Ausgabe 
5.7.1932
 
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Dienstag, den 5. Juli 1932.

Herauslaufen, durch

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Allgemeine Hessische Sportzeitung.

Stürmer und Torwüthter

Wenn man einmal eine Rundfrage auf den Fußballplätzen machen würde, welche Spielhandlungen und Spielaugenblicke den Zuschauern nächst dem erfolgreichen Torschuß am besten ge⸗ fallen, die Antwort würde mit größter Einmütigkeit den Augen⸗ blick nennen, in dem sich Stürmer und Torwächter Mann gegen Mann gegenüberstehen und der Tormann durch blitzschnelles kühnen Hechtsprung, durch entschlossenes Hinwerfen usw. eine hundertprozentige Torgelegenheit vere⸗ eitelt. Eben weil Fußball ein ausgesprochenes Mannschafts⸗ spiel ist, wirken gerade diese ganz auf die Pexsönlichkeit, in diesem Falle den Einzelkampf zwischen dem ersten und dem letz⸗ ten Manne, zugeschnittenen Einlagen besonders spannend.

Alles, was besonders schön ist im Leben, hat aber nun ein⸗ mal auch eine Kehrseite, und die weniger erfreuliche Rückseite dieser wegen ihres Stattfindens im Strafraum besonders auf⸗ regenden Soloszene ist die mit ihr verbundene Gefährlichkeit. Wenn Stürmer und Torwächter zusammenprasseln, gibt es sehr oft und sehr leicht Kleinholz. In den allermeisten Fällen pas⸗ siert zwar nichts Ernstes, ist die Prellung sehr schnell wieder behoben oder der Groggy⸗Zustand in Kürze überwunden, gele⸗ gentlich aber geht es auch weniger glimpflich ab.

Es leuchtet ein, daß der Tormann im Kampf gegen einen mit vollen Touren dahergesaust kommenden Stürmer im Nach⸗ teil ist. Ganz besonders aber dann, wenn er eine Abwehr am Boden vornehmen will oder muß. Er darf zwar seine Hände zum Aufnehmen des Balles gebrauchen, was aber sonst für den Torwächter einen Vorzug bedeutet, nämlich der Gebrauch der Hände, gestaltet sich diesmal zu einem schweren Nachteil, denn die Hände fehlen ihm, um seinen Körper beim Fallen zu unter⸗ stützen und vor allem, um beim Niedergehen Kopf, Gesicht und Brust zu schützen. Denn in den Händen hat er ja den Ball oder wollte er ihn wenigstens haben.

Jeder kennt die Szene, die neunundneunzigmal relativ harmlos, zum hundertsten Male aber mit einer ganz bösen Verletzung abgeht: der Stürmer hat, Ball am Fuß, sich im vollen Lauf allein durchgespielt, die Verteidiger sind überlaufen, frei liegt der Strafraum vor ihm, ladet die ganze Breite des Tores zum herzhaften, vielleicht gar siegbringenden Torschusse ein. Er gibt noch einen Zahn Gas darauf, will noch einige Meter lau⸗ fen, um ganz sicher hineinknallen zu können, da schnellt sich ihm ein Körper entgegen, der eben noch zwischen den Pfosten stand, der Torwächter ist herausgelaufen, nein, nicht gelaufen, sondern geflogen und fliegt dem Stürmer im tollen Bogen mit weit nach vorn gestreckten Armen vor den Ball und vor den Fuß.

Jetzt entscheidet die berühmte Zehntelsekunde, ob Stürmer oder Torwart schneller am Ball ist, ob alle Mühe und aller Aufwand des Stürmers vertan sein, der Torwächter ein tot⸗ sicheres Tor verhindert haben soll. Das Bein des Stürmers streckt sich mit letzter Kraft nach dem Ball und trifft den Kopf des Torwächters! Das kennen wir alle, haben es oft und oft erlebt, wie die Sanitäter ins Spielfeld gerannt kommen, den wie leblos daliegenden oder sich krümmenden Torwärter hinaustragen, und haben unzählige Male den Wunsch gehabt, es möge ebenso gut abgelaufen sein, wie es gefährlich erschien.

Zum Glück tut es das meist auch, ja in der weit überwiegen⸗ den Mehrzahl der Fälle sogar, aber leider nicht immer. Und die Verletzungen sind dann meist allerschwerster Art. Eine Schuldfrage aufzuwerfen, ist zwar leicht und der Fanatiker ist je nach der vereinsmäßigen Zugehörigkeit schnell fertig mit seinem Urteil, aber eine eigentlicheSchuld im Sinne eines böswilligen Verschuldens, einer absichtlichen Herbeiführung, wird sich selten oder nie feststellen lassen, ganz abgesehen davon, daß sie auch nur in den seltensten Fällen wirklich vorgelegen hat.

Was ist zu tun? Soll man sich mit diesem Zustand als mit etwas Unabänderlichem abfinden, ein etwaiges Unglück alsBetriebsunfall achselzuckend zur Kenntnis nehmen? Kei⸗ neswegs. Ganz ausschalten werden sich derartige Vorkommnisse nicht lassen, man kann sie aber auf ein Mindestmaß beschränken. Darum ergeht unser Ruf an die Stürmer, lieber auf einen Torerfolg zu verzichten, in Zweifelsfällen, in denen man nicht ganz sicher ist, auch bestimmt und nur den Ball zu treffen, nicht zuzutreten, ergeht aber auch an die Torwärter die Aufforderung,

die Bodenabwehr nur in den allernotwendigsten Fällen vorzu⸗ nehmen und die im Gegensatz zu England im kontinentalen Fußball so über alle Gebühr vernachlässigte Fußabwehr mehr zu pflegen, und zum Schluß ergeht unsere Bitte an die Schieds⸗ richter, Torwächter, die sich gewohnheitsmäßig Stürmern vor die Füße werfen, wegen gefährlichen Spieles zu verwarnen.

Nicht der Mörder, sondern der Ermordete ist schuldig das Wort paßt sehr häufig auf den Zweikampf zwischen Stürmer und Torwart.

Deuljchland in Finnland mit 4.1 siegreich

Richard Hofmann macht drei Tore

Es ist und bleibt eine mehr oder weniger gewagte Sache, am Ende der Spielzeit, unmittelbar vor der Sommerpause, die deutsche Nationalmannschaft noch einmal im internationalen Wettstreit in die Schranken treten zu lassen. Gewiß wird man sagen dürfen, daß wir selbst unter ungünstigsten Umständen mik den Finnen fertig werden müßten, und daß wir, wenn uns das nicht gelingt, überhaupt keine Rolle im internationalen Fuß⸗ ballsport zu spielen vermögen. Das ist wohl richtig, kann aber trotzdem den wahren Sachverhalt nicht verdecken. Und dieser gipfelt darin, daß unsere Mannschaft auch bei ihrem dritten Auf⸗ treten in Helsingfors trotz ihres siegreichen Spieles bei weitem nicht die Leistungen gezeigt hat, die man billigerweise von der Nationalmannschaft eines Sechzig⸗Millionen⸗Volkes erwarten darf.

Und doch kann man unseren Spielern keine Schuld geben, denn sie sind abgekämpft um diese Zeit. Ganz besonders diejenigen, deren Vereine nach Abschluß der Punktspiele in den Unterbezirken etwa noch an den Spielen um die Verbandsmeisterschaft oder gar um die Würde eines deut⸗ schen Fußballmeisters beteiligt gewesen sind. Abgekämpft ge⸗ nau wie die englischen Berufsspieler am Ende der Saison nicht mehr solch hochklassige Leistungen bieten, wie bei Beginn der Saison, wovon ja gerade wir in Deutschland in diesem Jahr ein besonderes Liedlein zu singen vermögen. Der DB könnte daher nicht richtiger handeln, als daß er der wirklichen Lage der Dinge in weitestgehendem Maße Rechnung trägt und die Ter⸗ mine für unsere Länderwettkämpfe so auswählt, daß diese bis spätestens Ende April restlos unter Dach und Fach gebracht sind.

Dem schwedischen Schiedsrichter John Andersson, der seine Sache ausgezeichnet machte, stellten sich beide Mannschaften vor etwa 5000 Zuschauern in der Aufstellung:

Deutschland: Jakob; Schütz, Stubb; Gramlich, Leinberger,

Knöpfle; Fischer R. Hofmann, Rutz, Kuzorra, Kobierski. Finnland: Halme; Oksanen, Leskinen; Närvänen, Lindsten,

Viinioksa; Lindgren, Strömsten, Grönlund, Koponen,

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*

Deutschland hat Anstoß und kommt auch sofort vor das finnische Tor, wo jedoch die beiden Verteidiger aufmerksam Wache halten. Während unsere Leute einen außerordentlich ruhigen Eindruck machen, erscheinen die Finnen reichlich auf⸗ geregt, und ihre Nervosität steigert sich noch, als es Richard Hofmann bereits in der 5. Minute gelingt, den Führungstreffer einzusenden. Immerhin bewirkt dieser Treffer, daß die Finnen nunmehr alles aus sich herausgeben und das ohnedies schon schnelle Tempo noch mehr forcieren. Nachdem sie die erste Ecke erzielt haben, glückt ihnen in der 11. Minute ein blitzschneller Durchbruch. Der Rechtsaußen Aström läuft geschickt nach der Mitte, und ehe die deutsche Hintermannschaft eingegriffen hat, hat er den von Grönlund gut hereingegebenen Ball mit der

stehen. Ihr könnt euch denken, wie ich mich geschämt habe. Aber in der Kritik nachher verfuhr er doch sehr glimpflich mit mir. Da sagte er bloß:Zu den Leistungen unseres Torwarts im heutigen Spiel möchte ich nichts bemerken. Dazu bietet sich vielleicht im nächsten Spiel besser Gelegenheit... Ja, so rücksichtsvoll konnte er auch wieder sein. Er ist doch ein feiner Kerl.

Das stimmt, meinte Adolf Müller.Und wenn wir eben bloß eine Zigarette geraucht und dabei sogar noch ein schlechtes Gewissen gehabt haben, so ist das doch auch ein Zeichen dafür, daß das, was Bringhoff sagt, auch dann gilt, wenn er nicht unter uns ist. Dabei hat er uns doch eigentlich gar nicht mal direkt das Trinken und Rauchen verboten. Wie sagte er doch, als er zu uns kam: Es widerstrebt mir, über Ihre Lebens⸗ weise große Vorträge zu halten, viele Verbote zu erlassen und hinter Ihnen her zu spionieren. Ihre Leistungen zeigen mir wiel besser, ob Sie sich so verhalten, wie es ein Sportsmann, der es ernst mit seinen Leistungen nimmt, geziemt. Sie haben mein Vertrauen und werden es sicher nicht mißbrauchen.

Da war der vorige Trainer Bittner doch ganz anders. Der konnte stundenlange Vorträge gegen das Rauchen und den Al⸗ kohol halten. Bloß, daß ihm niemand zuhörte. Ich war auch einmal bei einem solchen Vortrag zugegen, als ich Ersatzspieler für Breitenbach war. Damals hatte Starck, unserer früherer Rechtsinnen, gerade den großen Krach mit Bittner gehabt und suchte nach einer passenden Gelegenheit, den Trainer zu ärgern. Na, Bittner hatte sich Starck gegenüber ja auch sehr gehässig benommen. Das hat sogar Dr. Bargmann zugeben müssen. Als Bittner nun über eine Stunde gegen Alkohol, Nikotin etc. ge⸗ wettert hatte und wir nach Hause gehen wollten, sagte Starck ganz laut, so daß Bittner es hören mußte: Ja, das Rauchen ist eine schlimme Angewohnheit. Dabei nahm er eine pech⸗ schwarze Brasilzigarre aus der Tasche und zündete sie an. Dann meinte er zu seinem Nachbarn: Dies ist übrigens ein feines Kraut, davon muß ich mir doch mal eine ganze Kiste bestellen...! Nachher, wie er draußen war, hat er die Zi⸗ garre gleich weggeworfen, denn er rauchte sonst fast gar nicht. Aber seinen Zweck, Bittner zu ärgern, hatte er damit erreicht.

Gewiß war das ein dummer Streich, von Starck, aber Bitt⸗ ner hatte doch auch viel Schuld. Es würde doch keinen von uns einfallen, Bringhoff gegenüber so aufzutreten.

Da hast du recht, stimmten die beiden anderen Spieler ihm zu.

Theo öffnete das Fenster.

Das Wetter ist wirklich großartig. Da ist auf dem Sport⸗ platz heute nachmittag sicher Hochbetrieb. Was meint ihr, wie⸗ viel Zuschauer wohl kommen werden?

Na, so sechs⸗ bis achttausend. Ein Punktspiel zieht ja immer am besten. Da kann ein noch so interessantes Freund⸗ schaftsspiel stattfinden oder sogar eine Mannschaft aus Hono⸗ lulu kommen, so haben diese Treffen doch längst nicht die An⸗ ziehungskraft auf das Publikum wie ein größeres Meisterschafts⸗ spiel! meinte Adolf Müller.

Trotzdem gibt es aber auch Gegner dieser Punktspiele, erwiderte Theo.Ich habe neulich mal so einen Artikel in einer Sportzeitung gelesen. Da behauptete jemand unter anderem, daß die Punktspiele zu große Anforderungen an die Nerven der Spieler stellten und sie und das Publikum zu unsportlichem Ver⸗ halten erzögen. Ein Fortfall der Meisterschaftskämpfe würde mit einem Schlag denSpesen⸗Amateur und das sensations⸗ hungrige Publikum vom Erdboden verschwinden lassen. Aber in der nächsten Nummer stand schon eine Entgegnung darin. Ich glaube, ich habe die Zeitschrift noch hier. Einen Augenblick mal.. Hier ist schon der Artikel. Also der Einsender schreibt über den Wert der Punktspiele am Schluß: Wenn die Spieler auch manchmal die Zähne zusammenbeißen müssen, um einer drohenden folgenschweren Niederlage zu entgehen und sie trotz größter Anstrengung vielleicht doch nicht verhindern können, so lernen sie eben, sich zu beherrschen. Und dieses sich selbst besie gen ist schließlich der Endzweck aller sportlichen Erziehung. Fußballspiel ist Kampf. Ein Meisterschaftsspiel steigert die Kampfbegeisterung naturgemäß noch mehr. Wenn der Sieges⸗ willen sich in erlaubten Bahnen auswirkt, ist ein solches Punkt⸗ spiel ungleich schöner und interessanter als ein Freundschafts⸗ spiel. Das beweisen auch die größeren Zuschauermengen bei den Meisterschaftskämpfen. Deshalb wollen und dürfen wir auf die Punktspiele nicht verzichten.

Ein ganz vernünftiger Standpunkt, Müller und Günter Freund.

Sicherlich. Ich glaube, wir werden die Zuschauer, die heute zu unserem Spiel herauskommen werden, nicht enttäuschen. Bange ist mir nur etwas um Karl Schäfer. Er läßt sich zu leicht aus der Ruhe bringen. Aber wenn die Gegner nur fair spielen, ist mit unserem Rechtsinnen ganz gut auszukommen. Wir selbst müssen auch alles daran setzen, Adolf, daß uns in der Hitze des Gefechts keine Entgleisungen passieren. Wellner ist ja, Gott sei Dank, ein ausgezeichneter Schiedsrichter. In dieser Hinsicht können wir also auch beruhigt sein.

meinten Adolf

Brust eingedrückt. In der zweiten Halbzeit ändert sich eine halbe Stunde lang nichts an diesem Stande von 11. Gegen Schluß werden die Finnen ein Opfer ihres eigenen Tempos.

Nachdem sie in der 62. Minute ihre dritte Ecke erzielt haben, wendet sich das Blättchen etwas zugunsten der deutschen Mann⸗ schaft. Etwas überraschend kann Rutz in der 77. Minute eine Flanke von Kobierski einköpfen. Noch einmal reißen sich die Finnen zusammen, aber sie sind geschlagen. Der zweiten deut⸗ schen Ecke in der 80. Minute folgt der 3. Trefffer auf dem Fuße, der auf Richard Hofmanns Konto zu setzen ist. Deutschland drückt jetzt, erzwingt in der 85. Minute die 3. Ecke(also damit den Eckengleichstand) und kann durch Richard Hofmann, der fast mit dem Schlußpfiff eine Flanke von Fischer verwandelt, den deutschen Sieg endgültig sicherstellen.

Die deutsche Mannschaft zeigte, trotz ihres Sieges, kein be⸗ sonders großes Spiel. Rutz als Sturmführer war viel zu weich. Kobierski flankte zu spät, Kuzorra schoß zu schwach und Fischer stand viel zu weit im Felde. So ward Richard Hofmann der beste Mann im Angriffsquintett. Leinberger arbeitete wie immer von Anfang bis Ende unermüdlich. Die Verteidiger waren mitunter unsicher. Jakob verdient restlose Anerkennung, er war unser bester Mann. Die Finnen hatten ihre stärkste Mannschaft gestellt. Jede einzelne Spieler füllte seinen Posten glänzend aus.

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Es wird schon klappen, Theo. Mein linker Nachbar, Erich Janßen, Bringhofs Sorgenkind, ist ja auch gut in Form. Also die Aussichten auf einen Sieg sind gar nicht so schlecht. Die Hauptsache ist, daß unser lieber Torwart seinen Kasten rein hält.

Darauf kannst du Gift nehmen, lachte Günter Freund und stand auf.Ich glaube, wir müssen uns verabschieden. Frau Bauer hat das Mittagessen sicher schon fertig. Was gibt es denn heute mittag, Theo?

Erbsensuppe mit Frühzündung, sagte Adolf Müller und sah auf die Uhr.Was, schon gleich elf? Da ist es höchste Zeit, daß wir aufstoßen und ins Horn brechen. Na, im Klubhaus treffen wir uns ja nachher wieder. Vergiß vor allen Dingen nicht, Theo die Schußstiefel mitzubringen.

Wird gemacht, lacht der Mittelstürmer..

Obwohl das Wettspiel erst um drei Uhr nachmittags ange⸗ setzt war, strömten schon eine Stunde vorher unzählige Fuß⸗ gänger zum Sportplatz. Die Elektrischen waren überfüllt; Au⸗ tos und Motorräder belebten die Zufahrtsstraßen. Das wun⸗

derbare Fußballwetter und die Aussicht auf ein interessantes

Spiel hatten alle Sportsfreunde auf die Beine gebracht. An den Kassen drängte sich die Menge. Eine Viertelstunde vor Beginn des Spieles waren bereits alle Tribünen- und Sitzplätze aus⸗ verkauft. und immer noch mehr Menschen strömten herzu, die gerne mit einem Stehplatz vorlieb nehmen wollten, wenn sie nur dabei sein konnten. Es war ein großer Kassenerfolg und zu⸗ gleich ein Beweis dafür, daß ein Treffen zwischen den beiden stärksten Vereinen der Großstadt eine gewaltige Anziehungs⸗ kraft besaß.

In den Umkleideräumen der Spieler ging es lebhaft zu. Von einer Nervosität war nicht viel zu spüren. Augenblicklich hatte gerade Ernst Gehle, der Rechtsaußen, das Wort:

Also Kinder, stellt euch vor: Gestern abend habe ich Skat gespielt. Da hatte ich einmal einen wunderbaren Grand ohne zweien. Herz As, Herz Zehn...

Ach du mit deinem Skat, rief Ernst Zille, der linke Ver⸗ teidiger, dazwischen,das kannst du deiner Großmutter er⸗ zählen.

Du Theo, wandte sich Willi Hoffmann an den Mittelstür⸗ mer,wenn du nachher Seitenwahl haben solltest, dann laß uns man mit der Sonne im Rücken spielen. Wind ist ja kaum da und der kommt auch noch von der Seite.

Natürlich... aber erst mal abwarten.

Fortsetzung folgt.