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Dienstag, den März 1932.
Allgemetne Heslische Sportzettung.
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Vorsprung vor Po. Ruhrort erzielte, der den Spielverein 1900 Dulsburg mt 571 schlug Auch der Bezirk Südwestfsalen
stellte am 6. März seine beiden Gruppenmeister fest und zwar durch zwei Entscheldungsspiele. In der Sauerlandstafsel stritten Sport und Spiel 00 Hüsten und Sportvereinigung 1910 Wetter bel Punktegleichheit in Hagen um den Meistertitel, wobel Hi sten init 70 überraschend hoch Sieger wurde. Für die Sieger blandstaffel wurde Jahn Werdohl als Meister ermfttelt, da diese Mannschaft in Wesdenau die Germanta Mudersbach mit 471 aus dem Felde schlug,
Ergebnisse Wosldeulschland
Rheinbezirk: Preußen Dellbrlück. Rhenanla Köln Blauweiß Köln Niederrhein: Meldericher SW Spyogg. Oberhausen 372 Dulsburg 00 Vio Ruhrort 170 Bin Bottrop Sr Kaldenkirchen 771 SV Osterseld. Vio Speldorf 4 Untkon Hamborn Preußen Kreseld Mittelrhein:
Vorussia M Gladbach 572 Waldhausen 471 SW Wickrath 0˙2
Un Limburg IV Engers 570
Se Oberlahnstein Fe Metternich 273. Se Horressen Se Niederlahnstein 270 Koblenz 1900 IW Neuendorf 115 T Mayen Sc Neuwied 374
Spogg. Andernach! Preußen Koblenz 2: Rheinland Mayen 370
Se Neuenahr
In Niederbieber
Ie T Kottenhelm Berg. Märk.:
B 05 Düsseldorf C99 Dilsseldorf 212
Germ. Küllenhahn SW Weyer 370
SC Sonnborn SSW Oberkassel 11
Sol Gräfrath Schwarzweiß Düsseldorf 14
Schwarzweiß Barmen BW 904 Düsseldorf 52
Ick Schwelm Viktoria Düsseldorf 570
Nuhr bezirk:
Entscheldungssplel Gruppe Essen VI Spfr. Essen Schwargweiß Essen 275 SW Werne Tu w Mengede 310 Gelsenkirchen 07 Schalke 04 10 Schalke 90 Castrop 11 41 SW Höntrop Germania Herne 518 Ritthausen Union Gelsenkirchen Hammer Spogg Spogg Herten 078 Viktoria Union Recklinghausen 20 Wests. Scherlebeck FC Gronau 470 Preuß. Münster Sus Recklinghausen 270
Borussig Rheine 071 Arminia Bielefeld 321 Paderborn 08 44
SuS. Ahlen 472
Bes Osnabrück
Westf. Ahlen
Bielefeld 0607
Sc Unna 08 Südwestsalen:
Hüten 09 Wetter 1910 70
Brachbach Hemer 08 42
hessen⸗ Hannover
2. Meisterschasto⸗Endspiel: Vorussia Fulda Sc Göttingen 05 421
Hermannia Spielverein Kassel 270.
Spogg. Göttingen Hessen Hersfeld 372
Northeim Einbeck 05 271
Verein, Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte
Borussia Fulda 18 10 0 3 790 N 30:0 Germanla Marburg 1 2 5 44:40 21:12 Kurhessen Marburg 18 11 2 8 Sgt. 24:12 Hessen 00 Kassel 16 10 1 5 1 2111 S. C. 03 Kasset 16 10 0 6 20 12 Kurhessen Kassel 16 8 3 5 19713 Germanta Fulda 18 8 2 8 18.18 F. V. Horas, 10 3 2 10 N 5 V.. B. Geßen 17 3 0 14 20.67
F. V. Ockershausen 18 0 0 18 20774
Germania Fulda 070 Vn Gießen 3˙2(22)
Kurhessen Marburg Wetzlarer Sp
Verein Spiele gew. unentn vert. Punkte Wallau 17 2 2 3 2028 1000 Gießen 15 90 3 3 2119 Wehlar 17 9. 1 2212 N ohnhausen 16 90 3 1 20 1 Vretdenbach, 18 7 05 6 19717 Bottenhorn 17 7 1 0 18516 Butzbach 17 6 2 U 1.220 Wiesenboch 18 0 3 11 112 Dillenburg 18 3 8 12 90 W. Niedergtrmes 15 2 3 10 7
Frohnhausen 771(3:0)
1000 Gießen Dillenburg(D. n. angetr.)
Butzbach
Gau Dill Hörbach 1 Offenbach 1. 214 Donsbach 1 Erda 1. 711 Bischoffen 1. Steinbach 1. 40 Ballersbach Altenkirchen 3! Bischossen 2 Bicken 1. 1:5 Offenbach 2. Hohensolms 1. 21 Donsbach 1. Igd. Erda 1. Igd. 51
Gau Giessen-Wetzlar Weilburg Villmar 44 Ehringshausen Burg. Lollar 1 Aßlar 1. 4 Steinbach 1 Butzbach 2. 41(471) Steindorf 1. Wetzlarer Sp 2. 570 1900 Gießen 2 Hermannstein 1. 11(0:0) Lollar 2 Aßlar 2 41 1900 Gießen! Großen-Buseck 1. 41 1900 Gießen 4 Leihgestern 2. L. n. angetr. 1900 Gießen 5. Großen-Buseck 2. 51(3:0) Schotten 1. Ulrichstein 1, 4:0(0:0) Schotten 2. Ulrichstein 2. 3.0 Villingen Wetterseld 170(41:0)
Bon baden 1. Albshausen 1. 2:0(1:0) Bonbaden 2. Albshausen 2. 9 Wetzlarer Sp 4. Steindorf Wadlhausen Hirschhausen 60 6 Waldhausen 2. Hirschhausen 2. 2:
Stockhausen Niedershausen 170 Amtliche Tabelle der Gauklasse 2, Gruppe 3:
Verein Spiele gew. unent. verl. Punkte Allendorf(Ulm) 12 8 2 2 6 Ulm 12 6 1 5 2 Holzhausen 2. 12 1 5 3 Bisklirchen 2. 12 5 2 5 Tiefenbach DT 12 5 2 5 Braunsels 2. 12 1 2 6 Nlederbtel 12 2 3 7 7:17
Stockhausen 2. wegen drelmaligem Nichtantreten ausgeschleden Merenberg Wirbelau 113 Weinbach 1.— Löhnberg 2. 411 Amtliche Tabelle der Gauklasse 2, Gruppe 5:
Verein Spiele gew. unent. verl. Punkte Werdorf 14 12 2 0 20:2 Bülblingshausen 14 9 3 208 Berghausen 14 6 3 1741 Wetzlarer SV. 3 14 8 5 ade Garbenhelm 14 5 7 12:10 Waldgluemes 14 2 7 0 Hermannstein 2. 14 8 0 Schwalbach 2 140 0 11
Waldhausen 1. Hirschhausen 1. Wadlhausen 2. Hirschhausen 2. Hasselbach Edelsberg 314
1900 Gießen 1. Igd. Vfch Gießen 1. Igd. 1:0(abgebr.) Wetzlarer Sp. Igd. Butzbach 1. Igd. 5˙0
Vfch Gießen 2. Igd. Klein-Linden 1. Igd. 370
1900 Gießen 2. Igd. 1900 Gießen 3. Igd. 471(1:1) Löhnberg Igd. Oberbiel Igd. 311
Stockhausen Igd.— Tiefenbach Igd. 2:0
Wieseck Sch.— Vf. Gießen Sch. 0 Lich Sch. 1900 Gießen Sch. 31(121)
Gau Marburg Ockershausen komb. Marbach 1. 112 Biedenkopf Wetter 38 Niederlaasphe Breidenstein 3:1(11) Kirchhain Speckswinkel 24 Laasphe 1.— Wallau 2. 5:6(3:6) Bürgeln 1.— Neustadt 1. Niederwalgern Wehrda 221 Steinperf 1. Eckelshausen 1. Steinperf 2. Gönnern 1. 3:3 Eckelshausen 2. Kombach 1. 2:0 Veh Kurhessen Marburg 3. Lohra 1. 471 Altenvers. Damm D. n. angetr. Niederweimar Elnhausen Niederwalgern 2 Wehrda 2. 2:0 Holzhausen b. Gl. Friedensdorf 5˙2(172) Langenstein 1. Momberg 1. 574 Michelbach Dautphe 371 Mellnau Cölbe 255 Buchenau 2. Holzhausen 2. 3:3 Wolfgruben 1. Friedensdorf 2. 3: Günterod Bicken 0:1(abgebr.) Germ. Marburg 1. Igd. Kirchhain 1. Igd. Vfch. K. Marburg 1. Igd. VfB. K. Marburg 2 Laasphe 1. Igd. Wallau 1. Igd. 12 Drethausen Igd.— Marbach Igd.
105(220
Handball: Stü iel: leßen— Butzbach 6:4 TW Lich— Vscß Gießen 22 VfL Wetzlar 2.— TW Heuchelheim 2. 113 TW Beuren TW Erda 21 Vis Wetzlar— TW Heuchelheim 6:0 Tischtennis:
Wetzlarer SpV Bad Nauheim 165 1900 Gießen— Friedberg„Rot-Weiß“ 1214
Aus Wetzlar
Wetzlarer SpV— Vfw Gießen 3:2(2:1).
Zu dem Ligaspiel Wetzlar Gießen VfB waren auf Grund des schlechten Wetters und der Radio-Uebertragung des Länderspiels nur wenige Zuschauer exrschienen. Das Spiel hätte man entsprechend früher legen müssen. Die wenigen, aber treuen Anhänger kamen durch ein schönes Spiel voll auf ihre Kosten. Wetzlar mußte für die Gebr. Benner und Zielberg Ersatz einstellen. Dadurch hatte man zu Beginn des Spieles wenig Hoffnung für Wetzlar, zumal Gießen auch während der ersten 10 Minuten stark tonangebend war und während dieser Drangperiode 1:0 in Führung ging. Der Halbrechte schoß eine Flanke direkt ein. Wetzlar fand sich allmählich und lieferte für die Folge einen ausgeglichenen Kampf. Angriffe auf bei⸗ den Seiten unterbanden die gut spielenden Verteidiger-Paare. Wetzlar erhält an der Strafraumgrenze einen Strafstoß zu⸗ gesprochen, welchen Blech mit Täuschung geschickt zu Wohl⸗ gemuth weiterleitet und letzterer mit wuchtigem Schlag zum Ausgleich verwandelt. Wetzlar wird etwas Überlegen, Wohl⸗ gemuth macht gefährliche Sologänge, sein Schuß Ban eben wuchtig vom Torpfosten zurück, wieder ist er am Ball, spielt sich bis zur Außenlinie durch, gibt flach zur Mitte, Kaletsch ist zur Stelle und schiebt aus wenigen Metern zum Führungs- tor ein. In der zweiten Hälfte des Spieles sah man meistens die Gießener im Angriff, aber die Wetzlarer Hintermannschaft, in welcher sich der alte Kämpe Waldschmidt besonders auszeich⸗ nete, brachte alle Angriffe zum Scheitern, bis endlich ein Ball von einem Weßzarer Läufer im Strafraum mit der Hand be⸗ rührt wurde. Den Elfmeterstoß verwandelt Gießen sicher zum Ausgleich. Jetzt glaubte man, daß Gießen noch den Sieg an sich bringen würde, aber da erhält der auf Rechtsaußen gegangene verletzte Fischer eine Steilvorlage und stellt mit wuchtigem Fernschuß in der letzten Minute den Sieg für Wetzlar 0 er. Schiri Dietz leitete wie gewohnt einwandfrei. Das Spiel wurde fair durchgeführt und zeigte vorwiegend schöne, flache Kombinationen. Bei Wetzlar gefielen besonders: Wohlge⸗ muth im Sturm, Ackermann und Volkmar in der Läuferreihe sowie der Ersatzmann Waldschmidt R. in der Verteidigung.
Die 2. Mannschaft war nach Steindorf verpflichtet, mußte aber durch 7 Spieler der 3. Elf ergänzt werden und verlor auch dementsprechend 510. In der ersten Halbzeit boten die Wetz⸗ larer wider Erwarten ein fast gleichwertiges Spiel, aber 15 Sturm konnte sich bei der guten Steindorfer Verteidigung nicht durchsetzen. Nach der Pause wurde dann Steindorf überlegen und drängte gegen Schluß stark, besonders ihr Mittelläufer beherrschte das Mittelfeld vollkommen, faßte sämtliche Wetz⸗ larer Torabstöße mit dem Kopf ab und leitete Angriffe auf Angrisse ein, welches das 570 Ergebnis dem e e ent⸗ sprechend gerecht erscheinen läßt. Der Nauborner Schiri leitete mit großer Vorsicht, so daß das Spiel sehr anständig durch- geführt wurde.
Wetzlaxs 4. Elf spielte auf eigenem Gelände gegen Stein- dorfs 2. Mannschaft und gewann 270. Das Wetzlarer Schluß⸗ trio war hier sehr gut, wodurch die Steindorfer nicht zu Er⸗ folgen kamen. Der Wetzlarer Sturm konnte von den vielen Gelegenheiten, welche öfters durch gefährliche Durchbrüche ent⸗ standen, nur zwei verwandeln.
Die erste Jugend spielte vor dem Ligaspiel gegen die gleich von Butzbach und konnte einen überlegenen 5:0⸗Sieg für die schwarzroten Farben erzielen.
Am Samstagabend kam die Tisch-Tennis-Abteilung im Saalbau Süß zu einem großen Erfolge gegen den Tisch-Tennis⸗ klub„Grün-Weiß“ Bad Nauheim. Von den ausgetragenen 18 Spielen konnten die Bad Nauheimer nur zwei gewinnen, so daß das Turnier 16:2 für den Sportverein endete. Am kommen⸗ den Samstag erwartet der Spe den Akademischen Tisch⸗Tennis⸗ klub Gießen in Wetzlar zum Rückspiel im„Riesen“. Das Vorspiel gewannen die Gießener bekanntlich 14:4 und sind die einzigen Bezwinger des Sportvereins, man dürfte daher auf den Ausgang dieses Turniers sehr gespannt sein. W. Z. W.
Aus Steinbach
Steinbach 1.— Butzbach 2. 421.
Am vergangenen Sonntag hatte die erste Mannschaft des FSp Steinbach die 2. Mannschaft von VfR Butzbach im fäl⸗ ligen Verbandsspiel zu Gast und konnte das Spiel mit 471 Toren siegreich beenden. Kurz nach 1 Uhr gab der unparteiische Schiri Wlodareck-Gießen den Ball frei. Es entwickelte sich gleich ein flotter Kampf, in dem man Steinbach gleich im Vor⸗ teil sah, denn schon in der 6. Minute sandte der Linksaußen der Platzmannschaft zum Führungstor ein. Das Spiel geht
Rolli, der Stürmer.
Roman von Fall Heldburg (40. Fortsetzung.) Was die Schwalbe sang.
Seit drel Mongten war Roland Lichti nun schon Bür des südamerskanischen Freistagtes Uruguay, des Landes mis kaum mehr als eineinhalb Millionen Menschen, seinem schier unerschöpflichen Reichtum an Gold und Weizen und der besten Fußballmannschaft der Welt. Ob er nun vom Dachgarten der Villa Bordoni, in der ihm Herr Ximenez, der Manager, die beiden schönsten Zimmer gemietet hatte, über die breite Bai von Montevideo blickte, oder ob er auf dem stattlichen Boule var de Julto im rassenbunten Leben einer füdamerikanischen Großstadt untertauchte, immer wieder mußte er sich eingestehen, daß das Schicksal es gut mit ihm gemeint hatte.
Völlig ruhig und heiter hatte er sich in die neue Welt und das neue Leben hineingefunden, froh, daß er Europa, von dem er auf den Gastspielreisen seiner Mannschaft ein gutes Teil ge sehen, hinter sich hatte. Hier in Uruguay war noch Platz für viele Millionen Menschen, hier würde er immer sein Brot fin den, und wenn es sein mußte, auch ohne den Fußball.
Juerst hatte ihn der„schlichte Abschied“ von Heimat und Beruf, vom Bankhaus und von„Rotweiß“ bedrückt. Er hatte Briese geschrieben, an Brosang und Dr. Kurth, Hilde Gorenflo und seine alte Wirtin in der Auerstraße und viele andere, die es gut mit ihm gemeint hatten. Aber als ihm keiner geant wortet hatte, hatte ihn ein wilder Jorn erfaßt. Doch ein Brief war postwendend eingetroffen, der Brief von seinem Va ter. Aber was der ihm mit seinen seltsam ungelenkten Schrift zügen kurz und kühl, eigensinnig und abweisend mitzuteilen halte, war nur geeignet gewesen, den„verlorenen Sohn“ zu er bittern
Nun dachte er ruhiger über das, was andere ihm angetan hatten. Da war Maria Hedemann. Was hätte er dieser ver wähnten Frau bieten können? War es nicht sein Glück, daß alles so gekommen war, wie es kommen mußte? Sie wird den Kornberg geheiratet haben. Ob diese Frau ihn nur dazu benutzt hat, um ihrem Kalidirektor ein schnelleres Tempo bei zubringen? Ihre finanzielle Lage war mehr als kritisch ge wesen. Die Rote zorniger Scham färbte sein Gesicht, wenn er
daran dachte, wie ihm der Hotelportier in Paris über die Weiterreise der Madame berichtet hatte.
Wozu war diese Frau überhaupt in sein Leben getreten?
Da war die Hilde Gorenflo aus anderem Holz geschnitzt. Auch über sie hatte er sehr viel nachgedacht. Ein braver Kerl war sie trotz alledem! Wenn sie nur nicht so zielstrebig gewesen wäre. Aber mußte das nicht jedem verständlich sein, der wußte, aus wie einfachen, engen Verhältnissen sich das Mädel herauf— gearbeitet hatte? Nur auf die Empfehlung des Volksschul rektors hin war sie zwei Jahre nach ihm bei Brosang in die Lehre getreten, aber wie schnell war er, was Können und Wissen betraf, von ihr überflügelt worden. Ihn, Lichti, hatte man mit einer unhöflichen Geste abschieben dürfen ohne Hilde Gorenflo ging es bei Brosang nicht mehr!
Wie oft hatte ihm die Hilde ihr Frühstück oder eine saftige Birne oder ein paar Zigaretten zugesteckt. Wenn die Hilde bei alledem mehr im Auge gehabt, als er geahnt hatte, wenn sie ihm vielleicht Gefühle entgegengebracht, die vielleicht mehr als junge Kameradschaft waren auch das paßte zum Charakter dieser Hilde.
Nur sein Sportfimmel war schuld daran gewesen, daß er diese Frau nicht in ihrem vollen Werte erkannt hatte, daß er oft undankbar und unhöflich zu ihr gewesen war. Zuletzt hatte sie dann Gleiches mit Gleichem vergolten. War das so verwun derlich? Wie nahe beieinander wohnen Liebe und Haß, Hoff nung und Enttäuschung in einem Frauenherzen!
Auch zur Hilde waren die Brücken abgebrochen.
Mit den Landsleuten, die er im deutschen Klub kennenge lernt hatte, bewegte er sich in gemessenem Abstand. Für sie war er der„Berufsspieler“, der mit Negern und Indianern in einer Elf antrat und wohl auch nicht mehr war, als die ungezählten deutschen Tänzer, Virtuosen und Artisten, die das Land über⸗ schwemmten und für das Deutschtum eine schwer zu ertragende Plage geworden waren
Frau Mariette di Ricardo sperrte ihre Tochter, die sieb zehnjährige Isabella, vor ihm ab. Wie gerne hätte er mit dem glutäugigen Mädchen ab und zu ein Stündchen geplaudert!
Die junge Dame trug in stummem Gehorsam gegen ihre Mutter eine kränkende und ihm unverdient erscheinende Art des Uebersehens zur Schau.
Diese Menschen würden ihm ewig fremd bleiben. Aber erst die Meyschen machen ein Land zur Heimat.
Roland Lichti sah im Geiste sein Vaterhaus im Schatten der kleinen Kirche. Die Wellen der Weser sangen ihr eintöni⸗ ges Lied. Die Eichen rauschten. Jeder Dorfjunge war Freund und Kamerad. Sein Vater, der Pfarrer, ging durch den Garten. 0 Liebevoll fragte er die Rosenknospen, wann sie sich wohl pflücken lassen würden, um das Bild von Rolands Mutter, der Früh⸗ verstorbenen, zu umkränzen.
Was die Schwalbe sang,
die den Herbst und Frühling bringt— Ob's das Dorf entlang
wohl jetzt noch klingt?
Das Gefühl bitterschmerzlicher Sehnsucht nach der fernen verlorenen Heimat hatte sich immer öfter gemeldet.
Wenn er wenigstens eine Tätigkeit gehabt hätte, mit dem Schweiß der letzten Arbeitsstunde als köstlichem Lohn! Sport durfte nie eine solche Arbeit werden. Darin dachte er anders als sein Manager. 0 So hatte auch die Sonne Uruguays ihre Flecke.
Bilanz.
Roland Lichti betrat das Büro des Managers. Dieser sprang auf und nötigte den Deutschen mit großer Herzlichkeit zum Sitzen.
„Sie haben einen Wunsch, ich sehe
ist's? Sprechen Sie!“ Roland sah den Manager fest an. „Ich bin jetzt fünf Monate beim FC Penarol. Ich glaube, waren mit meinen Leistungen stets zufrieden?“ f Felipe Ximenez wurde unruhig.
Ja, wahrhaftig!“ sagte er,„stets zufrieden, das kann ich
es Ihnen an. Was
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wohl sagen.“ 1 „Und ich spreche auch leidlich spanisch?“ „Prächtig, glänzend, wie nur ein...“ 1 „Wissen„was Sie mir versprachen?“ „Versprachen? Nein, lieber Freund, ich erinnere mich in der Tat nicht. Aber— halt— btauchen Sie mehr Geld?“
„Nein, das ist es nicht. Sie versprachen mir, daß Sie mir, sowie ich spanisch spräche, in einem Banthause eine Stellung verschaffen wollten.“
Der Manager schlug die Hände zusammen.
„Das versprach ich? Ja, ich erinnere mich, daß ich das ge⸗ Geduld, mein Freund, so einfach ist das nicht.“ f
Fortsetzung
sagt habe. folgt.
Sein
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an 0 a
Dag! un Freund bens hatten we lauten wür. J. bon Albs dausen asg fie sch buch dos Können det Hell Kuäfle der! . und B⸗ nid, Zun dal Anstoß, gala, die Torwatt. dung. Do Tot, ii die cat hat! ten Flügel heißt es!! weiter, do sie nicht. und jeden Nach der! bängt in d feder Lage dunlt, hat Drangperie Ait drei Narmerpah
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