitten, durch eine Reifenbiegmaschine in einer Sekunde rund gebogen, im Bruchteil einer Sekunde elektrisch zusammengeschweißt und im Tauchverfahren emailliert. Nachdem die Felgen die fir die Speichennippel erforderlichen Rohrlöcher empfangen haben, werden sie gesteckt, d. h. die Spei⸗ chen werden durch die Löcher der Naben gezogen und der soge⸗

Nr. 20.

Mit 42 werden die Seiten gewechselt, und Köln kann im Zeitraum von 3 Minuten zweimal einsenden. Das Spiel wird jetzt lebhafter, aber zu Erfolgen kommt es Zunächst auf beiden Seiten nicht, bis ungefähr 10 Minuten vor Schluß, wo die Köl⸗ ner wieder einen Elfmeter zum 5. Tor verwandeln. Dem folgt bald ein 6. und zu guterletzt noch ein 7. So bleibt es bis zum Schluß. Am 2. Feiertag hatten Wirbelau die 1. Mannschaft von Burgsolms zu Gast. Auch hier zeigten sich die Wirbelauer, daß sie zu kämpfen verstehen, denn in der 1. Halbzeit konnte Burgsolms nur einmal einsenden. Nach der Halbzeit glich Wir⸗ belau aus, mußte sich aber gefallen lassen, daß Burgsolms noch zwei weitere Tore für sich buchen konnte. Schiri Schmidt leitete gut.

Alles in allem: Beide Gegner waren harte spielerfahrene Mannschaften, aber die Wirbelauer kämpften doch bis zur letz⸗ ten Minute mit Begeisterung und Ausdauer, und zeigten, wie man eine Niederlage anständig hinnimmt.ah

Aus Hasselbach

Auf dem neu errichteten Sportplatz des Turnvereins Hassel⸗ bach kamen am Pfingstmontag bei drückender Hitze die ersten Gesellschaftsspiele zum Austrag. Als Gegner waren die beiden Mannschaften des VfB 1930 Merenberg verpflichtet worden: Zuerst wetzten die beiden 2. Mannschaften ihre Klingen. Die Platzbesitzer waren den Gästen körperlich überlegen, konnten je⸗ doch nicht verhindern, daß Merenberg in der 15. Minute der 1. Halbzeit die Führung an sich riß. Die Gäste blieben auch in dem weiteren Verlaufe des Spieles tonangebend, jedoch ge⸗ lang den Hasselbachern bei einem überraschenden Durchbruch der Ausgleich. An diesem Stande änderte sich bis zum Ende nichts mehr. Mit Spannung erwartete man den Ausgang des 2. Spieles: Merenberg 4. gegen Hasselbach 1. Merenberg, das außer seinem linken Verteidiger mit derselben Mannschaft antrat, die die Meisterschaft im letzten Jahre errang, nahm das Spiel nicht leicht, denn die Platzbesitzer waren im Tor und Sturm durch drei Spieler des Sportvereins Niedershausen, in der Läuferreihe durch einen Spieler des Sportvereins Wald⸗ hausen und in der Verteidigung durch den zuperlässigen Ver⸗ teidiger Klein von der 1. Mannschaft des Weilburger Fußball- vereins verstärkt. Diese kombinierte Mannschaft war sich zu Beginn des Spieles schon eines sicheren Sieges gewiß. Aber die Enktäuschung blieb bei der Platzmannschaft, sowie bei den zahl⸗ reich erschienenen Zuschauern nicht aus. Die Gästemannschaft, die die Stärke ihres Gegners nicht unterschätzte, führte ein Spiel vor, wie man es lange nicht mehr von ihr zu sehen bekam. Mit unbeschreiblichem Eifer und zäher Energie erkämpfte sie sich gleich von Beginn des Spieles eine Ueberlegenheit heraus, die sie 910 mit Ausnahme von 10 Minuten in der zweiten Halbzeit, dauernd behalten konnte. Immer wieder rollten die Angriff der Gäste vor das Hasselbacher Tor. In der 12. und 19. Min. verhalf Merenbergs Mittelstürmer Gerber durch blitzschnelle Durchbrüche seiner Mannschaft zu einer 2:0-Führung. Sein Nebenmann, der Halbrechte Mehr, verbesserte 10 Minuten vor der Pause das Re⸗ sultat auf 3:0. Nach dem Wechsel ließen die Gäste anfangs merklich nach, 0 sich aber dann nach 10 Minuten Spiel⸗ zeit unter den Anfeuerungsrufen ihrer Anhänger zu einem prachtvollen Endspurt auf, der ihnen zum Bombensieg verhalf. In der 17. Minute war es abermals der Halbrechte, der bei einem Durchbruch den Hüter des Gegners täuschte und entschlos⸗ sen zum 4. Tor einschoß.

Derselbe Spieler war es, der dann in kurzen Abständen auf prachtvolle Vorlagen seiner Nebenleute noch drei weitere un⸗ haltbare Tore erzielte und so das Resultat auf 770 stellte.

Die Gästemannschaft hat durch diesen Sieg erneut bewiesen, daß sie ihren Meistertitel verdient errungen hat. Man kann feststellen, daß nach den letzten Mißerfolgen die Mannschaft wieder bedeutend an Stärke und Durchschlagskraft gewonnen hat. In ihren Reihen war kein Versager.

Die Mannschaft des Platzbesitzers hatte durch das Einstellen von fünf fremden Spielern nicht den geringsten Zusammen⸗ halt. Sie spielten zerfahren und viel zu eigensinnig. Außer krampfhaften Einzelkelskungen zeigte die Elf fast nichts.

Unter den Klängen einer Musikkapelle ging es nach Beendi⸗ gung des Spieles zum Vereinslokal, wo noch oft das Tanzbein geschwungen wurde. M.

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Albin Klein, Gießen.

nannte Nippel durch die Felge hindurch auf das mit Gewinde versehene Speichenende geschraubt. Dieses Verfahren, sowie das sogenannteSpannen der Räder ist Handarbeit, dagegen wer⸗ den die Speichen automatisch geschnitten und automatisch mit Gewinde versehen. Auch das Verfertigen der Nippel, das Bie⸗ gen der Lenkstangen, das Löten der Sattelstützen, das Pressen der Kurbeln und die Herstellung der Lagerteile ist Maschinen⸗ Präzisionsarbeit. Sind die Räder fertig, werden sie mit Gum⸗ mibereifung versehen und in den Rahmen gesteckt, wobei ver⸗ schiedene Verfahren der Einführung der Räder in den Rahmen Verwendung finden. Dagegen ist die Befestigung seit Jahr⸗ zehnten die gleiche, wenn auch die Gewindemutter in den letz⸗ ten Jahren zwecks schnellerer Demontage und Montage zur Flügelmutter geformt worden ist. Befinden die Räder sich im Rahmen, und ist das Tretkurbellager mit dem Kettenrad einge⸗ baut worden, wird die Kette aufgelegt und durch eine kleine Mutterschraube verbunden. Die Lenlstange, deren Vernickelung ungefähr den gleichen Vorgang erforderlich gemacht hat, den das Emaillieren eines Rahmens verlangte, nur daß statt des Lackes das Nickel in Frage kommt, wird mit Griffen versehen und eingesteckt, die Sattelstütze wird durch eine Klemmschraube festgemacht und mit einem Sattel ausgestattet, die Kurbeln werden an der Tretkurbellagerachse besestigt, die Pedale wer⸗ den eingeschraubt und nach dem Anbringen des Fabrilschildes betrachtet der Monteur mit liebevollem Blick das unter seiner Hand entstandene Wunderwerk der Technik.

Wie bei einem Vollblutpferd alles edel ist, ist auch bei einem Markenrad alles edel. Alles an ihm ist aus feinstem Stahl, und wenn es Holzfelgen hat, so sind auch diese aus feinstem Edelholz. Es würde zu weit führen, in bezug auf die Kugel⸗ lagerung bei den Fahrrädern in Einzelheiten sich zu ergehen, aber bemerken wollen wir, daß ein Fahrrad in der Steuerung, in den Achsen der Räder und an der Tretlagerachse Kugellager besitzt, die so leicht laufen, daß beispielsweise die Räder eines von der Erde gehobenen Rades so lange schwingen, bis das wenige Gramm wiegende Schlauchventil an der tiessten Stelle des Randes angelangt ist.

In die Geheimnisse der Freilaufnabe wollen wir unsere Leser später einweihen. Nur eines sei gesagt, daß die deutsche Freilaufnabe die Welt sich erobert hat, und daß in Deutschland ein Fahrrad ohne Freilaufnabe mit Rücktrittbremse ebenso er- staunt betrachtet wird, wie ein Hund ohne Schwanz.