Ausgabe 
12.7.1932
 
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Leichtathletik

Olympiade 1932

In der ersten Hälfte des Monats August 1932 wird Los Angeles der Schauplatz der Olympischen Spiele sein. Vier Jahre später hat dann Berlin endlich sein Olympisches Fest. Aus diesem Grunde ist es auch verständlich, warum die Deut⸗ schen sich jetzt bemühen, eine möglichst zahlreiche und gute Ver⸗ tretung nach Los Angeles zu schicken. Je besser Deutschland ab⸗ schneidet und je stärker es vertreten ist, desto eher darf es damit rechnen, daß 1936 viele Länder ihre Vertreter nach Berlin schicken. Die modernen Olympischen Spiele sind Wettkämpfe geworden, an denen sich die ganze Welt beteiligt. 1928 hatte das Olympia von Amsterdam Vertreter von mehr als fünfzig Nationen zusammengebracht. Die Kämpfe erstrecken sich auf Leichtathletik, Fechten, Gewichtheben, Hockey, Radfahren, Rin⸗ gen, Boxen, Fünfkampf, Segeln, Schwimmen, Turnen, Reiten, Rudern und Schießen.

Wie sind Deutschlands Ausfichten für Los Angeles? Die wichtigsten Wettkämpfe werden in der Leichtathletik, im Schwimmen und im Boxen ausgetragen. Diese drei Gebiete des Sports haben auch von jeher die zahlreichsten Meldungen zu verzeichnen gehabt.

In allen drei Uebungen hat Deutschland recht gute Leute. Bei den Kurzstreckenläufern sind Jonath und Körnig noch immer die besten. In den beiden Staffeln über viermal 100 Meter und viermal 400 Meter hat Deutschland gleichfalls Aus⸗ sicht, einen der beiden ersten Plätze zu erreichen.

In den Mittelstrecken wird wahrscheinlich Dr. Peltzer wieder berufen sein, den Kampf mit der großen ausländischen Uebermacht aufzunehmen. Im Kugelstoßen darf man damit rechnen, daß sich Weltrekordmann Hirschfeld einen sehr gu⸗ ten Platz sichert. Auch Wegener-⸗Halle, Deutschlands und Europas bester Stabhochspringer, muß erwähnt werden, der ge gen Amerikas Springer Europas Ansehen verteidigen soll.

Bei den Frauen gibt es ebenfalls gute Sportlerinnen, die dafür sorgen werden, daß Deutschland nicht schlecht abschneidet. Im Schwimmen sind die Deutschen aussichtslos in den Kraul⸗ wettbewerben. Dafür haben sie sehr gute Vertreter im Rücken⸗ schwimmen, im Brustschwimmen und im Springen. Zweifellos werden sich auch die deutschen Amateurboxer in diesem Jahre gut schlagen.

Die Olympischen Spiele dürfen nur von Amateursportlern bestritten werden, d. h. von Männern und Frauen, die auf Lust und Liebe den Sport ausüben und nichts als Beruf, der ihnen ein gutes Einkommen sichern könnte. Für jedes Land hat ein Teilnehmer zu beschwören, daß die Vertreter dieser Nation für ihre sportlichen Leistungen nicht bezahlt werden.

Das Abschieds⸗Sportfest in Bremen

Zu den Abschiedskämpfen am Samstag in Bremen hatten sich nicht weniger als 20 000 Zuschauer eingefunden, so daß die Reisekasse des Olympia⸗Komiteee noch einmal einen hübschen Zuschuß erhielt. Zunächst hielt unter dem Jubel der Zuschauer die gesamte deutsche Olympia⸗Expedition einen feierlichen Einmarsch. Nach kurzen Ansprachen begannen die Kämpfe, bei denen jedoch erhebliche organisatorische Mängel auftauchten, so daß die letzten Wettbewerbe bei fast völliger Dunkelheit zu Ende gingen.

Die Leistungen waren recht unterschiedlich. In prächtiger Verfassung waren in den Laufstrecken wieder Jonath und Metz⸗ ner. Eine hervorragende Leistung vollbrachte der Darmstädter Schilgen, der im 3000⸗Meter⸗Laufen vom Doppelmeister Syring⸗ Wittenberg in der ausgezeichneten Zeit von 8:37, Min. nur um

Bringhoff nickte zustimmend. Inzwischen hatte das Spiel wieder begonnen. Die Gegner kämpften mit zäher Verbissenheit, um wenigstens ein paar Tore aufzuholen. Aber nichts wollte glücken. Wenn es ihnen auch vereinzelt gelang, bis in den Strafraum vorzudringen, schei⸗ terten ihre Angriffe doch stets an der famosen Abwehr der beiden Verteidiger Schmidt und Zille. Ein paar Schüsse gingen auch gegen die Latte. Günter Freund brauchte gar nicht in Tätigkeit zu treten.

Erfreulich war es, daß das Spiel stets fair blieb und die Gegner ihre unvermeidliche Niederlage mannhaft ertrugen.

Aber einmal sollten sie doch noch zu einem Tore kommen. Als Fritz Körner den Ball im Strafraum unabsichtlich mit der Hand berührte, verhängte der Anparteiische einen Elfmeter, den der gegnerische Mittelstürmer unhaltbar verwandelte. Das sollte allerdings auch ihr einziger Erfolg in der zweiten Halb⸗ zeit bleiben, denn in der letzten halben Stunde hatten sie nicht viel mehr zu bestellen und beschränkten sich nur noch auf Ver⸗ teidigung ihres Heiligtums. Dagegen war Theos Mann⸗ schaft verhältnismäßig frisch. Durch feines Zusammenspiel ge⸗ lang es dem Mittelstürmer noch zweimal, den Ball ins feind⸗ liche Netz zu senden.

Als der Schlußpfiff ertönte, stand das Spiel 7:21 Ein schöner Kampf, der trotz großer Ueberlegenheit des Siegers doch nie langweilig gewesen war, hatte sein Ende erreicht. Lang⸗ anhaltender Beifall begleitete die Sieger, als sie den Platz ver ließen

Am folgenden Abend waren alle Spieler im Klubhaus versammelt. Der Trainer wollte mit ihnen das gestrige Spiel besprechen.

Ob Bringhoff wohl mit uns zufrieden ist? meinte Otto Drees.

5Sicher. Aber ich glaube nicht, daß er uns viel loben wird, antwortete Günter Freund.Das fällt ihm nicht leicht. An jedem Spiel gibt es ja schließlich etwas auszusetzen, aber die Kritik wird heute wohl sehr glimpflich ausfallen.

Du hast es gestern am bequemsten gehabt, Günter, meinte Ernste Gehle.

0Dazu kann ich noch nichts, wenn kein Ball Nähe kommt, erwiderte der Torwart.

Du hättest wenigstens Klimmzüge an der Querlatte

in meine

Allgemeine Hessische Sportzettung.

Handbreite geschlagen wurde. Unsere Olympia⸗Staffel in der

Aufstellung Hendrix, Geerling, Borchmeyer, Jonath lief über

4 mal 100 Meter in 41,3 Sek. ein ganz überlegenes Rennen. Herren:

100 Meter: 1. Jonath 10,5 Sek., 2. Borchmeyer 10,6 Sek., 3. Hendrix 10,6 Sek., 4. Geerling 10,8 Sek., Lammers auf⸗ gegeben.

400 Meter: 1. Metzner 49,2 Sek., 2. Büchner 50,5 Sek., 3. Dr. Peltzer 50,8 Sek., 4. Nebh 51 Sek. 3000 Meter: 1. Syring 8:37,1 Min., 2.

zurück.

110 Meter Hürden: 1. men 15,6, 3. Welscher

Leichtathletijche

Die leichtathletischen Frauenmeisterschaften des Bezirkes Hessen⸗Hannover, die am Sonntag durch die Spielvereinigung 1900 ausgerichtet wurden, waren eine Enttäuschung, nicht etwa hinsichtlich der gezeigten Leistungen, sondern wegen der Beteili⸗ gung. Die ganze Sache war nämlich nur ein Clubkampf zwischen den in allen Klassen stark vertretenen Hessen-Preußen Kassel und Gießen 1900. Besonderes Befremden erregte das Ausblei⸗ ben des Vfe Wetzlar, eines Vereins, der doch Leichtathletik als Hauptsport treibt. Oder hatte das Wetzlarer Schützenfest mehr Anziehungskraft? Im übrigen wurden spannende Kämpfe mit schönen Leistungen, besonders von Frl. Hadler (Kassel) gezeigt. Die 1900erinnen, die Frl. Drewes und Richt⸗ berg 1. nicht zur Stelle hatten, kämpften nicht sehr glücklich. So hatte Frl. Luh das Pech, daß ihre Kasseler Konkurrentin ihr jeweils mit dem letzten Stoß bzw. Wurf die Meisterschaft im Kugelstoßen und Diskuswerfen entriß.

Die Ergebnisse:

Schilgen Handbreite

Wegener 15,5 Sek.; 2. 15,7 Sek.

Scheele-Bre⸗

Frauen:

100 Meter: 1. Hadler, Hessen-Preußen Kassel, 12,9 Sek.; 2. Hublitz, 1900 Gießen, 14,6 Sek.; 3. Nickel, 1900 G., 15,0 Sek.

200 Meter: 1. Hadler, Hess.- Pr. Kassel, 27,1 Sek.; 2. Brede, Hess.⸗Pr. Kassel, 29,9 Sek.; 3. Hublitz, 1900 Gießen, gestürzt.

800 Meter: 1. Streg, Hess.⸗Pr. Kassel, 2,42 Min.; 2. Etzelmüller, 1900 Gießen, 2,46 Min.

Kugelstoßen: 1. E. Wolf, Hess.⸗Pr. Kassel, 8,29 Meter; 2. Luh, 1900 Gießen, 8,18 Meter; 3. Leschen, Hess.-Pr. K., 7,30 Met.

Weitsprung: 1. Hadler, Hess-⸗Pr. Kassel, 4.72 Meter; 2. Leschen, Hess.⸗Pr. Kassel, 4,37 Meter; 3. Streg, Hess.⸗Pr. K., 4,26 M.

Diskuswerfen: 1. E. Wolf, Hess.-Pr. Kassel, 25,66 Met., 2. Luh, 1900 Gießen, 23,93 Meter; 3. Nickel, 1900 Gießen, 22,28 Met.

Hochsprung: 1. Leschen, Hess.⸗Pr. Kassel, 1,30 Meter; 2. E. Richt⸗ berg, 1900 Gießen. 1,25 Met.; 3. Wegfahrt, Hess.⸗Pr. Kassel, 1,25 Meter, durch Stechen entschieden.

Speerwerfen: 1. Schilling, Hess.-Pr. Kassel, 25,70 Meter; 2. Leschen, Hess.-⸗Pr. K., 21,04 Met.; 3. Nickel, 1900 G. 19,65.

Dreikampf: 1. Schilling, Hess.⸗Pr. Kassel, 121 Punkte; 2. Leschen, Hess.⸗Pr. Kassel, 103 Punkte; 3. Luh, 1900 Gießen, 62 Pkte.

Mädchen A:

100 Meter: 1. Guth, 1900 Gießen, 15,1 Sek.; 2. Lösch, 1900 Gie⸗ ßen, 15,6 Sek.; 3. Leinhos, Hess.-Pr. Kassel, 16,2 Sek.

Mädchen B:

100 Meter: 1. Göbel, Hess.-Pr. Kassel, 14,8 Sek.; 2. Lippert, 1900 Gießen 15,1 Sek., 3. Ruppel, Hess.-Pr. K. 15,1 Sek.

Mädchen C:

75 Meter: 1. Hagemann, Hess.⸗Pr. K. 11,5 Sek., 2 Diehl, 1900 Gießen 11,6 Sek., 3. Mehlis, Hess.-Pr. K. 12 Sek.

Dreikampf 1915/1916 A: 1. Wegfahrt, Hess.⸗Pr. 79 Punkte, 2. Lösch, 1900 Gießen, 59 P., 3. Guth, 1900 Gießen, 44 P., J. Böckenhauer, Hess.-Pr., 44 P.

machen können, lachte Hugo Schmidt.Das ist ein ganz gutes Training für die Muskeln. Wo ist übrigens Adolf Müller? Weißt du das nicht, Theo?

Der wird wohl noch kommen. nicht gewesen.

Da trat der Mittelläufer auch schon ins Zimmer.

Kinder, rief er,ich habe hier die neue Sportzeitung! Ein ellenlanger Bericht über unser Spiel steht darin.

Los, Adolf, lies mal vor.

Ne, das kann Bringhoff nachher besorgen. Aber soviel kann ich euch schon verraten: Wir kommen in der Kritik alle glänzend weg. Du bekommst sogar ein Extralob, Theo. Wart mal, was steht da noch... 2 ach so, hier: Also: In Theo Hansen hat die Mannschaft einen Mittelstürmer, der allererste Klasse darstellt. Seine Ballbehandlung ist einfach vorbildlich. Nach den gestrigen Leistungen scheint er der gegebene Sturm⸗ führer für unsere Verbandsmannschaft im Bundespokalspiel zu sein. Na, Theo, was sagst du nun?

Ehe Theo antworten konnte, stand Bringhoff schon in der Tür. Einen Augenblick ließ er seine Blicke über die elf Spieler gleiten, die ihn erwartungsvoll ansahen. Mit bewegter Stimme sagte er dann:Ehe wir auf das gestrige Spiel ausführlich eingehen, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen allen meine Aner⸗ kennung für Ihre guten Leistungen, die gestern zu einem schö⸗ nen Siege führten, auszusprechen. Sie haben sich alle tapfer gehalten und bewiesen, daß meine und Ihre Arbeit nicht um sonst gewesen ist. Nicht Glück hat Sie zum Siege verholfen, son⸗ dern Können. Für mich ist es eine Ehre, Ihr Trainer zu sein.

Nach einem kurzen Stillschweigen erhob sich Theo Hansen und wandte sich an den Trainer:

Als Spielführer der Mannschaft gestatten Sie mir einige Worte der Erwiderung.

Vor längerer Zeit sagten Sie einmal an dieser Stelle: Junge, aufstrebende Mannschaften auszubilden, gewähre viel⸗ leicht dieselbe Befriedigung wie aktives Spiel auf dem grünen Rasen. Daß unsere Mannschaft Ihnen, dem ehemaligen Inter nationalen, durch gute Leistungen stets solche Befriedigung ver⸗ schaffen möge, ist unser aller Wunsch. Sie können überzeugt sein, Herr Bringhoff, daß wir uns wohl bewußt sind, daß auch der gestrige Erfolg zum großen Teil die Frucht Ihrer unermüd⸗ lichen Arbeit ist.

Bei mir ist er heute noch

Nr. 28.

4 mal 100 Meter: 1. Olympiamannschaft 4,3 Sek., 2. Ham⸗ burger SV 43,4 Sek. Kugelstoßen: 1. Hirschfeld 15,38

3. Eberle 13,46 Meter. Diskuswerfen: 1. Sievert

Meter, 2. Sievert 14,61 Meter,

44,36 Meter, 2. Hirschfeld 42,92

Speerwerfen(nicht zu Ende geführt): 1. Weimann 65 Meter.

Frauen:

100 Meter: 1. Dollinger 12,4 Sek., 2. Kuhlmann⸗Hamburg 13,1 Sek., 3. Grieme⸗Bremen 13,1 Sek.

4 mal 100 Meter: 1. Olympiamannschaft(Kuhlmann, Ellen Braumüller, Fleischer, Dollinger) 50,4 Sek.

Hochsprung: 1. Notte 1,56 Meter.

Speerwerfen: 1. Braumüller 44,01 Meter, 2. Fleischer 39,44

Diskuswerfen: 1. Ellen Braumüller 40,03 Meter, 2. Heublein 38,99 Meter.

Bozirks⸗Frauen⸗Meistersthaften

Dreikampf 1917/1918 B: 1. Göbel, Hess.⸗Pr., 81 Punkte, 2. Lip⸗ pert, 1900 Gießen, 66 P., 3. Wilhelm, Hess.-Pr., 59 P., 4. Stiegel, Hess-Pr. 49 P.

Dreilampf 1919 und jünger C: 1. Diehl, 1900 Gießen, 97 Punkte, 2. Gagelmann, Hess.-Pr., 89 P., 3. Hentze, Hess-Pr. 88 P., 4. Hagemann, Hess.-Pr., 86 P.

4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel Frauen: 2. Hess.⸗Pr. K. 2., 1900 Gießen 2. 60 Sek.

A⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel 1915/16 A: Hess.⸗Pr. K., 1900 Gießen 59,9 Sek., totes Rennen.

4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel 1917/18 B: 2. 1900 Gießen 60 Sek.

4⸗mal⸗J5⸗Meter⸗Staffel 1919 und jünger C: 1. 51,5 Sek., 2. 1900 Gießen 52 Sek.

Leichtathletikkämpfe in Laasphe

Man muß es dem FC Laasphe wirklich hoch anschreiben, daß er sich jedes Jahr im Fußball⸗Arlaub die denkbar größte Mühe gibt, größere leichtathletische Veranstaltungen aufzuzie⸗ hen. Als Dank gebührte ihm eine recht rege Teilnahme. Und wer von den Hinterländer Vereinen war diesmal an⸗ wesend? Schade, daß man so wenig Interesse hier für wolks⸗ tümliche Uebungen zeigt, es schlummern bestimmt in jedem Verein manche Kräfte, die nur einer kleinen Anregung bedürf ten und in kurzer Zeit schon beachtliche Leistungen zeigen r⸗ den. Wenn eine steigernde Konkurrenz sich bemerkbar macht, wird auch das Publikum Interesse an diesem Sport finden. Vielleicht nehmen sich die Vereinsleiter der Hinterländer Ver⸗ eine doch einmal intensiver dieser Sache an, es können auch neue Gönner und Förderer durch die Leichtathletik für die Vereine gewonnen werden.

Hoffentlich zeigt schon die übernächsten Sonntag steigende Veranstaltung in Kombach eine bessere Beteiligung. Es wäre diesem jungen ausstrebenden Verein nur zu gönnen.

Am auf die Laaspher Veranstaltung zurückzukommen, sei noch erwähnt, daß sich die Wettkämpfe gut abwickelten und teil⸗ weise hervorragende Leistungen zeigten. Die 100-Meter⸗Strecke war dem Marburger Krück(BfB⸗Kurh.) nicht zu nehmen, sein leichtes Laufen mußte Bewunderung erregen. Freilich die ge⸗ stoppte Zeit kann nicht stimmen(10,3 Sek.), denn Weltrekord wird im Hinterland doch noch nicht gelaufen! Der Zielrichter hatte diese Zeit wohl gestoppt, aber Frühstart, Rückenwind und Frühstoppen muß mit in Betracht gezogen werden. Trotz alledem war jedenfalls das Rennen dieses Sprinters vielleicht noch⸗ mal eine große Hoffnung von Hessen-Hannover prächtig. In der 2. Leistungsklasse wurde die beste Leistung von dem Mar⸗ burger Herzog erzielt, die der 1500⸗m-Strecke in 5,50 Min.(12) durchlief. In der Jugendklasse verdienen besondere Beachtung

1. Hess.⸗Pr. K.

1. Hess.⸗Pr. K. 58,1 Sek.,

Hess.⸗Pr. K.

Theo wandte sich an seine Kameraden. Stimmt mit mir ein in den Ruf: Unserm verehrten Trainer, Herrn Bringhoff, ein dreifach kräftiges hipp, hipp, hurra!

In diesem Augenblick gab es wohl keinen unter den Spie⸗ lern, der nicht für seinen Trainer durchs Feuer gegangen wäre. *

Bei des Herbstes rauhen Tagen, bei dem Frühlingssonnenschein, niemals wollen wir verzagen, ängstlich oder mutlos sein.

Dem ersten großen Siege, der eine Zeit lang Stadtgespräch bildete, folgten bald neue. Bislang war es noch keinem Ver⸗ ein gelungen, diese starke Elf zu schlagen. Schwarzseher und Neider, die den ersten Erfolg geringschätzig als eine Glücks⸗ sache bezeichnet hatten, wurden dadurch schnell eines Besseren belehrt. Nicht immer wurde Theos Mannschaft das Siegen leicht, nicht immer war der Torunterschied groß; aber unge⸗ schlagen stand sie an der Spitze der Tabelle und behauptete die⸗ sen Platz sicher und überlegen.

Bald ging dieser starken Mannschaft der Ruf voraus, daß sie überhaupt nicht zu schlagen sei. Man nannte die Spieler nach ihrem Lieblingslied nur noch dieLandsknechte.

Als Bringhoff diesen Namen hörte, meinte er lächelnd zu den Spielern:Also Lands' gechte sind Sie! Auch nicht schlecht! Die früheren Landsknechte waren übrigens tapfere Burschen, die mutig zu kämpfen verstanden und sich selbst vor dem Teufel nicht fürchteten. Es liegt Stärke und Achtung in dem Namen. Da bin ich also jetzt ein Landsknechtstrainer und Landsknechtself.

Ein paar Tage nach dieser Unterhaltung saß Theo in seiner Werkstatt und bastelte. Vor ihm auf dem Tisch stand ein halb⸗ fertiges Motormodell. Der Mittelstürmer schien ganz vertieft in seiner Arbeit. Manchmal griff er zum Bleistift, warf ein paar Striche auf ein Blatt Papier, schrieb einige Zahlen darun⸗ ter, stützte den Kopf in die Hand und rechnete. Dann erhob er sich wieder, fügte ein paar Maschinenteile zusammen und strich dabei wie mit liebender Hand über das kalte Eisen. Leise flötete er vor sich hin und betrachtete mit nachdenklich gekrauster Stirn sein Werk.

Sie die

(Fortsetzung folgt.)