Ausgabe 
15.11.1932
 
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Dienstag, den 15. November 1932

Als Gießen und Umgegend Aus Lollar

ollar 1. Laubach 1. 7:0(3:0). Lollar 2. Bieber 1. 5:2(1:2). Lollar Schüler 1900 Gießen Schüler 2:0. Am vergangenen Sonntag herrschte auf dem Lollarer Sport⸗ platz Hochbetrieb. Die Sportabteilung des Turn⸗Vereins war mit 5 Mannschaften in den Verbandsspielen tätig. Die 3. Fuß⸗ ballmannschaft brauchte nicht zu spielen, denn der Gegner Du⸗ tenhofen schenkte die Punkte. Am Sonntagvormittag hatten sich, trotz des kalten Wetters, schon ziemlich Zuschauer eingefunden, um Zeuge zu sein, wie Lollars 2. gegen die Gäste aus Bieber spielte. Die 2. Mannschaft hat in den diesjährigen Spielen keine Niederlage zu verzeichnen und rechtfertigte ihre Tabellen⸗ führung durch einen 5:2⸗Sieg über die spielstarken Gässte. In der ersten Hälfte sah es nicht nach einem Siege aus, denn die Gäste führten noch bei der Pause 21. Nach der Pause spielte Lollar jedoch überlegen und die Bieberer hatten wenig zu be⸗ stellen. Am Nachmittag traten sich dann die beiden ersten Mann⸗ schaften von Lollar mit Laubach gegenüber. Lollar hatte wieder einmal umgekrempelt. Im Sturm stand Gabriel Rechtsaußen und Schaaf auf halbrechts. In der ersten Viertelstunde wurde Laubach überrannt und man denkt an eine hohe Niederlage. Der gesamte Sturm hatte die Schußstiefel, aber nur für einen Augen⸗ blick an. Denn schon nach den drei ersten Toren wurde nicht mehr geschossen. Es wurde nun mit dem Ball hin und her ge⸗ spielt und das Gästetor belagert, aber die gesunden Schüsse vom Anfang fehlten. So wurde die erste Hälfte mit vielen Tor⸗ gelegenheiten ausgelassen und mit 3:0 die Seiten gewechselt. Nach der Pause hat Lollar den Wind für sich und die Gäste werden zeitweise ganz eingeschnürt. Die Gegner wehren oft sehr glücklich, aber auch recht zahlreich ab. Lollar versteht es hier nicht, die Laubacher aus dem Strafraum zu locken, um dann plötzlich wieder vorzustoßen, sie setzen sich vielmehr fest und bei einer solchen Verteidigung fallen doch nur Glückstore. Lau⸗ bach kann es aber auch nicht verhindern, daß Lollar bis zum Schluß noch vier weitere Tore erzielt, darunter ein Handelf⸗ meter.

Kritit: Bei Laubach muß man trotz der hohen Nieder⸗ lage die faire und anständige Spielweise loben. Ihre besten Leute waren die Verteidigung und der Torwart. Lollar hatte wieder einmal umgestellt. Der rechte Flügel war wohl gut, wurde aber auch ebenso gut gedeckt und dann standen die drei übrigen da und mußten zusehen. Einige schnelle Seitenwechsel hätten den Gegner in größere Verwirrung gebracht. Der Mit⸗ telstürmer müßte einige Spiele aussetzen, er hat nachgelassen. Die Läuferreihe hat seit langem wieder in Wissemann ihren besseren Mann, allerdings standen ihm die Außenläufer wenig

nach. Die Verteidigung hatte gute und schwache Momente. Tor⸗ wart Stahl wurde ganz selten beschäftigt.

Leider mußte das Schüler⸗Spiel wegen der Dunkelheit etwas verkürzt werden. Die Kleinsten von Lollar reihten wieder an ihren Siegeszug einen 2:0⸗Sieg an. Es ist eine Lust, die Schüler spielen zu sehen, mit welchem Eifer alle bei der Sache sind. Die 1. Schüler⸗Mannschaft Lollars ist in den Pflichtspielen jetzt un⸗ geschlagen mit einem Torverhältnis von 16:3 und 10:0 Punk⸗ ten vorne.

Aus Watzenborn⸗Sleinberg

FC. Teutonia W.⸗Steinberg 1 BfR. Butzbach 1 1:1(0:1). BfR. Lich Sch. FC. Teutonia W.⸗Stbg. Sch. 0:6(0:1). Vor einer großen Zuschauermenge kam das Verbandsspiel

gegen die 1. aus Butzbach zum Austrag. Die Wichtigkeit dieses

Spieles hatte auch viele Sportanhänger von auswärts angelockt.

Die Gäste kamen mit sehr zahlreichen Anhängern und gaben

damit ihrer Mannschaft einen gewissen Rückhalt. Sie ließen es

auch während dem Spiel am Anfeuern ihrer Mannschaft nicht fehlen und standen damit hinter den einheimischen Anhängern nicht zurück. Im allgemeinen war das Verhalten der Zuschauer gut. Beide Mannschaften kämpften mit ganzer Hingabe. Butz⸗ bach zeigte etwas mehr Siegeswillen und ging mit weit besserer

Vorbereitung und größerem Ernst in den Kampf. Die Teuto⸗

nenelf hat schon bessere Spiele gezeigt. Vor allem fehlte es an

der geschlossenen Einheit. Die gesamte Mannschaft spielte sehr nervös.

Spielverlauf: Ein selten schnelles Tempo. Blitzschnell wech⸗ seln die Situationen. Die Angriffe scheitern auf beiden Seiten immer an der Verteidigung und ist das Spiel bis zur Pause wollständig ausgeglichen. Das Tor für Butzbach fällt in der 14. Minute. Ein Fernschuß, der vom Tormann hätte gehalten werden können. Nach der Pause ist Steinberg mehr im Angriff, doch sind diese Durchbrüche nicht raumgreifend genug. Butzbach hat deshalb stets Gelegenheit, abzuwehren. Die ganzen Angriffe der Steinberger litten unter dem Zuwenigbedienen der Flügel, und so konnte die vorzügliche Hintermannschaft der Butzbacher stets klären. Der Ausgleich fiel in der 7. Minute der zweiten Halbzeit. Ein vom Linksaußen gut hereingegebener Eckball wurde von Stbgs. Mittelstürmer durch Kopfball verwandelt. Die Butzbacher waren wohl weniger im Angriff, wurden aber bei ihren Durchbrüchen sehr gefährlich. Ihre beiden Außen waren meist nicht abgedeckt und hatten dadurch Gelegenheit, wiederholt gefährliche Angriffe einzuleiten. Doch auch diese scheiterten an der guten Steinberger Hintermannschaft. Bei et⸗ was Glück konnte das Spiel für die Teutonen gewonnen werden. Das 1:1 entspricht aber den gezeigten Leistungen. Die Teutonen verlieren durch dieses Unentschieden den ersten Punkt und blei⸗ ben aber ungeschlagen Tabellenerster. Für die Folge müssen aber in dem Spiel gezeigte Mängel abgestellt werden. Lobend

Allgemeine Hesiische Sportzeitung.

zu erwähnen ist die sehr gute Leistung des Schiri Volkmar⸗ Wetzlar. Auch die Spielweise beider Mannschaften war an⸗ ständig. Alles in allem: Ein recht zufriedenstellendes sportliches Endergebnis.

Die Schüler, die nur mit 10 Mann in Lich spielten, brachten einen schönen 6:0Sieg mit nach Hause.

Aus Leihgestern

Sportfreunde Wetzlar Leihgestern 1. 0˙2(0:0).

Leihgestern Igd. Lich Igd. 6:2(3:2). Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung benutzte den ver⸗ bandsspielfreien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel bei den Sportfreunde in Wetzlar. Vorweg muß gesagt werden, daß dieses Spiel im wahrsten Sinne des Wortes ein wirkliches Freundschaftsspiel war. Auch war es eine Wohltat für die Gästemannschaft, nach den schweren Verbandsspielen wieder ein⸗ mal wirklich schöneren Fußball zu spielen. Leihgestern war lei⸗ der gezwungen, durch plötzliche Absagen mit nur 9 Mann anzu⸗ treten und dabei noch mit Ersatz, welcher sich aber ganz gut bewährte. Wenn auch die erste Hälfte torlos verlief, so konnte man doch auf beiden Seiten ein schönes flüssiges Spiel sehen, während dem die Gäste in der zweiten Hälfte eine kleine Ueber⸗ legenheit herausgearbeitet hatten, und auch durch zwei schöne Tore zum Ausdruck brachten. Beide Mannschaften spielten sehr ruhig und fair, und hinterließen beiderseits einen sehr guten Eindruck. Der sehr gut leitende Schiri von Wetzlar hatte ein leichtes Amt.

Die Jugend fertigte die gleiche von Lich glatt mit 62 Toren ab. Warum nicht immer so?!

Aus WMiosetk

Wieseck 1 Garbenteich 1 3:3(2:1).

Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft von Garbenteich zum fälligen Pflichtspiel in Wieseck. Beide Mannschaften lie⸗ ferten sich einen schnellen und spannenden Kampf. Wieseck trat in neuer Aufstellung an. Die Mannschaft lieferte ein schönes Spiel und dürfte für die kommenden Sonntage ein gefährlicher Gegner sein. Wenn der Sturm nicht so großes Pech mit seinen Schüssen gehabt hätte, so wäre Garbenteich mit einer hohen Niederlage nach Hause gekommen. Sofort nach Beginn ent⸗ wickelte sich ein schnelles Spiel. In der 19. Minute geht der

Gastgeber in Führung und erhöhte kurz darauf auf 2:0. Die

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wird das Spiel noch verschärft. Beide Tore sind öfter⸗ in Ge⸗ fahr, bis Wieseck auf 311 erhöht. Die Gäste geben nicht nach und holen ein weiteres Tor auf. Schon glaubte man, das Spiel wäte für Wieseck gewonnen, aber der Halblinke der Gäste er⸗ zielte mit dem Schlußpfiff noch den Ausgleich. Schiri Mi chel⸗ Gießen konnte gut gefallen.

Aus Garbenteith

Wieseck 1. Garbenteich 1. 3:3(221).

Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Sportvereins zum fälligen Verbandsspiel in Wieseck. Gleich nach Anpfiff des Unparteiischen entwickelte sich ein flotter, spannender Kampf, bei dem Wieseck bald mit zwei Toren in Führung ging. Gar⸗ benteich ließ sich aber trotzdem nicht entmutigen und stellte das Resultat bis zur Halbzeit auf 2:1. Nach der Halbzeit konnte der Gastgeber das Spiel auf 321 stellen, dem Garbenteich bis zum Schlußpfiff noch 2 Tore entgegensetzen konnte. Die Gäste muß⸗ ten bei diesem Spiel mit drei Mann Exsatz antreten und liefer⸗ ten den Wieseckern eine gleiche Partie. Garbenteich dürfte je⸗ doch die beiden Punkte erhalten, da Wieseck mit den beiden frü⸗ heren Ligisten der Spielvereinigung 1900 Gießen Georg Henrich und Paul Will das Spiel bestritt. Schiri Michel⸗Geßen war dem Spiel ein äußerst aufmerksamer Leiter.

Aus Daubringen

Krofdorf 1. Daubringen 2. 126(1:2).

In Krofdorf trafen sich obige Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Gleich nach Anstoß entwickelte si ein flottes Spiel, bei dem man Daubringen immer im Vorteil sah. Bis Halbzeit konnten die Gäste, gegen den Wind spielend, 211 führen. Nach der Pause fielen die Platzbesitzer mächtig ab, was die Schwarzweißen zu weiteren vier Toren ausnutzten. Der jungen Elf gebührt ein Gesamtlob. Halten sie weiter Schritt, wird man sie des öfteren in den Dorfmauern mit Siegesstim⸗ mung begrüßen können.

Aus Morenberg

Merenberg 1. Gräveneck 1. 3:1.

Merenberg, das im vergangenen Jahre in einem Anlauf die Meisterschaft machte und aufftieg, hat sich in der Gauklasse 1 noch keine großen Lorbeeren errungen. Heute glückte ihr nun endlich einmal ein Erfolg, der um so höher zu bewerten ist, als Gräveneck ein guter Gegner war. Schiri Goßmann lei⸗

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Gäste holen noch vor der Pause ein Tor auf. Nach der Pause

Aus dem Hinterland

FV. Wallau Bottenhorn 2:3(0:0).

Beide Gegner standen sich erst am Vorsonntage im Punkt⸗ kampf gegenüber. Die Spielweise auf beiden Seiten schien die⸗ selbe geblieben zu sein, nur war es zunächst so, als ob die Wallauer weit überlegener spielten. Bis zum Wechsel gingen aber beide Teile leer aus. Nach dem Seitentausch durfte man an eine Entscheidung zugunsten Wallaus glauben. Ruhig und sicher wurden die Aktionen eingeleitet. Bottenhorn mußte sich zurückziehen, und einer ausgelassenen Chance folgte der erste Treffer durch Schwarz 1. Als dann auch noch kurz danach der zweite Wallauer Treffer durch Bonacker 2 schön eingeschossen wurde, schien ein klarer Wallauer Sieg zu reifen. Die Botten⸗ horner wenigen Angriffe, meist nur von drei Stürmern vorge⸗ tragen, erschienen so harmlos, so daß gar kein Grund zu Be⸗ sorgnissen auf Wallauer Seite vorlag. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Noch waren ungefähr 10 Minuten zu spielen und immer noch hieß es 2:01! Bis zu die⸗ sem Zeitpunkt war das ganze eine sichere Sache für die Wallauer. Um so überraschender kam die Ueberrumpelung durch die unverdrossen kämpfenden Gäste. Ein plötzlicher Vorstoß gab dem Rechtsaußen freistehend Gelegenheit zu flanken, der Ball kam aber so gefährlich vor das Wallauer Tor, daß er sich in die lange Ecke senkte. Da war es auf einmal wie abgeschnitten. Die Gäste immer wieder vorwärtsstürmend, konnten die unsicher ge⸗ wordene Wallauer Hintermannschaft im Anschluß an einen Strafstoß zum zweitenmal schlagen und kurz vor dem Schluß⸗ pfiff sogar den Siegestreffer erzielen. Die Siegermannschaft konnte, abgesehen von der letzten Viertelstunde, nicht an ihre vorsonntäglich hier gezeigte Form anknüpfen. Zweifellos be⸗ deutet dieser Sieg aber ein großer Erfolg für die Bottenhorner, die auch stets fair und anständig kämpften. Hervorragend war wieder die Verteidigung. Die Wallauer müssen mehr zusammen halten und vor allem darauf achten, daß Eigennützigkeit nur dem Mannschaftsgefüge Schaden bringt. Freilich die beiden Punkte wurden vor 8 Tagen geborgen, aber ein diesmaliger Sieg wäre weit eher möglich gewesen.

Der Sportgedanke hat in Deutschland einen Aufschwung genommen,, wie man ihn vor dem Kriege kaum als erreichbar ansah. Während im Jahre 1919 in Sportverbänden nur 1,5 Millionen Deutsche organisiert waren, ist diese Ziffer in ununterbrochenem Aufstieg auf 6,2 Millionen bis Mitte 1932 angewachsen. Das bedeutet, daß heute bereits jeder 10. Deutsche Mitglied einer Sportvereinigung ist.

Leichtathletikmeisterschaften 1933 in Köln? Aus der Liste der Veranstaltungen der Deutschen Turner⸗ schaft im kommenden Jahre geht hervor, daß die Volksturn⸗

(Leichtahtletit)-Meisterschaften am 13. August in Köln statt⸗

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Albin Klein, Gie

ssen, Südanlage 21.

tete gut.

Breidenstein Wiesenbach 2:7.

Die Wiesenbacher zeigten sich in Breidenstein in einer auf⸗ fallend ausgezeichneten Form. Nachdem die Breidensteiner 10 in Führung gegangen waren, begann die große Wiesenbacher Ueberlegenheit. Die schön eingeleiteten Angriffe konnten er⸗ folgreich abgeschlossen werden, so daß die Einheimischen gewal⸗ tig unter die Räder kamen,

Laasphe Banfe 6:7(0:3).

Wie das Resultat besagt, entwickelte sich dieses Punktspiel zu einem wahren Schützenfest, das schließlich die bessere Elf aus der Witgensteiner Kreisstadt als knappen, aber verdienten Sieger sah.

Die WallauerZweite konnte zwei weitere Punkte buchen, da Niederlaasphe 1 nicht antrat.

Niedereisenhausen 1 behielt über Lixfeld 1 4.2 die Ober⸗

hand.oh. * Momberg 1. Langenstein 1. 220(0:0).

Windig, sehr windig und kalt war es auf dem sehr schön gelegenen Momberger Platze. Beide Mannschaften hatten unter dem kolossalen Sturm gewaltig zu leiden. In der ersten Hälfte waren sich die Mannschaften ziemlich gleichwertig, jedoch in der zweiten Hälfte drängte Momberg, unterstützt von dem Winde, stark. Schon glaubte man, das Treffen endete unentschieden; 10 Minuten vor Schluß, Freistoß von ca. 20 Metern für Mom⸗ berg, der zum 1. Tore führte und 1 Minute vor Schluß landete ein Schuß des Rechtsaußen zum 2. Tore im Netz.

*

Der Schiedsrichter⸗Sachbearbeiter des Gaues Marburg, H. Engelter, sprach am Sonntagvormittag in Neustadt vor den Vereinen von Neustadt, Momberg und Speckswinkel über die Regel 9. Den Ausführungen wurde reges Interesse entgegenge⸗ bracht und man trennte sich mit dem Wunsche, öfters solche Vor⸗ träge zu hören.

Was den Sportler interessiert

finden. Die Meisterschaften der Frauen werden am 20. August in Erfurt durchgeführt.

Da man nicht annehmen kann, daß Deutsche Sport⸗Behörde und Deutsche Turnerschaft ihre Meisterschaften im kommenden Jahre getrennt zur Abwicklung bringen wollen, dürften diese Termine identisch sein mit denen der deutschen Leichtathletik⸗ meisterschaften.

Los Angeles kostete 272 000 Mark.

Um gleich einmal der Behauptung entgegenzutreten, als seien erhebliche Mittelverschwendet odernotleidenden Ar⸗ beitslosen in der Heimat entzogen worden, mögen zunächst die Abrechnungs⸗Ziffern mitgeteilt sein. Danach hat die Expedition nach Los⸗Angeles rund 272 000 Mark gekostet, wovon, wenn man die einzelnen Ausgabeposten genauer ansieht, etwa zwei Drittel der Gesamtsumme der deutschen Wirtschaft zugute gekommen, also nicht ins Ausland geflossen sind.

Und wer hat die Mittel aufgebracht? Die geringste Summe hat das Reich beigesteuert, also die öffentliche Hand, die allein hätte entscheiden können, ob diese Summe besser für Wohlfahrts⸗ zwecke oder für die Entsendung einer deutschen Mannschaft zu den Olympischen Spielen hätte verwendet werden sollen. Die deutschen Turn- und Sportverbände haben selbst rund 95 000